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Was Worte mit Deinem Kind machen

Ein Wort kann wie eine sanfte Berührung sein. Es kann Dich bestärken und Dir Mut machen. Dir erzählen, wer Du bist und was Du kannst. Es kann Dich aber auch zerstören, Dir Angst bereiten und das Gefühl geben, unerwünscht zu sein. Worte sind mächtig, denn sie werden mit einer Energie ausgesendet, die entweder liebevoll und nährend oder vernichtend sein kann. Als Erwachsener bist Du in der Lage, an Dich gerichtete Worte zu interpretieren und sie auch abzulehnen, wenn sie gegen Dich gerichtet sind. Doch wie geht ein Kind mit dieser Situation um, wenn es die Botschaften noch gar nicht reflektieren kann?

Worte-und-Kind

Kleine Kinder reflektieren noch nicht und können daher nichts von sich weisen, was ihnen nicht gut tut.

Wenn ein Kind geboren wird, ist es wie ein unbeschriebenes Blatt. Es weiß noch nichts von den Richtlinien dieser Welt. Es ist noch nicht hinsichtlich der Dinge konditioniert, die von den Erwachsenen als richtig und falsch erachtet werden. Es strahlt seine innere Liebe einfach in die Welt hinein, bis es mit Worten konfrontiert wird, von denen sein weiteres Leben abhängen wird.
Du weißt selbst, wie Worte auf Dich wirken können, denn in Gesellschaft von Menschen, die nur negative Worte gebrauchen, fühlt man sich nicht besonders wohl. Als Erwachsener kannst Du vielleicht den Ort wechseln oder Dir andere Freunde suchen - Du hast die Möglichkeit, Dir ein anderes Umfeld zu schaffen. Doch was ist mit einem Kind, das den Tag über in der Krippe oder im Kindergarten ist? Was ist mit Schulkindern? Oder mit all den Heranwachsenden, die jeden Tag in einer Umgebung von Forderungen leben, durch die sie meist auf einen Durchschnitt reduziert werden? Was passiert mit einem Kind, wenn es Worten ausgesetzt ist?

Die nichtstoffliche Verbindung

Wir benutzen Worte, um Formen für das Gehirn verständlich zu machen. Dabei wird das gesprochene Wort von einer Energie getragen, die unterschiedliche Ausdrucksform annehmen kann. Du kannst eine Forderung in höflichem Ton stellen oder sie Deinem Gegenüber ins Gesicht schreien. Du kannst herumdrucksen, weil Du Dich nicht traust, die Worte und ihren Inhalt zum Ausdruck zu bringen oder Du sprichst sie erst gar nicht aus, weil Du nicht an ihre Umsetzung glaubst. Auch kannst Du den selben Satz mit unterschiedlichen Emotionen versehen. Wenn Du aus Angst oder Wut heraus sprichst, erzeugst Du eine andere Schwingung im Raum als das Feld, das sich bei liebevoll und geduldig gesprochenen Worten einstellt. Wut geht zuerst durch Deinen Körper und sorgt für eine veränderte Körperschwingung. Doch diese bleibt nicht an Deiner Körperhülle kleben. Sie geht wie eine Welle in den Dich umgebenden Raum hinaus und berührt alles, was darin ist. Jede Pflanze, jedes Tier und jeder Mensch, der in Deiner Nähe ist, wird von Deiner Wut durchdrungen. Das ist die Erfahrung, in der Nähe gereizter Menschen stimmungsmäßig heruntergezogen zu werden, ohne sich erklären zu können, wie es dazu kam.

Je unruhiger Du bist, je angespannter Dein Leben, desto niedriger schwingt Deine Energie. Jedes Wort, das Du sprichst, entsteht dann aus dieser Frequenz und je begrenzter das eigene Leben, desto härter und einengender werden Deine Worte sein. Als erwachsene Person kann man sich der Anwesenheit und dem Einfluss solcher menschlichen Charaktere entziehen. Kinder können es nicht. Sie sind abhängig von Vater und Mutter, werden jeden Tag in eine Kindereinrichtung oder Schule gebracht und sind damit einem Umfeld ausgesetzt, das das Wort "Selbstreflektion" in den meisten Fällen noch nie gehört hat.

Wer erzieht Dein Kind?

Worte und Kinder

Kitas schon für Kleinkinder - Erwartungsdruck von Beginn an?

Es sind nur die ersten Lebenstage, in denen ein Kind in unserer Gesellschaft sein darf, wie es ist. Nur wenige Wochen später greift schon der Gedanke an die Eingewöhnungsphase in der Kita nach dem Neugeborenen. Und das "Du musst" ist geboren. Das Kind muss schnell der Milchnahrung entwöhnt werden, damit es leichter im Krippenalltag händelbar ist. Die Schlafzeiten sollten trainiert und an den Kitarhythmus angepasst sein. Am einfachsten wäre es, wenn das Kind mit Eintritt in die Kindereinrichtung schon selbstständig essen, zur Toilette gehen, sich alleine anziehen und ohne Diskussionen einschlafen würde, damit es pflegeleicht und angepasst ist. Gedanklich üben wir diesen Druck von Anfang an aus. In den meisten Fällen ist uns das nicht bewusst, denn wir tun ja nur, was "getan werden muss".

