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Guarana statt Kaffee - der Kick für den Tag

Matthias Langwasser über Guarana

Der Wecker klingelt, man wälzt sich müde noch drei Mal hin und her und schafft es schließlich, irgendwie aufzustehen. Der erste Gedanke bei den meisten Menschen lautet dann zumeist: Kaffee! Dieser soll den schläfrigen Geist auf Trab bringen und die Fitness für den Tag bringen.

Abgesehen davon, dass man dies hätte vermeiden können, indem man seinem Körper einfach genug Schlaf gönnt, hat Kaffee aufgrund seiner Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen seinen guten Ruf zum Teil verloren. Doch womit könnte man sonst am Morgen die Müdigkeit vertreiben?

Ganz einfach: mit Guarana, einem Kaffeeersatz, der ebenfalls die trägen Augenlider öffnen und Energie für den Tag bringen kann. In diesem Artikel möchte ich Euch die Pflanze, ihre Inhaltstoffe und deren Wirkung genauer vorstellen.

Die Guarana-Pflanze

Guarana gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse, ist im Amazonasbecken beheimatet und wird dort schon seit Jahrhunderten von den indigenen Einwohnern als Nahrungsquelle und Heilpflanze geschätzt.

Die Pflanze wächst als Liane oder rankender Strauch und kann eine Wuchshöhe von 12 Metern erreichen. Die weißen bis gelblichen Blüten wachsen in Rispenform, aus denen im Reifungsprozess orangefarbene, ca. 1,5 cm große, eiförmige Früchte gedeihen und in der weiteren Folge aufplatzen.

Guarana

Die schwarzen, glänzenden Samen der Guarana Pflanze

Zum Vorschein kommen dann ihre schwarzen, glänzenden Samen (auch als Nüsse bezeichnet); aufgrund des Erscheinungsbildes der Pflanzen in diesem Stadium, wird diese von den Einwohnern des Amazonasgebietes auch „Geheime Augen“ genannt.

Die Samen werden im Verarbeitungsprozess zu Guarana-Pulver vermahlen, denn in ihnen befinden sich die wirksamsten Bestandteile der Pflanze.

Die Indios vertreten sogar den Glauben, dass der Pflanze die Kraft eines hohen göttlichen Wesens innewohne und verarbeiten aus dem Fruchtbrei der Guarana Figuren und Plastiken, die bei ihnen als heilig gelten.

Die Guarana-Pflanze wird mittlerweile auf nachhaltig bewirtschafteten Plantagen angepflanzt, wobei auf ökologische Anbaumethoden und schonende Ernte sowie Verarbeitung größten Wert gelegt wird.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen von Guarana

Bezeichnend für Guarana ist der besonders hohe Anteil an Koffein; als Bestandteil der Pflanze wird es Guaranin genannt.

Keine andere, bekannte Pflanze enthält derart viel Koffein; ca. 4-5x mehr als Kaffeebohnen. Der Guarana-Samen enthält etwa 3-8% Guaranin, welches im Körper zu Koffein umgewandelt wird.

Eine Kaffeebohne enthält hingegen nur 1-2% Koffein. In nur einem Gramm Guarana-Pulver sind ca. 40-80 mg Koffein enthalten; dies entspricht ungefähr dem Koffeingehalt einer Tasse Kaffee.

Guarana
Die schwarzen, glänzenden Samen der Guarana Pflanze

 

Bei Koffein handelt es sich um ein Alkaloid, also um eine stickstoffhaltige Verbindung, die Bestandteil vieler Pflanzengattungen ist. In den Samen der Pflanze finden sich außerdem in kleineren Mengen die Alkaloide Theobromin und Theophyllin, die wirksamkeitsmitbestimmend sind.

Koffein gilt als Stimulans, welches die Konzentrationsfähigkeit, die Wachheit sowie die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit steigern kann. Theobromin und Theophyllin hingegen wirken sich hauptsächlich auf die Muskulatur und das Herz aus.

Beide Stoffe erhöhen erwiesenermaßen die Schlagfrequenz des Herzens, haben gleichzeitig aber auch einen entspannenden Einfluss auf die Muskeln und dienen der Durchblutungsförderung der Nieren.

Desweiteren kann sich insbesondere Theophyllin, dem auch eine antiasthmatische Wirkung zugesprochen wird, stimulierend auf die Skelettmuskulatur auswirken.

Koffein hat erwiesenermaßen einen gefäßerweiternden Effekt und kann verbessernd auf die Atemmuskulatur, die Lunge, die Leber und das Verdauungssystem wirken.

Wissenswert: Koffein erhält die Möglichkeit seiner stimulierenden Einwirkung dadurch, dass es sozusagen der Gegenspieler des in nahezu jeder menschlichen Zellen enthaltenen Adenosins ist. Adenosin hat unter anderem blutdrucksenkende und herzschlagvermindernde Eigenschaften, braucht hierfür allerdings spezielle Rezeptoren, an die es andocken kann.

Koffein konkurriert mit Adenosin um die Andockung an diese Rezeptoren. Und je mehr Koffein im menschlichen Körper vorhanden ist, desto größer ist die Chance, dass Adenosin nicht andocken und somit auch nicht wirken kann. Auf diese Weise verändern sich die Konzentrationen innerhalb der Zellen, so dass die Wirkung des Koffeins eintreten kann.

Weitere Inhaltsstoffe der Guarana Samen sind die sogenannten Tannine, die pflanzlichen Gerbstoffe, die im Körper eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung haben und keimtötend wirken.

Bei der Freisetzung der Tannine im Verdauungssystem können sie vor eindringenden Organismen schützen und Giftstoffe neutralisieren, so dass Guarana in der Heilkunde auch zur Behandlung von Durchfallerkrankungen eingesetzt wird. Die Tannine sind auch verantwortlich für den etwas herben Geschmack von Guarana.

Die Pflanze enthält desweiteren Saponine (Seifenstoffe), die unterschiedlich nutzbringend sind. Denn sie können nicht nur als natürliches Insektizid in der Landwirtschaft eingesetzt werden, sondern werden auch im medizinischen Bereich zur Steigerung der Nierentätigkeit herangezogen, um die Entwässerung des Körpers zu unterstützen.

Vorwiegend erfüllen Saponine ihre Funktion im Verdauungssystem. Seifenstoffe können das Immunsystem unterstützen und verschiedenen Krankheitserregern, wie Bakterien und Pilzen, entgegenwirken.

