Ein heilsamer Blick in die Sonne - Sungazing

Was ist Sungazing?

Die Sonne spendet uns Licht und Wärme, lässt Pflanzen wachsen und ermöglicht das Leben auf der Erde überhaupt - und sie kann uns auf eine Art Gesundheit und Energie schenken, die nichts mit Solaranlagen zu tun hat. 

Schon als Kind bekommt man erzählt, man solle bloß nicht in die Sonne schauen. Schon eine Sekunde könne die Netzhaut schädigen oder einen sogar blind machen. Und das glaubt man nur zu gerne, denn schließlich ist die Sonne ja verdammt hell und es ist nicht gerade angenehm, dort direkt hineinsehen zu wollen. Selbst bei einer Sonnenfinsternis soll man eine Schutzbrille verwenden, um ja das Auge nicht zu schädigen. Aber wie viele andere Kinder auch, habe ich es aus Neugier trotzdem ausprobiert. Allerdings kann ich mich nicht mehr erinnern, was geschehen ist. Blind bin ich jedenfalls nicht geworden.

Sungazing

Sungazing: Eine uralte Praktik zur Steigerung von Gesundheit und Vitalität wird gerade wiederentdeckt



Später als Erwachsener bin ich wieder auf das Thema gestoßen. Das nennt sich heute »Sungazing« oder »Sonnengucken« und soll förderlich für die Gesundheit sein. Das Prinzip ist denkbar einfach: Man solle nur einen bestimmten Zeitraum täglich in die Sonne schauen und diesen Zeitraum nach und nach steigern. Und dann, nach Wochen und Monaten sollen alle möglichen Krankheiten verschwinden und man selbst viel friedlicher, intelligenter und ausgeglichener sein. Die Praktik des Sonnenguckens gab es schon vor Jahrhunderten im Altertum in allen möglichen Kulturen und war bei Priestern und Schamanen weit verbreitet. Heutzutage wird sie mit modernen wissenschaftlichen Methoden kombiniert und erforscht. (1)

Als neugieriger Mensch wollte ich das unbedingt ausprobieren. Ich habe mich ausgiebig informiert und bin auf diverse Anleitungen gestoßen. Einfach so auf gut Glück in die Sonne zu starren schien mir dann doch zu riskant, gerade weil ich damit schon unangenehme Erfahrungen gemacht hatte - doch dazu später.

Beim Sungazing gibt einiges zu beachten: Man soll nur in der Stunde nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang in die Sonne schauen, weil sie sonst zu stark strahlt. Die genannten Stunden hingegen sind sogar von »offizieller« wissenschaftlicher Seite her ungefährlich. Weiterhin soll man mit nur 10 Sekunden anfangen und jeden Tag um 10 weitere Sekunden verlängern. Falls Wolken da sind, soll man dennoch nicht aussetzen und dorthin sehen, wo sich die Sonne hinter den Wolken befindet. Nach dem Schauen soll man unbedingt palmieren. Das bedeutet, die Hände auf die geschlossenen Augen legen und sich entspannen.

Positive Effekte des Sungazings

Ich fand das Thema so faszinierend, dass ich gleich am nächsten Tag damit angefangen habe, auch wenn ich durch die umliegenden Hügel nur kurze Zeitfenster zu den genannten Zeiten offen hatte. Als Vorbild konnten mir diejenigen dienen, die das Sonnengucken schon sehr lange praktizieren und auch auf der Welt verbreitet haben, wie etwa Hira Ratan Manek (*1937), einem Inder, der ursprünglich als Gewürzhändler gearbeitet hat. Seit 1992 beschäftigt er sich jedoch mit dem Sonnengucken und holte sich Informationen und Inspiration aus Quellen des alten Ägyptens, Indiens, Griechenlands und den Ureinwohnern Amerikas. Seit 1995 lebt Hira Ratan Manek ausschließlich von Wasser und Sonnenergie, was er auch schon durch verschiedene wissenschaftliche Experimente untersuchen und beweisen ließ. (2)

