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Lebensmittel-Unverträglichkeiten

Gehören Lebensmittelunverträglichkeiten zum heutigen Trendverhalten oder handelt es sich um neue Gesundheitsstörungen? Die Wahrheit findet sich so oft in der Mitte. Denn zwischen Krankheit, Unverträglichkeit oder Allergie kann nicht immer eine klare Linie gezogen werden. Insbesondere seit dem Beginn der industriellen Lebensmittelzubereitung. Doch auch die Felder der Bauern verändern sich. Vom Boden über Pestizide und dem Wunsch nach höheren Erträgen verändern sich Lebensmittel - auch zum Leidwesen des Verbrauchers, der in der Tat mit Unverträglichkeiten reagiert. Das Problem: Hat der Organismus einmal eine Sensibilität entwickelt, reagiert dieser häufig auch mit einer "falschen" Immunantwort und stuft harmlose Substanzen als gefährlich ein.

Glutenintoleranz

Werden verschiedene Substanzen wie Laktose oder Gluten nicht vertragen, lösen sie Unwohlsein, Sodbrennen oder auch Durchfall aus.

Was lösen Lebensmittelunverträglichkeiten aus?

Im Grunde genommen erst einmal gar nichts. Denn die Unverträglichkeit unterscheidet sich deutlich von einer Allergie. Werden verschiedene Substanzen wie Laktose oder Gluten nicht vertragen, lösen sie Unwohlsein, Sodbrennen oder auch Durchfall aus. Die Symptome einer Lebensmittelunverträglichkeit können kaum eingegrenzt werden, da jeder Mensch anders auf Lebensmittel reagiert. Dennoch muss klar gesagt werden: Auch bei Befindlichkeitsstörungen machen Unverträglichkeiten nicht krank und lösen demnach auch keine Krankheiten aus.

Milch - Ein Blick zurück verrät ein Geheimnis

Die längste Historie hat vielleicht die Laktoseintoleranz. Sie ist am meisten verbreitet, und das verwundert nicht. Heute kaum vorstellbar, doch in der Vergangenheit war Milch bei den Bauern überhaupt nicht beliebt. Vor der weltweiten Industrialisierung wurde wenig Milch getrunken und das aus einem einfachen Grund: Schon vor zig Generationen war Milch schwer verdaulich. Stattdessen war sie der Rohstoff für haltbaren Käse und Butter. Dank der natürlichen Weiterverarbeitung wurden die schwer verträglichen Bakterien zerstört und der Käse damit bekömmlicher. Erst nachdem der Milchhandel begann und die Industrialisierung verschiedene Produkte hervorbrachte, erhielt die Milch ein neues Prädikat. Gerade die Nachkriegszeit propagierte Milch als eines der wichtigsten Lebensmittel. Mit Slogans wie "Milch macht müde Männer munter" war ein hygienisch einwandfreies Produkt für die Masse geboren. Die Unverträglichkeit blieb, wenn auch unbeachtet.

Ein Leben ohne Milch? Denkbar und realistisch!

Sehr oft wird beschrieben, dass ein bestimmter Teil der Deutschen ohne Milch und Milchprodukte leben muss. Grund dafür sei die Laktoseintoleranz. Doch wenn Du über den Tellerrand hinausschaust, wirst Du feststellen, dass weltweit viele Menschen ohne Milch leben und völlig gesund sind. Allen voran sind es die Asiaten, die weder den Milchkaffee noch den Joghurt kennen. Es ist nachgewiesen, dass Japaner und Chinesen in noch geringerer Menge das Verdauungsenzym Laktase produzieren. Aufgrund der hohen Unverträglichkeit sieht der asiatische Speiseplan daher schon seit Generationen keine Milchprodukte vor. Schauen wir weiter, wird deutlich: Es sind rund 75 Prozent der gesamten Bevölkerung auf der ganzen Welt, die im Grunde keine Laktose vertragen. Grund allein ist die geringe Produktion eines einzigen Enzyms: der Laktase. War es vor mehr als 100 Jahren noch die Industrialisierung, ist es heute der hohe Konsum von Milchprodukten und Fleisch, der die Unverträglichkeit mehr als deutlich zeigt. Rindfleisch, Wurst und Joghurt gehören zu den alltäglichen Lebensmitteln, die jederzeit verfügbar sind und in hohem Maße verzehrt werden. Der Organismus reagiert mit Bauchschmerzen, Blähungen oder auch Durchfall - Symptome, die aus diesem Blickwinkel heraus nachvollziehbar sind.

Laktoseintoleranz

Milch: Für sehr viele Menschen ein problematisches Lebensmittel.

