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Wie, kein Fleisch? Aber dann wird Euer Kind doch krank!

Wenn man sein Kind vegan ernährt und dies Fremden berichtet, wird man auch heute noch oft entgeistert angesehen. Dabei ist es das Beste, was man seinem Nachwuchs anbieten kann.

Meine Frau und ich ernähren unsere Tochter, 20 Monate alt, komplett vegan. Sie hat noch nie auch nur ein Fitzelchen Wurst, Fleisch, Käse oder Tiermilch bekommen. Im ersten Jahr bestanden ihre Mahlzeiten sogar komplett aus Rohkost und Muttermilch, mittlerweile kommen hin und wieder auch Vollkorn-Nudeln oder Kartoffeln auf den Teller.
Haben wir Glück gehabt, dass Großeltern, Verwandte und Freunde diesen Umstand klaglos annehmen? Oder liegt es an unserem Freundeskreis? Und warum machen wir das? Warum machen zigtausende Eltern in Deutschland das so?

Uns ist klar, dass wir anecken würden, wenn wir mit einem (symbolischen) Schild »unser Kind wird vegan ernährt« herumliefen. Gerade bei den herkömmlichen Mischköstlern, die die große Mehrheit in Deutschland ausmachen, würden sofort heftige Gegenreaktionen auftreten und viele hätten Angst um unsere Tochter - oder zumindest um ihr Weltbild, in das ein gesundes, glückliches Kind ohne Fleisch, Milch und Süßigkeiten nicht reinpasst.

Aber was bedeutet das eigentlich, vegane Kinderernährung? Es bedeutet, dass ein Kind ausschließlich Produkte und Nahrung zu sich nimmt, die zu einhundert Prozent ohne Tiere hergestellt wurden. Also Nahrung, die nichts vom Tier enthält (Fleisch) und auch nicht direkt (Milch) oder indirekt (Honig) vom Tier geliefert wird. Nicht mehr und nicht weniger.
Denn rein theoretisch könnte man die Kleinen dann auch mit salzigen Pommes frites, Zucker-Weißmehl-Keksen, Palmöl-Konservierungsstoff-Ersatzprodukten oder tot-frittierten Gemüseburgen versorgen.
Das wäre aber mit Sicherheit für den winzigen Körper kein Gewinn. Zu gesunder Ernährung gehört mehr, als auf Tierprodukte zu verzichten. Das heißt in unserem Fall, dass wir möglichst frische Bioware verwenden, die möglichst wenig weiterverarbeitet wird. Dazu kommen noch hin und wieder Wald- und Gartenkräuter und natürlich Muttermilch, doch dazu später mehr.

Vegane Ernährung und Kinder

Zehntausende gesunde, vegan aufgewachsene Kinder beweisen, dass es kein Nährstoffproblem gibt.

Schon alleine die vegane Ernährung sorgt bei manchen Bürgern und »Ernährungsexperten« für Furore. Denn auch als Erwachsener würde man durch vegane Ernährung Mängel aufweisen, da ja bestimmte Nährstoffe, Vitamine und Eiweiße nur in Fleisch und Milch vorkämen. Schwäche und Mangelerscheinungen seien vorprogrammiert, bei Kinder drohen sogar Fehl- und Rückentwicklungen bis hin zu Gehirnschwund, wenn das Kleine nicht ab und zu seine Kuhmilch und sein Fleisch bekäme.
Auch die gute alte und offizielle Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät »aus Sicherheitsgründen« von einer veganen Ernährung ab. (2)

Das Hauptargument ist meist der beliebte Vitamin B12-Mangel, der gravierende Mangelerscheinungen nach sich ziehe und ausschließlich durch den Verzehr von Milch und Fleisch vorzubeugen oder zu beheben sei. Es werden regelrechte »Anti-Vegan-Kampagnen« in den Massenmedien geschaltet, um die Menschen vom veganen Lebensstil abzubringen oder abzuhalten. (3)
Dabei stimmt die Behauptung, Vitamin B12 könne nur durch tierische Produkte aufgenommen werden, schlichtweg nicht. Es gibt sogar die Ansicht, ein Vitamin B12-Mangel existiere nicht, sondern Fleischesser seien überversorgt. (5)
Auf jeden Fall gibt es mehrere Wege, an Vitamin B12 zu kommen. Zum Beispiel durch die Tierprodukte, die allerdings vor dem Verzehr meist erhitzt werden. Wer trinkt heutzutage noch unpasteurisierte Milch oder isst rohes Fleisch? Und Vitamin B12 ist extrem hitzelabil. Sehe nur ich die Logiklücke?

Das B12 wird von Mikroorganismen produziert und reichert sich (bei natürlichen Bodenverhältnissen) in Pflanzen an. Diese werden von Tieren gegessen, die es dadurch aufnehmen.
Aber auch wir Menschen können - Überraschung - Pflanzen essen und wer sich bei einem Waldspaziergang die vielen guten und unheimlich gesunden Kräuter und Beeren einverleibt, der holt sich seine Dosis Vitamin B12 direkt mit ab.
Noch dazu können wir es selber bilden, eine gesunde, natürliche Darmflora vorausgesetzt. (4)
Als letzte Methode, speziell für Kinder: die Muttermilch. Daher ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, die Kleinen so lange zu stillen, wie es geht und wie sie es wollen.
Und selbst wenn dennoch einmal ein Vitamin B12-Mangel vorliegen sollte (nicht jeder lebt optimal), kann durch Nahrungsergänzungen ganz leicht gegengesteuert werden und man braucht sein Kind nicht den negativen Wirkungen des Verzehrs von Tierprodukten aussetzen.

