X

Die Softdrink-Falle – so trinken wir uns krank

Coca-Cola ist das größte Getränkeunternehmen Deutschlands. Zu seinem Portfolio zählen 70 alkoholfreie Produkte, darunter auch die gesundheitsschädlichen Softdrinks. Eigenen Angaben zufolge[1] liegt der Pro-Kopf-Konsum eines Bundesbürgers bei circa 42 Litern.

Trotz immer wiederkehrender Schlagzeilen über bedenkliche Stoffe in Cola und Co. scheint insbesondere die junge Generation Gefallen an dem süßen Getränk zu finden. Viele von ihnen sind sich darüber bewusst, dass in Cola sehr viel Zucker enthalten ist. Was sie nicht wissen: In Softdrinks sind weitaus bedenklichere Stoffe enthalten.

lange Haare

Zucker ist noch nicht einmal der bedenklichste Inhaltsstoff.

30 Würfelzucker pro Liter sind nicht das größte Problem

Wenn Du Dir ein Glas Cola einschenkst, wirst Du Dir kaum Gedanken darübermachen, wie viel Zucker in dem Getränk steckt. Nur so am Rande: Ein Liter enthält etwa 30 Stück Würfelzucker (ca. 3 g pro Stück). Bedenke: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt maximal 25 Gramm pro Tag[2] – das entspricht sechs Teelöffeln oder 8-9 Stück Würfelzucker und selbst diese Empfehlung ist fragwürdig, da Zuckerkonsum viele gesundheitliche Nachteile birgt, wenn man nicht darauf achtet, woher der Zucker kommt (lies hier weiter für mehr Informationen: Guter Zucker, schlechter Zucker).

Leider ist Zucker nicht einmal das größte Problem. Ja, er fördert Übergewicht und alle damit verbundenen Krankheiten. Doch die Stiftung Warentest hat 30 koffeinhaltige Getränke getestet (darunter Coca-Cola) und herausgefunden, dass es weitaus bedenklichere Inhaltsstoffe gibt.
Eines der Problemkinder ist 4-Methylimidazol (4-MEI). Er entsteht, wenn Zucker karamellisiert. Des Weiteren gibt er Cola die bekannte dunkelbraune Farbe. Das Problem: 4-MEI steht unter Verdacht, Krebs zu erregen.

Keine Alternative wegen einer jahrzehntelang genutzten Farbe

Die Erkenntnis, dass 4-MEI Krebs verursachen könnte, ist keineswegs neu. In den USA steht der Stoff bereits auf einer schwarzen Liste. Alle Softdrinks, die mehr als 29 Mikrogramm (µg) enthalten, werden als gesundheitsgefährdend gekennzeichnet. Dr. Urvashi Rangan von Consumer Reports Food Safety and Sustainability Center ist der Ansicht, dass es keine sicheren 4-MEI-Werte gibt[3]. Er fordert, die erlaubte Dosis von aktuell 29 Mikrogramm auf drei Mikrogramm pro Tag zu reduzieren.

Gesundheitsbehörden gehen zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass 4-MEI in geringen Mengen, wie er in Softdrinks zu finden ist, nicht gesundheitsbedenklich ist – zumindest gibt es derzeit keine Daten, die das Gegenteil belegen. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilt diese Meinung[4].

Dennoch bleibt die Frage: Wenn 4-MEI unter Verdacht steht, Krebs zu erregen, warum nutzen die Getränkehersteller keine alternativen Farbstoffe? Die "Wirtschaftsvereinigung alkoholfreie Getränke" argumentiert[5], dass Cola-Getränke seit Jahrzehnten einen charakteristischen Farbton haben. Des Weiteren muss dieser über die Haltbarkeitsperiode des Produkts stabil sein. Es soll derzeit auch keinen anderen Farbton geben, der die dunkelbraune Farbe erzielt.

Ein weiteres Problem: Der Süßstoff Aspartam

Neben 4-MEI haben Softdrinks wie Pepsi mit einem weiteren Inhaltsstoff zu kämpfen: dem Süßstoff Aspartam. Es ist fast schon komisch, wie der Süßstoff 1965 von James Schlatter entdeckt wurde. Der Pharmaforscher war gerade dabei, ein Medikament gegen Magengeschwüre zu entwickeln. Rein zufällig leckte er seine Finger ab, um ein Blatt Papier zu wenden. Zu seiner Überraschung schmeckte er einen Süßstoff – Aspartam.

Sein Kaloriengehalt ist im Vergleich zu Zucker verschwindend gering. Und: Aspartam ist 200 Mal so süß wie Zucker[6]. Auf Pepsi und Co. wird der Süßstoff mit der E-Nummer 951 angegeben. Auch wenn sein Kaloriengehalt gering ist, hat Aspartam ein Imageproblem: In den USA sind Verbraucherorganisationen der Ansicht, dass er die Darmflora stört und krebserregend sein könnte.

