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Das erste Mal vegan zu Weihnachten

“Nein, ich möchte dieses Jahr keinen Braten!” ist ein Satz, der leichter zu schreiben, als zu sagen ist. Wenn man für sich die Entscheidung getroffen hat, vegan zu leben, heißt das noch nicht, dass Familie und Freunde einen dabei vorbehaltlos unterstützen. Häufig kommt es, statt zu Nachfragen und Interesse, zu Konflikten am Tisch. Aussagen prasseln auf einen ein und die Anspannung wächst auf beiden Seiten.

“Du hast doch früher den Braten so gern gegessen!”, “Woher kommt das denn jetzt wieder?”, “Wer hat Dir das eingeredet?”, “Ich habe dafür 4 Stunden in der Küche gebraucht!”, “Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.”. Nicht selten findet man sich zwischen besorgten und gut gemeinten Argumenten, wütendem Unverständnis und verwirrten Gesichtern wieder und hat plötzlich das Bedürfnis, sich zu verteidigen. Nicht selten entsteht eine innere Wut auf die anderen, die sich für ihr Fleisch-Essen nicht verteidigen, nicht rechtfertigen, nicht erklären müssen.

Weihnachten, zusammen vegan kochen

Kann die Lage sehr entspannen: Gemeinsames Kochen.

Was kann man tun, damit das Weihnachtsfest in dieser Situation ein Schönes wird? Statt mit gesenkten Blicken Minute um Minute vergehen zu lassen, kann es auch in einer komplizierten Situation wie dieser ein Miteinander geben, wenn man sich selbst ein paar Tipps zu Herzen nimmt:

Vorbeugen - sag es nicht erst am Weihnachtstisch

Auch wenn man es selbst oft vergisst - Familie und Freunde kennen einen meist besser, als man es ihnen zugesteht. Wir alle müssen unseren eigenen Weg gehen, unsere eigenen Entscheidungen treffen. Jedoch dürfen wir nicht jene, die uns schon häufig im Leben unterstützt haben, auf einmal aus unseren Gedanken ausschließen und uns nicht mehr erklären. Dadurch entsteht das wohlbekannte Gefühl, nicht verstanden, nicht gesehen zu werden.

Statt die Lieben am Weihnachtstisch vor vollendete Tatsachen zu stellen, sollte man vorbeugen: Über den eigenen Schatten springen und mit Freunden und Familie vor dem Fest darüber sprechen, was sich im eigenen Leben gerade verändert. Jede Veränderung ist stets zunächst ein Experiment und auch wenn es ein Leben lang anhält, wie der Veganismus, ist es hilfreich, dies nicht zu vergessen.

Das eigentliche Argument der Menschen, die einen lieben, liegt meist nicht darin, dass sie Veränderung, Ausprobieren und Weiterentwickeln grundsätzlich ablehnen, sondern darin, dass sie die Absolution nicht verstehen, mit der wir selbst jenen Wandel oft anpreisen. Man selbst ist von einer Veränderung stets überzeugt, begeistert sogar, denn sonst würde man sie nicht durchführen.

Jedoch vergisst man über diese Begeisterung häufig, dass Außenstehende nicht die Argumente, die Gedanken und das Abwägen der Veränderung einsehen können. Denn all das findet in unserem Inneren statt. Wir vergessen, dass vieles, was wir lange durchdacht haben, nach außen hin abrupt und spontan erscheint.
Wenn wir unsere Situation durch die Augen von Freunden und Familie sehen, können wir verstehen, was sie wirklich über diese Veränderung in unserem Leben wissen - meist sehr wenig. Hier können wir ansetzen um zu erklären, ohne jedoch zu missionieren.

Begeistern statt missionieren

Auch wenn es schwerfällt, ist es wichtig zu akzeptieren, dass nicht jeder Mensch die Vorteile einer veganen Lebensweise sieht und selbst daran interessiert ist. Hektische Missionierungsversuche am Telefon, zwischen Tür und Angel oder am Esstisch sind selten von Erfolg gekrönt und vertiefen nur die Kluft zwischen den beiden Seiten, die sich nicht verstehen.

Anstatt direkt mit der Tür ins Haus zu fallen ist es sinnvoller, Freunde und Familie für kleine Bereiche der veganen Lebensweise zu begeistern. Das große Ganze ist oft schwerer zu verstehen, als ein kleiner Teil der Geschichte. Ein kleiner Teil jedoch, wie ein tolles Rezept, eine Doku oder der Besuch eines veganen Restaurants mit leckeren Gerichten, kann bei euren Lieben oft viel mehr ausrichten, als Diskussionen über Massentierhaltung und Luftverschmutzung. Schießt nicht über das Ziel hinaus, sondern legt einen Grundstein für ein gutes Miteinander.

Neugierig machen, Ängste nehmen - das sind die richtigen Punkte, um zu starten. Wenn Freunde und Verwandte sich interessieren, kommen die Fragen von allein, mit dem riesigen Unterschied, dass sie nicht mehr aus dem Bedürfnis heraus gestellt werden, jemanden vorzuführen. Wichtig ist auch hier wieder zu verstehen, dass nicht jeder für die vegane Lebensweise begeistert werden kann. Auch Verständnis anstelle von Ablehnung kann ein großer Fortschritt sein. Geht nicht mit dem utopischen Ziel los, alle direkt mitzureißen und zu Veganern umzuerziehen. Nehmt Euch vor, mit Ruhe zu akzeptieren, dass Eure Lieben euch nicht sofort verstehen und versetzt Euch in ihre Lage.

Gemeinsam Kochen

Das gemeinsame Kochen bricht die Grenzen zwischen “Du bist vegan und ich bin nicht vegan.” auf, denn auf einmal dreht die Welt sich nicht mehr um Ernährungskonzepte, sondern um das Rezept und das Essen, was dort gekocht wird. Wenn ihr einfach ein Rezept mitbringt und die passenden Zutaten, geht es auf einmal nur noch um das leckere Ergebnis, denn so ist eben das Rezept geschrieben. Niemand wird auf einmal sagen “es wäre besser gewesen, wenn dieses Gericht nicht vegan wäre.”.

Besonders toll ist es, wenn man frische veganen Saucen und Dips zaubert, denn ganz ohne Geschmacksverstärker, E-Stoffe und andere Zusätze schmeckt es so gut, dass alle begeistert sind. Es gibt viele wunderbare Rezepte für warme und kalte vegane Weihnachtsgerichte. Einige davon hat Matthias in seinem Kochbuch zusammengetragen und auch hier auf der Website findet ihr tolle Ideen und Leckereien, wie die Aktivierte Schoko-Mandelcreme oder die rohvegane Ombar Kokosmlich Schokolade dafür. Weitere geeignete Quellen, um seine Lieben an den Veganismus heranzuführen, sind z.B. das informative Buch Peace Food von Dr. Ruediger Dahlke, der Film "Gabel statt Skalpell", der die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen Ernährung aus der "China Study" kompakt und verständlich aufzeigt, sowie das Buch "Milch besser nicht".

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