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    <updated>2024-12-14T06:38:38+01:00</updated>
    
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            <title type="text">Essbares aus der Natur: Diese Lebensmittel wachsen sogar in Großstädten</title>
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                                            Wer wilde Kräuter, Früchte oder Pilze sammeln möchte, geht dafür gern in den Wald oder auf naturbelassene Wiesen. Aber auch mitten in der Zivilisation wächst vieles, was wir essen können. Welche Pflanzen sind das z.B., und worauf solltest Du achten, bevor Du zubeißt?
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 Wer wilde Kräuter, Früchte oder Pilze sammeln möchte, geht dafür gern in den Wald oder auf naturbelassene Wiesen. Aber auch mitten in der Zivilisation wächst vieles, was wir essen können. Welche Wildkräuter wachsen auch mitten in der Stadt und worauf solltest du achten, bevor du sie pflückst und zubeißt? 
 Natur in der Stadt finden 
 Städte sind nicht zwangsläufig nur lebensfeindliche Betonwüsten. Gerade hier finden sich in verborgenen Ecken oft kleine Oasen, in denen die Natur ungestört wachsen und gedeihen kann. Ob das nun verwilderte Wiesen in öffentlichen Parks oder ungenutzte Grundstücke sind, verwilderte Gärten, Wegesränder oder Brachland – bei genauem Hinsehen haben sich Pflanzen und auch Tiere viele Nischen erobert, in denen sie bestens gedeihen. Mal sind es verwilderte Kulturpflanzen wie Brombeersträucher oder Schwarzdorn, mal sind es Wildpflanzen, die in der Großstadt ungestört gedeihen. 
 Damit es so bleibt und die Natur noch mehr Raum bekommt, dafür können wir auch etwas tun: Wer selbst einen Garten hat, kann statt eines makellosen, kurzgemähten Rasens lieber ein wenig Wildwuchs zulassen – wenn schon nicht auf der ganzen Fläche, so zumindest in Teilen. Und statt nervös zu werden, wenn uneingeladen Löwenzahn, Gänseblümchen und Giersch blühen, sollten wir unsere Ansichten über vermeintliches „Unkraut“ noch einmal auf den Prüfstand stellen. Denn nicht nur sind diese Pflanzen hier zuhause und bilden zusammen ein Biotop, sie sind auch Heimat und Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere – und auch wir können diese gesunden Pflanzen genießen. Darum ist es wichtig, solche verwilderten Ecken entstehen und gedeihen zu lassen – und beim Ernten von Wildkräutern oder Beeren nicht alles mitzunehmen, sondern nur einen kleinen Teil, damit der Bestand erhalten bleibt. Deshalb solltest du für deine Nutzung auch nicht ganze Pflanzen ausgraben. Der Gesetzgeber hält dafür sogar eine Faustregel parat: Die „Handstraußregel“ besagt, dass jeder Bürger wilde Pflanzen für den privaten Gebrauch ernten darf, allerdings nicht mehr als besagten Strauß. 
 Auf den Standort kommt es an 
 Wenn du eine vielversprechende grüne Oase entdeckt hast, in der möglicherweise essbare Wildpflanzen wachsen könnten, dann solltest du dir diesen Standort genauer anschauen. Damit der Genuss deiner Wildkräuter nicht durch Schmutz und Umweltgifte getrübt wird, eignet sich nicht jeder Standort zum Sammeln: 
 
 Am Rand von Wegen, Gärten oder Parks, gerne an Stellen, wo sich niemand so recht zuständig fühlt, wachsen oft interessante Pflanzen, aber häufig sind dies auch beliebte Ecken zum Gassi gehen für Hunde. Hier solltest du besser nicht sammeln. 
 Auch in Parks, auf Wiesen oder brachliegenden Grundstücken solltest du darauf achten, ob diese Ecke besonders beliebt bei Hunden ist.&amp;nbsp; 
 Direkt an vielbefahrenen Straßen haben Grünstreifen und Verkehrsinseln zwar oft einiges zu bieten, aber die Pflanzen sind durch die Abgase belastet.&amp;nbsp; 
 Industriebrachen und andere vernachlässigte Grundstücke in der Stadt werden mit Begeisterung von der Natur zurückerobert. Informiere dich sicherheitshalber, ob hier die Gefahr besteht, dass der Boden durch Giftstoffe belastet ist. Dafür ist möglicherweise ein wenig Detektivarbeit nötig, aber sicher ist sicher. Mögliche Ansprechpartner sind beispielsweise Anlieger, die Gemeinde oder eine NABU-Ortsgruppe. 
 Eine verlockende Frucht in einer Hecke, leckere Kräuter, die ungestört in einem Gartenbeet oder im Rasen wachsen – manchmal siehst du vielleicht etwas, was du gerne mitnehmen würdest, in einem privaten Garten. In dem Fall solltest du fragen, bevor du mit Korb und Schere anrückst.   
 
 Wenn du deine Blätter, Blüten oder Früchte an einem geeigneten Ort gesammelt hast, ist es wichtig, sie stets noch gründlich zu waschen. 
 Jetzt stellen wir dir einige essbare Wildpflanzen und Heilkräuter vor, die auch in der Stadt gut gedeihen. 
 Spitzwegerich 
 Der weit verbreitete Spitzwegerich ist mit seinen länglichen, gerippten Blättern, die von sieben Adern parallel durchzogen werden, leicht zu erkennen. Er blüht den ganzen Sommer hindurch, von Mai bis September, wenn sich an der Spitze der Stängel eine Ähre bildet, von der in alle Richtungen zarte Staubfäden mit weißgelben Staubblüten abgehen. Spitzwegerich mag sonnige, nährstoffreiche Standorte und ist auf Wiesen und Parks sowie auf Grünstreifen zu finden. Er ist eher als bedeutendes Heilkraut bekannt, kann aber mit seinem leicht pilzigen Geschmack und hohem Vitamin-C-Gehalt auch einen Wildkräutersalat bereichern.     Auch in Smoothies oder Wildkräuterpesto kannst du ihn einsetzen, allerdings immer nur mit wenigen Blättern, damit der Geschmack nicht zu dominant wird. Übrigens ist ein Spitzwegerichblatt auch perfekt geeignet, wenn du versehentlich mit einer Brennnessel in Kontakt gekommen bist: Wenn du das Blatt leicht zwischen den Fingern rollst und dann auf die brennende Stelle legst, spürst du bald eine Linderung. 
 Echte Kamille 
 In der Landwirtschaft wird sie oft als Unkraut bekämpft, aber in der Stadt darf sie wachsen und blühen: Die hübsche Echte Kamille wächst an Wegrändern, auf Wiesen, Brachland, Schuttplätzen und auf Mauern. Die gelben Blütenkörbchen aus mehreren hundert Röhrenblüten und sind umringt von weißen Blütenblättern. An ihrem Geruch sind sie leicht zu erkennen und die meisten sammeln sie vermutlich, um sie zu trocknen und als Tee zu genießen. Die Echte Kamille ist verdauungs- und magenfreundlich und entzündungshemmend.    
 Knoblauchsrauke und Brennnessel 
 Diese Pflanzen sehen sich ein bisschen ähnlich und sind beide in der Küche vielseitig einsetzbar, gehören allerdings zu unterschiedlichen Pflanzenfamilien. 
 Die Knoblauchsrauke ist ein Kreuzblütler und verströmt einen Duft von Pfeffer und Knoblauch, besonders beim Zerreiben der Blätter.     Anders als bei der Brennnessel ist eine Berührung nicht schmerzhaft. Im Mittelalter wurde die Knoblauchsrauke als Ersatz für den schwer erhältlichen Pfeffer eingesetzt. Heute verwendet man das Vitamin A- und C-reiche Kraut beispielsweise in Salaten und Smoothies, für würzige Brotaufstriche oder Kräuterpesto. Sie wächst meist im lichten Schatten, unter Bäumen und zwischen Büschen. Sie blüht weiß und die Form ihrer Blätter ähnelt der der Brennnessel.    
 Die Brennnessel, von der es weltweit mehrere dutzend unterschiedliche Arten gibt, bildet eine eigene Gattung – die der Brennnesselgewächse. Die bekanntesten und am weitesten verbreiteten Arten sind hierzulande die Kleine Brennnessel und die Große Brennnessel. Wer einmal versehentlich mit ihnen in Berührung kam, wird die eher unscheinbare Pflanze sofort erkennen. Die Blätter pflückst du am sichersten mit Handschuhen. Sie lassen sich leicht gedünstet wie Spinat genießen, können Suppen oder grünen Smoothies hinzugefügt werden. Brennnesselsamen können etwa im Juli geerntet und geröstet werden, um dann wie knusprige Croutons über Salate oder Eintöpfe gestreut zu werden. Ob Blätter oder Samen, so kommst du auch in den Genuss der heilsamen Wirkung des beliebten Heilkrauts, das reich an Flavonoiden, Vitamin C, B und K sowie Kalium, Kalzium und Kieselsäure ist und gern als kräftigendes Tonikum eingesetzt wird, außerdem leicht harntreibend, schmerzstillend und entzündungshemmend wirkt. 
 Taubnessel 
 Die Taubnessel hat trotz Ähnlichkeiten im Namen und im Aussehen nichts mit der Brennnessel zu tun, denn sie stammt aus der Familie der Lippenblütler und ist zudem kleiner. Du kannst sie gefahrlos berühren und sammeln, wobei vor allem die frischen Triebe interessant sind: In Smoothies, Salaten und Suppen machen sie sich gut, bereichern deine Speisekarte mit einer Extra-Portion Grün und ihrem leicht an Steinpilze erinnernden Geschmack.     Gerade die blühenden Triebe mit ihren winzigen weißlichen oder violetten Löwenmäulchenblüten sehen dazu auch noch sehr dekorativ aus. Du findest die Taubnessel oft an Wegesrändern, in Hecken und Zäunen und in Gärten.&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
 Vogelmiere 
 Wie der Name schon verrät, ist diese Pflanze sehr beliebt bei Vögeln, aber auch den menschlichen Geschmack trifft sie. Die zarten neuen Triebe lassen sich fast das ganze Jahr hindurch roh knabbern und schmecken herrlich frisch und mild. Ein wenig erinnern sie dabei an junge Maiskolben. Auch ihre Inhaltsstoffe können sich sehen lassen: Vogelmiere ist reich an Flavonoiden, Saponinen, Vitamin C und Kalium.    
 Oft gehört Vogelmiere zu den ersten Pflanzen, die brachliegende Flächen erobern, wozu für die Vogelmiere auch gerne mal ein Gemüsebeet zählt. Fühlt sich die Vogelmiere an einem Standort wohl, breitet sie sich bin ihren dünnen Stängeln, an denen in regelmäßigen Abständen Blattbüschel und Blüten zu finden sind. Die Vogelmiere kann einen regelrechten Teppich bilden und ist ordnungsliebenden Gärtnern oft als „Unkraut“ ein Dorn im Auge. Solltest du sie in deinem Garten entdecken, lass sie einfach wachsen, dann haben durchfliegende Vögel und auch du immer etwas zum Knabbern. 
 Als Heilkraut wird die Vogelmiere vor allem äußerlich angewendet, um beispielsweise Quetschungen oder Ekzeme zu lindern. 
 Hagebutten 
 Hagebutten sind die Früchte verschiedener Rosenarten. Wildrosen, die sich oft einen Platz in natürlichen Hecken erobern, erfreuen uns im Frühsommer mit ihren zarten Blüten, aber für Kenner kommt der interessante Moment erst im Spätherbst, wenn die orangeroten Hagebutten an den dornigen Zweigen hängen.     Sammle der Einfachheit halber Früchte, die oberhalb von 1,50 m wachsen, dann brauchst du beispielsweise nicht über Hundemarkierungen nachzudenken. Um einen leckeren, erfrischenden Hagebuttentee herzustellen, entferne Stiel und Blüte und halbiere jede Frucht. Entferne die kleinen Kerne und wasche die Hagebuttenhälften gründlich ab, um die kleinen Härchen zu entfernen. Dann trockne sie im Ofen – 20 bis 30 Minuten bei 40 bis 50 Grad. Wenn die Hagebuttenhälften deutlich leichter und richtig trocken sind, sodass sie nicht schimmeln, kannst du sie luftdicht und lichtgeschützt verpacken, bis du dir daraus zum Beispiel deinen ersten Hagebuttentee – pur oder gemischt mit Kräutern – kochen möchtest oder damit, fein als Pulver vermahlen, deinem Smoothie einen frischen Kick gibst. Hagebutten sind kleine Nährstoffbömbchen: Sie enthalten besonders viel Vitamin C sowie Provitamin A, Vitamin B1, B2, und E, sowie Zink, Kupfer,&amp;nbsp;Natrium, Phosphor, Eisen, Kalzium und&amp;nbsp;Magnesium, außerdem Kieselsäure,&amp;nbsp;Antioxidantien und Flavonoide.&amp;nbsp; 
 Schlehen vom Schwarzdorn 
 Der Schwarzdorn ist nur einer von vielen blühenden und Früchte tragenden Büschen, die besonders im Herbst gleich nach dem ersten Frost von Fruchtsammlern angesteuert werden. Die bläulich-schwarzen Schlehen, die ein wenig wie Blaubeeren aussehen, sind reich an Flavonoiden und Vitamin C und können beispielsweise zu Schlehenmarmelade, Schlehensaft oder Schlehengelee verarbeitet werden.     Du kannst Schlehen auch roh essen, dann aber nur nach dem ersten Frost oder vorherigem Einfrieren. Dadurch wird der ursprünglich extrem saure und bittere Geschmack der Beeren süßlich-herb. Außerdem solltest du die Schlehen unbedingt ohne ihren Kern verzehren, denn der enthält Amygdalin, welches im Körper zu giftiger Blausäure umgewandelt wird.&amp;nbsp; 
 Um diese Pflanzen solltest du einen Bogen machen 
 
  Beifuß-Ambrosie  – diese stark allergieauslösende Pflanze solltest du nicht berühren, denn sie kann zu Kontaktallergiereaktionen und zur Blasenbildung auf der Haut führen. Außerdem kann sie Heuschnupfen und Asthma auslösen. 
  Riesenbärenklau / Herkulesstaude  – diese riesige Pflanze, die wie eine XL-Variante des Wiesen-Bärenklaus aussieht, wird bis zu drei Meter hoch und trägt weiße Blütendolden mit vielen hundert Miniblüten. Fass die Pflanze nicht an, denn sämtliche Teile enthalten photosensibilisierende Substanzen (Furocumarine), die in Verbin­dung mit Sonnenlicht zu schweren und langwierigen Hautentzündungen (Phototoxizität) führen. 
  Jakobskreuzkraut  – die hübschen gelben Blüten machen diese Pflanze so attraktiv, dass manch einer sie für einen Wildblumenstrauß pflückt, dabei ist sie sehr giftig. Besonders tückisch ist, dass die Wirkung erst im Laufe der Zeit eintritt und sich bei wiederholtem Kontakt verstärkt. Jakobskreuzkraut wird in der Leber verstoffwechselt und ist langzeittoxisch für Mensch und Tier, und schon von einer Berührung der Pflanze ist abzuraten. Bevor das Jakobskreuzkraut blüht, können seine grünen Blätter auch mit Rucola verwechselt werden – das sollte man unbedingt vermeiden. 
  Herbstzeitlose  – Diese hübsche kleine Pflanze taucht zweimal in jedem Jahr auf: Im Frühjahr schieben sich ihre grünen Blätter aus dem Boden, die leicht mit dem begehrten Bärlauch verwechselt werden können. Und zu einer ungewöhnlichen Zeit, zwischen August und November, blüht die extrem giftige Herbstzeitlose so ähnlich wie ein Krokus. Sämtliche Pflanzenbestandteile sind hochgiftig und sogar getrocknet bleibt die gefährliche Wirkung erhalten. 
 Ein Sonderfall ist der  Japanknöterich  – diese invasive Pflanze, die sehr schnell große Areale besiedeln und sogar Gebäude komplett überwuchern kann, ist sogar essbar – die jungen, zarten Triebe enthalten das herzschützende Resveratrol und können ähnlich zubereitet werden wie Rhabarber; in seinen ostasiatischen Herkunftsregionen wird das Gewächs als Gemüsepflanze angebaut. Hierzulande ist sein übermäßiges Wachstum jedoch schwer zu bändigen, und schon winzig kleine Pflanzenteile, ob Stängel oder Wurzeln, reichen aus, um eine neue Japanknöterichkolonie zu starten. Deshalb kann es eine gute Idee sein, gleich die Finger davon zu lassen, oder andernfalls darauf zu achten, dass keine Teile der Pflanze achtlos weggeworfen werden. Auch gut zu wissen: Wo der Japanknöterich gezielt angepflanzt wurde, sollte er oft mit Schwermetallen und Giftstoffen verseuchte Böden verseuchte Böden sanieren, denn diese Giftstoffe kann die Pflanze in großen Mengen aufnehmen – in dem Fall solltest du sie jedoch nicht verzehren. 
 