Zu finden ist E–951 überwiegend in Light-Cola-Getränken. Hierzulande erfreuen sich die Getränke großer Beliebtheit. Anders als in den USA: Dort schmiss Pepsi im August 2015 den Inhaltsstoff aus der Zutatenliste, wie die Vorstandschefin Indra Nooyi damals ankündigte.
Weniger als ein Jahr später machte das Unternehmen eine Kehrtwende[7]: Nachdem es die Absatzzahlen analysiert hatte, bemerkte es, dass viele Pepsi-Kunden den Softdrink nicht länger konsumierten. Im ersten Quartal 2016 sanken die Verkaufszahlen von Pepsi Light um zehn Prozent. Aus diesem Grund feierte Aspartam im September 2016 sein Comeback.

Cola Inhaltsstoffe

Unglaublich: In Osteuropa ist Cola aufgrund billigerer Inhaltsstoffe noch schädlicher als in Deutschland.

Cola ist nicht gleich Cola – Inhaltsstoffe von Herstellungsland abhängig

Wären die Schlagzeilen über die Inhaltsstoffe in Softdrinks nicht bereits problematisch genug, gibt es ein weiteres Unding: Östlich von Deutschland scheint die Qualität der Getränke schlechter zu sein.
Wer in seinem Leben durch Europa gereist ist, der hat mit Sicherheit etwas Kurioses festgestellt: Cola hat in Ländern wie Rumänien oder der Slowakei einen anderen Geschmack. Der Grund ist simpel: Die Inhaltsstoffe in Mittel- und Osteuropa sind nicht dieselben wie jene im Westen. Das belegt eine Studie des slowakischen Verbraucherschutzdienstes.

Es gibt gute Gründe, warum man in Osteuropa seine Freunde bittet, bei ihrem Aufenthalt in Westeuropa Schokolade und andere Lebensmittel mitzubringen. Äußerlich mögen sie sich ähneln, doch die Inhaltsstoffe sind nicht dieselben. Die im Jahr 2011 von der EU-Vertretung in Bratislava finanzierte Studie[8] schickte Konsumentenschützer in Supermärkte in der Slowakei, Tschechien, Polen, Österreich, Deutschland, Ungarn, Rumänien sowie Bulgarien. Milka-Schokolade war das einzige Produkt, welches in allen Ländern dasselbe war. Alle anderen hatten in Österreich und Deutschland eine bessere Qualität.

In Coca-Cola nutzt man in Osteuropa Isoglucose anstelle von Zucker. Der Inhaltsstoff wird aus Maisstärke gewonnen und ist natürlich günstiger. Konsumenten in Österreich und Deutschland trinken derweil Kristallzucker oder Saccharose.
Seit der slowakischen Studie sind viele Jahre vergangen; geändert hat sich nichts, wie man 2015 in Tschechien herausfand[9]. Experten der University of Chemistry and Technology Prague haben bemerkt, dass die Qualität der in Tschechien verkauften Produkte schlechter als jener in Deutschland ist.

Produzenten schützen sich mit der Aussage, dass die Inhaltsstoffe optimiert werden, um den Geschmack der Bürger des jeweiligen Landes zu befriedigen. Im Rahmen der Studie fand man unter anderem heraus, dass eine Flasche Sprite (ein Liter) in Deutschland lediglich Zucker enthielt, in Tschechien kommen die Süßstoffe Fructose und Glukosesirup, aber auch das umstrittene Aspartam sowie Acesulfam zum Einsatz. Im Softdrink Nestea Lemon sind ebenfalls unterschiedliche Inhaltsstoffe zu finden: Es gibt nicht nur mehr künstliche Süßstoffe, sondern auch 40 Prozent weniger Tee-Extrakte. Und: Tschechische Bürger zahlen mehr Geld für Softdrinks als ihre deutschen Nachbarn.

Inhaltsstoffe hin oder her – Softdrinks haben keinen Nutzen

Was Du aus dem Streit um die Inhaltsstoffe in Cola, Pepsi und Co. lernen kannst ist Folgendes: Diese Getränke enthalten krebserregende Inhaltsstoffe wie 4-Methylimidazol und Aspartam. Außerdem ist der hohe Zuckergehalt für Menschen, die gesund leben möchten, nicht akzeptabel. Wenn Du raffinierten Zucker aus Softdrinks in Dein System einführst, hat das verheerende Folgen für Deinen Körper. 