Hast Du Dich schon einmal gefragt, welchen Worten Dein Kind jeden Tag ausgesetzt ist? JEDES Wort hinterlässt einen tiefen Eindruck im kindlichen Gemüt. Anders als bei Erwachsenen, die sich von ihren Gefühlen abgespalten haben. Kinder leben noch im Fühlen. Nicht im Denken. Als Erwachsener kannst Du einen verbalen Angriff gedanklich wegdiskutieren. Du setzt Dich zur Wehr, indem Du Dich rechtfertigst oder begründest und erklärst. Du wirst verbal versuchen, Deinen Standpunkt zu vertreten. Ein Kind kann das nicht. Es saugt die zu ihm gesprochenen Worte regelrecht in sich auf und stellt sie nicht in Frage. Wertest Du seine Person ab, indem Du beispielsweise seine Leistung (also seinen Lebensausdruck) kritisierst, wird sich dieses Kind wertlos fühlen und es nicht in Frage stellen. Lächelst Du ein Kind hingegen an, fängt das Herz ein wenig schneller an zu schlagen und Freude wird im kindlichen Organismus spürbar. Dies ist eine positive Reaktion auf die Existenz des Kindes und auch das wird abgespeichert.

Schau Dir genau an, wo Dein Kind seinen Tag verbringt. Sieh Dir die Menschen an, mit denen es zu tun hat. Was reden sie zu Deinem Kind? Sie sind die Personen, die sein Selbstwertgefühl - also das Empfinden, was es eigentlich für ein Wesen ist - prägen und erschaffen. Um eine gesunde Persönlichkeit entwickeln zu können, braucht es viele liebevolle Umarmungen. Jeden Tag. Es braucht Geduld, denn ein Kind ist keine Maschine, die per Knopfdruck zum Funktionieren gebracht werden kann. Es wird von den Polaritäten beide austesten wollen und daher auch Dinge tun, bei denen liebevoll Grenzen gesetzt werden müssen.

Liebe ist mehr als Versorgung

Jedes positive und liebevoll gesprochene Wort ist wie Balsam für die kindliche Seele, wie ein Löffel Lebenselixier, der die weitere Reifung möglich macht. So wie Pflanzen vom Regen und dem Sonnenlicht gestreichelt werden, dringt die Schwingung sanfter Worte bis in den Seelenbereich eines Menschen und nährt ihn auf energetische Weise. Geschieht das nicht, wachsen unruhige und unzufriedene Kinder heran, die nicht wissen, was ihnen eigentlich fehlt.

Um Dich selbst davon zu überzeugen, dass Worte auf Dein Kind einwirken und dafür sorgen werden, ob es einen liebevollen oder ängstlich angepassten Charakter entwickeln wird, kannst Du Dich auf ein Experiment einlassen. Nimm zwei Gläser mit Schraubverschluss, besorge Dir Reis, koche diesen weich und fülle ihn anschließend zu gleichen Mengen in die Schraubgläser. Dann beschriftest Du zwei Blätter. Auf das eine Blatt Papier schreibst Du positive Wörter wie "Liebe", "Gesundheit", "Freude", "Fülle"... und ähnliche Wörter, Wortgruppen oder ganze Sätze. Auf das andere Blatt kommen die "negativen" Worte. "Angst", "Hass", "Verzweiflung", "Tod" und ähnliche Wörter gehören in diese Kategorie. Beide Gläser kommen dann in einen geschlossenen Schrank, wobei jedes Glas auf einen der beiden Zettel gestellt wird.

Nach zwei bis drei Wochen wirst Du die ersten Unterschiede feststellen können. Durch das Verdunsten von Flüssigkeit wird die Reismenge etwas zusammenfallen. Aber Du wirst in dem Glas, das auf den negativen Worten steht, eine beginnende Schimmelbildung bemerken. Der Reis, der auf den liebevollen Wörtern steht, wird dagegen unverändert bleiben, getragen von einer aufbauenden und erhaltenden Schwingung, die von den Worten ausgeht.

Wenn schon Reis, der nicht selbst denken kann, von positiven Worten erhalten bleibt, wieviel mehr profitiert dann ein Kind von einem verbalen Umgang voller Liebe und Respekt? Was passiert hingegen in einem kaltherzigen und aggressiven Umfeld? Wenn dem Kind ständig gesagt wird, dass es nichts kann und zu klein ist? Wenn es erst etwas werden muss, aber keiner ihm sagt, wie das gehen soll. Wenn es den ganzen Tag mit anderen Kindern verbringen muss, aber niemand da ist, der sich Zeit zum Zuhören nimmt, das Kind in seinen Armen hält und ihm das Gefühl gibt, zu Hause zu sein? Ein menschliches Wesen verfügt über tiefgehende Emotionen. Ein negatives Wort wird innerlich wieder und wieder aufgerufen und wirkt dadurch, entsprechend seiner schädigenden Frequenz, viel schneller als bei einem Reiskorn. Ein Reiskorn besteht aus Zellen. Der menschliche Organismus besteht aus Zellen. Worte berühren in Form von Schwingung jede Zelle in ihrer Reichweite und nähren oder zerstören sie, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Es handelt sich hier um ein natürliches Gesetz, das unabhängig von menschlicher Akzeptanz existiert. In diesen Wahrheiten wurden wir nie unterrichtet, aber ein Blick auf das menschliche Leben reicht völlig aus, um diese Gesetzmäßigkeiten zu begreifen. Ein wütender Mensch wird Deine friedliche Stimmung immer empfindlich stören, es sei denn, dass Du diesen Prozess absichtlich unterbrechen kannst. Ein Kind hingegen braucht einen geschützten und liebevollen Raum zum Aufwachsen, bis der Intellekt so weit gefestigt ist, dass sich negative Beeinflussung absichtlich zurückweisen lässt.

 

Hier findest Du weitere themenverwandte Beiträge in unserem Blog:

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Die Kunst des Neinsagens

 

 

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