 Dies waren nur einige Beispiele von Pflanzen, die zum Sammeln interessant sind oder aber gemieden werden sollten. Auf Kräuterführungen, in Büchern, auf Internetseiten und -videos kannst du noch viele weitere Pflanzen entdecken, von denen du vielleicht nie geahnt hast, dass sie genießbar sind. 
 Wildkräuter selbst anpflanzen 
 Wäre es nicht einfacher, wenn die essbaren Wildpflanzen gleich bei dir im Garten oder auf dem Balkon wachsen würden? Dann müsstest du weder suchen noch dich fragen, ob die gefundenen Kräuter durch Schadstoffe belastet sind. Noch dazu hättest du deine gesunden Lebensmittel gleich an der Gartentür griffbereit und könntest all die verborgenen Natur-Oasen in deiner Stadt weiterhin bewundern und genießen, ohne ihnen ein einziges Blatt wegzunehmen. Also keine schlechte Idee, wenn du die Möglichkeit und Lust dazu hast! 
 Wenn du einen Garten hast, den du gern in eine Natur-Oase verwandeln möchtest, dann lautet der erste heiße Tipp: Je weniger du tust, desto besser. Wenn du geduldig bist, verwildert er nach und nach – allerdings kann es ein paar Jahre dauern, bis du eine kleine Wildnis siehst, wenn du aus dem Fenster schaust. In dieser Zeit wirst du schnell sehen, dass mehr Insekten und Vögel in deinen Garten kommen, wenn es nicht ganz so aufgeräumt ist. 
 Aber in der Stadt ticken die Uhren anders als auf dem Land. Und wer Gärten liebt, dem juckt es meist in den Fingern, ein wenig nachzuhelfen, damit das ersehnte Ergebnis schneller eintrifft. Und möglicherweise möchtest du auch Einfluss darauf nehmen, was genau bei dir grünt und blüht. Und natürlich ist es auch möglich, eine Mischung aus einem naturnahen Garten mit verwilderten Ecken und Flächen, die man weiterhin mäht, bepflanzt und nutzt, um zum Beispiel draußen mit Familie und Freunden zusammenzusitzen. Das Wesentliche ist, dass du spätestens ab jetzt keine Unkrautvernichter und Kunstdünger verwendest, denn die sind weder für dich noch für die Natur gesund.    
 Vielleicht möchtest du deinen Rasen in Wildkräuterwiese verwandeln, indem du neben Wildkräuter-Saatmischungen gezielt auch essbare Pflanzen aussäst. Du kannst deine Wiese wachsen lassen und Pfade und Inseln zum Verweilen hineinmähen, wenn du magst. Mit deiner Wildblumenwiese kannst du nicht nur deinen Garten verwandeln, sondern auch dazu beitragen, dass sich diese Pflanzen im Umfeld vermehrt aussäen und ansiedeln. 
 Bei der Auswahl von Zierpflanzen solltest du immer einheimische Varianten bevorzugen, die auch attraktiv für Bienen und andere Insekten sind. Exotische oder überzüchtete Pflanzen sind vielleicht eine Augen-, aber oft leider keine Bienenweide, zum Beispiel Zuchtrosen, Hortensien, gefüllte Dahlien und Geranien. 
 &amp;nbsp;Dasselbe gilt für Büsche: Der immergrüne Kirschlorbeer zum Beispiel hat Insekten nichts zu bieten, während Weißdorn oder Schwarzdorn Bienen im Frühjahr Blütennektar liefern und sich Vögel in dieser Zeit über durch Stacheln vor Fressfeinden geschützte Nistplätze und im Herbst über nahrhafte Beeren freuen. 
 Wenn du statt eines Gartens nur ein sonniges Plätzchen auf dem Balkon zur Verfügung hast, passt das für Gänseblümchen, Schafgarbe, Rotklee, Spitzwegerich und Wiesen-Labkraut. Auf einem schattigeren Balkon kannst du es mit Giersch, Gundermann, Knoblauchsrauke, Vogelmiere und dem begehrten Bärlauch probieren. Wildkräutersamen kannst du selber sammeln oder auch kaufen. 
 Reise in die Freiheit“: Die Natur entdecken mit Matthias Langwasser 
 Wenn du dich der Natur annäherst und in sie eintauchst, wird dies zu einer Reise zu dir selbst. So beschreibt es auch Matthias Langwasser in seinem aktuellen Buch „Reise in die Freiheit – Wie ich in der Wildnis den Sinn des Lebens fand“. Zwei Jahre lang wanderte Matthias mit kleinem Gepäck und ohne Geld durch die Natur Spaniens und Frankreichs und ernährte sich nur von Wildkräutern und Früchten, die er in Wäldern und Wiesen fand. In seinem packenden Bestseller vermittelt er, was er in dieser Zeit, die ihn bis heute geprägt hat, über das Leben in und mit der Natur gelernt hat. Neben spannenden, lustigen und nachdenklich stimmenden Geschichten hat Matthias auch allerhand praktische Tipps zu Papier gebracht. 
 Hier kannst du das den SPIEGEL-Bestseller „Reise in die Freiheit – Wie ich in der Wildnis den Sinn des Lebens fand“ von Matthias Langwasser jetzt   bestellen  .&amp;nbsp; 
   Quellen und vertiefende Informationen:  
   https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/staedte-essbar-machen/ernten-auf-oeffentlichen-flaechen/   https://wildpflanzenliebe.wordpress.com/wildpflanzenportraits/  https://www.kostbarenatur.net/profile/wildpflanzen/  (Quelle mittlerweile offline)  https://www.plantopedia.de/giftpflanzen-im-garten/  (Quelle mittlerweile offline)   https://www.kraeuter-buch.de   https://www.storl.de   https://www.smarticular.net/wildkraeuter-pflanzen-topf-beet-blumenkasten/   https://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/voegel-anlocken/   
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2021-04-08T17:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Müll sammeln: Jeder kann mithelfen, die Umwelt zu heilen</title>
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 Warum Müll uns nicht egal sein darf 
 Eine tolle Entwicklung: Immer mehr Menschen sammeln freiwillig Müll – der Natur und Umwelt zuliebe und für ihre Mitmenschen. Daraus haben sich regelrechte Trends entwickelt, aber was verbirgt sich genau hinter Plogging, Plalking und Pliking und was solltest du beim Müllsammeln beachten? 
 Der Planet Erde ist unser aller Zuhause, aber nicht alle Menschen verhalten sich ihm gegenüber so, wie sie es hoffentlich in ihren eigenen vier Wänden tun. Die wenigsten schmeißen ihren Verpackungsmüll einfach in eine Zimmerecke und erwarten, dass er sich von selbst verflüchtigt. So, wie wir unsere unmittelbare Umgebung sauber halten, ist es auch unser aller Aufgabe, für die Welt um uns herum zu sorgen. Dabei geht es nicht nur darum, dass Müll hässlich ist – er vergiftet auch die Natur, verletzt Tiere und gerät früher oder später in die Nahrungskette, sodass wir ihn selbst auf dem Teller serviert bekommen. Ein Weg, wie achtlos weggeworfener Müll seinen Weg in unsere Körper findet, ist über Plastikabfall, der ins Meer geschwemmt, zersetzt und zerrieben und schließlich von Fischen gefressen wird, die schließlich von uns verzehrt werden. Kunststoffe bauen sich nicht ab, sondern reichern sich an, was der Gesundheit schweren Schaden zufügen kann. 
 Mikroplastik findet sich mittlerweile in sämtlichen Regionen der Welt – sogar im Eis der Arktis wurde es entdeckt, auf den höchsten Berggipfeln und in den Tiefen der Ozeane. Jeder Mensch trägt Spuren von Mikroplastik in sich, denn wir nehmen es über die Nahrung und das Trinkwasser auf, und sogar in der Luft fliegen winzigste Partikel herum, die wir einatmen. In sämtlichen menschlichen Gewebeproben aus Lunge, Leber, Milz und Nieren wurde ausnahmslos Mikroplastik gefunden – das zeigt, wie ernst wir unser Müllproblem nehmen sollten. Aus den Augen, aus dem Sinn sollte keinesfalls unsere Devise sein. 
 Es ist frustrierend, wenn andere Menschen ihre Abfälle achtlos in der Natur wegwerfen oder sogar bewusst entsorgen. Aber sich zu ärgern bringt erfahrungsgemäß nichts – wenn du dich an Müllsammelaktionen beteiligst oder allein aktiv wirst, hast du das sichere Gefühl, etwas Gutes getan zu haben: Und du sorgst dafür, dass du zumindest einen kleinen Flecken Erde reiner hinterlässt, als er es vor deinem Besuch war. Außerdem bist du für jeden, der dich dabei sieht, ein Vorbild, das zum Nachdenken und Nachahmen einlädt.&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
  Plogging, Plalking, Pliking: Müll sammeln als Trend 
 Plogging, Plalking, Pliking - was ist das denn bitte, fragst du dich vielleicht. Das Rätsel wird hier umgehend gelöst. Viele Aktivitäten oder Gegenstände, die es schon von jeher gab, bekommen ja gern einen cool klingenden Namen verpasst, der oft aus zwei Wörtern zusammengebastelt wurde, um im nächsten Atemzug zum Trend erklärt zu werden. Darüber mag man schmunzeln, aber wenn dadurch mehr Menschen Müll aufsammeln und achtsamer mit ihrer Umwelt umgehen, soll uns das nur recht sein. Und wenn es ganze Gruppen dazu animiert, gemeinsam Strände, Straßengräben oder Wälder aufzuräumen – prima, wir sind begeistert. Es gibt viele Möglichkeiten, um die Natur von unnötigem Müll zu befreien. Die Idee zu den folgenden Wortschöpfungen soll übrigens aus Schweden stammen, denn „plocka upp“ bedeutet aufsammeln: 
  Jogging + plocka upp = Plogging:  Wer beim Laufen (Jogging) nicht nur fit werden will, sondern auch noch herumfliegenden Müll aufsammelt, der kann sich fortan auch als Plogger bezeichnen. 
  Walking + plocka upp = Plalking:  Wer einen Gang herunterschaltet und Nordic Walking oder auch einfach nur einen Spaziergang bevorzugt, sieht nicht nur mehr versteckten Müll, sondern wird beim Aufsammeln zum Plalker. 
  Hiking + plocka upp = Pliking:  Wenn du wanderst (Hiking) und nebenbei Unrat einsammelst, der dir auffällt, dann macht dich das vom Hiker zum Pliker. 
  
 Wenn du beim Spazieren immer eine Tüte dabei hast, kannst du Müll einsammeln, wenn du ihn siehst 
 &amp;nbsp; 
 
 Müssen wir uns jetzt all diese Begriffe und Trendsportarten merken? Nicht unbedingt, das Wichtigste ist: Wenn du Müll entdeckst – einfach einsammeln und sinnvoll entsorgen!   
 Wald, Strand, Straßenrand: Wo kannst du anpacken? 
 Müll gibt es – leider – fast überall und meistens brauchst du nicht lange Ausschau zu halten, bis dir eine leere Flasche, leere Papier- oder Plastiktüten oder anderer Müll ins Auge sticht. Müll sammeln ist deshalb nicht unbedingt eine von langer Hand geplante Aktion, sondern kann dir gern zur zweiten Natur werden. Du siehst ein Stück achtlos weggeworfene Verpackung auf dem Gehweg liegen? Nimm sie mit bis zum nächsten Papierkorb, der womöglich nicht einmal weit weg ist. 
 Für eine gezielte Müllsammelaktion kannst du dir entweder eine Ecke vornehmen, die dir immer wieder unangenehm ins Auge sticht – ein verwahrloster Grünstreifen in der Nähe deines Zuhauses vielleicht, bestimmte Straßen deiner Stadt oder aber auch ein Park oder Wald, in dem viele Leute ihren Müll hinterlassen. Du kannst dir auch besonders schöne Ecken aussuchen, in denen eigentlich außer der örtlichen Flora und Fauna nichts zu finden sein sollte: ein Naturwald, ein Strandabschnitt oder ein Wanderweg.&amp;nbsp; 
 Ein Ort, an dem sich ebenfalls viel Müll sammelt, sind unterschiedliche Gewässer: Flüsse, Bäche und das Meer werden immer mehr zum Sammelbecken von Abfällen, die im Wasser herumtreiben und bei ihrem Zerfall die Natur vergiften. Fische verschlucken den oft zu Kleinstteilen zerriebenen Müll, Seevögel und andere Tiere verfangen und verletzen sich in ausgedienten Netzen oder tückischem Plastikmüll. Wenn du die Möglichkeit hast, vom Ufer oder von einem Boot aus Unrat aus dem Wasser zu fischen, zum Beispiel mit einem Käscher, dann rettest du womöglich dem einen oder anderen Tier das Leben.   
 Gemeinsam sind wir stark 
 Wie sammelst du am liebsten Müll – allein, während du deine Laufrunde drehst oder durch die Gegend radelst? Oder lieber zusammen mit Gleichgesinnten, sodass es zu einem Event wird, bei dem ihr zusammen mehr Müll wegräumt, mehr Aufmerksamkeit erlangt und so auch öffentlichkeitswirksam etwas für den Umweltschutz tun könnt? 
 Wenn du dich über Müll, der achtlos weggeworfen wurde, ärgerst, kannst du dich in deinem Freundes- oder Kollegenkreis umhören, ob auch andere Interesse an einer gemeinsamen Müllsammelaktion hätten. Oder animiere deine Familie, mit dir aktiv zu werden. Für Kinder kann es eine toller Ausflug sein, bei dem die Natur erkundet, gespielt und nebenbei Müll gesammelt wird – während die Alt und Jung zusammen Spaß haben, lernen sie gleichzeitig die eine oder andere Lektion über Umweltschutz und Nachhaltigkeit. 
  
 Gemeinsam macht das Müllsammeln mehr Spaß und Kinder werden angeregt, über Nachhaltigkeit nachzudenken   
 
 Was tun, wenn du mit anderen zusammen Abfall beseitigen möchtest, aber keine Mitstreiter hast? Örtliche Umweltinitiativen wie BUND oder NABU können geeignete Ansprechpartner sein. Im Internet kannst du nach Müllsammelaktionen in deiner Region suchen, in der Regel finden vor allem im Frühjahr solche Happenings regelmäßig statt. Auch auf Social Media Kanälen wie Instagram, Facebook, auf Twitter oder auf der Plattform Meetup könntest du unter dem Schlagwort Gleichgesinnte und Termine finden. In den sozialen Medien kannst du auch selbst einen Aufruf starten. Dabei kannst du nur gewinnen und Gleichgesinnte und neue Freunde fürs Müllsammeln und andere Aktivitäten kennenlernen, während ihr gleichzeitig zusammen die Welt sauberer und gesünder macht. Zusammen haben wir die Chance, den Planeten zu heilen!   
 Tipps für Müllsammler 
 Während es kein Problem ist, ein herumliegendes Bonbonpapier spontan aufzuheben und in die nächste Mülltonne zu werfen, hilft es bei einer größeren Müllsammelaktion schon, wenn du dich richtig darauf vorbereitest. Wähle deine Kleidung so, dass du insbesondere deine Hände und Füße vor Verletzungen schützt. Alte Outfits anzuziehen statt deine edelsten Klamotten, liegt sicher auf der Hand. Denke je nach Location, Jahreszeit und Wetter auch an Regen- und Sonnenschutz. 
 Neben der passenden Kleidung brauchst du etwas, um den angesammelten Müll abzutransportieren: Beutel, Taschen, Kartons, eventuell sogar ein Bollerwagen oder ähnliches, um größere Mengen entsorgen zu können, helfen dir dabei.&amp;nbsp; 
 Hier eine kleine Checkliste mit Punkten, die je nach Wetter und Ort relevant sein können: 
 
 Feste Handschuhe, die vor Scherben und scharfen Kanten schützen 
 Festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen 
 Unempfindliche Kleidung 
 Regenkleidung 
 Sonnenhut, Sonnenschutz, Insektenschutz 
 Greifzange, damit du Müll nicht anfassen musst 
 Käscher, um Dinge aus dem Wasser zu fischen 
 Beutel, Kartons, Bollerwagen oder Fahrradtaschen für den Transport 
 