Außer den genannten Inhaltsstoffen enthält Guarana noch Ballaststoffe (Pektine), Fette, Harze, Cholesterol, rote Farbstoffe, Xanthin, Schleimstoffe und Mineralstoffe.

Einsatzgebiete von Guarana-Pulver

  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Darmbeschwerden
  • Konzentrationsschwäche
  • Leistungsschwäche
  • Magenbeschwerden
  • Migräne/chronischen Kopfschmerzen
  • Kater“ nach Alkoholkonsum
  • Menstruationsbeschwerden

Guarana-Pulver kann desweiteren wie folgt wirken:

  • fiebersenkend
  • schmerzlindernd
  • antibakteriell
  • appetitreduzierend
  • blutreinigend, blutverdünnend
  • herzstärkend
  • vitalisierend und kräftigend
  • verbessernde Wirkung auf die Nierenfunktion und Wasserausscheidung
  • stimmungsaufhellend
  • nervenstärkend
  • atemswegserweiternd

Durch den Europäischen Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) wird die Anwendung von Guarana bei Müdigkeit, Erschöpfung oder während der Konvaleszenz (Genesungsprozess nach einer Krankheit) empfohlen.

Die Besonderheit der Koffeinfreisetzung im Körper

Guarana

Koffein aus Kaffee wird schnell vom Körper aufgenommen und sorgt schnell für das nächste Tief, Guarana hingegen wird langsam und konstant verstoffwechselt

Das Besondere an Guarana ist, dass das Koffein erst nach und nach im Körper freigesetzt wird und somit über einen längeren Zeitraum anhält. Beim Trinken einer Tasse Kaffee beispielsweise wird das Koffein sehr schnell aufgenommen und praktisch vollständig absorbiert.

Bereits nach 30-60 Minuten erreicht der Koffeinspiegel im Blut ein Maximum; ein kleiner Schockzustand für den Körper sozusagen. Und über kohlensäurehaltige Getränke wird Koffein noch schneller vom Körper aufgenommen.

Bei Guarana hingegen ist das Guaranin (Koffein) an die Gerbstoffe, wie die o.g. Tannine, gebunden. Erst wenn die Gerbstoffe vom Körper abgebaut wurden, wird das Koffein freigesetzt.

Und dennoch wirkt das Koffein relativ rasch, binnen 45 Minuten. Durch die verlangsamte Freisetzung allerdings erfolgt der vollständige Abbau des Koffeins bei Jugendlichen und Erwachsenen erst nach 5-9 Stunden!

In dieser Zeit hätte der Kaffeetrinker bereits einige Tassen Kaffee mehr getrunken. Durch diese schonende Freisetzung berichten viele Guarana-Nutzer von einer besseren Verträglichkeit des Produkts und einer besseren Form des Energieschubs als bei Kaffee.

Hinzu kommt, dass bei einem hohen Konsum von Kaffee eine Art Gewöhnungseffekt des Körpers eintritt. Auch wenn Koffein nicht abhängig macht, sind doch viele Menschen der Meinung, sich sehr häufig mit Kaffee aufputschen zu müssen, was zur Folge haben kann, dass die vitalisierende Wirkung auf Dauer nachlässt.

Daraus resultierend trinkt der Konsument noch mehr Kaffee, woraus schließlich Reizbarkeit, Nervosität und Schlafprobleme entstehen können. Bei der Verwendung von Guarana hingegen tritt kein Gewöhnungseffekt ein, sofern man sich an die vorgegebene Tagesdosis hält und langfristig keine größeren Mengen eingenommen werden.

Anwendung

Guarana

3 g Guarana entsprechen 1 Tasse Kaffee

Eine Tagesdosis von zwei bis höchstens fünf Gramm, also 1 - 1,5 Teelöffel Guarana-Pulver, sollte nicht überschritten werden. Denn bereits drei Gramm ergeben, in Wasser verrührt, eine Koffeindosis von etwa 150 Milligramm.

Das entspricht ungefähr einer Tasse sehr starkem Kaffee oder einem halben Liter Schwarztee.

Bei einer höheren Aufnahme von Guarana-Pulver können ansonsten, wie bei Kaffee auch, Schlafprobleme, Herzklopfen und starke Nervosität die Folge sein.

Jeder Mensch reagiert anders auf Koffein; von daher sollte man generell verantwortungsbewusst damit umgehen und für sich selber herausfinden, welche die am besten geeignete Dosis ist.

Guarana kann man mittlerweile in den verschiedensten Formen erwerben, beispielsweise als Kaugummis, Schoko-Riegel, Guarana-Energizer/Fruchtschnitten, Tee, Tabletten oder Kapseln.

Probiert es doch einfach mal anstelle von Kaffee aus :-).

Kaffeegenuss und seine Nachteile

Kaffee, Tee und andere koffeinhaltige Getränke werden getrunken, weil sie belebend wirken und munter machen. Doch haben diese Genussmittel auch Nachteile.

Insbesondere das im Kaffee enthaltene Koffein wird sehr schnell aufgenommen, denn es gelangt über die Magenschleimhaut unmittelbar in den Blutkreislauf.

Von einer schonenden Aufnahme kann nicht die Rede sein, im Gegenteil: Das Kaffee-Koffein wirkt schockartig auf den Körper.

Gesunde Alternative: Guarana

Ganz anders verhält es sich mit Guarana oder auch Grünem Tee. In beiden Pflanzenprodukten ist das enthaltene Koffein an Ballaststoffe gebunden. Es wird darum nicht schon im Magen, sondern erst im Darm freigesetzt.

Aus diesem Grund ist die Verträglichkeit von Guarana besonders hoch und selbst Menschen, denen koffeinhaltige Getränke in der Regel nicht so gut bekommen, vertragen Guarana meist gut, weil es so schonend wirkt.

Die Inhaltsstoffe von Guarana werden nicht sofort, sondern nach und nach freigesetzt. Die Wirkung des Guarana Koffeins ist daher deutlich nachhaltiger als bei Kaffee oder Schwarztee.

Koffein ist keine Droge und macht daher körperlich auch nicht abhängig. Es gibt aber Menschen, die meinen, sich sehr oft mit Hilfe von Koffein aufputschen zu müssen und darum viele Tassen Kaffee am Tag trinken. Schlafprobleme, nervöses Verhalten und Reizbarkeit sind die Folge.