Laktoseintoleranz – Unter der Lupe

Säuglinge und Kinder sind häufig weniger bzw. gar nicht von der Laktoseintoleranz betroffen. Dies liegt der noch vorhandenen Produktion an Laktase zugrunde. Da der Organismus im Laufe der ersten 20 Lebensjahre die Produktion von Laktase reduziert bzw. einstellt, reagiert der erwachsene Organismus mit einer zusehends wachsenden Laktoseintoleranz. Das Buch "Milch besser nicht" zeigt in diesem Zusammenhang weitere sehr interessante Informationen auf. Es beschreibt, warum Milch heute als Auslöser für Gesellschaftskrankheiten angesehen werden kann. 

Bei der Fruktoseintoleranz wird zwischen einer angeborenen Intoleranz und einer Malabsorption unterschieden. Sehr selten leiden Menschen an der, von Geburt an bestehenden Fruktoseintoleranz, bei der es ebenfalls um ein Enzymdefizit geht. Weitaus häufiger ist die Fruktose-Malabsorption, die sich durch eine gestörte Aufnahme des Fruchtzuckers im Darm zeigt. Auch hier handelt es sich um eine Unverträglichkeit, deren Ursache im Darmbereich zu finden ist.

Die reguläre Verarbeitung von Fruktose

Doch vorher werden Lebensmittel mit Fruktose verzehrt und gelangen über den Magen in den Dünndarm. Hier werden die Bestandteile in ihre Einzelteile zerlegt - die Resorption. Fruktose gelangt dann über die Blutbahn in die Leber und wird von einem Enzym aufgespalten. Energie wird freigesetzt und steht dem Organismus zur Verfügung.

Störungen der Fruktoseaufnahme

Bei der häufigen Art der Fruktoseintoleranz wird Fruktose nicht vollständig im Dünndarm aufgenommen und gelangt direkt in den Dickdarm. Hierdurch werden dann Bakterien erzeugt, die ebenfalls Bauchschmerzen oder Durchfall hervorrufen können. Das Problem besteht ebenfalls in dem hohen Konsum von Fruktose. Geringe Mengen werden kaum zu Beschwerden führen, doch fertig verarbeitete Lebensmittel sorgen für eine ständige Aufnahme. Milchprodukte, Marmeladen, Süßwaren - überall wird Fruktose verwendet. Dieser ständige Überfluss sorgt letztendlich für dauerhafte Beschwerden, die in der Fachsprache auch mit dem Reizdarmsyndrom beschrieben werden.

Jetzt auch noch die Glutenintoleranz ...

mag ein mancher denken. Richtig. Auch sie reiht sich ein und präsentiert sich mit einem bestimmten Erscheinungsbild: Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen. Der große, aufgeblähte Bauch ist ganz typisch für die neue Glutenintoleranz. Auch hier muss ganz klar zwischen einer Lebensmittelunverträglichkeit und der angeborenen Intoleranz, der Zöliakie, unterschieden werden. In beiden Fällen geht es um das Klebeeiweiß Gluten, das nicht vertragen wird. Dennoch sind die Symptome sehr unterschiedlich. Zur Erinnerung: Gluten ist beispielsweise in Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel enthalten. Damit liegt am Morgen kein Frühstücksbrötchen mehr auf dem Teller, und auch das gesunde Vollkornbrot musst Du bei einer Glutenintoleranz streichen. Deshalb haben Menschen mit einer Glutenintoleranz auch Probleme, wenn ein kühles Bier getrunken wird! Diese Form der Intoleranz führt im Laufe der Jahre unbemerkt zur chronischen Entzündung des Darms. Erkrankt dieses Organ, folgen meist weitere Symptome und entwickeln sich zu Krankheiten. In der Naturheilkunde wird nicht umsonst von einer notwendigen Darmgesundheit gesprochen.
Alternativen zu Weizen, Brot und Kuchen
Doch es gibt sehr gute und vor allem schmackhafte Alternativen zum Brot. Quinoa zum Backen gehört dazu. Auch  Amaranth gemahlen oder Maisprodukte gehören zum Ersatz von Weizen und Kuchen. Wenn Du an einer Glutenunverträglichkeit leidest, ist der Verzicht auf diese Lebensmittel absolut notwendig.

Warum Weizen heute unbekömmlich ist, liest Du in unserem Artikel "Weizen und Gluten - was steckt dahinter".

 

© Regenbogenkreis / Matthias Langwasser - Alle Rechte vorbehalten. Dieser Text und die enthaltenen Bilder unterliegen dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf ohne Genehmigung weder kopiert oder veröffentlicht werden. Eine Verlinkung direkt auf die jeweilige Text-Seite sowie das Teilen in sozialen Netzwerken sind erlaubt und erwünscht.
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Unterhaltsamer Lebensmittelkrimi, spannend vom Anfang bis zum Ende Milch als Auslöser von Gesellschaftskrankheiten? Niemals - oder doch? Wer wissen möchte, was es mit Milchhexen und der viel zitierten Milchmädchenrechnung...
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