 &amp;nbsp; 
 Beachtet bei der Auswahl eures Sammelgebietes, dass es sich um ein öffentliches Grundstück handelt, nicht um Privatbesitz. Gehört das Land einer Person oder einem Unternehmen, wäre es angebracht, vorher um Erlaubnis zu fragen.&amp;nbsp; 
 Wenn ihr anderen Menschen mit eurer Aktion ein Vorbild sein wollt, dokumentiert das Sammeln und eure Beute mit Fotos, die ihr beispielsweise in sozialen Medien hochladen könnt. So inspiriert ihr hoffentlich auch andere, Müll zu sammeln – und vor allem von vornherein zu vermeiden. Denn das sollte letztendlich das Ziel sein.   
 Wohin mit dem gesammelten Müll? 
 Gerade mit mehreren Leuten könnt ihr euch so organisieren, dass ihr den Müll beim Sammeln schon sortiert, sodass ihr ihn später gezielt entsorgen könnt: Einer sammelt nur Glas ein, der andere nur Papier und Pappe, der nächste nur Plastik und andere wiederverwertbare Materialien. Dann ist es einfacher, beispielsweise das Altglas in einem Rutsch in einen entsprechenden Container zu entsorgen oder Pfandflaschen in einem Geschäft abzugeben. 
 Wenn eure Aktion besonders viel Müll zusammengebracht hat, den ihr nicht über öffentliche Tonnen oder Container oder aber eure privaten Mülltonnen entsorgen könnt, dann können Recyclinghof und Stadtreinigung euch hoffentlich weiterhelfen. Informiert euch am besten schon vorher über Standorte, Öffnungszeiten und Ansprechpartner. 
 Findest du beim Müllsammeln oder aber zufällig während eines Spaziergangs oder einer Radtour größere Müllberge oder illegal in der Natur entsorgte Haushaltsgeräte, dann solltest du lieber die zuständige Behörde über die verbotene Müllabladung informieren, anstatt dich selbst ans Werk zu machen. Fotografieren und melden – zum Beispiel bei der Stadtreinigung, dem Ordnungsamt oder noch einfacher auf der Website und Phone-App muell-weg.de. Dort kannst du, ohne dich namentlich registrieren zu müssen, Bilder hochladen und nähere Angaben machen und die Informationen weiterleiten, damit der Müll entfernt wird. Fast alle deutschen Städte, Regionen und Gemeinden machen bei diesem Projekt bereits mit.&amp;nbsp;&amp;nbsp;   
 Müllvermeidung im eigenen Haushalt 
 Müllsammeln ist eine wunderbare Idee – du setzt dich damit aktiv für die Gemeinschaft und für die Natur ein. Doch es sollte gleichzeitig ein Schritt zum bewussteren und sparsameren Umgang mit Ressourcen und zur Müllvermeidung sein. Aktuell produziert jeder deutsche Bürger im Durchschnitt 457 kg Müll pro Jahr. Der eigene Beitrag zu Müllbergen wird nicht kleiner dadurch, dass wir am Wochenende am Strand Müll sammeln gehen – das sind zwei verschiedene Dinge, die jedoch zusammenhängen. 
 Je mehr du auf Müll achtest, desto häufiger denkst du hoffentlich auch über deine eigenen Abfälle nach. Wenn wir uns alle mehr bemühen würden, dass wir gar nicht so viel wegschmeißen müssen, dann wäre das eine echte Hilfe für unseren Planeten, der am Müll zu ersticken droht. 
 Der entscheidende Moment zur Müllvermeidung ist zunächst einmal der Einkauf: 
 
 Nimm immer genügend Taschen mit, um deine Einkäufe heimzubringen. 
 Achte darauf, möglichst keine unnötig aufwändig verpackten Dinge zu kaufen, die einen Berg von Verpackungsmüll hinterlassen. 
 Bring, wo möglich, eigene wiederverwendbare Verpackung mit – zum Beispiel beim Bäcker, der dir nicht jeden Tag eine neue Papiertüte für dein Brötchen geben muss. 
 Greif bei Obst und Gemüse lieber zu unverpackter statt zu eingeschweißter Ware. 
 Und schau, ob es in deiner Nähe ein Geschäft gibt, dass von Nüssen über Mehl bis zu Waschpulver und Shampoo alle Produkte gänzlich ohne Verpackung anbietet. Da die Nachfrage danach steigt, entstehen immer mehr solcher Unverpackt-Läden, und sogar manche traditionelle Ladenkette bietet bestimmte waren zum Selbstabfüllen an. 
 
 &amp;nbsp; 
 Bei Produkten, die du nicht unverpackt kaufen kannst, achte auf die Verpackung. So gibt es innovative Materialien, die Einwegverpackungen aus schädlichen Rohstoffen vorzuziehen sind. Violettglas wird beispielsweise für pflanzliche Heilmittel, erlesene ätherische Öle und homöopathische Essenzen verwendet und ist auch bei den meisten Produkten bei Regenbogenkreis Standard. Dieses Glas, das eine dunkelviolette Färbung hat und die UV-Strahlung auffächert, schützt den Inhalt vor schädlichen Sonnenstrahlen und lässt nur bioaktives UV-Licht und Violettlicht durch. Dieses ist nicht nur unschädlich, sondern kann den Glasinhalt zusätzlich energetisieren. Violettglasbehältnisse sind definitiv zu schade zum Wegwerfen: Du kannst beispielsweise getrocknete Kräuter darin verwahren oder auch grüne Smoothies oder Over-Night-Oats darin ansetzen und transportieren. 
  
 Wenn du deine Lebensmittel unverpackt kaufst, kannst du Müll vermeiden   
 
 &amp;nbsp; 
 Green-PE-Dosen, die ebenfalls für die Verpackung von Regenbogenkreis-Produkten verwendet werden, sind eine weitere nachhaltige und ökologische Option, wenn es um unvermeidliche Verpackungen geht. Sie bestehen aus I’m green TM Polyethylen, dessen Rohstoff Zuckerrohr ist. Sind sie einmal leer, kannst du sie genauso vielseitig verwenden wie konventionelle Plastikdosen – ob als Behälter für Stifte oder Wäscheklammern, zum Mitnehmen beim Einkauf auf dem Markt oder als Blumentopf, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da es sich nicht um einen mineralölbasierten Kunststoff handelt, bei dessen Herstellung keine fossilen Brennstoffe verbraucht werden, sondern um ein pflanzliches Produkt, das recycelt werden kann, kannst du diese Verpackungen ruhigen Gewissens kaufen – und weiterverwenden. 
 Auch wenn du selbst etwas verpacken oder verschicken möchtest, achte darauf, welche Materialien du verwendest. Statt Bubblewrap kannst du zum Polstern und Schützen von zerbrechlichen Gütern auch die kompostierbaren Biobiene-Verpackungschips aus Pflanzenstärke benutzen, die auch bei Regenbogenkreis jede Bestellung schützen. Die Biobiene-Chips sind biologisch abbaubar und können, wenn sie nicht mehr zu gebrauchen sind, auf dem Komposthaufen recycelt werden. 
 Dass du deinen Müll sortierst und recycelst, ist ohnehin klar. Und abseits von Lebensmitteln ist es eine gute Idee, im Interesse der Nachhaltigkeit nur Dinge zu kaufen, die du brauchst, die lange halten und repariert werden können – das betrifft insbesondere Kleidung und Schuhe, aber auch Möbel und Dekoartikel. Pro Jahr produziert jeder deutsche Bürger im Durchschnitt 187 kg Sperrmüll, und so manches davon ließe sich vermeiden oder besser wiederverwenden. 
 Vieles kannst du auch günstig Second Hand kaufen, das spart Geld und Müll gleichermaßen. Nicht alles muss jeder selbst besitzen – auch durch Tauschen, Leihen und Mieten lässt sich Müll vermeiden. Du musst der Konsumgesellschaft nicht gleich komplett den Rücken kehren, um ein natürlicheres Leben zu leben – schon wohldurchdachte Kaufentscheidungen sind wichtige Schritte auf dem Weg von der Wegwerfgesellschaft in eine achtsamere, nachhaltigere Zukunft für uns und unsere Umwelt.&amp;nbsp;   
 Aus Müll wird Kompost oder etwas Neues 
 Mit Müll kann man oft noch mehr machen, als ihn einfach wegzuschmeißen. Gerade vieles, was in der Biotonne landet, kannst du auch selbst zu Kompost verarbeiten – entweder, indem du in deinem Garten einen Komposthaufen anlegst, oder indem du dir eine Wurmkiste kaufst oder baust. Diese mit abfallhungrigen Würmern besetzte Kiste kann auf dem Balkon oder sogar in deiner Küche stehen und Küchenabfälle in wertvollen Dünger verwandeln. 
 Auch vieles andere, was wir nicht mehr brauchen und dann einfach loswerden möchten, landet in der Mülltonne, bevor wir überlegt haben, ob es nicht noch zu etwas anderem gut ist. Dabei eignet sich beispielsweise gerade Verpackungsmüll oft genug als Ausgangsmaterial für Upcycling-Projekte. Ob du nun einfach Tetrapak-Kartons aufschneidest und deine Kräuter darin aussäst oder aber aufwändige Bastelprojekte durchführst, für die du dich beispielsweise auf Pinterest inspirieren lassen kannst – Müll ist ein Rohstoff, für den du deinen Blick schärfen solltest. Und alles, was du noch einmal sinnvoll wiederverwenden kannst, landet vorerst nicht im Müll.   
 „Reise in die Freiheit“: Matthias Langwasser zeigt, dass weniger mehr ist 
 Wie viel brauchen wir eigentlich zum Leben? Gar nicht viel, das stellte Matthias Langwasser schon als junger Mensch fest. Auf der Suche nach seinem Lebensweg machte er sich mit wenig Gepäck und ohne Geld auf, um in der Natur zu leben und zu entdecken, welche Potenziale in ihm schlummerten. Zwei Jahre lang wanderte er durch unberührte Regionen Frankreichs und Spaniens und lernte viel über sich und über das Überleben in der Natur. In seinem neuen Buch „Reise in die Freiheit – Wie ich in der Wildnis den Sinn des Lebens fand“ lässt Matthias seine Leser teilhaben an diesem Abenteuer. 
 „Reise in die Freiheit“ kannst du  hier  bestellen. Lass dich von Matthias inspirieren, deiner inneren Stimme zu folgen.&amp;nbsp;     
 7-Tage-Challenge für ein natürlicheres Leben 
 Wenn du dich nach einem natürlicheren und gesünderen Leben sehnst, aber noch einen Anstoß oder Anregungen suchst, dann ist die 7-Tage - „Reise in die Freiheit“- Challenge, zu der Matthias Langwasser dich einlädt, perfekt für dich. Nachdem du dich kostenlos angemeldet hast, bekommst du eine Woche lang täglich informative und motivierende E-Mails und Videos von Matthias, die dir jeden Tag eine andere Aufgabe stellen. Das Ziel dieser Challenge ist es, dir neue Wege aufzuzeigen, um deine Flügel auszubreiten und dein volles Potenzial zu entdecken. 
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 Quellen und vertiefende Informationen: 
 https://www.wohindamit.de/plogging-jogging-und-muell-sammeln/ 
 https://www.theguardian.com/environment/2020/aug/17/microplastic-particles-discovered-in-human-organs 
 https://muell-weg.de/ 
 https://schrotundkorn.de/umwelt/die-mutter-der-wurmkiste 
 https://utopia.de/ratgeber/unverpackt-laden-verpackungsfreier-supermarkt/ 
 https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/index.html 
 https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/meere/nutzung-belastungen/muell-im-meer 
 https://www.hu-berlin.de/de/pr/medien/publikationen/presse/tsp/ws08_09/psychologie-des-mulls 
 https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/_inhalt.html 
  https://www.regenbogenkreis.de/blog/natur-und-umweltschutz/unverpackt-laeden-konsum-mit-zukunft  
  https://www.regenbogenkreis.de/blog/natur-und-umweltschutz/zero-waste-rezept-diy-lippenbalsam  
  https://www.regenbogenkreis.de/blog/natur-und-umweltschutz/papiermuell-reduzieren  
  https://www.regenbogenkreis.de/violettglas  
  https://www.regenbogenkreis.de/plastikfreie-green-pe-dosen  
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 Text: Renate Oetjens 
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                            <updated>2021-02-25T11:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Der tropische Regenwald am Amazonas - Was ihn zerstört und was ihm wirklich h...</title>
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                                            Die Regenwälder produzieren bis zu 40% des Sauerstoffs - sie sind die Lungen der Erde. Wie Du jetzt gleich damit beginnen kannst, die Zerstörung aufzuhalten, erfährst Du hier.
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                 [inhaltsverzeichnis] 
 Es ist feucht und warm, außerdem nicht sehr hell. Vom Sonnenlicht, welches auf das Blätterdach über einem fällt, kommen gerade einmal 1 % am Waldboden an, von zahllosen Blätterschichten abgefangen und grün gefärbt. So endet der Blick nach oben auch schnell im Blätterdickicht; unmöglich, abzuschätzen, wie hoch die Bäume um einen herum wohl aufragen mögen. 
  
 Der tropische Regenwald - ein besonderer Ort dieser Erde 
 
 Die schwüle Luft ist erfüllt von einem Gewirr exotischer Stimmen – Rufe von Affen und wundersam farbenfrohen Vögeln. Das Leben pulsiert um einen herum, mit dem höchsten Artenreichtum, der sich an Land finden lässt – bis zu 90 % aller bekannten an Land lebenden Tier- und Pflanzenarten findet sich in tropischen Regenwäldern, etwa ein Viertel allein im Amazonasbecken. 
 Dabei ist davon auszugehen, dass wir bisher nur einen Bruchteil der Arten im Regenwald kennen. Der tropische Regenwald ist in vielfacher Hinsicht ein einzigartiger Lebensraum. Das gilt gerade auch für den Amazonas-Regenwald, der rund die Hälfte der weltweit verbleibenden Regenwaldfläche ausmacht. 
 Der Boden des Amazonas Regenwaldes 
  
 Der nährstoffreiche Boden 
 
 Wirft man im Regenwald einen Blick auf den Boden, so wird man feststellen, dass es im Regenwald vergleichsweise ordentlich zugeht. Anders als in einem mitteleuropäischen Urwald findet sich nur wenig Totholz oder Laub und man kommt zu Fuß recht gut voran. 
 Wischt man die wenigen Blattreste am Boden zur Seite, so stößt man auf eine sehr dünne Schicht (wenige Millimeter) Humus und schon bald danach auf rötlichen Mineralboden. 
 Anders als die Fülle an Leben vermuten lassen würde, sind die Böden im Regenwald fast vollkommen ausgelaugt. Sie enthalten kaum Nährstoffe, die sich die Pflanzen des Regenwaldes zunutze machen könnten. 
 Da der Boden nicht als Nährstoffreservoir dienen kann, haben sich ausgefeilte Stoffkreisläufe entwickelt, die für den Artenreichtum des Amazonas Regenwaldes mitverantwortlich sind – leider sind diese Stoffkreisläufe aber auch sehr störanfällig, so dass schon kleine Eingriffe in diese empfindlichen Gleichgewichte massive Auswirkungen haben können. 
 Aufbau des Regenwaldes 
 In Bezug auf den Aufbau des Regenwaldes ist mancherorts von Stockwerkbau die Rede. Hierbei wird die Vegetation je nach Wuchshöhe in verschiedene Stockwerke oder auch Schichten eingeteilt. Angefangen von der Krautschicht in Bodennähe bis hin zu den bis zu 60 Meter hohen Urwaldriesen (einzelne Exemplare erreichen sogar Höhen von bis zu 90 Metern) wird eine bestimmte Anzahl an Stockwerken unterschieden. 
 In der Wissenschaft streitet man darüber, ob diese Einteilung wirklich sinnvoll ist und wenn ja, wie viele verschiedene Schichten man unterscheiden sollte. 
 Dessen ungeachtet ändern sich tatsächlich mit der Wuchshöhe die Möglichkeiten und Strategien der Regenwaldpflanzen, an Nährstoffe zu gelangen. Auch die klimatischen Bedingungen ändern sich. Über den Baumkronen herrschen Temperaturen von 30 bis 35 °C, während sie am Boden bis zu 15 °C kühler sein können. 
 Regen erreicht den Boden nur mit Verzögerung, Licht ist hier rar und es ist immer absolut windstill. Der Regenwald ist also kein einheitlicher Lebensraum, sondern ungemein vielfältig in seinen Lebensbedingungen. 
 Die unterschiedlichen Anforderungen an Leben in den verschiedenen Höhen haben ganz unterschiedliche Arten hervorgebracht, die sich auf ihre ganz eigene Weise den speziellen Bedingungen angepasst haben. 
 Die Pflanzen im Regenwald 
  
 Pflanzen des Regenwaldes 
 
 Ein in den oberen Schichten verbreitetes Phänomen sind sogenannte Epiphyten oder Aufsitzerpflanzen. Diese Pflanzen wachsen ohne jeglichen Kontakt zur Erde und formen oft kelchartige Strukturen mit ihren Blättern oder verfügen an den Wurzeln über schwammähnliches Material, um ihren Flüssigkeits- und Nährstoffbedarf zu decken. 
 Viele beliebte Zier- und Zimmerpflanzen wie Bromelien und Orchideen sind eigentlich solche Epiphyten. Pilze, Moose und Flechten können in dieser Höhe – zwischen 20 und 40 Metern vom Erdboden entfernt – ebenfalls sehr gut gedeihen. 
 Sie wachsen auf den Ästen der höheren Urwaldbäume. Viele dieser Bäume kennt man nur in ihrer toten Form als seltenes Tropenholz, wie Mahagoni. Weniger bekannt sind Bäume wie Lapacho, Jatoba oder der Drachenblutbaum, die allesamt von einheimischen Heilkundigen als Heilmittel eingesetzt werden. 
 Auch fruchttragende Bäume gibt es im Amazonas Regenwald. Einige davon sind schon länger bekannt, wie die Paranuss, und andere haben es erst kürzlich zu einer weitreichenderen Bekanntheit gebracht, wie die  Açai  oder  Guarana . Wieder andere Früchte sind hierzulande bisher kaum bekannt, zum Beispiel  Camu Camu , Mesquite, Gomphrena oder Graviola. 
 Die meisten dieser Früchte haben vor Ort eine längere Tradition und ihnen werden erstaunliche gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. 
 Hinzu kommen noch die vielen, vielen unbekannten Arten, deren Früchte wir bisher noch gar nicht kennen. Biologen haben im Amazonas auf einer Fläche von zwei Hektar 500 verschiedene Baumarten gezählt. 
 Man kann sich vorstellen, welche ungeahnten Schätze hier noch zu heben sind, sowohl im Hinblick auf schmackhafte und gesunde Früchte, aber auch in Hinblick auf Heilpflanzen. Neben der Vielfalt an verschiedenen Baumarten im Regenwald gibt es ja noch Pflanzen wie Sträucher, Moose, Farne, und Krautgewächse. 
 Die Tiere im Regenwald 
 Ein so faszinierender Lebensraum bietet auch einer ganzen Reihe an erstaunlichen Tieren eine Heimstatt. Hier ist die Artenvielfalt kaum geringer als bei den Pflanzen. Den größten Anteil der Tierarten im Amazonas-Regenwald haben hier die Gliederfüßer. 
 Dazu zählen Insekten, Krebstiere, Spinnentiere und Tausendfüßer. Selbstverständlich gibt es aber auch eine ganze Reihe an Säugetieren, Echsen, Amphibien und Vögeln, nicht zu vergessen unzählige Mikroorganismen. 
  