Darüber hinaus tritt ein Gewöhnungseffekt ein, wenn Koffein in größeren Mengen regelmäßig verkonsumiert wird. Die vitalisierende Wirkung des pflanzlichen Alkaloids lässt nach. Dieser Abstumpfung des Körpers mit noch mehr Koffein zu begegnen, ist völlig falsch.

Vielmehr sollten solche Menschen gänzlich für einige Zeit auf Koffein verzichten. Sind die Gewöhnungserscheinungen noch nicht so weit fortgeschritten, kann auch die Verwendung sanfter koffeinhaltiger Mittel wie Guarana eine echte Alternative sein.

Denn im Gegensatz zu Kaffee tritt bei Guarana Pulver und ebenso bei Grünem Tee kein abstumpfender Effekt auf, sofern die empfohlenen Tagesdosen eingehalten werden.

Guarana schon in kleinen Mengen wirksam

Guarana

Schon eine kleine Menge Guarana kann die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit natürlich steigern

Jeder Mensch reagiert individuell auf Wirkstoffe, das gilt auch für Koffein. Die richtige Tagesdosis an Gurana kann deshalb – je nach den persönlichen Voraussetzungen – von circa zwei bis maximal fünf Gramm variieren.

Guarana zeigt bereits in niedriger Dosierung Wirkung. Schon kleine Mengen sollen psychisch und physisch leistungsfähiger und belastbarer gegenüber Stressfaktoren machen. Verantwortlich dafür ist das Zusammenwirken der verschiedenen, in Guarana vorhandenen Pflanzenstoffe.

Ein Teelöffel Guarana enthält ungefähr fünfzig Milligramm Koffein. Mit dieser Menge Pulver kann man bereits einen Liter wohlschmeckenden Tee zubereiten. Zum Vergleich: Eine Tasse gebrühter Kaffee enthält eine deutlich höhere Menge an Koffein – zwischen einhundert und zweihundert Milligramm.

Man benötigt also wesentlich weniger Koffein, wenn man Guarana-Tee anstelle von Kaffee trinkt, um dieselbe Wirkung im Körper hervorzurufen.

Guarana ist bekömmlich

Guarana ist eine bekömmliche und gesunde Alternative zu Kaffee, aber auch zu Schwarzem Tee, denn eine Tasse Schwarztee enthält ebenfalls relativ viel Koffein – bis zu einhundert Milligramm. Obgleich eine Guaranakirsche von Natur aus ungefähr dreimal so viel Koffein enthält wie eine vergleichbare Menge an Kaffeebohnen, ergibt sich bei sachgemäßer Anwendung für den Konsumenten pro Tag eine deutlich niedrigere Koffeindosis von maximal siebzig Milligramm am Tag. Das ist vergleichbar mit nur einer Tasse Filterkaffee.

Es spricht also einiges dafür, von Kaffee und Schwarzem Tee auf Guarana Tee umzusteigen. Guarana ist nicht nur besser verträglich und schon in niedrigen Dosen wirksam, das Pflanzenmittel hat darüber hinaus wohl noch viele weitere positive Auswirkungen auf die Funktion von Körperorganen und das allgemeine Wohlbefinden.

Kaffee ist ungesund

Für die Mehrheit der Menschen gehört der Kaffee am Morgen schlicht und ergreifend dazu, um Fahrt aufzunehmen. Ohne Kaffee, so behaupten es jedenfalls die eingefleischten Kaffeetrinker von sich, geht in vielerlei Hinsicht gar nichts. Doch ist der Kaffee auch wirklich gesund oder birgt der Konsum von Kaffee für unseren Organismus Risiken, die wir derzeit noch gar nicht in Gänze überschauen können? Und ab welcher Menge wäre denn der Konsum von Kaffee und all seiner auf dem Markt befindlichen Derivate wie Espresso, Latte Macchiato oder Cappuccino als kontraproduktiv für unseren Körper - oder gar schädlich - zu betrachten? Und was macht den Kaffee zu einem Getränk, welches eher mit viel Vorsicht genossen werden sollte? All das versuchen wir an dieser Stelle einmal genau zu beleuchten.

Kaffee ist ungesund - der Körper im Alarmzustand!

Das Kaffeetrinken am Morgen hat in weiten Teilen der Bevölkerung seinen festen Platz als Wach- und Muntermacher. Auch was unseren Verdauungsapparat angeht, soll der Konsum von Kaffee abführende Wunder wirken. Über Jahrzehnte gehörte darum das KK - Kaffee und Kippe - zum festen Lebensbestandteil. Und ja, Kaffee hat seine Wirkung - aber ob die so gewünscht ist, darf bezweifelt werden. Kaffeekonsum wirkt auf die Produktion vom Stresshormon Adrenalin in unserem Körper. Adrenalin wird in der Nebenniere produziert und durch den vermehrten Adrenalinausstoß kommt es zu einer Verschnellerung des Herzschlages sowie einer Anregung der Muskelfunktionen. Sobald unser Geist eine Gefahrensituation detektiert und meint verorten zu können, wird reichlich Adrenalin von den Nebennieren ausgeschüttet. Unser Körper wird damit in einen Alarmzustand versetzt - der Stresslevel steigt merklich an. Wir sind zur Abwehr oder zum Angriff bereit. All das teilt uns der Adrenalinspiegel mit. Doch kann diese Reaktion positiv besetzt sein? Ist es gut, den eigenen Stresslevel, den man eigentlich so gering wie möglich halten will, künstlich zu pushen? Nein, natürlich nicht.

Doch im Kaffee selbst stecken weit mehr Gefahren, als nur die Erhöhung des körpereigenen Stresslevels. Weit, weit mehr! So sind es beispielsweise nur Urban Legends, der Kaffee beuge der Müdigkeit vor, wirke gezielt gegen Erschöpfung und würde den Gang zur Toilette erleichtern. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Kaffee ist es, der für Müdigkeit wie auch Erschöpfungszustände sorgt und sogar Obstipation, die Verstopfung des Darms, hervorrufen kann. Kaffee ist, dessen sind sich Wissenschaftler weltweit einig, für eine Reihe an Beschwerden ursächlich. Dazu zählen unter anderem die Konzentrationsstörungen, die Schlafstörungen, aber auch Müdigkeitssyndrome oder das Empfinden von akuter bis chronischer Unausgeglichenheit. Ob, wie und möglicherweise ab welcher konsumierten Kaffeemenge diese Begleiterscheinungen auftreten, ist von Mensch zu Mensch und somit von Körper zu Körper verschieden. Selbst geringe Mengen an Kaffee können ausreichen, den Körper in dieser Weise zu schädigen.