Bei den Experimenten, in denen er sich bis zu 411 Tage beim Fasten beobachten ließ, stellten die Wissenschaftler und Mediziner fest, dass sich seine Zirbeldrüse durch die Praxis des Sonnenguckens vergrößerte, ganz im Gegensatz zu den Erfahrungen, die die meisten anderen älteren Menschen machen müssen, bei der sie nämlich ab 50 Jahren schrumpft. In den letzten 15 Jahren hat Hira Ratan Manek nun seine Zeit damit verbracht, durch die ganze Welt zu reisen und die Methode durch Interviews, Vorträge, Webseiten und Videos zu verbreiten. Diejenigen, die sich dem Sonnengucken widmen, erleben im Allgemeinen, dass sie weniger bis gar keinen Hunger sowie größere Freude am Leben haben. Manche können wie Hira Ratan Manek lange Zeit ohne Nahrung leben, andere können ihre Gesundheit und ihr Sehvermögen steigern. Wieder andere tun es aus reinem Vergnügen, zum Stressabbau und der Abschwächung körperlicher Beschwerden.

Dabei ist unklar, wie Sonnengucken genau funktioniert. Obwohl die Wissenschaftler und Mediziner feststellten, dass das Sungazing tatsächlich großen Einfluss auf den Menschen hat, konnten sie nicht erklären, auf welche Art und Weise es wirkt. Hira Ratan Manek begründet die Wirkung damit, dass das Auge der Zugang zu Gehirn und Körper sei. Und in diesem schlummere gewaltiges Potential, was nur zu einem winzig kleinen Bruchteil genutzt werde. Das Sonnenlicht aktiviere dieses Potential und wecke ungenutzte oder verborgene Fähigkeiten. Sogar von Levitation, Telepathie oder Teleportation spricht er.

Sungazing

Die Heilkraft der Sonne steht uns allen frei zur Verfügung

Mein Selbstexperiment

Doch zurück zu meinem Selbstexperiment, was keine so ungewöhnlichen Ziele hatte. Am ersten Tag habe ich mir eine Stunde vor Sonnenuntergang ein relativ ruhiges Plätzchen im Garten gesucht. Komplett ruhig geht leider nicht, wegen der naheliegenden Straße, auf der immer Betrieb ist. Dann habe ich mich Richtung Sonne gedreht, die Augen geschlossen und mich innerlich vorbereitet. Dann habe ich sie geöffnet und in den rot strahlenden Ball hineingesehen. Wie erwartet war es sehr hell, aber überraschenderweise konnte ich es aushalten und musste auch nicht blinzeln oder gar den Blick abwenden. Die 10 Sekunden waren so schnell vorbei, dass ich es kaum mitbekommen habe. In den folgenden Tagen habe ich dann, wie in der Anleitung erwähnt, die Dosis regelmäßig erhöht. Und eine wirklich wunderbare Erfahrung gemacht. Es geht nämlich tatsächlich, dass man sehr lange und ohne Unterbrechung und vor allem ohne Schmerzen in die Sonne gucken kann. Das Gefühl, in etwas zu Helles zu schauen, verschwindet schnell und man kann tatsächlich die Sonne sehen. Sie wirkt sogar beinahe dunkel oder schwarz und ist von einem flimmernden Kranz umgeben. Hin und wieder liefen ein paar Tränen, aber ich habe mich wirklich nie geblendet oder gar verletzt gefühlt. Nach dem Schauen habe ich das Palmieren angewendet. Also hingelegt, Augen geschlossen und die Hände auf den Augen platziert. Ich habe ein Nachbild der Sonne gesehen, dass nach und nach alle Regenbogenfarben abgearbeitet hat, bis es nach einigen Minuten mit einem letzten Schuss dunklem Purpur verschwunden war.