 Der Regenbogentukan 
 
 Viele dieser Arten gibt es tatsächlich nur im Amazonas-Gebiet, wie den bedrohten Amazonasdelphin. Einige der im Amazonas vorkommenden Tiere sind außerdem eine farbenprächtige oder mitunter gar skurrile Erscheinung, wie zum Beispiel der Regenbogentukan mit seinem überdimensionalen und farbenprächtigen Schnabel. 
 Die Einzigartigkeit des Regenwaldes mit seinen speziellen Anforderungen hat ganz besondere Anpassungsstrategien hervorgebracht. Die Blattschneiderameise beispielsweise schneidet mit ihren ausgeprägten Mundwerkzeugen Blattstücke aus dem Laub der Urwaldbäume, um damit Pilze zu ernähren, die sie in ihren Bauten züchtet. Diese Ameisenart betreibt also in gewisser Weise Agrarwirtschaft. 
  
 Die Blattschneiderameise 
 
 Eine andere Kuriosität ist der Zitteraal, der in den zahlreichen Flüssen des Amazonas-Regenwaldes vorkommt. Dieser längliche Fisch verfügt über umgebildete Muskelzellen, die eine elektrische Spannung erzeugen können. 
 Zwar ist die Spannung einer einzelnen Zelle nicht sehr hoch, aber im Zitteraal sind sie derart zusammengeschaltet, dass sie sich zu einer Gesamtleistung von über 400 Watt addieren. Der Zitteraal nutzt seine Elektrizitätsorgane zum Fangen von Beute, zur Selbstverteidigung und zur Abgrenzung seines Reviers, aber auch zur Orientierung. 
 Die Liste der bemerkenswerten, kuriosen und einfach wunderbaren Tiere ließe sich noch lange fortsetzen, obwohl auch hier sind längst noch nicht alle Arten bekannt sind. Der bereits bekannte Artenreichtum ist nichtsdestoweniger bereits jetzt schon gigantisch. 
 Rund 1,4 Millionen verschiedene Arten im Amazonasbecken sind der Biologie gegenwärtig bekannt. Es wird geschätzt, dass es insgesamt zwischen 5 und 10 Millionen verschiedene Arten im Amazonasbecken geben könnte. 
 Kreisläufe, Leben und Sterben im Regenwald 
 Der aufgeräumte Waldboden im Amazonas hat seinen Grund. Alles, was den Waldboden erreicht, ganz egal, ob Kot von Baumbewohnern, Nahrungsreste oder abgestorbene Pflanzenteile, wird innerhalb kürzester Zeit von Mikroorganismen und Pilzen, den sogenannten Destruenten, am Waldboden zersetzt. 
 Das Klima für solche Zersetzungsprozesse ist dafür im Regenwald das ganze Jahr über ideal. Expeditionen in den Regenwald haben deshalb auch immer mit Schimmel an ihrer Ausrüstung zu kämpfen, denn die Destruenten im Amazonas sind fleißig – und sehr zahlreich. 
 Damit sind die Stoffe aber nicht verloren, sondern werden ohne große Umwege von den Pflanzen über die weitreichenden Wurzeln wieder aufgenommen und gespeichert, um später als Energiereserve zur Bildung von Laub und Früchten zu dienen. 
 Dieser Stoffkreislauf ist fast perfekt geschlossen. Lediglich geringe Nährstoffmengen entgehen dem Wurzelgeflecht im Waldboden. Doch selbst diese geringen Verluste werden auf erstaunliche Weise kompensiert. 
 Starke Passatwinde tragen regelmäßig zur Regenzeit bis zu 50 Millionen Tonnen (!) Wüstenstaub aus der fast 5000 km entfernten Sahara in das Amazonasbecken. 
 Im Regenwald geht also nichts verloren. Er ist somit ein perfektes Sinnbild für den ewigen Kreislauf aus Werden und Vergehen, aus Leben und Tod. Nirgendwo sonst lässt sich so anschaulich zeigen, wie jedes Ende einen Neuanfang hervorbringt, wie jeder Tod die Geburt eines neuen Lebens ermöglicht. 
 Nirgendwo ist die Lebensenergie so dicht und intensiv wie hier. 
 Der Regenwald: Ein einzigartiges Naturwunder 
 Je mehr man über den Regenwald im Amazonasbecken und seine Bewohner erfährt, desto wunderbarer und unglaublicher erscheint er einem. Mit seiner Lebenskraft, seinem überbordendem Reichtum und seiner Vielfalt demonstriert er uns die Schönheit und Erhabenheit der Natur. 
 Gleichzeitig bleibt der Amazonas für uns undurchdringlich. Wir können Expeditionen in den Regenwald unternehmen und seine Pflanzen, Tiere und Prozesse erforschen, aber in seiner Gesamtheit wird uns der Regenwald immer ein Rätsel bleiben und unsere Vorstellungskraft übersteigen. Deshalb wird der Regenwald auch nie aufhören, uns zu faszinieren. 
 Hier findest Du Beiträge über   Regenwaldkräuter   und -früchte, die auch in unserem Shop erhältlich sind. 
  
 Die Rinde des Lapachobaumes – ein wichtiges Heilmittel im Regenwald 
 
 
   Der Regenwaldtee   
   Amazonas Darmreinigung - Synergistische Mischung aus bewährten Reinigungspflanzen und kraftvollen Regenwaldkräutern   
   Acai Berry oder Acai Beere   
   Camu Camu – Die Vitamin C - reichste Frucht der Erde   
   Lapacho   
   Guarana   
   Sangre de Drago - Drachenblut   
   Una de Gato   
   Chanca Piedra Kraut   
   Maca   
 
 Über den Rand eines Palmblatttellers geschaut 
 Sicher hast Du schon viel über den Regenwald gelesen und gehört. Man möchte ihn bewahren und retten. Und Du interessierst Dich natürlich auch dafür, was Du tun kannst. 
 Tropenholzprodukte kaufst Du nicht, das ist klar. Aber sonst? Im Folgenden wird noch deutlicher werden, was den Regenwald wirklich gefährdet. Und leider zeigt sich auch, dass nicht alle Maßnahmen, die ökologisch gewandet daherkommen, wirklich zielführend sind. 
 Der eigentliche Rinderwahnsinn 
 Es gibt tatsächlich Länder, in denen mehr Rinder als Menschen leben, wie in Australien und Neuseeland. Und dann natürlich die Fleischländer Südamerikas: Uruguay, Argentinien und Brasilien. Das hättest Du nicht gedacht, oder? 
 In Brasilien sind es fast 220.000.000 Rinder! Das sind fast ein Viertel aller Rinder dieser Welt. 
 In Brasilien hat sich einer der größten Fleischproduzenten niedergelassen. Nahe Sao Paulo lässt dieser dort täglich 8 Millionen Hühner, 85.000 Rinder und fast 50.000 Schweine zu Nahrungsmitteln verarbeiten. 
 Und wo ist das Problem? Die Frage kam Dir auch gerade in den Sinn, denn Du isst ja wahrscheinlich kaum oder kein Fleisch. Gerade für die Rinderzucht braucht man immens viel Land. 
 Rinder kann man nicht so zusammenpferchen wie eben Schweine und Hühner. Aber was noch dazu kommt, aber was viele Menschen nicht bedenken: Noch mehr Landfläche muss bei so intensiver Tierhaltung dafür genutzt werden, um das Tierfutter anzubauen. 
 Rinderweiden und Sojaanbau verdrängen den Regenwald 
  
 Monokultur von Soja ist ein Problem 
 
 Du hast bislang gedacht, dass die Tropenhölzer der Hauptanreiz für das Roden des Regenwaldes sind. Nicht falsch, aber es ist noch komplexer und weltumspannender: Hauptmotiv für das Abholzen des Regenwaldes ist die Rinderzucht mit einem Anteil von etwa zwei Dritteln. 
 Landwirtschaft und Holzverwertung sind das dritte Drittel, wobei die Holzverwertung nur ein ganz erstaunlich kleiner Anteil ist. Hauptanbauprodukt ist Soja. Das klingt zunächst sympathisch. Daraus werden ja auch als vegetarische Alternative Tofu oder verschiedene Sojagetränke produziert. 
 Soja aus der Regenwaldzone wird aber zum großen Teil als Tierfutter in die Welt exportiert und eben auch an unsere Tiere hier verfüttert. 2014 lag dieser Anteil bei über 75 %. Die Verwendung von Soja für die genannten vegetarischen Nahrungsmittel machen nur etwa 2 % aus. Und dieses Soja kommt sogar oft aus unserer Heimat. 
 Soja ist versteckt in vielen Lebensmitteln, ohne unbedingt als Inhaltsstoff deutlich deklariert zu werden: Es findet sich in Fleischprodukten, aber auch in Käse, Eiern, Milch, Joghurt und Fisch. Das ist beunruhigend. Und das nicht nur wegen Unverträglichkeiten und eventuellen allergischen Reaktionen. 
 Also ist Soja der Bösewicht? Nicht als Pflanze, aber als Prinzip für Monokulturen in einer Region, die den Einheimischen wie in Südamerika zwar Gewinne verspricht, sie aber auch komplett abhängig macht. Und das ist nicht nur mit Soja so. 
 Weiterer Problemfall: Die Palmenmonokultur 
  
 Billiges Palmöl ist in vielen Produkten enthalten 
 
 Palmöl ist weltweit eine Domäne von Kolumbien. Dort wurde 2015 über 1.000.000 Tonnen Palmöl hergestellt. Doch gerade Brasilien hat hier eine enorme Zuwachsrate. 2016 stand Brasilien mit 340.000 Tonnen schon auf Platz 12 im Ranking der Länder, die Palmöl produzieren. 
 Wofür braucht man Palmöl? Die Antworten erzählen Dir eine leider typische Produktgeschichte: Palmöl war einmal einfach eine klassische Zutat in Margarine, Frittierfett oder Schokolade. Doch heute ist das billige Palmöl schon in jedem zweiten Produkt enthalten: In Lebensmitteln, etwa auch in der beliebten Tiefkühlpizza, in vielen Waschmitteln und auch in vielen Produkten der Kosmetikindustrie. 
 In Lebensmitteln ist der hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren ein negativer Aspekt. Aber der extreme Boom des Palmöls kam durch die Verwendung von Ökosprit. So landet Palmöl als Teil eines aus Agrarprodukten hergestellten Treibstoffes in Autotanks. 
 Nur dieser Effekt führte zur Verdoppelung des Palmölbedarfs weltweit in nur 10 Jahren. Mittlerweile wird dieser auf über 30 Millionen Tonnen geschätzt. In Indonesien, einem aufstrebenden Land in der Palmölherstellung, zerstört dieser Boom die Lebenswelt der Orang-Utans. 
 Und das vermeintlich ökologische Palmblattgeschirr? 
 Vielleicht ist es dir als Alternative zu Plastikgeschirr schon begegnet: Das Material ist leicht und sieht interessant aus. Jeder Teller, jede Schale ein Unikat. Verschiedene Tönungen von Beige und Dunkelbraun ziehen geschwungene Muster durch das Material. 
 Es stammt von Blättern der Betelnusspalme. Diese wird auch Katechu- oder Arecapalme genannt. Die Palme wächst auch in Indien. Dort werden die abgeworfenen Blätter von indischen Familien vor Ort gesammelt. 
 Der Rohstoff gelangt zu Familienbetrieben im Lande. Diese pressen mit entsprechenden Formen Teller, Schalen und Schüsseln in verschiedensten Größen und Formen. Dabei werden die Formen erhitzt auf etwa 120°C. 
 Ein echter Beitrag zum Umweltschutz? Es mag zunächst so aussehen: Die Blätter wachsen immer wieder nach und werden dann abgeworfen. Die sogenannte CO2-Bilanz sei gut. 
 Die erwähnten 120°C beim Formpressen der Palmblätter werden durch Verfeuern von Resten der Palmblätter erzeugt. Und schließlich ist nach dem Benutzen das Geschirr aus Palmblättern komplett kompostier- und somit biologisch neutral abbaubar. 
 Aber langfristig ist es eine genauso fatale Monokultur wie der Sojaanbau. Und der forcierte Anbau von Palmen und das weltweite Wirtschaften mit den Palmprodukten ist letztlich auch eine Gefahr für den Regenwald. 
 Was kannst Du für den Regenwald tun? 
  
 Mit unseren Produkten aktiv Regenwald schützen 
 
 Man kann immer zur Rettung des Regenwaldes beitragen. Es gibt Initiativen, die man mit Geld und aktiver Mitarbeit unterstützen kann. 
 Es geht aber auch darum, unseren Lebensstil zu hinterfragen. Heute wird viel über den Geldmarkt und kaufmännischen Erfolg oder Misserfolg gesteuert. Das heißt, wenn wir bewusst entweder verzichten oder gezielt andere Produkte kaufen, nehmen wird ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. 
 Hier muss man nur auch vermeintliche ökologische Alternativen wirklich konsequent zu Ende denken, um sie zu enttarnen: 
 
 
 Auf Fleischkonsum solltest Du ganz verzichten. Vor allem sollte kein Fleisch aus den genannten Ländern mit Massentierhaltung gekauft werden (Südamerika, Neuseeland, Australien ...) 
 Gleiches gilt für Industrieprodukte, die Soja oder Palmöl enthalten. Dies sind eben auch Fertigprodukte wie Tiefkühlpizza, auch manche Kosmetika und andere mehr. Dazu zählt auch das Palmblattgeschirr. Dann lieber Pappteller, die dann zum Altpapier kommen oder kompostiert werden. Findige Tüftler sind dabei, Einweggeschirr aus Stärke oder Bioplastik zu entwickeln. 
 Natürlich kaufst Du keine Produkte aus Tropenholz. Statt Grillkohle nimmst Du besser Grillbriketts, Buchenholz oder gepresste Kokosnussschalen. 
 Über Deinen Papierverbrauch kannst Du nachdenken: Überflüssiges Drucken von Dokumenten etwa kannst Du vermeiden. Du kannst Recyclingpapier verwenden - bis hin zum Toilettenpapier. 
 Generell solltest du alle Konzerne, welche die hier skizzierte schädliche Entwicklung unterstützen, nicht mehr als Kunde beehren. Es gibt Links und Listen, wo diese Firmennamen genannt werden. 
 Um für die Menschen in Südamerika eine Alternative zu bieten, solltest Du verstärkt alternative Produkte aus der Regenwaldregion kaufen. Da gibt es Tees, Kräuter, Pflanzenprodukte - ja sogar ein natives und hochwertiges Palmöl aus der Region kannst Du erwerben. 
 Tanke keinen Bio-Sprit, vor allem keinen Bio-Diesel. 
 Es gibt einige gute Möglichkeiten, Regenwald zu kaufen und so unter Schutz zu stellen, wie z. B. bei Rettet den Regenwald, Oroverde 
 Wenn Du im Regenbogenkreis einkaufst, stellst Du auch Regenwald unter Schutz. Wir haben bereits über 25.000.000 m² Regenwald dank der Einkäufe unserer Kunden unter Schutz gestellt! 
 
 
    Erfahre hier mehr über den Regenwaldschutz&amp;nbsp;   
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                            <updated>2018-05-17T14:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Zero Waste Alternativen - DIY Allzweckreiniger</title>
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                                            Hier haben wir ein einfaches Rezept für einen Allzweckreiniger für Dich, mit dem Du dem Schmutz umweltfreundlich an den Kragen gehst. 
                                        ]]>
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 Hier der selbstgemachte Allzweckreiniger. 
 