Das Verdauungssystem ist beim Menschen nicht auf die Aufnahme von tierischen Produkten ausgelegt, sondern auf Samen, Nüsse, Beeren, Früchte und Pflanzengrün. Freilich können wir Fleisch, Milch und Co. trotzdem zu uns nehmen und uns auch damit ernähren. Aber es kostet den Körper ungleich mehr Energie und Anstrengungen, die Nahrung wird viel schlechter verwertet und ungesunde Abfallprodukte entstehen, die vom Körper ausgeschieden werden oder sich ablagern. Langfristig gesehen tut man sich mit dem Verzehr von Tierprodukten absolut keinen Gefallen und saust mit Schwung in alle möglichen Zivilisationskrankheiten. (6)
Da ich nicht vegan aufgewachsen bin, kenne ich nur zu gut das Gefühl, dass einen nach einer ausgiebigen Fleischmahlzeit befällt. Die bleierne Schwere, das Fallen ins Verdauungsloch, die Müdigkeit und der Riesen-Durst, der einen befällt, weil der Körper Unmengen an Wasser benötigt, um das tierische Eiweiß abbauen zu können. Das ist echt anstrengend. Ja, sogar die Vereinten Nationen warnen mittlerweile vor Fleisch und Wurst. (3)

Zehntausende gesunde und glückliche Kinder in Deutschland, die vegan ohne Mängel aufwachsen beweisen, dass man die althergebrachten - und Profit bringenden - Theorien dringend überdenken sollte.
Denn vegan ernährte Kinder sind gesünder, schlanker und leistungsfähiger als andere. Sie haben beste Chancen auf Langlebigkeit, sind weniger häufig von Übergewicht und Allergien betroffen und offenbar im Durchschnitt auch noch intelligenter als omnivorer Nachwuchs. (1)

Kinder vegan

Vegane Ernährung schafft die besten Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung unserer Kinder.

Wir sind jedenfalls mit der Entwicklung unserer Tochter wunderbar zufrieden. Sie ist schlau, unglaublich fit, schlank ohne dünn zu sein und sogar recht groß für ihr Alter. In ihrem zwanzigmonatigen Leben hatte sie bisher vielleicht 1-2 Wochen eine Schnupfnase und als Baby eine Zeit lang Blähungen. Sonst nichts. Keine Allergien, kein Husten, keine Grippe, kein gar nichts. Sie lacht und spricht und tobt und spielt, dass es eine Pracht ist. Bei der U-Untersuchung schrieb der Kinderarzt ins Heftchen »topfit!«.
Wieso sollten wir ihr diese Fitness mit Fleisch und Kuhmilch kaputtmachen?

Am Ende bleibt zu sagen, dass wir doch selbst entscheiden sollten, was gut und wichtig für uns und unsere Kinder ist. Und wir sollten alle zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen, ohne den erhobenen Zeigefinger herauszuholen. Das gilt für alle Seiten. Mit gutem Gewissen und ehrlichem Informieren und Vorleben, ja. Aber irreleitende Pseudo-Studien, die Angst verbreiten, dogmatische Betonkopf-Argumente und fanatische Missionare, nein danke!

Wenn ich sehe, wie gesund und glücklich unsere Kleine ist, wie sie andere Leute anstrahlt und wie dieses Lächeln direkt zurückkommt, dann weiß ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nicht wenige wollten schon wissen, wie wir das machen. Wir erzählen es ihnen gerne. Und wenn man dann auf dem Spielplatz wildfremde Mütter trifft, man ins Gespräch kommt und man sich offen und interessiert über genau diese Themen austauscht, dann sieht man, dass die vegane Ernährung mittlerweile trotz aller Gegenkampagnen in der Gesellschaft angekommen ist.

Wenn Du Dich auch für eine vegane Ernährung interessierst, kann Dir unser Veganes Starterset helfen, welches das Powershake Energiepulver mit Vitamin B12 sowie Matthias Kochbuch "Vegane Kochkunst" mit zahlreichen wunderbaren Rezepten enthält.

 

Hier findes Du weitere Beiträge im Blog, die sich mit veganer Ernährung befassen:

Bewusste, vegane Ernährung von Kindern

Vegane Ernährung ist nicht die Ursache von Vitamin-B12-Mangel

Vegane Ernährung

Vegane Ernährung - Praktisch gelebt

Die optimale vegane Ernährung

Schwingungserhöhung durch vegane Ernährung

Nährstoffe und Vitamin B12 in der Afa-Alge

 

Vegane Rezepte, auch für Kinder, findest Du unter der Blog-Rubrik "Vegane Rezepte":

https://www.regenbogenkreis.de/inspiration/vegane-rezepte.html

 


Quellen:


(1) http://www.peta.de/veggiekinder#.WG4GwEDt3kU
(2) http://www.zeit.de/2013/44/kinder-vegane-ernaehrung/komplettansicht
(3)http://www.vegane-gesellschaft.org/aufklarung-uber-die-kampagne-gegen-die-vegane-ernahrung-von-kindern/
(4) »Gesund von Geburt an.«, Marianne Niederer, 2014
(5) »Der Große Gesundheits-Konz«, Franz Konz, 2003.
(6) »Wir fressen uns zu Tode.«, Galina Schatalowa, 2002.

 

 

© Regenbogenkreis / Matthias Langwasser - Alle Rechte vorbehalten. Dieser Text und die enthaltenen Bilder unterliegen dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf ohne Genehmigung weder kopiert oder veröffentlicht werden. Eine Verlinkung direkt auf die jeweilige Text-Seite sowie das Teilen in sozialen Netzwerken sind erlaubt und erwünscht.
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  Die Ernährung hat entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit: „Man ist, was man isst.“ Eine optimale Ernährung eröffnet uns wunder­bare Chancen, ein langes Leben bei bestmöglicher Gesundheit und guter Fitness zu verbringen....
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