Kaffee ist ungesund - künstlich generierter Stress durch Kaffeekonsum

Ja, es gibt die sogenannten 'Adrenalin-Junkies', die meinen, ohne den permanenten Adrenalinausstoß nicht leben zu können. Adrenalin hat, das ist unbestritten, in manchen Situationen extrem positive Eigenschaften. Beim Sport zum Beispiel kann der Adrenalinausstoß dafür sorgen, auf den letzten Metern das entscheidende Moment an Kraftreserven zu mobilisieren, um einen Wettkampf siegreich zu gestalten. Adrenalin kann auch Eltern helfen, ihr eigenes oder ein anderes Kind aus einer Gefahrensituation zu befreien und zu retten, deren Bewältigung ohne diesen Adrenalinschub ansonsten unmöglich gewesen wäre. Man sagt ja nicht umsonst, dass Menschen in Angst- oder Stresssituationen 'Bärenkräfte' entwickeln können. Adrenalin wirkt, das ist medizinisch erwiesen, unmittelbar auf unsere Fähigkeit, sich einer Gefahrensituation aktiv 'kämpfend' zu stellen oder schnell genug zu sein, uns aus dieser misslichen Lage zu befreien.

Doch müssen wir heute noch jeden Tag auf ein Neues fliehen oder kämpfen? Gibt es nonstop Gefahrensituationen zu meistern, die einen erhöhten Ausstoß des Adrenalins aus der Nebenniere motivieren? Nein, definitiv nicht. Aber exakt das ist es, was der Kaffee mit unserem Körper macht. Permanenter Alarmzustand. Das Koffein aus dem Kaffee gelangt zur Nebenniere und stößt dort die Produktion von Adrenalin gezielt an. Aber das ist doch gut, weil man den Körper am Morgen ja in eben jenen Zustand versetzen will? Nein, es ist tatsächlich im Gegenteil sogar extrem kontraproduktiv. Und das ist auch recht einfach und anschaulich erklärbar. Wer den plötzlichen Adrenalinschub selbst schon einmal erlebt hat - und das wird die Mehrheit sein - der kennt auch die Reaktionen darauf. Als Begleitmusiken nach dem Abebben des Adrenalinkicks stellt sich recht zeitnah ein Gefühl der Müdigkeit, der Erschöpfung und des 'jetzt will der Körper durchschnaufen' ein. Was im Zuge der bewältigten Gefahrensituation die 'zittrigen Knie' sind, ist nach dem künstlichen Adrenalinschub der Kopfschmerz oder die leichte Reizbarkeit, die eintritt. Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Unkonzentriertheit, Kopfschmerz, Reizbarkeit - all das verlangt in der Folge danach, den Adrenalinspiegel wieder über den Koffeinkonsum anzuheben. Der Teufelskreislauf entsteht. Sobald man selbst diese Begleitmusiken verortet, wird der Gang zum Kaffeeautomaten zur Routine.

Kaffee ist ungesund - das permanente Vorhandensein von Stresshormonen ist nicht gesund

Kaffee enthält, egal wie viel von ihm wir auch immer zu uns nehmen und in welcher Form das stattfindet, Koffein. Koffein wurde schon während des 2. Weltkrieges gezielt bei Soldaten eingesetzt - zum Beispiel durch die sogenannte 'Fliegerschokolade'. Ziel war es, das Schlafbedürfnis der Soldaten zu durchbrechen oder zu unterdrücken. Darum wurden sie mit Koffein in einem 'fortwährenden Alarmzustand' und unter 'andauerndem Stress' gehalten. Als wären die Kriegsumstände nicht so schon Stress genug gewesen. Das Koffein im Kaffee, aber auch in anderen Produkten, täuscht dem Körper eben diesen Stress künstlich vor. Die Vorgehensweise ist dabei sehr perfide. Vom Koffein wird ein körpereigenes Hormon nachgeahmt. Dieses Hormon suggeriert den Nebennieren, sie mögen doch bitte zeitnah einen höheren Adrenalinspiegel an den Körper ausschütten. Nun gehen die Nebennieren durch das Koffein davon aus, der Mensch stehe unter Stress oder befinde sich in einer akuten Gefahrensituation. Die es mit einem Mehr an Adrenalin zu bewältigen gälte. In der Folge kommt es zu einem massiven Ausstoß des Stresshormons.

Doch in welchem Zeitfenster reagiert der Körper? Die Nebennieren sind darauf 'geeicht', situativ zu reagieren. Das heißt, der Hormonausstoß folgt, wenn er angestoßen wird und das unverzüglich. Wir selbst kennen das an uns, wenn wir uns schon einmal in einer Gefahrensituation befunden haben. Aus dem Nichts sind wir unter 'Hochspannung'. Das zeigt, mit welcher enormen Geschwindigkeit die Stresshormone ihre Wirkung entfalten. Das dient auf der einen Seite dazu, die Muskelspannung binnen Sekundenbruchteilen maximal zu erhöhen, um dem Fluchtreflex Folge leisten zu können. Andererseits wird aber auch der Blutzuckerspiegel radikal erhöht, wodurch der Körper einen massiven Energieschub erhalten soll. Ungefähr so vorstellbar, als würde bei einem Fahrzeug die Turbofunktion aktiviert - der Körper im Kick-Down-Zustand. Zudem erhöht sich der Pulsschlag, die Atmung wird in der Folge beschleunigt und das soll erzeugen, dass der Aufmerksamkeitslevel ansteigt. Gefahr erkannt - Gefahr durch Flucht oder Angriff gebannt.

Und nun übertragen wir das auf unser tägliches Umfeld. Müssen wir in unserem Alltag oder im Job unseren PC 'bekämpfen' oder vor ihm 'fliehen'? Müssen Akten aktiv bekämpft werden? Nein, natürlich nicht. Aber das weiß unser Körper nicht. Ihm wird durch die eine Tasse Kaffee, die wir zum Beispiel im Büro zu uns nehmen, suggeriert, er habe so zu reagieren, als würden wir von einer Horde wilder Tiere attackiert. Verhältnismäßig? Gesund? Natürlich nicht.