 Für jeden Fleck das richtige Mittel: Allzweckreiniger. Statt diesen im Drogeriemarkt zu kaufen, kannst Du dieses Universal-Wundermittel mit einfachen Zutaten, die in fast jedem Haushalt zu finden sind, ganz schnell selbst herstellen und unnötigen   Verpackungsmüll   vermeiden. 
  Dafür brauchst Du:  
 • 1 EL Essigessenz • 300 ml Wasser • 3-5 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Pfefferminze, Lavendel, Zitrone) 
  Und so funktioniert&#039;s:  
 Für die Herstellung Deines Allzweckreinigers musst Du einfach nur die Zutaten miteinander vermischen und in eine geeignete Sprühflasche füllen – fertig! Damit bist Du für einen gründlichen Hausputz bestens ausgestattet. 
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 Hier findest Du weitere &quot;Zero Waste&quot; Rezepte in unserem Blog: 
   Haarkur mit Kokosöl   
   DIY Allzweckreiniger   
   Natürlich und kostengünstig waschen   
   Haare waschen mit Roggenmehl   
  &amp;nbsp; Rezept für Sonnencreme aus natürlichen Zutaten   
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                            <updated>2017-06-08T19:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Wasser - der intelligente Stoff</title>
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                                            Das wunderbare Wasser. Über die ungewöhnlichen Eigenschaften des Stoffs, aus dem wir zum größten Teil bestehen und welcher gleichzeitig unser wichtigstes Lebensmittel ist.
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 Ein Stoff, der sehr viel mehr ist, als wir gemeinhin denken. 
 
 Der Mensch besteht altersabhängig zu 75 - 90 Prozent aus Wasser - einer Substanz, die in den letzten Jahrzehnten immer mehr das Interesse der Wissenschaft erweckt. Dabei belegen Studien und experimentelle Forschungen in zunehmendem Maße, dass Wasser als ein Erinnerungsspeicher fungiert, der die Informationen seiner Umwelt in sich aufnimmt und weitertransportiert. 
 Wasser ist ein Stoff, der sich nicht an wissenschaftliche Richtlinien hält. Er liegt als einzige Substanz in allen drei Aggregatzuständen vor und während Kälte für das Zusammenziehen von Substanzen sorgt, dehnt sich Wasser in einer kalten Umgebung aus. Es ist noch nicht lange her, da Wasser entsprechend seiner chemischen Zusammensetzung einfach nur Wasser war. Dass seine molekulare Struktur variieren und dadurch neue Eigenschaften bewirken kann, wurde erst in den letzten Jahren zum Forschungsgegenstand. 
 Wasser setzt sich immer aus den gleichen Molekülen zusammen, aber diese können sich in unterschiedlicher Weise miteinander verbinden. Diese aufgebauten Strukturen entscheiden über die Wirkung des Wassers. Wir nennen es heute &quot;lebendiges&quot; oder &quot;totes&quot; Wasser - und obwohl die Auswirkungen der Wasserstruktur experimentell sehr leicht darzustellen sind, findet dieses Wissen noch viel zu wenig Anwendung und Verbreitung. 
  Die Wasserstruktur passt sich an  
 Wenn Wasser einer Gebirgsquelle entspringt, trägt es alle Informationen seiner Umgebung in sich. Wird von diesem Wasser experimentell ein Tropfen gefroren, lässt sich unter einem Mikroskop eine ganz bestimmte kristalline Struktur erkennen. Sie hat von Quelle zu Quelle zwar unterschiedlichste Formen, aber eines stimmt immer überein - eine harmonische Kristallform. Werden dagegen schockgefrorene Kristalle unseres Trinkwassers unter dem Mikroskop betrachtet, sehen wir deformierte Kristallstrukturen oder sogar kristalline Verklumpungen. Warum ist das so und welche Auswirkungen hat das für uns Menschen? 
 In der Natur fließt Wasser über Sand und Gestein und durch Flussbetten mit sanften Wegänderungen. Trinkwasser nimmt dagegen seinen Lauf durch Rohre aus Kupfer, ist unzähligen radikalen Wegänderungen in Form von rechten Winkeln ausgesetzt und kommt mit natürlichen Materialien wie Gesteinen nicht mehr in Berührung. In Klärwerken wird es extremen Reinigungsprozeduren unterzogen und mit Substanzen versetzt, die   keimtötend   wirken. Was am Ende aus unserem Wasserhahn kommt, hat mit dem erfrischenden und belebenden Wasser einer Bergquelle nichts mehr zu tun. Sensible Menschen können häufig ohne Messungen spüren, dass unser Leitungswasser zwar sauber im Sinne von keimfrei, aber eben tot ist. Die Energieausstrahlung ist auf ein Minimum gesunken. Diese Veränderung erfolgt aufgrund der Informationen, denen das Wasser auf seinem Weg ausgesetzt ist. Eine Bergquelle und ein anschließender Wasserlauf, der sich seinen Weg durch das Gebirge bahnt, durchquert anderes Terrain als Wasser, das aus den städtischen Klärwerken in die Häuser der Menschen fließt. Die experimentell nachgewiesene Tatsache, dass eine unterschiedliche Fließumgebung die Struktur des Wassers verändert, ist noch neu, oder besser gesagt, noch zu wenig beachtet. 
   
 Moderne Wasserbehandlung hat leider negative Auswirkungen auf die Struktur des Wassers. 
 
  Der chemische Aufbau bleibt - die Struktur ändert sich  
 Genau wie Fastfood und   denaturierte Nahrung   entzieht dieses behandelte Wasser dem Menschen Energie. Anstatt uns zu stärken und unseren Körperhaushalt zu harmonisieren, trägt es zum Absinken des Energiepegels bei, was gesundheitlich verheerende Folgen haben kann. Wenn sich die Wassermoleküle in ihrer individuellen Struktur verändern, können sie ihren eigentlichen Aufgaben im Körper nicht mehr nachkommen. Die chemischen Bindungen innerhalb des Wassermoleküls sind zwar intakt, aber die Form der einzelnen Molekülbestandteile ist verändert. Dadurch können beispielsweise bestimmte Substanzen im Blut, das zum überwiegenden Teil aus Wasser besteht, von den Wassermolekülen nicht korrekt transportiert werden. Deformierte Kristallstrukturen sorgen für Verklumpungen, was Gerinnsel zur Folge haben kann. Sämtliche Prozesse des Körpers hängen von Wasser ab. Und obwohl sich die chemische Zusammensetzung nicht ändert, bewirkt eine veränderte Struktur völlig andere Abläufe. Es ist vergleichbar mit menschlicher Kleidung, die den Witterungseinflüssen angepasst ist. Für Regentage gibt es Regenkleidung, für kalte Außentemperaturen kleidet sich der Mensch in dicke Jacken und während der Sommermonate braucht es nur kurze und dünne Sachen. Es ist immer der gleiche Mensch, nur seine Bekleidung ändert sich. Ähnlich beim Wasser - die molekulare Form bleibt, was sich ändert, ist die Anordnung und der Aufbau der Kristalle, aus denen das Wassermolekül besteht. Und dass der Mensch diese Strukturen beeinflusst und meist zum Negativen verändert, ist im Allgemeinwissen kaum verankert. 
  Der Mensch löst die Veränderungen aus  
 Dass der Mensch auf den &quot;Charakter&quot; von Wasser einwirkt, wurde von vielen Wissenschaftlern in einfachen Experimenten bewiesen. Wasser nimmt nicht nur die Informationen der Umgebung auf, die es durchfließt - es reagiert mit seiner Beschaffenheit auch auf Töne. Dies wurde mit Hilfe von Musik demonstriert, der das Wasser ausgesetzt wurde. Die anschließende Betrachtung schockgefrorener Kristalle zeigte deutliche Unterschiede der kristallinen Form, abhängig von der entsprechenden Musikart. Werke von Mozart, Beethoven oder Händel bewirkten wunderschöne und harmonische kristalline Formen. Bei Heavy Metal oder Rap veränderten sich die Formen der Kristalle. Sie nahmen verzerrte Strukturen an, die Kristallformen waren teilweise unvollständig und es entstanden außerdem Verklumpungen. Was das für den menschlichen Organismus bedeutet, ist leicht zu verstehen. Wenn unser Körper fast ausschließlich aus Wasser besteht und wir uns Einflüssen aussetzen, die die Wasserstruktur so nachteilig verändern, werden Krankheiten im Sinne von unnatürlichen Körperzuständen die Folge sein. Haben wir je von einem klassischen Konzert gehört, an dessen Ende es zu gewalttätigen Ausschreitungen kam? Wie sieht es dagegen bei Konzerten härterer musikalischer Richtungen aus? Wem man darüber nachdenkt, wird der Zusammenhang sehr schnell klar. 
 Auch unsere zwischenmenschlichen Beziehungen lassen sich aus diesem Blickwinkel leichter nachvollziehen. In Experimenten wurde gezeigt, dass Wasser auf die menschliche Sprache reagiert. Es braucht also noch nicht einmal in direkter Berührung mit der Umgebung zu sein und wird trotzdem von ihr beeinflusst. Als Nachweis wurden beispielsweise drei Gläser mit Reis gefüllt, dem Wasser zugesetzt wurde. Über mehrere Wochen hinweg wurde dem ersten Glas täglich &quot;danke&quot; oder &quot;ich liebe dich&quot; gesagt. Dem zweiten Glas gegenüber wurden regelmäßig &quot;schlechte&quot; Worte laut ausgesprochen. Das dritte Glas Reis wurde einfach ignoriert, es bekam gar keine Ansprache. Das Ergebnis - der Reis im ersten Glas blieb über Wochen hinweg unverändert weiß. Im zweiten Glas zeigten sich nach kurzer Zeit schwarze Verfärbungen und im dritten Glas entstand innerhalb kürzester Zeit eine faulige Masse. 
  Am Anfang steht der Gedanke  
 Gleiches geschieht, wenn diese Reisgläser lediglich auf ein Blatt Papier mit geschriebenen Worten gestellt werden. Die optischen Veränderungen der Reiskörner können vom menschlichen Auge wahrgenommen werden. Würden die Reiskörner beiseite gelassen und das Experiment ausschließlich mit Wasser vollzogen, wären unter dem Mikroskop die entsprechenden Veränderungen der kristallinen Struktur zu sehen, entsprechend der einwirkenden Worte. Wenn wir diesem   Gedanken   mehr Raum geben, wird die Tragweite ersichtlich. Da die Struktur von Wasser auf den Klang der Umgebung reagiert, muss daher auch der Mensch auf jeden Ton in seiner Umgebung reagieren. Mit der entsprechenden Veränderung seiner individuellen Wasserstruktur. 
   
 Wir haben einen messbaren Einfluss auf die Eigenschaften des Wassers auf der Informationsebene. Unsere Gedanken und Worte verändern unser Körperwasser - ob positiv oder negativ liegt in Deinen Händen. 
 
 Die Art und Weise, wie sich die Wassermoleküle im menschlichen Körper organisieren, steht damit in direktem Zusammenhang zu seinem Umfeld. Und dann sollten wir kurz darüber nachdenken, womit wir den ganzen Tag konfrontiert sind. Mit   Frieden  , Gelassenheit, Freude und   Liebe  ? Mit Menschen oder Umgebungen, die positive Frequenzen ausstrahlen? Mit Ermutigungen oder Menschen, die unser Bestes wollen? Oder sind wir nicht eher jeden Tag Hast, gesellschaftlichen Normen und vor allem unnatürlichen Anforderungen ausgesetzt? Treffen wir nicht tagtäglich auf unzufriedene oder verzweifelte Menschen? Auf Neid gegenüber dem, was wir tun? Auf Ärger und Ablehnung, wenn wir nicht erfüllen, was andere von uns erwarten?  Wenn wir wissen und gesehen haben, dass das Wasser in den Reisgläsern selbst auf nonverbalen Kontakt in Form von geschriebenen Worten reagiert - was bewirken dann all die Gedanken der uns umgebenden Menschen? Die noch nicht einmal direkt auf uns gerichtet sein müssen, sondern anderen Menschen gelten können? Und das Wichtigste: Was   bewirken UNSERE eigenen Gedanken   - über uns selbst, andere Menschen und unsere Umwelt? Was tun sie mit uns? 
 Wenn der Mensch also nachweislich durch die Form, den Klang und die Gedanken seiner Umwelt beeinflusst wird, wird die Verantwortlichkeit nicht nur für das eigene Leben deutlich. Die Aussagen, die in den Religionen, im positiven Denken oder in der Psychologie getroffen werden, erhalten durch diese Nachweise stärkere Bedeutung. Die Auswirkungen von Gebeten, Danksagungen,   Spontanheilungen  &amp;nbsp;oder Motivation werden verständlicher, wenn auf den Punkt gebracht gesagt werden kann, dass Gutes sämtliche Körperflüssigkeiten positiv und Negatives sie dementsprechend krankhaft beeinflusst. Wir sagen so häufig, dass wir uns energie- und antriebslos fühlen. Würden wir einen Blick auf unser Umfeld und die Gedanken und Worte, die wir von uns geben, werfen, würde sich der Zusammenhang sofort enthüllen. Wir machen unsere Kinder in   Schulen   und Kindergärten krank, da sie dort nicht mit   Liebe  , sondern unnatürlichen Anforderungen umgeben sind. In großen Kindergruppen oder   Schulklassen   wird nicht auf liebevollen Umgang untereinander geachtet, den eine einzelne Aufsichtsperson auch kaum gewährleisten kann, wenn der Schwerpunkt auf Informationsvermittlung oder Fähigkeitsentwicklung laut Lehrbuch durchgedrückt werden muss. In diesen &quot;kalten&quot; Umgebungen legen wir den Nährboden für die Veränderung des körpereigenen Wassers. Die Strukturen der Körperflüssigkeiten verändern sich dadurch schon in früher Kindheit. Wir entziehen ihnen Energie und bewirken den Anfang einer Entwicklung in die falsche Richtung. 
  Sauber ist nicht rein  
 Wir sind sehr besorgt, wenn es um die Qualität unseres Trinkwassers geht. Daher sind Filtersysteme aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber sauber ist nicht identisch mit &quot;lebendig&quot;. Diese Informationen sind bisher eher spärlich gesät, obwohl sie die Grundlage des Lebens bilden. Der Begriff &quot;energetisiertes Wasser“ ist zwar nicht neu, wird aber vielfach in die esoterische Ecke gedrängt. Das Besprechen von Wasser, ein Gebet vor dem Essen oder der Einsatz von Technologien zur Energetisierung erscheinen vielfach suspekt und unnötig, weil wir uns von der Natürlichkeit des Lebens entfernt haben. Würden wir diese Dinge so nehmen, wie sie ursprünglich sind und nicht in der Weise, in der Menschen sie verändert und persönlichen Nutzen daraus gezogen haben, wäre alles klar und einfach. Dann wäre ein Dankgebet kein religiöser Hokuspokus, sondern die positive Beeinflussung der persönlichen Umgebung, die auf wissenschaftlichen Tatsachen basiert. Energetisiert ist einfach ein anderes Wort für natürlich, harmonisch und gesund. Eine sehr gute Möglichkeit, Trinkwasser zu filtern, ist eine   Umkehrosmose Anlage  , welche Schadstoffe und Rückstände aus dem Wasser herausfiltert. Danach können wir unser Wasser beispielsweise in eine   Karaffe   nach dem goldenen Schnitt einfüllen oder es auf einem schönen   Untersetzer   platzieren. Auch Worte wie Liebe oder Dankbarkeit können wir auf die Karaffe kleben, denn diese bilden nachgewiesenermaßen die schönsten Kristalle. 
  Der eigene Weg zum natürlichen Leben  
 Unser Verstand ist mit Informationen so vollgestopft, dass uns für das wirkliche Leben keine Zeit mehr bleibt. Würden wir selbst den Versuch mit den Reisgläsern machen, müssten wir die Wahrheit anerkennen, dass jeder Gedanke und jedes Wort Auswirkungen hervorbringt. Diese Erkenntnis würde das Leben unglaublich vereinfachen. Die Frage ist, ob unsere   profitorientierte Gesellschaft   das wirklich will. Wenn allein ein Dankeswort oder eine liebevolle Aussage den Energiepegel eines Glases Wassers anheben kann, sollte der Gedanke gestattet sein, inwieweit in Zukunft eine Pharmaindustrie notwendig sein muss. Wir können uns selbst heilen, wenn wir uns von diesen einfachen Wahrheiten überzeugen und die alten Denkmuster löschen würden. Einstmals galt die Erde als eine Scheibe, bis ein Mensch ein Schiff bestieg und den Gegenbeweis erbrachte. Glaubten infolge dessen alle anderen Menschen an eine neue Wahrheit? Ganz sicher nicht. Aus diesem Grund tut sich die heutige Zeit auch so schwer mit Wahrheiten, die schon vor Jahrzehnten aufgedeckt wurden und bewiesen sind. Was der Mensch nicht selbst in seinem Leben spürt, wird ihn nichts lehren. Ansichten der Menschen verändern sich hinsichtlich der Dinge, die sie sehen und erleben können. Was also leben wir unseren   Kindern   und anderen Menschen vor? Probieren wir aus, ob die beschriebenen Veränderungen wirklich existieren? Machen wir einfach das Reisexperiment? Setzen wir uns unterschiedlichen Musikrichtungen aus und fühlen in uns hinein, um nach eventuellen Veränderungen zu suchen? 
 Goethes Ausspruch, dass es nicht genug sei zu wissen, sondern dass wir es auch tun müssen, ist gültiger denn je. Bilder mit harmonischem Inhalt, das Lauschen auf die Geräusche der Natur, das Beobachten von Tieren in einem natürlichen Lebensraum hat direkte Auswirkungen auf den physischen Körper. Es entstehen ganz bestimmte harmonische   Gedanken  , die ihrerseits jedes Wassermolekül unseres Körpers beeinflussen. Harmonische Molekülstrukturen bewirken perfekte Körperstrukturen und das einwandfreie Zusammenarbeiten aller Organe. Der Mensch entscheidet über sein eigenes Leben. Wir sind schon frei, obwohl wir inbrünstig nach Freiheit verlangen. Wir wenden sie nur noch nicht konsequent an. Wir sind noch von der materiellen Ebene gefangen - dem Bereich, der unseren fünf Sinnen zugänglich ist. Noch machen wir uns von dem abhängig, was messbar und analysierbar ist. Aber genau damit können wir erkennen, dass alles, was wir denken und sprechen, das Materielle verändert. Wasser, als die am meisten vorkommene Substanz auf dieser Erde, hilft uns beim Erkennen dieser Wahrheiten. Es speichert alle Informationen, die ihm im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg fließen. Wir entscheiden, ob es lebenspendende oder krankmachende Informationen sind. Und wir können sie jederzeit zu unseren Gunsten verändern. 
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 Mehr zum Thema Wasser: 
   Energieplatte für hexagonales Wasser     Wasser Leitfähigkeit Messgerät     Trinkwasser-Wirbler &quot;Trinity&quot;     Energetisierungsfilter   
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            <title type="text">Was man mit Lebensmitteln außer Wegwerfen noch tun kann</title>
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                                            Millionen Tonnen einwandfreier Lebensmittel landen jedes Jahr buchstäblich in der Tonne. Aber es gibt Möglichkeiten, etwas gegen die Verschwendung zu unternehmen und viele setzen sie schon um.
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                 Kann sich noch jemand an den »Butterberg« erinnern? So wurde uns in der Schule der Umstand beigebracht, dass die EU-Bauern äußerst hohe Subventionen auf Milch bekommen. Diese führten dann dazu, dass so viel billige Butter produziert wurde, dass ein Großteil davon weggeworfen werden musste.&amp;nbsp; 
   