Benötigst Du dennoch ab und zu etwas Süßes für Zwischendurch, empfiehlt sich die Verwendung von Birkenzucker, bzw. Xylit, der genauso wie Kristallzucker für all Deine Lieblingsrezepte verwendet werden kann und sogar die Zähne pflegt. Oder Du greifst auf andere natürliche Süßungsmittel, wie Agavendicksaft  zurück: Etwas Pflanzenmilch mit rohem Kakao auf dem Herd leicht erwärmt und mit Agavendicksaft gesüßt, himmlisch lecker und energiespendend, denn Kakao hat eine energetisierende Wirkung, ohne die gesundheitlich bedenklichen Nebenwirkungen von Cola und Co. Auch Guarana eignet sich hervorragend als natürlicher Energiespender für Deine Getränke. So oder so, es gibt viele gesunde Alternativen zu herkömmlichen Softdrinks, probiere aus und sei neugierig, die Geschmacksvielfalt wird Dich überraschen und überzeugen!

 

Quellen:

1. https://www.coca-cola-deutschland.de/content/dam/journey/de/de/private/fileassets/pdf/2013/04/coca-cola-in-deutschland.pdf ↩
2. http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/149782/1/9789241549028_eng.pdf?ua=1 ↩
3. http://www.foodnavigator-usa.com/Regulation/Caramel-colors-under-fire-again-Is-there-a-safe-level-of–4-MeI ↩
4. http://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_zuckerkuloer_in_getraenken–193004.html#topic_193007 ↩
5. http://www.wafg.de/uploads/tx_mrpositionen/Zuckerkuloer.pdf ↩
6. https://www.efsa.europa.eu/de/topics/topic/aspartame ↩
7. http://qz.com/718300/pepsi-is-putting-the-artificial-sweetener-aspartame-back-in-its-diet-soda-after-a-customer-revolt/ ↩
8. https://www.euractiv.com/section/health-consumers/news/food-products-lower-quality-in-eastern-eu/ ↩
9. http://www.sehnalova.cz/soubory/rozdily-potravin/Prezentace.pdf ↩

 

-10%
Xylit Birkenzucker aus Finnland
Xylit Birkenzucker aus Finnland
(478) positive Bewertungen
Xylit oder Xylitol ist ein Zuckeraustauschstoff, der in zahlreichen Früchten, aber auch in Birkenholz und sogar im menschlichen Körper vorkommt. Bei gleicher Süßkraft besitzt Xylit nur ungefähr die halbe Kalorienmenge wie Zucker....
9,90 € 8,91 €
1,78 € / 100 Gramm
zum Produkt

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
-10%
Xylit Birkenzucker aus Finnland
Xylit Birkenzucker aus Finnland
(478)
Sonderpreis - Nur solange der Vorrat reicht! Xylit als Zuckerersatz schützt...
9,90 €   8,91 €
1,78 € / 100 Gramm
zum Produkt
Agavendicksaft Bio, Rohkostqualität 250g
Agavendicksaft Bio, Rohkostqualität 250g
(13)
Feinster, roher Agavendicksaft, ohne Zuckerzusatz, goldsüß für die vegane Küche
  6,90 €
2,76 € / 100 Gramm
zum Produkt
-6%
Zahnpflegeset
Zahnpflegeset
(85)
Perfekter Zahnschutz mit Xylit, Sango Meereskoralle & Grapefruitkernextrakt...
58,70 €   55,00 €
zum Produkt
Kakaopulver Bio, Rohkostqualität, 300g
Kakaopulver Bio, Rohkostqualität, 300g
(147)
Intensiv aromatisch, Antioxidantien, höchste Qualität
  13,90 €
4,63 € / 100 Gramm
zum Produkt
Guarana Pulver Bio, Rohkostqualität
Guarana Pulver Bio, Rohkostqualität
(92)
Muntermacher, Energiespender, Kaffee-Ersatz
  14,90 €
14,90 € / 100 Gramm
zum Produkt
Filter schließen
Filtern nach:
-10%
Xylit Birkenzucker aus Finnland
Xylit Birkenzucker aus Finnland
(478)
Sonderpreis - Nur solange der Vorrat reicht! Xylit als Zuckerersatz schützt...
9,90 €   8,91 €
1,78 € / 100 Gramm
zum Produkt
-6%
Zahnpflegeset
Zahnpflegeset
(85)
Perfekter Zahnschutz mit Xylit, Sango Meereskoralle & Grapefruitkernextrakt...
58,70 €   55,00 €
zum Produkt
Agavendicksaft Bio, Rohkostqualität 250g
Agavendicksaft Bio, Rohkostqualität 250g
(13)
Feinster, roher Agavendicksaft, ohne Zuckerzusatz, goldsüß für die vegane Küche
  6,90 €
2,76 € / 100 Gramm
zum Produkt
Kakaopulver Bio, Rohkostqualität, 300g
Kakaopulver Bio, Rohkostqualität, 300g
(147)
Intensiv aromatisch, Antioxidantien, höchste Qualität
  13,90 €
4,63 € / 100 Gramm
zum Produkt
Guarana Pulver Bio, Rohkostqualität
Guarana Pulver Bio, Rohkostqualität
(92)
Muntermacher, Energiespender, Kaffee-Ersatz
  14,90 €
14,90 € / 100 Gramm
zum Produkt