Wir lüften den Mythos: „Fett macht fett“

Gesundes Speiseöl

Ohne Fette können wichtige Vitamine gar nicht wirksam werden.

Viele Menschen, insbesondere in der veganen HighCarb-Szene behaupten: „Das Fett in der Nahrung lagert sich sofort in die Fettdepots Deines Körpers ein.“

Avocado, Nüsse, Ölsamen und Kerne werden strikt gemieden oder nur in homöopathischen Mengen zu sich genommen. Und Speiseöle wie Olivenöl, Kokosöl oder Leinöl werden komplett verteufelt und als „leere Kalorien/Fettbombe“ bezeichnet.
Stattdessen setzt man auf viel Obst, Getreide und Gemüse. Du denkst jetzt vielleicht: „Hört sich doch gesund an“. Doch ist es wirklich so gut, über 70 % seiner täglichen Kalorien in Form von Kohlenhydraten und weniger als 40 g Fett zu sich zu nehmen?

 

Fett für ein ausgeglichenes Hormonsystem

Fette sind für unseren Körper lebensnotwendig. Sie sind unter anderem ein wichtiger Baustein des Hormonsystems, welches an vielen Prozessen in unserem Körper beteiligt ist.
Hormone unterstützen das Immunsystem, regulieren den Tag-Nacht-Rhythmus, den Blutdruck und die Reaktion auf Stress.
Auch für eine angemessene Produktion der Geschlechtshormone wie Testosteron und Östrogen brauchen wir Fett.

Fett als Träger essentieller Vitamine

Vitamin D, das eigentlich gar kein Vitamin, sondern ebenfalls ein Hormon ist, spielt eine zentrale Rolle für das Immunsystem und den Knochenstoffwechsel. Ohne Fett kann es nicht in ausreichender Menge synthetisiert werden.
Vitamin A bzw. die Vorstufe, die Carotinoide, wird für den Sehvorgang, das Wachstum, das Immunsystem, die Fortpflanzung und die Schleimhäute benötigt. Die Bioverfügbarkeit dieses essentiellen Nährstoffs kann durch die Zugabe von Fett enorm verbessert werden. (z. B. Karotten + Paranüsse oder Broccoli + Kokosöl)
Vitamin E gehört zu den stärksten Antioxidantien und ist fast ausschließlich in fettreichen Lebensmitteln enthalten. Ohne Mandeln, Zedernnüsse, Chiasamen oder Sacha Inchi Öl kann man seinen Tagesbedarf nur schwer decken.
Vitamin K spielt eine entscheidende Rolle für die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren und aktiviert den Knochenaufbau. Vitamin K1 steckt in grünem Blattgemüse (z. B. Grünkohl, Petersilie), während Vitamin K2 in fermentierten Lebensmitteln wie Natto, Tempeh, Miso oder Sauerkraut zu finden ist. Um die Aufnahme über die Nahrung zu steigern, sollten gleichzeitig ausreichend gesunde Fette verzehrt werden.

Fett für besseren Geschmack und Sättigung

Gib etwas Cashewmus, Hanföl oder Oliven in Deine Speisen und Du wirst merken: Es schmeckt besser! Und nicht nur das: Du bist schneller und länger satt und das Essen befriedigt Dich mehr. Denn Fett sorgt für eine intensivere Wahrnehmung der Aromastoffe unserer Nahrung und verzögert die Magenentleerung. Dadurch brauchst Du nicht wieder so schnell Nachschub.