 Schon wegen geringer Mängel landen Lebensmittel oft auf dem Müll. 
 
 Und wer kennt noch die Redewendung von den »hungernden Kindern in Afrika«, an die man denken sollte, wenn man mal wieder seinen Teller nicht aufessen wollte? Bis heute hat sich wenig daran geändert, es ist sogar noch viel schlimmer geworden. Denn das Problem ist nicht zu viel Butter allein, oder dass jemand sein Mittagessen nicht zu Ende bringt. Nein, es geht um etwas ganz anderes. 
 Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft berichtet, dass weltweit 1,2 Milliarden Tonnen Lebensmittel einfach vergeudet werden. Die Zahl in Deutschland wirkt dagegen klein, es sind 20 Millionen Tonnen. Aber wenn ich versuche, mir diesen riesigen Berg von Lebensmitteln vorzustellen, die noch vollkommen in Ordnung sind, aber dennoch dazu verdammt, vor sich hin zu rotten, wird mir schwindelig.  Eher greifen lässt sich die Menge, wenn man sie auf Pro-Kopf-Zahlen umrechnet. Das heißt dann, dass statistisch gesehen jeder Bundesbürger rund 80 kg Lebensmittel wegwirft. Also bei vielen mehr als das eigene Körpergewicht. Ruft man sich ins Gedächtnis, dass auf unserer Erde zwei Milliarden Menschen von Mangelernährung bedroht sind und ca. 900 Millionen von Hunger, erhalten diese Zahlen noch mehr Gewicht. Wäre es nicht sinnvoll, darüber nachzudenken, wie es zu solch einer ungleichen Verteilung kommen kann? (3)   
  Warum landen so viele gute Lebensmittel einfach in der Mülltonne?    
 Ein wichtiger Grund ist das Mindesthaltbarkeitsdatum und seine Fehlinterpretation. Es ist nämlich so, dass häufig das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) mit dem Verbrauchsdatum verwechselt wird. Letzteres erkennt man am Aufdruck »zu verbrauchen bis«. Ein Lebensmittel, welches das angegebene Datum überschreitet, ist nicht mehr gut, sollte auf keinen Fall gegessen werden und landet zu Recht im Abfall.  Das MHD ist dagegen nur eine Empfehlung. Die Ware ist nach Ablauf meist noch verwendbar, teilweise sehr lange, und man kann sich mit seinen Sinnen und dem gesunden Menschenverstand von ihrer Qualität überzeugen Auch gibt es kein Verkaufsverbot. Der Anbieter muss nur überprüfen, ob die Lebensmittel noch in einwandfreiem Zustand sind. Es gibt nicht einmal eine Preisnachlasspflicht, obwohl das ja gerne gemacht wird.  Letztendlich soll das Mindesthaltbarkeitsdatum eine Orientierung sein, ist aber leicht misszuverstehen und noch dazu häufig schlecht lesbar oder zugeklebt.  Daher werden »abgelaufene« Lebensmittel der Einfachheit halber weggeworfen. 
 Noch dazu kommt, etwa bei Backwaren, dass aufgrund der Kundenwünsche manches schon einen Tag später nicht mehr verkauft werden kann. Klar kann man Brötchen vom Vortag noch essen, aber die meisten kaufen lieber neue.  Ein weiterer Grund für das Wegwerfen ist, wenn die Verpackung der Lebensmittel beschädigt oder beschmiert ist. Das sagt erst einmal gar nichts über den Inhalt aus, wird aber dennoch gemacht - weil es einfach ist und schnell geht. 
 Ganz schwierig wird es bei Obst und Gemüse. Wenn es nicht mehr schön aussieht, also Druckstellen hat, wird gnadenlos aussortiert. Da landen ganze Paletten im Müll, weil nur ein paar Früchte angeknackst sind. Diese auszusortieren würde Arbeitszeit kosten, die der Markt nicht leisten kann oder will, also wählt man auch hier den schnellen Weg.  Dabei kann selbst Ware mit Druckstellen noch problemlos gegessen werden, schließlich gibt es Messer, mit denen man die matschigen Stellen entfernen kann. 
 Letztendlich kommt noch der Wechsel im Sortiment dazu. Wenn ein Produkt »veraltet« ist und etwas neues ins Regal soll, dann fliegt das alte heraus. Egal, wie gut oder wie lange haltbar es noch ist. (1) 
   
 Containern: Ein neuer Volkssport etabliert sich. 
 
  Dumpster, Containerer und Mülltaucher    
 Die Ware landet auf dem Müll. Ende. Oder doch nicht? Hier kommen die Dumpster, Containerer oder Mülltaucher ins Spiel. Das sind Menschen, die des Nachts vorsichtig und planvoll Container der Supermärkte nach diesen noch wunderbar verwertbaren Lebensmitteln durchsuchen.  Mancher Student - die die größte Gruppe der Dumpster stellen - holt sich seine Vorräte komplett aus dem Abfall. Aber generell sind Menschen allen Alters im Finsteren bei der Nahrungssuche zu finden. Sie tun das zum einen, weil es logischerweise kostengünstig ist, zum anderen aber auch, weil viele die Nase voll von der Verschwendung haben.  Ich finde das auch völlig nachvollziehbar. Wenn es etwas gibt, was kostenlos ist, beste Qualität hat und eigentlich sinnlos verrotten müsste, warum kann man es dann nicht jemandem zukommen lassen, der etwas damit anfangen kann? (4) 
 Leider sieht die Gesetzeslage es anders. Containern ist illegal, im Prinzip ist das Mitnehmen von Müll von fremden Grundstücken Diebstahl. In der Praxis kommt es aber normalerweise nicht zu Strafanträgen, zum einen, weil keiner Lust hat, einen Diebstahl von etwas »Wertlosem« zu verfolgen, zum anderen, da Mitarbeiter und Polizisten auch Menschen sind und gerne ein Auge zudrücken, wenn sich jemand am Abfall bedient. (5) 
 Bei vielen Supermärkten findet sogar ein Umdenken statt und die abgelaufenen Lebensmittel werden nicht nur vergünstigt angeboten, sondern umsonst an Mitarbeiter oder karitative Einrichtungen abgegeben.  Meine Schwester hat beispielsweise lange in einem Bioladen gearbeitet und sehr oft konnten sie und ihre Kollegen sich nach Feierabend mit »alten« Backwaren und anderen Lebensmitteln eindecken.  Aber auch die dunkle Gegenseite existiert. So haben in Schweden die Mitarbeiter einer Lidl-Filiale abgelaufene Lebensmittel auf dem Müll (unerlaubt) mit Reinigungschemikalien vergiftet, damit Obdachlose sich nicht bedienen. Wenigstens wurden die armen Leute mit Schildern gewarnt, aber dennoch wurde ein Teil des Essens mitgenommen. (1) 
 Da stellt sich doch die Frage, warum wir als Gesellschaft so mit unserem Essen umgehen? Natürlich kann man die Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht verstehen. Sie haben berechtigterweise Angst davor, dass sich jemand mit abgelaufener Ware aus ihrem Laden den Magen verdirbt und sie müssen knapp kalkulieren und können nicht so einfach zusätzliche Mitarbeiter einstellen, die teilweise »verdorbene« Paletten umsortieren oder die Netze aufschneiden und Inhalte neu verpacken.  Dennoch ist es verrückt, was abläuft.   
  Was kann jeder einzelne tun?  
 Zum Glück kann jeder etwas gegen die Verschwendung tun. Entweder wird man selber zum Containerer oder beteiligt sich gar an einem Netzwerk wie https://foodsharing.de/, bei dem das Verwerten und Verteilen von einwandfreien, weggeworfenen Lebensmitteln professionell organisiert wird. Über 20.000 Helfer arbeiten dort ehrenamtlich daran, den falschen Überfluss einzudämmen und es wurden schon ca. 7 Millionen Tonnen Lebensmittel vor dem Abfalleimer gerettet - auch in Kooperation mit vielen Betrieben. 
 Oder wir nehmen uns ein Beispiel an den Franzosen: Im Frühjahr hat die Nationalversammlung dort beschlossen, mit einem neuen Gesetz bis zum Jahre 2025 die Nahrungsmittelverschwendung zu halbieren. Supermärkte dürfen nun keine Lebensmittel mehr wegwerfen, die sich noch zum Verzehr eignen. Abgelaufenes wird entweder günstiger angeboten, weiterverarbeitet (z.B. zu Tierfutter) oder als Spende abgegeben. Der Rest, der nicht verwendet werden kann, landet auf dem Komposthaufen. (3) 
 Aber auch im Kleinen können wir unseren Beitrag leisten. Wir können nur das kaufen, was wir auch essen können oder wollen. Wir können bei altem Obst schlechte Stellen herausschneiden und den guten Rest essen. Wir können darauf verzichten, uns Riesenvorräte anzulegen, bei denen wir dann Monate und Jahre später einen Haufen abgelaufenes Zeug in den hintersten Reihen entdecken. Und wir können uns trauen, Produkte mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum noch zu uns zu nehmen, nachdem wir sie gründlich überprüft haben. 
 Damit bauen wir zwar nicht den Butterberg ab und helfen auch nicht den Hungernden in weit entfernten Gegenden, aber wir müssen uns nicht mehr für die traurige Verschwendung von Ressourcen, Lebensmitteln, Arbeitskraft und Transportwegen schämen, die ja an der Produktion der meisten Waren hängen. Wenn sich viele am überlegten Umgang mit Nahrung beteiligen, kann mittel- bis langfristig auch etwas bewegt werden. Denn letztendlich haben wir als Konsumenten den Markt in der Hand - solange wir uns nicht von der Werbung und alten Gewohnheiten zu sehr einlullen lassen. 
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 Beiträge zu ähnlichen Theman findest Du hier: 
   Alternative Verpackungen     Die Vorteile veganer Ernährung für die Umwelt     Was können wir aktiv für die Erhaltung der Regenwälder tun?   
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  Quellen : 
  (1)http://www.dumpstern.de/ (Quelle mittlerweile offline)   (2) http://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/das-mindesthaltbarkeitsdatum-ist-kein-verfallsdatum    (3) http://www.mindesthaltbarkeitsdatum.de/abgelaufene-lebensmittel/    (4) http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/containern-lebensmittel-aus-der-muelltonne-a-1009663.html    (5) https://foodsharing.de/   
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                            <updated>2017-01-30T12:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Fracking – Umweltbedrohung aus der Tiefe</title>
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                                            Immer wieder geistert das Thema &quot;Fracking&quot; durch die Medien. Die im Jahr 2014 vorgeschlagenen Eckpunkte zu einer gesetzlichen Regelung sollten klare Verhältnisse schaffen. Leider sieht die Realität anders aus – In diesem Text wird erläutert, was Fracking ist und warum nach wie...
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                 Schon seit geraumer Zeit ist in den Medien immer wieder von Fracking die Rede. Erst vor 2 1/2 Jahren, am 04.07.2014, hat die Bundesregierung die Eckpunkte für die neuen Regelungen vorgestellt, die in Bezug auf diese umstrittene Technologie Anwendung finden sollen. Während die Bundesregierung von den „schärfsten Regelungen, die es je gab“ [1] spricht, bezeichnet die Bundestagsopposition den Vorschlag als „Fracking-Ermöglichungsgesetz“ [2]. Die Gründe, Fracking zu reglementieren oder gar zu verbieten, sind zahlreich. Bevor darauf eingegangen wird, soll aber zuvor noch erläutert werden, worum es beim Fracking überhaupt geht. 
   
  Was ist Fracking?  
 Stell Dir vor, Du würdest ein sehr tiefes Loch bohren, eine Mischung verschiedener Chemikalien hineingießen und im Anschluss versuchen, diese Flüssigkeit wieder nach oben zu pumpen. Klingt das nach einer guten Idee? Leider ist es ungefähr das, was man sich unter Fracking vorstellen muss. 
 Fracking ist eine Technik, die genutzt wird, um Erdgas zu fördern. Bei der konventionellen Erdgasförderung nutzt man Erdgaslagerstätten in Hohlräumen oder stark porösem Gestein. Fracking kommt immer dann zum Einsatz, wenn das Erdgas nur in kleinen und untereinander kaum oder schlecht verbundenen Poren lagert. Das Fracking erzeugt hierbei Risse im Gestein, durch die das Gas ausströmen und genutzt werden kann. 
  
 &amp;nbsp; 
 
 Hierfür treibt man eine horizontale Richtbohrung von bis zu 1000&amp;nbsp;m in das gashaltige Gestein. Anschließend wird mit hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Stützmitteln und Chemikalien (&quot;Frac-Gemisch&quot;) in das Bohrloch gepresst. Hierdurch werden Risse erzeugt, die durch das Stützmittel offen gehalten werden. Anschließend wird die Bohrflüssigkeit zusammen mit dem Gas wieder nach oben gepumpt. 
  Umweltprobleme  
 Die beim Fracking eingesetzten Chemikalien sind zum Teil nicht unproblematisch. Einige der eingesetzten Stoffe sind giftig, wassergefährdend oder können Krebs auslösen. Dadurch können an zahlreichen Stellen Umweltprobleme entstehen. Erstens besteht die Möglichkeit, dass es bei Transport oder Lagerung der Stoffe, bzw. an der Bohrstelle, zu Unfällen kommt und die gefährlichen Chemikalien so in die Umwelt gelangen. Zweitens ist noch nicht mit Sicherheit geklärt, ob sich das Bohrloch so abdichten lässt, dass eine Verunreinigung durchbohrter Grundwasserschichten vollkommen ausgeschlossen ist. Fracking kann somit die Grundwasserqualität und damit auch die Trinkwassersicherheit gefährden. Drittens verbleibt ungefähr die Hälfte der eingesetzten Bohrflüssigkeit in der Lagerstätte. Auch hier wäre längerfristig gesehen eine Grundwasserverunreinigung möglich. Viertens muss die abgepumpte Bohrflüssigkeit gelagert, abtransportiert und sicher entsorgt werden. Auch hier gibt es ein großes Potenzial für Unfälle mit möglicherweise verheerenden Folgen, zumal bisher  keine überzeugenden Konzepte für die umweltgerechte Entsorgung des zurückgepumpten Chemiecocktails  vorliegen (!). Verschärft wird das Problem durch den Umstand, dass mit der Bohrflüssigkeit auch unerwünschte Stoffe aus der Lagerstätte nach oben gepumpt werden, beispielsweise Schwermetalle oder mancherorts sogar radioaktive Mineralien. 
 Abgesehen von den Chemikalien ergibt sich noch ein weiteres Problem. Durch den hohen Druck, der beim Fracking zum Einsatz kommt, wird die Gesteinsstruktur massiv und nachhaltig geschädigt. Auch wenn gravierende Konsequenzen wie größere Erdbeben von Experten bisher ausgeschlossen werden, so sind längerfristige geologische Auswirkungen mindestens plausibel. 
  