Kaffee ist ungesund - wenn die Herzfrequenz künstlich gesteigert wird

Alle Hormone in unserem Körper sind fein aufeinander abgestimmt. In Unordnung kommt das feingliedrige Gefüge stets dann, wenn wir von außen eingreifen. Serotonin im Körper fungiert als sogenannter 'Neurotransmitter'. Serotonin hat eine enorme Wichtigkeit für unseren Körper, denn es ist das Wohlfühl- oder Glückshormon. Als Botenträger bewirkt es, dass sich unsere Stimmung verbessert, indem die Stresswerte gedämpft werden. Serotonin ist als Hormon bekannt und geschätzt, das antidepressiv, schmerzhemmend, entspannend, motivationssteigernd und schlaffördernd wirkt. Koffein jedoch ist ein 'erklärter Feind' des Serotonins. Das geschieht dadurch, dass ein anregendes Hormon, der sogenannte Noradrenalinspiegel, angehoben wird. Hierdurch wird die Serotoninausschüttung abgedämpft.

Doch damit nicht genug. Auch ein weiteres Stresshormon, das Norepinephrin, erhält vom Koffein Unterstützung. Epinephrin wie auch Norepinephrin sind in der Wirkungsweise sehr klar strukturiert. Es wird ohne Umwege das Nervensystem und das Gehirn angesprochen. Der Blutdruck steigt, die Herzfrequenz nimmt zu. Das, was die Oma vielleicht noch lapidar „Ich habe so Herzklabastern, liegt wohl am Kaffee“ nannte, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Das Gehirn und das Nervensystem erhalten auch hier die Gefahrenmeldung über das Hormon und der Körper will sich auf den Notfall vorbereiten. Über eine stärkere Herzfrequenz und einen ansteigenden Blutdruck, der den Körper mit einem Mehr an Sauerstoff versorgen soll.

Kaffee ist ungesund - die zwei Gesichter des Kaffees

Was tun wir also unserem Körper an, wenn wir ihn konstant vom Erwachen bis zum Zubettgehen in einer Art Alarmzustand halten? Es ist unstrittig, dass wir uns durch einen hohen und konstanten Level von Koffein - was nicht nur im Kaffee vorkommt! - in einer künstlich erzeugten Stresssituation befinden. Im Grunde, so deutlich müssen wir einfach sein, befindet sich der 'Kaffee-Körper' in einer Situation des permanenten 'Vergiftetseins'. Was zu Beginn der Karriere als Kaffeetrinken vielleicht als Akutzustand angesehen werden kann, muss nach Jahren des Kaffeekonsums als chronischer Zustand bewertet werden. Doch wie wirkt es sich aus, wenn der Körper seine 'Droge Kaffee' nicht kontinuierlich bekommt? Was ist, wenn die Zufuhrkette unterbrochen wird? Die Folgen sind psychischer, aber eben auch physischer Natur. Wird der künstlich erzeugte Effekt nicht generiert, breiten sich Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Depressionen, leichtere Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen bis hin zu Angstzuständen aus. Warum? Der Körper bekommt sein Koffein nicht und danach verlangt er. Denn er hat sich an den permanenten Alarmzustand nicht nur gewöhnt, er braucht ihn.

Depressionsstoff Koffein macht Kaffee ungesund

Doch was ist dieses Koffein, was den Kaffee so ungesund macht? Koffein ist als Stimulans bekannt. In mehr als 60 Pflanzen dieser Erde findet sich der Stoff Koffein und dient den Pflanzen dazu, sich auf natürlichem Wege vor Insekten zu schützen. Das Koffein ist bitter und just das ist ein Geschmack, den Insekten ganz sicher nicht lieben oder präferieren. In unserem Körper wirkt der Stoff über das zentrale Nervensystem. Wird das Koffein überdosiert - was schnell der Fall ist und das nicht nur bei regelmäßigem Genuss - werden die als zuerst positiv empfundenen Wirkungsweisen umgekehrt. Wir sprechen hier von Vergiftungserscheinungen, die sich durch einen konstanten Erregungszustand, durch innere Unruhe, durch Zittern, aber auch durch Herzrasen, fortwährenden Harndrang sowie Schlaflosigkeit äußern. Nun wird vielfach damit scheinargumentiert, der Vergiftungsgrad durch Überdosierung beim Koffein trete erst ab einem Gramm des Stimulans an - aber auch das ist so nicht haltbar. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich, jeder Körper verarbeitet Koffein anders. Und so kann es schon bei weit geringeren Mengen dazu kommen, eine Überdosierung vorzunehmen.

Macht Kaffee durch das enthaltene Koffein abhängig?

Beantwortung der Frage dazu, ob Kaffee und Koffein abhängig machen, ist unter Wissenschaftlern nicht nur heiß, sondern auch sehr kontrovers diskutiert. Fakt ist, wird dem Körper Koffein entzogen, reagiert er mit bestimmten Entzugs- oder Vergiftungserscheinungen. Das ist bereits seit mehr als 13 Jahren eine feststehende Tatsache. Um das zu eruieren, wurden Testpersonen mit Koffeinkapseln versorgt, die dann abgesetzt wurden. Schon wenige Stunden nach dem Vorenthalten der Koffeindosis, auf welche sich der Körper 'eingeschossen' hatte, traten die bekannten Begleitmusiken auf. Erschöpfungszustände, erhöhte Müdigkeit, Kopfschmerzen, Zittern, Lethargie - so wurden die primären Begleiterscheinungen beschrieben. Damit wurde verdeutlicht, entzieht man dem Körper das Koffein, an welches er sich gewöhnt hat, sind Entzugserscheinungen die logische Folge und Konsequenz. Doch entsteht daraus zwingend eine Abhängigkeit? Da die Wissenschaftler einen Faktor nicht zweifelsfrei lokalisieren konnten - einen dopaminergenen Stoffwechsel, der in bestimmten Bereichen des menschlichen Hirns aktiviert wird - tut man sich schwer, von einer faktischen Abhängigkeit zu sprechen.