Kohlenhydrate werden in Fett umgewandelt

Wenn mehr Kohlenhydrate gegessen werden, als im Muskel- und Leberglykogen gespeichert werden kann, werden sie im Rahmen der sogenannten De Novo Lipogenese in Fett umgewandelt. Es ist also egal, ob Du das Fett aus der Nahrung beziehst oder ob der Körper es selbst zusammenbauen muss. Einziger Unterschied: Es werden nicht unbedingt die guten Fette (z.B. Omega 3 Fettsäuren) gebildet, die man für einen gesunden Körper braucht…

Kohlenhydrate aus Fruchtzucker wirken wie Alkohol

Im Gegensatz zu Glucose wird Fructose insulinunabhängig verstoffwechselt. Sie kann also nicht wie Glucose sofort in Energie umgewandelt werden, sondern gelangt erst einmal in die Leber. Dort wird sie ab- und umgebaut, sodass ein Teil von ihr doch noch der Energiegewinnung dienen kann. Der Rest wird allerdings sehr effektiv in Fett umgewandelt und in den Leberzellen eingelagert. Auf Dauer führt das wiederum zu erhöhten Blutfettwerten (Triglyceriden), Körperfett und einer Fettleber - genau wie Alkohol!
Zudem hat Fructose einen Einfluss auf die Harnsäurekonzentration im Körper:
So führt der Konsum fructosereicher Nahrungsmittel zu einer Steigerung der körpereigenen Purin-Produktion. Ähnlich wie Alkohol hemmt Fructose zusätzlich die Harnsäure-Ausscheidung. Dadurch steigt das Risiko, an Gicht zu erkranken und Schäden an Gelenken und Nieren hervorzurufen.

Natürlich ist der Fruchtzucker aus Obst weit weniger problematisch als zugesetzte Fructose in Industrieprodukten. So enthält die natürliche Frucht nicht nur die isolierte Fructose, sondern bietet uns auch reichlich Vitamine, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die für ihr Gesundheitspotential bekannt sind und für eine bessere Verarbeitung des Zuckers sorgen. Übertreiben solltest Du es dennoch nicht.

Kohlenhydrate aus Einfachzuckern fördern Diabetes

Glucose ist aber auch nicht gerade harmlos: Durch den Konsum isolierter Kohlenhydrate (z. B. Weißmehl, Cornflakes, Gummibärchen) steigt der Blutzuckerspiegel rasant an. Um diesen wieder zu senken, muss Insulin ausgeschüttet werden. Wird die Bauchspeicheldrüse mit der Produktion von Insulin überfordert, indem sie ständig zur Arbeit veranlasst wird, stellt sich ihre Leistungsfähigkeit mit der Zeit immer mehr ein. Ein auf Dauer zu hoher Blutzuckerspiegel begünstigt das Risiko für Diabetes.

Gesunde Öle

Hanfsamen und Hanföl weisen ein Fettsäurespektrum auf, das genau zum menschlichen Bedarf passt.

Die besten Fettquellen

Tierische Fette wie Fleisch, Fisch oder Eier haben meist einen hohen Gehalt an Arachidonsäure. Diese wirkt entzündungsfördernd und sollte daher auf ein Minimum begrenzt oder bestenfalls ganz gemieden werden.


Ein gutes Omega-3 zu Omega-6 – Verhältnis haben folgende Fette:

Kokosöl, Kokosstreifen, Kokoschips
Chiasamen, Chiaöl
• Leinöl, Leindotteröl
Algenöl, Sacha Inchi Öl
Hanfsamen, Hanföl
Walnüsse, Oliven

Folgende Fettquellen haben einen hohen Anteil an Linolsäure (Omega-6): 

• Sesam, Sesammus
Arganöl, Schwarzkümmelöl
Erdnussmus, Erdnusskerne
Mandeln, Mandelmus
Cashewkerne, Cashewmus

Mandeln und Zedernnüsse liefern Dir viel Vitamin E, Sesam sowie Kalzium und Paranüsse reichlich Selen.

Fazit

Fett aus hochwertigen Ölen, Nüssen und Kernen macht alles andere als fett – sondern fit und schlank. Genau wie bei den beiden anderen Makronährstoffen - Proteine und Kohlenhydrate - kommt es auf die Quelle und die Dosis an.

 

Quellen:

• http://www.ernaehrung.de/

 

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