 Erdgas Fördermaschine   
 
  Fracking ist ineffizient und setzt falsche Anreize  
 Fracking ist nicht sehr effizient. Nicht selten nehmen Förderraten um 70&amp;nbsp;% pro Jahr ab. Darüber hinaus ist der Bereich, der durch Fracking effektiv ausgebeutet werden kann, auf ein relativ kleines Gebiet um das Bohrloch herum beschränkt. Um eine größere Lagerstätte ausbeuten zu können, müssen somit eine Vielzahl an Bohrungen vorgenommen werden. 
 Hinzu kommt, dass Fracking auch energiepolitisch ein falsches Signal setzt. Durch Erschließung immer schwerer abzubauender fossiler Rohstoffe wird der Wechsel zu regenerativen Energiequellen weiter hinausgezögert und behindert. Es ist somit überhaupt nicht wünschenswert, eine neue Fördertechnik für einen fossilen Energieträger zu entwickeln oder auszubauen, da dieses Vorgehen Ressourcen von der Entwicklung und dem Ausbau erneuerbarer Energien abzieht. Allein aus diesem Grund wäre Fracking schon abzulehnen, selbst wenn es vollkommen gefahrlos wäre – was es aber nicht ist. 
 Somit stellt Fracking lediglich für die großen Energiekonzerne eine letzte Möglichkeit dar, mit ihrem fossilen Energiemodell noch etwas länger satte Gewinne einzufahren – auf Kosten der Umwelt, des Klimas und unserer aller Gesundheit! 
  Die politische Situation  
 Der bisher vorliegende Vorschlag der Bundesregierung lässt einige Punkte offen, die  Fracking nach wie vor möglich  machen. So bleiben Tiefbohrungen unter 3000&amp;nbsp;m zulässig und zwar  ohne Einschränkungen im Hinblick auf die Bohrflüssigkeit . Zwar sind Überwachungsmaßnahmen und Umweltschutzprüfungen angedacht, aber diese können Unfälle nicht verhindern, sondern bestenfalls frühzeitig erkennen – und das auch nur, wenn sie mit der nötigen Sorgfalt ausgeführt und kontrolliert werden. Über 3000&amp;nbsp;m ist eine Förderung aus großporigem Gestein („tight gas“) zulässig, aus Schiefer- und Kohleflöz-Schichten nur im Rahmen wissenschaftlicher Erprobungsmaßnahmen.  Eine solche Regelung öffnet dem Missbrauch Tür und Tor . So wird nicht erklärt, welche Art von Bohrung als wissenschaftliche Erprobungsmaßnahme gilt und welche nicht. 
 Fracking ist eine unnötige, unwirtschaftliche und potenziell gefährliche Technologie. Aus diesem Grunde ist es enorm wichtig, gesellschaftlichen Druck auf die Politik auszuüben, damit die bisherigen Eckpunkte vor Verabschiedung noch einmal deutlich verschärft und ein tatsächliches, ausnahmsloses Verbot der Fracking-Technologie erreicht werden kann. Eine einfache, bequeme und schnelle Möglichkeit, hier etwas zu tun, liegt darin, eine der zwei deutschlandweiten Petitionen zu unterzeichnen: 
  http://www.campact.de/fracking    https://secure.avaaz.org/de/petition/Frackingfreies_Deutschland/?pv=28   
 Wer noch mehr tun will, kann sich in einer der vielen regionalen Initiativen zu diesem Thema engagieren. Eine Übersicht findet sich hier: http://www.gegen-gasbohren.de/  
 Auf den Seiten finden sich zusätzlich auch noch weiterführende Informationen zu dem Thema.   
 &amp;nbsp; Quellen : 
  1. www.bmub.bund.de/P2378/  (Quelle mittlerweile offline)   
  2.www.gruene-bundestag.de/themen/umwelt/fracking-ermoeglichungsgesetz-der-groko_ID_4392426.html  (Quelle mittlerweile offline)   
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2017-01-09T12:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Alternative Verpackungen</title>
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                                            Alternativ verpackt - Wasser und Brot in essbaren Hüllen. Lösungsansätze für das weltweite Müllproblem.
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                 Die Erde leidet dramatisch unter den Folgen der menschlichen Besiedlung, vor allem seit dem Industriezeitalter. Wir planieren, verbrennen, verschmutzen und vermüllen unsere Umwelt - und provozieren, dass sie bald nichts mehr zu bieten hat, dass wir ihr nehmen können. Seitdem erdölhaltiges Plastik in aller Welt zum tagtäglichen Leben der Menschen gehört, finden wir es in kleinsten Partikeln an jedem Strand der ganzen Welt wieder - sogar dort, wo es gar keine Siedlungen gibt.&amp;nbsp; 
   
 Damit unsere Strände bald wieder so aussehen, brauchen wir dringend eine Lösung für das weltweite Müllproblem. 
 
 Der (nicht recycelte, sondern dort verbleibende!) Müll im Meer sähe bildlich etwa so aus: Auf jedem 30. Zentimeter Küstenabschnitt der gesamten Welt würden 5 Müllsäcke voll mit Plastikmüll stehen. Klingt unvorstellbar und ist doch nur eine Eisbergspitze von dem, was wir täglich anrichten. Millionen von Tüten treiben herrenlos durch die Meere. 
 Diese Zustände rufen die Forschung zu alternativen Umverpackungen auf den Plan. Umweltschonende Alternativen, die dem Kreislauf des Lebens wieder zugeführt werden. Ganz vorn dabei ist hier Papier, denn es ist abbaubar. Aber Moment, ist es so einfach? Nein.  Allein für die Jahresproduktion von Starbucks, einer Großkette für Kaffee, werden jährlich 20 Millionen Bäume gefällt. 320.000 lautet die Anzahl der Coffee-to-go Becher, die wir in nur einer einzigen Stunde in Deutschland von jener Kaffee-Kette kaufen. Hier lässt sich, wenn man von der Produktion des Kaffees an sich einmal absieht, mit dem selbst mitgebrachten Becher schon eine kleine Abhilfe für unsere Erde schaffen. Eine Lösung, die sich glücklicherweise immer größerer Beliebtheit erfreut. 
 Solange Plastik und Papier im Recycling-Kreislauf bleiben und wiederverwertet werden, sind wir schon einen Schritt weiter; jedoch sind Ideen, die wir uns vielleicht derzeit noch gar nicht vorstellen können, die wirkliche Zukunftsmusik. Natürlich handelt es sich hier nicht um perfekte Varianten, die sofort die ganze Welt verändern; doch nur mit neuen Ideen und Ansätzen kann sich langfristig etwas verbessern. 
  Brot in ätherischen Ölen verpackt  
 An der Staatlichen Universität von Vicosa in Brasilien wurde erfolgreich getestet, dass die antimikrobiellen Effekte von ätherischen Ölen interessant für die Haltbarmachung von leicht verderblichen Nahrungsmittel sein können. Durch verschiedene Techniken, wie das langsame Vermischen und Ultraschallbehandlungen, konnten die Wissenschaftler eine dickflüssige Emulsion als Grundbaustein für eine mögliche essbare Verpackung erzeugen. Dies war mit ätherischen Auszügen aus Oregano und Gewürznelkenblüten möglich. Um eine folienartige Konsistenz zu erreichen, mischten die Forscher nun mit Methylcellulose eine essbare Faser hinzu. 
 Tests mit konservierungsmittelfreiem Brot zeigten Ergebnisse, die in der Zukunft interessant sein könnten: Das Brot war ganze 15 Tage lang haltbar. Im Gegensatz zur herkömmlichen Plastikverpackung hielt der Ölfilm das Brot länger frisch und nutzte sich auch nicht ab. Nicht nur Brot am Stück, sondern auch bereits vorgeschnittenes Brot konnte eine derart lange Haltbarkeitsdauer in der, ausschließlich aus essbaren Materialien bestehenden, Hülle vorweisen. Interessant ist dies nicht nur für heimische Supermarktregale, sondern ebenfalls für den Transport in Regionen mit Nahrungsmittelmangel. Auch die Schimmelbildung konnte im Vergleich zu Plastik durch die Verpackung aus ätherischen Ölen deutlich verzögert werden, was auf die antimikrobiellen Wirkstoffe in den Ölen zurückzuführen ist. 
 Zusätzlich zu Nahrungsmitteln kann die Verpackung aus ätherischen Ölen ferner für medizinische Produkte und Mittel interessant werden, da sie Keime besser abhält als Plastik, robuster ist und keine giftigen Stoffe abgibt. 
  Wasser in essbaren Blasen  
 Was auf den ersten Blick wie ein Partygag klingt, ist tatsächlich Wirklichkeit: Wasser verpackt in essbaren Plastikblasen, die man sogar selbst machen kann. 
 Das zu lösende Problem: Kann ich eigentlich Wasser anders verpacken, als in Plastik oder Glas? Denn auch wenn Glas aufgrund seiner Langlebigkeit deutlich besser ist als Plastik, wird ebenfalls bei der Herstellung von Glas viel CO2 in die Atmosphäre gestoßen. 
 Die essbaren Wasserblasen bestehen aus Natriumalginat, welches aus Braunalgen gewonnen wird, Calciumlaktat und Wasser. Die exakte Rezeptur der Firma, die diese Wasserblasen herstellt und sogar Säfte darin verpackt, ist leider nicht bekannt. Unter dem Suchbegriff “edible water bottles” finden sich im Internet jedoch viele Anleitungen, so eine Blase selbst herzustellen, die zum Ausprobieren einladen. Wissenschaft zum Anfassen und Selbsterleben - ein Konzept, das schon häufig zu großen Erfolgen in der Forschung führen konnte. Denn wo viele Köpfe denken, entstehen schnell Lösungen, die lange unmöglich schienen. 
  Mehr als Recycling: Kompostierbares Verpackungsmaterial bleibt dem Kreislauf der Natur erhalten. 
 Natürlich ist diese Art des Wasser-Transportes noch nicht völlig ausgereift. Für Getränke ist es im Alltag derzeit immer noch am besten, eine   wiederverwendbare Flasche   dabei zu haben und daheim sollte man statt aus gekauften Plastikflaschen, das Wasser aus dem Hahn vorziehen und dieses im besten Falle filtern, wie mit unseren   Umkehrosmose Anlagen .  
 Auch die leckeren Schokoladen von Lovechock&amp;nbsp;und die rohveganen Gemüsechips&amp;nbsp;aus unserem Shop punkten mit einer komplett kompostierbaren Verpackung. Ferner bestehen unsere Produktdosen und -gläser aus   Green PE   sowie   Violettglas  , um die Umwelt zu schonen und Kunststoffe zu vermeiden. Auch unsere Papier-Zellophan-Nachfüllpackungen&amp;nbsp;können getrennt entsorgt werden. Jeder kleine Schritt von Dir, weniger Plastik zu konsumieren und auf natürliche Verpackungen umzusteigen, kann etwas bewirken und die Welt verändern. 
 &amp;nbsp; 
 Hier findest Du weitere Informationen im Netz:    http://www.naturalnews.com/045645_food_packaging_edible_plastic_essential_oils.html    http://dariadaria.com/2016/10/lieber-starbucks-wir-mussen-reden.html  (Quelle mittlerweile offline)    http://dariadaria.com/2016/10/wie-viel-regenwald-zerstort-dein-lifestyle.html&amp;nbsp; (Quelle mittlerweile offline)    http://dariadaria.com/2016/10/mullhalde-meer-10-wichtige-fakten-uber-plastik.html&amp;nbsp; (Quelle mittlerweile offline)    http://www.skippingrockslab.com/&amp;nbsp; (Quelle mittlerweile offline)     
 Und hier weitere themenverwandte Beiträge aus unserem Blog: 
   Müll sammeln: Jeder kann mithelfen die Umwelt zu heilen   Natürlich und kostengünstig waschen   Die Vorteile veganer Ernährung für die Umwelt&amp;nbsp;   
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2016-12-27T17:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Die Vorteile veganer Ernährung für die Umwelt</title>
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                                            Vegane Ernährung ist nicht nur gesund für unseren Körper, sie tut auch der Umwelt gut. Welche Vorteile sie für die Umwelt hat, kannst Du hier nachlesen.
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 Bildunterschrift 
 
  Der Natur riesige Flächen zurückgeben  
  Ein Bio-Landwirt, bei dem ich immer das Gemüse für meine Kochseminare holte, baut auf einigen wenigen Ackerflächen Möhren, Zwiebeln und Kartoffeln an. Es ist&amp;nbsp;beeindruckend, welche riesigen Berge von Gemüse er erntet und wie viele Menschen er durch seine kleinen Ackerflächen ernähren kann! &amp;nbsp;&amp;nbsp;    Ungefähr 90 Prozent der Ackerfläche in Deutschland werden zur Produktion von Viehfutter verwendet. Würde man die Menschen ausschließlich mit pflanzlichen Lebensmitteln versorgen, so bräuchten wir nur noch 10 Prozent der heute genutzten Anbauflächen, während wir die restlichen 90 Prozent wieder der Natur zurückgeben, sie anderweitig nutzen bzw. nachwachsende Rohstoffe anbauen könnten.   
   Genug Trinkwasser für alle  
 Ein Drittel der Weltbevölkerung leidet unter Wassermangel. Die effektivste Methode, Wasser zu sparen, ist der Verzicht auf Fleisch. Die Fleischproduktion braucht riesige Mengen an kostbarem Trinkwasser –&amp;nbsp; die Erzeugung eines Pfundes Rindfleisch benötigt 20.000 Liter Wasser . Wenn eine Person nur ein Mal darauf verzichten würde, ein Pfund Rindfleisch zu kaufen, würde sie dieselbe Menge Wasser sparen, die sie ein ganzes Jahr lang für die tägliche Duschen benötigt! Zum Vergleich: Die Erzeugung von einem Pfund Salat oder Tomaten braucht 87 Liter Wasser. Für den Anbau von Getreide, Obst und Gemüse benötigt man also nur einen winzigen Bruchteil des Wassers, welches durch die Fleischproduktion verschwendet wird. &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
  50 Prozent der Wasserverschmutzung in Europa werden durch die Massentierhaltung verursacht. Pestizide, Kunstdünger und Gülle auf den Nutzflächen für Tierfutteranbau sind der Hauptfaktor für die Verseuchung unseres Trinkwassers mit Nitrat und hochgiftigen Chemikalien. 
   Den Welthunger beenden  
 Weltweit hungern über eine Milliarde (!) Menschen, trotz einer weltweiten Getreideernte von 1,57 Milliarden Tonnen. Bei einer Weltbevölkerung von 6,6 Milliarden Menschen stünde jedem Menschen pro Tag theoretisch durchschnittlich 652 Gramm Getreide zur Verfügung. Doch 49 Prozent der weltweiten Getreideernte und 90 Prozent der Sojabohnen werden als Viehfutter (!) verwendet. 80 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen der Erde werden durch die Viehzucht beansprucht! &amp;nbsp;&amp;nbsp;  Auf den besten Böden jener Länder, wo der größte Hunger herrscht, werden Futtermittel für die USA und Europa angebaut. 60 Prozent der Futtermittel in der Massentierhaltung werden aus den Entwicklungsländern importiert. Um 1 Kilo Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7 bis 16 Kilo Getreide oder Sojabohnen. Auf der Fläche eines Grundstücks, die man braucht, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man stattdessen 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten.&amp;nbsp; Fleischverzehr ist also Nahrungsmittelvernichtung.&amp;nbsp;  Wenn die Bewohner der großen Industrienationen nur 10 Prozent weniger Fleisch essen würden, könnte mit dem frei werdenden Weizen, Mais und&amp;nbsp;Soja&amp;nbsp;die Gesamtheit der hungernden Weltbevölkerung ernährt werden.   Würden alle Menschen&amp;nbsp;  vegetarisch  &amp;nbsp;leben, würde dies das Welthungerproblem drastisch lindern und&amp;nbsp;rein rechnerisch betrachtet&amp;nbsp;sogar gänzlich beseitigen! 
  &amp;nbsp;  
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                            <updated>2016-05-09T16:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Was können wir aktiv für die Erhaltung der Regenwälder tun?</title>
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                                            Jeder kann mit seinem bewussten Einkaufs- und Konsumverhalten aktiv den Regenwald schützen. Hier erfährst Du, was Du machen kannst, um die Lungen der Erde zu erhalten.
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                <![CDATA[
                 Es gibt mittlerweile viele wundervolle Organisationen, die sich für die Erhaltung unserer ursprünglichen Wälder einsetzen, wie Greenpeace, Regenwald.org, Robin Wood und andere Gruppen, die man durch Landkauf, die Bezahlung von Wildhütern und Patenschaften durch Mitgliedsbeiträge oder Spenden unterstützen kann.  Sehr wichtig ist auch unser Kauf- und Konsumverhalten. Da der Anbau von Sojabohnen als Viehfutter für die Massentierhaltung und Weideflächen für Rinder hauptverantwortlich für Regenwaldvernichtung sind,&amp;nbsp;bedeutet eine Ernährungsweise, die weitestgehend auf den&amp;nbsp;Verzehr von Fleisch und Milchprodukten verzichtet, aktiven&amp;nbsp;Regenwaldschutz. Diese Zusammenhänge beschreibe ich&amp;nbsp;auch ausführlich in meinem&amp;nbsp;  Buch „Vegane Kochkunst“ .  
  