Dadurch habe ich auch erkannt, wie wichtig diese Regeneration ist. Denn bevor ich mich ausführlicher mit der Methode beschäftigt habe, hatte ich schon ein wenig auf eigene Faust experimentiert. Da habe ich unter anderem einige Zeit in die Nachmittagssonne hineingesehen, obwohl es mir ein wenig unangenehm war. Die Folge war, dass ich ein Nachbild im Blick hatte, was tagelang nicht mehr weggegangen ist. Nachmachen wird nicht empfohlen ... Einen Moment befürchtete ich sogar, dass es dauerhaft bleiben würde. Es ist dann von selbst wieder weggegangen und blind bin ich auch nicht geworden. Aber es zeigt, dass es nicht verkehrt ist, sich mit den Erfahrungen anderer zu beschäftigen, bevor man absolut neues Terrain betritt.

Trotz Wolken an manchen Tagen und Problemen bei der Zeitorganisation habe ich das Sonnengucken jeden Tag praktiziert und immer weitere 10 Sekunden drangehängt. Das Gefühl beim Schauen ist erstaunlich. Seltsamerweise schweifen die Gedanken nicht ab, obwohl man ja eigentlich »nichts« tut. Es ist fast so, als würde die Sonne zu einem zurücksehen, wie ein Lebewesen. Nach der täglichen Sitzung habe ich mich dann fast überladen angefühlt. Also so voll von Energie, dass ich sie gar nicht komplett aufnehmen oder verarbeiten konnte. Und es fühlte sich so an, als ob sich tatsächlich etwas in mir veränderte - was genau konnte ich aber nicht sagen.
Leider musste ich das Sonnengucken nach einigen Wochen abbrechen, weil sich durch die dunkler werdende Jahreszeit und die Umgebung die Sonne auf unserem Grundstück zu den gewünschten Uhrzeiten nicht mehr hat blicken lassen und ich es einfach nicht geschafft habe, woanders hin zu fahren - der »Alltag« hat es nicht zugelassen. Aber es war aber auf jeden Fall eine phantastische Erfahrung und ich habe tatsächlich eine positive Veränderung gespürt. Mit Sicherheit werde ich es weiterführen, sobald die helle Jahreszeit wiederkehrt und bin schon gespannt, welchen Einfluss die Sonne auf meine Augen, mein Wohlbefinden und meine Gesundheit dann letztendlich haben wird.

Quellen: 

(1) http://sungazing.de/
(2) http://solarhealing.com/

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  • Ein heilsamer Blick in die Sonne - Sungazing

    Lieber Hermann,
    danke, dass Du Deine Erfahrung mit uns teilst und vielen Dank für Deine Buchempfehlung, es ist immer wieder schön voneinander zu lernen!
    Viele Grüße aus Lübeck und einen schönen Start in die Woche!
    Romina vom Regenbogenkreis-Team

  • Ein heilsamer Blick in die Sonne - Sungazing

    Hallo! Ein klasse Text zum Sungazing. Eine fast identische Erfahrung habe ich auch gemacht, es war wohl 2012(auch mit dem Blicken in die Nachmittagssonne... bei mir ist tatsächlich ein zum Glück nur sehr kleiner blinder Fleck entstanden, den ich noch heute habe). Seitdem kam ich nie mehr dazu, es konsequent weiterzuführen, würde es aber - mach Anleitung- uneingeschränkt empfehlen! Zusätzlich zu den von dir angegebenen Quellen, würde ich noch das Buch zum Thema von Christian Opitz erwähnen! Beste Grüße Hermann

  • Ein heilsamer Blick in die Sonne - Sungazing

    Lieber Johannes,
    danke, dass Du von dem Thema genauso gefesselt bist wie wir! Vielleicht kannst Du uns ja auch mal berichten wie es mit deiner Sungazing-Erfahrung weitergegangen ist!
    Hab einen schönen Start in die Woche und viele Grüße aus Lübeck,
    Romina vom Regenbogenkreis-Team

  • Ein heilsamer Blick in die Sonne - Sungazing

    Vielen Dank! Dein Bericht hat mich gefesselt und treibt mich an, meine abendliche Meditation im Sonnenlicht zu halten, wobei ich zuvor dx10sek lang in die Sonne schauen und dann palmieren und entspannen werde!

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