Da die Entzugserscheinungen beim Ansetzen des Koffeins jedoch aufhorchen ließen, ist man die Thematik von anderer Seite angegangen und spricht von einer 'Koffein-Gewöhnung'. Wird täglich eine bestimmte Anzahl an Tassen Kaffee zu sich genommen und das über einen längeren Zeitraum, tritt die Gewöhnung ein.

Kaffee ist ungesund und kein Durstlöscher

Wer die 'aktivierenden Begleitumstände' von Kaffee durch das Koffein 'mitnehmen' möchte, der muss sich auch der Tatsache bewusst sein, dass der Effekt nicht dauerhaft eintritt. Und auch das ist eine Zwangsfolge der Gewöhnung. Jede Wirkung von Koffein verpufft und kehrt sich ins Gegenteil um, wenn dieser Gewöhnungsprozess, an dessen Ende die Entzugserscheinungen beim Absetzen von Koffein stehen, eintritt. Die vermeintliche Leistungssteigerung, wegen der man den Kaffee mit dem Koffein konsumiert, entfaltet keinerlei Wirkung mehr. Wer auf einen wirklichen Muntermacher setzen möchte, der tut das mit Rücksicht auf seinen Körper. Guarana zum Beispiel ist so ein Produkt. Hier wird die Stimulanz auf ganz sanften Wegen erzielt. Oder einfach einen Powershake nutzen und so den Körper vitalisieren. Weit besser und effizienter als das Arbeiten mit Kaffee und Koffein.

Das tückische Element am Kaffee ist, dass die gewünschten Effekte sich mit der Gewöhnungsphase reduzieren. In der Folge wird mehr und mehr Kaffee konsumiert, um den Effekt aufrecht zu halten. Da sich Kaffee auf die Ausschüttungen der Nebennieren auswirkt, muss mit zunehmendem Konsum immer mehr ausgeschüttet werden. Selbst dann, wenn die Produktion sowie die Reserven erschöpft sind. Und trotzdem wird der Effekt nicht mehr eintreten - was dann auf eine massive und nachhaltige Nebennierenerschöpfung hindeutet. Der hier zu verzeichnende Drang, immer mehr zu sich nehmen zu müssen, erinnert an die Drogenaufnahme. Mit einer geringen Dosierung beginnen, die dann immer weiter gesteigert werden muss, um Rahmenbedingungen zu schaffen. Toleranzgrenzen werden nachhaltig verschoben und ein Mehr zur Effekterzielung wird notwendig. Und das bis zu dem Moment, da der Organismus nur noch dann reibungslos funktioniert, in dem er seine Dosis zugeführt bekommt.

Die Risiken beim Kaffeekonsum

Jede Überdosierung beim Koffein führt auf Dauer zu einem reduzierten Kaliumspiegel - bis hin zum Kaliummangel. Hierbei entstehen muskuläre Probleme, verstärkte Neigung zu Krämpfen und eine Erschöpfung des Körpers, die sehr schnell eintritt. Auch wenn der Mangel sich recht simpel wieder substituieren lässt - Kaliumbomben sind zum Beispiel Bananen oder Tomaten sowie Rote Bete - so ist das Absenken des Kaliumspiegels nicht wünschenswert. Zudem entsteht dadurch, dass Kaffeekonsum anfänglich den Harndrang triggert, eine vermehrte Ausscheidung von Kalzium. Auch wenn sich das Defizit durch gesunde Nahrung ausgleichen ließe, ist das Absenken der Mineralienspiegel im Körper nicht als gesund anzusehen. Der angestoßene Harndrang bringt uns dabei zu einem weiteren Punkt: Entwässernde Wirkung. Ja, Kaffee wirkt kurz nach dem Trinken entwässernd - aber das nur sehr begrenzt und temporär. Neuste Forschungen sagen, dass die Menge an Kaffee, die man sich zu nimmt, in die Flüssigkeitsbilanz hineingerechnet werden müsse, da Kaffee eben nicht dauerhaft 'harntreibende Wirkung' erziele.

Acrylamid im Kaffee?

Acrylamid war lange Zeit im Fokus der Berichterstattungen. Dabei ging es aber schwerpunktmäßig darum, dass Produkte wie Pommes Frites oder Chips das Risiko in sich tragen, Acrylamide aufzuweisen. Der Stoff entsteht dann, wenn die oben genannten Produkte kurz sehr hoch erhitzt werden. 170° Celsius gelten als Grenzwert. Für sehr wasserarme und stärkereiche Produkte gilt dabei, dass schon die Erhitzung auf mehr als 120! Celsius Probleme mit sich bringen kann. Je kürzer das Erhitzungsfenster und je höher die Temperatur, desto größer das Risiko, dass sich Acrylamid bildet, das im Verdacht steht, krebserregend zu wirken und das Erbgut nachhaltig zu schädigen. Wie passt das nun zu Kaffee? Ganz einfach.

Gerade die industriellen Kaffeesorten beim Filterkaffee, also die Mehrheit dessen, was auf dem Markt abgesetzt wird, werden in den industriellen Kaffeeröstereien schlagartig auf über 400 Grad Celsius erhitzt. Das verkürzt den ansonsten langwierigen Röstungsprozess erheblich und der Kaffee ist damit weit kostengünstiger produzierbar. Zeit ist Geld, wenn es um die industrielle Herstellung geht, anstatt auf langsame und schonende Verfahren zu setzen. Im Zuge dieser Untersuchungen kam schon vor mehr als sechs Jahren, Anfang 2011, ans Tageslicht, dass in 50 Prozent aller Fälle beim Filterkaffee industrieller Herstellung Signal- und Grenzwerte beim Acrylamid überschritten werden. Die Zahlen waren mitunter so alarmierend, dass im Kaffee höhere Werte an Acrylamid gefunden wurden, wie es beispielsweise bei Bratkartoffeln der Fall war. All das sagt sehr deutlich aus, dass Kaffee - neben der Konzentration von Koffein - nicht gesund sein kann, wenn das Risiko besteht, sich mit Acrylamiden zuzubomben. Übrigens haben die EU-Behörden den Richtwert in Bezug auf Signalwerte deutlich angehoben. Von 280 Mikrogramm je Kilo Kaffee wurde der Wert auf 450 Mikrogramm je Kilogramm angehoben. Eine nicht eben vertrauensbildende Maßnahme, wenn es um den Konsum von Kaffee geht, sondern eher eine Entscheidung für eine Lobby. Wen wundert es da noch, dass es nach der europaweiten und vereinheitlichten Anhebung kein Kaffee mehr geschafft hat, Signal- und Grenzwerte beim Acrylamid zu erreichen? Trotz Minimierungsrichtlinie beim Acrylamid wurde der Wert um mehr als 60 Prozent erhöht - das ist eine klare Richtungsvorgabe, den Kaffee nicht mehr zu trinken.

Kaffee in der Schwangerschaft verboten?

Um sich die Gefährlichkeit für die eigene Gesundheit deutlich vor Augen zu führen, ist ein Blick darauf notwendig, wie der Kaffee mit dem Koffein auf ungeborenes Leben wirkt. Auch wenn an dieser Stelle die Expertenmeinungen auseinandergehen, so ist man sich unter dem Strich einig, dass eine vermehrte Aufnahme von Koffein in der Schwangerschaft den Fötus nachhaltig schädigt. Nicht wenige Studien geben dahingehend Auskunft, dass der erhöhte Konsum von Koffein, den bei einer Koffein-Gewöhnung obligatorisch ist, unmittelbare Auswirkungen auf das Wachstum des ungeborenen Kindes hat. Doch nicht nur das. Auch das Risiko darauf, dass die Schwangere eine Fehlgeburt oder Totgeburt erleidet, die durch den erhöhten Koffeinkonsum ausgelöst wird, ist in den Studien inkludiert.

Galt bis vor einigen Jahren der Irrglaube, dass bis zu drei Tassen Kaffee am Tag bei Schwangeren keinerlei Probleme verursachen würden, wurde das nachhaltig revidiert. Selbst geringe Mengen an Koffein sind dazu geeignet, das ungeborene Leben zu schädigen. Das liegt daran, dass das Alkaloid von der Mutter über die Plazenta an das Ungeborene weitergereicht wird. Ein Kind im Körper der Mutter wird demnach mit der identischen Menge an Koffein wie auch Acrylamid versorgt, wie es die Mutter ihrem Körper zuführt.

Fazit - Kaffee war, ist und bleibt ungesund

Wenn wir uns all die Fakten rund um den Kaffee anschauen und sehen, was das Koffein im Kaffee in unserem Körper verursacht, kann die Entscheidung eigentlich nur dahin gehen, auf Kaffee zu verzichten - gänzlich und in jeder Darbietungsform. Das greift nicht zuletzt auch aus dem Grund, da jede Wirkung und jeder Effekt, den wir mit Kaffeetrinken erzielen wollen, nicht nur nicht von Dauer ist, sondern wir diese Effekte auch auf gesunder Basis - zum Beispiel durch Guarana Pulver - erzielen können. Wozu also unseren Körper vorsätzlich schädigen, wenn es auch weit gesünder geht? Wer vom Kaffeekonsum loskommen will, der hat ausreichend Optionen dazu!

„Gutes“ und „böses“ Koffein: Kaffee vs. Guarana & Co

Deutschland ist das Land der Kaffeetrinker. Frappuccino, Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino? Short, tall oder grande? Mit Karamellaroma? Mit Sahne, Vollmilch, laktosefreier Milch, Mandel- oder Sojamilch? All das braucht der Deutsche Studien zufolge nicht - denn am liebsten trinkt er das schwarze Heißgetränk einfach aus dem Filter, eventuell mit einem Schuss Milch.

Das kommt Dir bestimmt bekannt vor: Kaffee wird von vielen Menschen vorwiegend gegen Müdigkeit, zur Verdauungsförderung oder einfach bei einem netten Plausch mit Freunden getrunken. Aber wusstest Du, dass Kaffee paradoxerweise eben gerade Müdigkeit, Erschöpfung und auch Verstopfung verursachen kann?

In diesem Beitrag möchte ich Dir kurz erklären, warum dies so ist und dann darauf eingehen, welche natürlichen, unschädlichen Alternativen es zu herkömmlichem Kaffee gibt.

Kaffee: Der künstlich erzeugte Stress im menschlichen Körper

Wie schon in einem unserer letzten Blogartikel „Kaffee ist ungesund“ dargelegt, hat Kaffee leider eher kontraproduktive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Vom in Kaffee enthaltenen Koffein wird ein körpereigenes Hormon nachgeahmt, das den Nebennieren suggeriert, sie sollen zeitnah mehr Adrenalin ausschütten. Die Nebennieren sind nun in höchster Sorge und gehen davon aus, dass der Mensch unter Stress steht oder sich in einer akuten Gefahrensituation befindet. Um dies zu bewältigen, ist die Folge ein noch massiverer Ausstoß des Stresshormons Adrenalin.

Auch die Herzfrequenz wird durch das unverhältnismäßig ausgeschüttete Adrenalin unnötigerweise erhöht, was vor allem bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck gravierende Folgen haben kann.

Guarana, Matcha & Co.: Die koffeinreichen und gesunden Wachmacher

Glücklicherweise gibt es für Tage, an denen Du einfach nicht aus dem Bett kommst oder zwischendurch einen Energiekick brauchst, gesunde und schonende Alternativen zu Kaffee.

Guarana ist beispielsweise aufgrund seines hohen Gehalts an Koffein als gesunde Alternative zu Kaffee mittlerweile äußerst beliebt. Die Heilpflanze weist eine Vielzahl gesundheitsfördernder Eigenschaften auf und kann auch beim Abnehmen behilflich sein.

Guarana zählt zu den sogenannten „Seifenbaumgewächsen“ und stammt aus dem Amazonas. Die koffeinhaltigen roten Guarana-Früchte werden von indigenen Völkern schon seit Jahrhunderten wegen ihrer belebende Wirkung geschätzt. Die Samen der Frucht werden meist zu Pulver verarbeitet und dienen als natürliches Nahrungsergänzungsmittel und gesunder Wachmacher.

Guarana vs. Kaffee: Das sind die Vorteile

Die Samen im Guarana-Pulver weisen einen Koffeingehalt von 6-8% auf, der damit deutlich höher ist als der von Tee und Kaffee – nämlich fast um das Dreifache. Guarana wirkt daher ebenfalls anregend auf Körper und Geist.

Warum soll nun aber das Koffein in Guarana weniger schädlich sein als das in Kaffee, fragst Du Dich?

Das Koffein in Guarana ist an bestimmte Gerbstoffe gebunden und wird im Gegensatz zu dem in Kaffee enthaltenen Koffein erst im Darm freigesetzt. Selbst magenempfindliche Personen können Guarana daher in der Regel ohne Probleme einnehmen, was bei Tee und Kaffee nicht immer der Fall ist.

Der schonende Wachmacher-Effekt von Guarana kommt also zustande, weil das langsamer wirkende Koffein, auch Guarin genannt, im Gegensatz zu Koffein aus Kaffee erst an den Darm und nicht schon an den Magen abgegeben wird. So wird die Magenschleimhaut nicht angegriffen. Dies hat auch positive Auswirkungen auf das Verdauungssystem und die gesamte Darmperistaltik, wirkt also verdauungsfördernd. [1]

Im Unterschied zum herkömmlichem Koffein bewirkt das in Guarana enthaltene Guarin eine langsame und gleichmäßige Steigerung der körperlichen sowie geistigen Leistungsfähigkeit. Die sanft anregende Wirkung hält bis zu 6 Stunden an und wird als sehr wirkungsvoll, aber angenehm und schonend empfunden. [2]

Bei Kaffee sieht die Koffein-Aufnahme ganz anders aus: Das Koffein im Kaffee ist an einen „Chlorogensäure-Kalium-Komplex“ gebunden. Dieser setzt, wenn der Kaffee bei seiner Verarbeitung geröstet wurde, beim Kontakt mit Magensäure sofort Koffein frei. Der Effekt: Das Koffein wird sehr schnell aufgenommen. Es gelangt über die Magenschleimhaut direkt in den Blutkreislauf – wirkt so also alles andere als schonend. [3]

Kaffee schockt den Körper geradezu mit dem plötzlich eintreffenden Koffein, was zu den weiter oben genannten negativen Folgen, wie Herzrasen und unnötigem Adrenalinausstoß, führen kann.

Matcha vs. Kaffee: Grüne Superpower mit Antioxidantien

Auch in Matcha - dem gemahlenen grünen Tee aus Japan - ist Koffein enthalten, das aber ebenfalls anders wirkt.

Dies ist aus einem ähnlichen Grund wie bei Guarana so: Es geht um die unterschiedliche Freisetzung des Alkaloids Koffein. Das Koffein aus Matcha-Tee ist an Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) gebunden, sodass das Koffein ebenfalls erst im Darm freigesetzt wird und nicht schon im Magen. Zudem hat die in Matcha enthaltene Aminosäure mit dem Namen „L-Theanin“ die Eigenschaft, das Koffein nur langsam und gleichmäßig freizugeben – was den sanft wachmachenden, aber nicht aufputschenden Effekt auf den Körper erzeugt. [4]

Die Wirkung tritt dadurch auch hier erst später ein und hält dafür länger an.

Matcha kann damit helfen, die Konzentration nachhaltig zu steigern - Nervosität und Herzflattern, wie häufig beim Kaffee-Konsum der Fall, bleibt aus.

Grüner Kaffee vs. herkömmlicher Kaffee: Mit rohen Bohnen zu mehr Wohlbefinden

Grüner Kaffee ist feingemahlenes Pulver aus unreifen Kaffeebohnen. Das auch darin enthaltene Polyphenol, auch Chlorogensäure genannt, hat hochgradig antioxidative Eigenschaften und soll für die Gewichtsreduktion besonders hilfreich sein. Chlorogensäure ist mit einem Anteil von etwa 45 bis 70 Prozent im grünen Kaffee enthalten und kann die Glukoseaufnahme ins Blut verhindern. Dies bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nicht ansteigt – und so auch kein Fett gebildet werden kann. In einer Studie wurde zudem festgestellt, dass Chlorogensäure ein sehr wirksames Antioxidans ist, das DNA-schützende Eigenschaften aufweist. Es kann somit die Haut vor UV-Strahlung und oxidativem Stress schützen.

Zudem sind auch im grünen Kaffee-Extrakt Alkaloide enthalten, allerdings nur in kleinen Mengen. Koffein, welches eben zu den Alkaloiden zählt, macht nur etwa ein Prozent des grünen Kaffees aus, weshalb die Muntermacher-Wirkung von grünem Kaffee sehr sanft und schonend ist.

Neben Koffein enthält grüner Kaffee auch Trigonellin, welches ebenfalls ein Alkaloid ist. Dieser Inhaltsstoff hilft dem Körper bei der Bildung von Vitamin B3. Dieses Vitamin ist für unzählige Stoffwechselvorgänge im menschlichen Organismus notwendig. [5]

Deine Kaffee-Alternativen im Regenbogenkreis-Onlineshop

Wir vom Regenbogenkreis schwören auf die gesunden und energiespendenden Kaffee-Alternativen Guarana und Matcha. Daher findest Du diese in unserem Onlineshop aus kontrolliert biologischem Anbau und in Rohkostqualität. Rühr’ doch einfach mal morgens statt Kaffeepulver unser hochwertiges, leuchtend grünes Matcha-Pulver in Deine Pflanzenmilch oder trinke Deinen Smoothie mit ein wenig Bio-Guarana-Pulver als Energiekick für Zwischendurch.

Quellenangaben:

http://www.regenbogenkreis.de/guarana.html

http://www.docjones.de/wirkstoffe/guarana

http://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/guarana

https://de.wikipedia.org/wiki/Guaran%C3%A1

http://www.heilkraeuter.de/lexikon/guarana.htm

http://www.docjones.de/wirkstoffe/guarana/guaranasamen-extrakt

http://schrotundkorn.de/ernaehrung/lesen/sk0202e7.html

http://www.dlr.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/2eca2af4a2290c7fc1256e8b005161c9/cddbe84821c4f74bc1256fac00296e68?OpenDocument

[1] https://eat-performance.com/en/blog/guarana-a-healthy-coffee-substitute-n17

[2]http://www.inspiriert-sein.de/empfehlungen/superlebensmittel-nahrung-die-gesund-macht/guarana-die-staerkste-natuerliche-koffeinquelle

[3] https://eatsmarter.de/ernaehrung/news/matcha-vs-kaffee

[4] http://www.cosmopolitan.com/uk/body/diet-nutrition/a40800/is-matcha-better-than-coffee/

[5] http://www.naturinstitut.info/gruener-kaffee.html

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