 Wir können mit unserem bewussten Einkaufs- und Konsumverhalten aktiv den Regenwald schützen. 
 
 Recyclingpapier nutzen 
 Wir sollten, wann immer möglich, nur Recyclingpapier&amp;nbsp;verwenden. Mittlerweile gibt es erstklassiges Drucker-&amp;nbsp;und Kopierpapier, Toilettenpapier, Küchenrollen und&amp;nbsp;Papiertaschentücher aus Altpapier. Wussten Sie, das die Firma Tempo zum Beispiel Regenwälder aufkauft und die Eingeborenen dort vertreiben lässt, um aus diesem Naturparadies eine Wüste zu machen, nur damit die Menschen sich hier die Nase putzen können?&amp;nbsp;Das Gleiche machen Firmen, die Toilettenpapier herstellen. 
 Heimische Holzsorten verwenden 
 Kaufe kein Tropenholz, stattdessen lieber heimische Sorten wie Robinie oder Kastanie, die auch sehr robust sind. Kaufe Möbel nur bei Firmen, die garantieren , dass sie kein Holz aus Urwäldern verwenden.&amp;nbsp;Viele Händler behaupten, dass ihr Tropenholz aus Plantagen stammt, ohne es nachweisen zu können. Das ist in den meisten Fällen einfach gelogen! 
 Biosprit meiden 
 Mittlerweile wird immer mehr Regenwald durch die Gewinnung von Biosprit vernichtet, besonders in Indonesien durch die Anpflanzung von Kokospalmen. Die Verwendung von Biosprit führt außerdem dazu, dass kostbare Lebensmittel wie Mais in Mexiko an Hersteller von Biokraftstoffen verkauft werden, so dass viele Menschen dort hungern müssen. 
 Kampagnen unterstützen 
 Zu guter Letzt: Es gibt noch eine wundervolle Möglichkeit, aktiv etwas für die Regenwälder zu tun, was nur ein klein wenig Zeit erfordert, aber sehr effektiv ist: Auf der Webseite&amp;nbsp;  https://www.regenwald.org/  &amp;nbsp;kann man an Email-Unterschriftenaktionen gegen regenwaldvernichtende Projekte teilnehmen. Diese Kampagnen waren schon häufig sehr erfolgreich!   Es gibt unzählige Dinge, die wir tun können, und die einen wirklichen Unterschied machen. Je mehr Menschen sich für die Heilung der Erde engagieren, besonders durch ihre bewusste Lebensweise, desto mehr werden durch unser Beispiel ermutigt, das Gleiche zu tun.     Hier erfährst Du mehr über die Regenwaldkräuter   
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                            <updated>2016-05-04T15:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Wie wird eigentlich Leder hergestellt?</title>
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                                            Die Verwendung von Leder in der Kleidung und in Gebrauchsgegenständen trägt zur Ausbeutung von Tieren bei, da Leder kein „Nebenprodukt“ der Fleischindustrie ist. In diesem Artikel erfährst Du, dass die Gewinnung von Leder nicht nur großes Tierleid verursacht, sondern auch die ...
                                        ]]>
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                  Als „Leder“ bezeichnet man die chemisch und mechanisch behandelte Haut von Tieren. Leder ist ein häufig vorkommender Bestandteil vieler alltäglicher Gebrauchsgegenstände. Schuhe, Gürtel, Kleidung, Geldbörsen und Handtaschen werden oft aus Leder hergestellt, genauso auch Autositze, Sofas, Fußbälle und Sättel. Leder gilt als Naturprodukt mit Tradition und fällt angeblich als reines „Nebenprodukt“ der Fleischindustrie an, weshalb viele Menschen, die den Gebrauch von Lederwaren rechtfertigen, damit argumentieren, dass zur Ledergewinnung keine Tiere getötet oder gequält werden müssen. Ich bin diesem Thema auf den Grund gegangen und was ich dabei herausgefunden habe, hat mich wirklich erschreckt.  
   Leder ist kein Abfallprodukt der Fleischindustrie   
     
  Vegan zu leben heißt mehr als sich pflanzlich zu ernähren. Denn auch viele Gebrauchsgegenstände enthalten tierische Produkte. Alles, was aus Leder, Wolle und Seide hergestellt wird, verursacht Tierleid. Auch in Kosmetika und Reinigungsmitteln können sich tierische Bestandteile verstecken.  
 
  Die Annahme, Leder sei lediglich ein Abfallprodukt der Fleischindustrie und für seine Gewinnung müssten keine Tiere sterben, ist weit verbreitet. Aus diesem Grund haben viele Menschen auch keine Probleme damit, Lederwaren zu verwenden. Das mag vielleicht auf die Gewinnung von Leder innerhalb Deutschlands zutreffen, allerdings wird dadurch nur ein minimaler Bruchteil des wirklichen Bedarfs der deutschen Lederindustrie gedeckt. Der größte Teil des verarbeiteten Leders wird aus „Billiglohnändern“ wie China, Brasilien, Indien, Bangladesch und Vietnam importiert. Dort herrschen teilweise grausame Bedingungen, was die Haltung und Tötung der Tiere, aber auch was die Arbeitsbedingungen angeht. Kinderarbeit ist auch im Bereich der Ledergewinnung keine Seltenheit. Als Verbraucher hat man keine Chance nachzuprüfen, aus welchem Land das verarbeitete Leder stammt. Bezeichnungen wie „Made in Germany“ sagen nur aus, dass die Fertigung der Produkte in Deutschland erfolgt ist, jedoch nicht, von wo das Leder stammt. In den Ursprungsländern lässt sich Leder mittlerweile oft teurer verkaufen als Fleisch, weshalb Leder kein Abfallprodukt der Fleischindustrie mehr ist, sondern oft das Gegenteil der Fall ist.  
   Indiens heilige Kühe   
  Die Kuh gilt in Indien als heilig und es ist in den meisten indischen Regionen verboten, Kühe und Rinder zu töten und zu schlachten. Dennoch ist Indien eines der größten Exportländer für Rinderleder. Jedes Jahr werden ungefähr zwei Millionen Rinder aus Indien nach Bangladesch verfrachtet und dort unter grausamen Bedingung geschlachtet. Oft wird den Rindern aus Zeitdruck schon bei lebendigem Leib die Haut abgezogen. Ein Großteil der Kühe wird allerdings auch schon innerhalb von Indien in illegalen Schlachthöfen auf grausamste Weise getötet. Dies geschieht aus Kostengründen meistens ohne Betäubung, indem ihnen einfach die Kehle durchgeschnitten wird.  
  Offiziell ist der Tierschutz, insbesondere von Rindern, in Indien seit 1960 klar geregelt, dennoch stammt ein Großteil des Leders aus illegalen Schlachtungen. Die Tierschutzorganisation PETA hat im Jahr 2000 eine Kampagne gestartet, um dieser massiven Ausbeutung Einhalt zu gebieten. Unterstützt wurde PETA dabei vom Dalai Lama und vielen Prominenten wie Pamela Anderson, Paul McCartney und Jackie Chan. Das hat immerhin dazu geführt, dass 40 große Konzerne weltweit beschlossen haben, kein Rohleder mehr aus Indien zu importieren. Dadurch hat die indische Lederindustrie schätzungsweise einen Verlust von 68 Millionen US Doller erlitten.&amp;nbsp;  
   Leder von Krokodilen und Schlangen   
     
  Neben Rindern werden auch viele exotische Tiere allein zur Ledergewinnung gezüchtet und oft auf grausamste Weise getötet. Um an die begehrte Haut von Phythons zu kommen, werden diese bei lebendigem Leib mit ihrem Kiefer an einen Haken aufgehängt, mit Wasser vollgepumpt und dann gehäutet.  
 
  Die meisten Reptilien stehen unter Artenschutz, dennoch boomt der Markt für Schlangen- und Krokodilleder! Besonders beliebt ist das Leder der Phytonschlange. Dazu werden die lebenden Phytonschlangen mit dem Kiefer an einem Haken aufgehängt und mit Wasser vollgepumpt, damit der Körper prall gefüllt ist und das Schlangenleder sich mit einem geraden Schnitt abziehen lässt. Danach leben die gehäuteten Phythons, die als Abfall entsorgt werden, oft noch mehrere Tage, bis sie qualvoll verenden. Die Schweiz gilt weltweit als der größte Händler von Waren, die aus dem Leder exotischer Tiere hergestellt werden. Allein die Schweizer Uhrenindustrie importiert jedes Jahr über eine Million Uhrarmbänder, die aus dem Leder exotischer Reptilien hergestellt wurden.  
  Cowboystiefel, Jacken und Handtaschen aus Alligatoren- und Krokodilleder gelten als „Luxusartikel“ und erfreuen sich ebenfalls größter Beliebtheit, besonders unter den Stars der Film- und Musikindustrie. Für eine Handtasche aus Krokodilleder müssen drei Krokodile sterben. Diese werden meistens, wie auch Alligatoren, bei lebendigem Leib gehäutet! Die USA ist der größte Exporteur von Alligatorenleder. In Florida werden Alligatoren dazu in speziellen Intensivhaltungs-Farmen eng zusammengepfercht in Wasserbecken gehalten.  
    Auch andere exotische Tiere werden wegen ihrer Häute getötet   
  Viele gefährdete Wildtierarten, die offiziell nicht gejagt werden dürfen, werden jährlich wegen ihres Leders getötet. Dazu gehören Elefanten, Zebras, Wasserbüffel, Bisons, Seehunde, Walrosse, Haie, Delphine, Wildschweine, Kängurus und viele mehr. In Australien werden jährlich mehrere Millionen Kängurus gejagt und wegen ihrer Haut getötet. Die dabei zurückbleibenden verwaisten Känguruhbabys werden von der Regierung offiziell als „Kollateralschäden“ bezeichnet, die man an Ort und Stelle durch Köpfen oder harte Schläge auf den Kopf töten solle!  
   Lederwaren tragen zur Umweltverschmutzung bei und können unsere Gesundheit gefährden   
  Neben all diesen ekelhaften Grausamkeiten, welche die Menschheit den Tieren aufgrund der Gewinnung von Leder antut, ist Lederherstellung allgemein eine unverantwortliche Form der Umweltverschmutzung. Ursprünglich wurden Pflanzenstoffe zum Gerben von Leder verwendet, die keine nachteilige Auswirkung für die Umwelt hatten. Seit der Industrialisierung und Massenproduktion durch große Konzerne werden bei 85 % der weltweiten Lederherstellung Chrom-III-Sulfatsalze zum Gerben eingesetzt. Diese gelangen ins Trinkwasser und führen zu massiver Umweltverschmutzung  .  
  Für die Herstellung und Gerbung von 200-250 kg Leder werden bis zu 500 kg solcher Chemikalien benötigt, die auch teilweise ins Leder übergehen. Bei minderwertiger Verarbeitung können aus solchen Chrom-III-Sulfaten gefährliche Chrom-VI-Verbindungen entstehen, die anhand der Bestimmung des deutschen Bedarfsgegenständegesetzes nicht oder nur vorübergehend mit der Haut in Kontakt kommen sollen, da diese als kanzerogen, also krebserregend, eingestuft werden.  
     
  Doch nicht nur Tiere müssen für die Herstellung von Lederwaren leiden. Auch die Natur wird ausgebeutet. Unzählige Quadratkilometer Regenwald sind der Lederherstellung zum Opfer gefallen. Außerdem werden für die Gerbung von Leder hochgiftige Chemikalien benötigt, die unsere Umwelt belasten.  
 
  Diese Chrom-VI-Verbindungen werden bei Stichproben immer wieder in Lederartikeln und Bedarfsgegenständen, insbesondere in Lederschuhen, gefunden. Beim Schwitzen können sich solche Verbindungen aus dem Leder lösen und in die Haut übergehen. Dadurch werden häufig Hautirritationen und allergische Reaktionen ausgelöst und vermutlich wird auch die Entstehung von Krebs begünstigt.  
   Lederherstellung trägt zur Abholzung der Regenwälder bei   
  Brasilien gehört ebenfalls zu den größten Lederexporteuren weltweit. Für die dazu benötigte Rinderzucht wurden bislang 80 % der dortigen Regenwälder abgeholzt und vernichtet! Damit wird der Lebensraum der einheimischen Indianer und der exotischen Pflanzen und Tiere zerstört und die&amp;nbsp; Weltklima-Balance aus dem Gleichgewicht gebracht. Auch Lohnsklaverei und Kinderarbeit werden so gefördert und große Konzerne bereichern sich auf Kosten der armen Bevölkerung und der Natur. Der Verbraucher hat auch hier nicht die Möglichkeit nachzuprüfen, woher das Leder für Schuhe, Gürtel &amp;amp; Co stammt und nicht selten unterstützt jede Anschaffung eines Lederartikels die Abholzung der Regenwälder und die Ausbeutung von Menschen, Tieren und Umwelt.  
   Welche Alternativen zu Leder gibt es?   
  Jetzt fragst Du Dich vermutlich, welche Materialien Du anstelle von Leder verwenden kannst. Es gibt grundlegend zwei Arten an Lederersatzstoffen. Einmal kannst Du synthetische Materialien verwenden, wie Gummi, Mikrofaser und Polyurethan (PU). Diese sehen Leder teilweise täuschend ähnlich und übertreffen die Stabilität, Funktionalität und Langlebigkeit von Leder sogar noch. Schuhe und Funktionskleidung für den Sport- und Outdoorbereich werden aus solchen Materialien hergestellt und bieten eine günstige und vegane Alternative für Lederprodukte. Die zweite Variante sind pflanzliche Naturmaterialien, wie Bio-Hanf und Bio-Baumwolle, die beide umweltfreundlich angebaut werden und ohne den Einsatz von Pestiziden auskommen. Auch Leinen, Bast und Kork sind gute Alternativen zu Leder, die stabil und atmungsaktiv sind. Immer mehr Firmen haben sich auf pflanzliche und damit vegane Lederalternativen spezialisiert. Eine der neuesten Entwicklungen ist „Pinatex“, eine Lederalternative aus den Fasern von Ananasblättern, die als Abfall bei der Ananasernte anfallen. Diese soll laut Hersteller sowohl stabil als auch flexibel sein und der Qualität von Leder in nichts nachstehen.  
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    Quellen und weiterführende Informationen:    
   http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/leder-tierleid-und-umweltverschmutzung     http://www.peta.de/leder-aus-indien-von-wegen-heilige-kuehe#.VqTkMl5YA8o     https://www.regenwald.org/aktion/630/tieren-bei-lebendigem-leib-die-haut-abziehen-der-luxus-von-gucci-hermes-cartier-co     http://www.srf.ch/play/tv/rundschau/video/schockierende-fakten?id=56de5c9b-873f-48ed-861a-d86bffb416f3     http://www.veganeschuhe.net/argumente-gegen-lederschuhe     http://www.juris.de/purl/gesetze/_ges/BedGgstV     http://www.ananas-anam.com/pinatex/   
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                            <updated>2016-02-04T01:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Warum die Bienenpopulation zurückgeht und wie wir helfen können</title>
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                                            Die Bienen brauchen unsere Hilfe. In Folge von Monokulturen und Insektiziden sterben immer mehr Bienen aus. Doch ohne Bienen kann auch der Mensch nicht überleben. Was können wir tun, um ihnen zu helfen?
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 „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“    -Albert Einstein - 
 
  Wie schon das Genie A. Einstein wusste, sind die Bienen für den Fortbestand der Erde von immenser Bedeutung. Umso dramatischer ist es, dass es über das letzte Jahrzehnt bis heute hinweg immer wieder zum Massensterben von ganzen Bienenvölkern kam und weiterhin kommt. Der Fachbegriff hierfür lautet Colony Collapse Disorder. Die Medien berichten darüber leider nur am Rande, so dass den wenigsten Menschen bekannt ist, wie es um das Leben der Bienen auf diesem Planeten derzeit bestellt ist. Wissenschaftler versuchen seit geraumer Zeit zu ergründen, wo die Ursachen liegen könnten; zu einer einhelligen Meinung gelangten sie bisher allerdings nicht. 
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 Bienen brauchen eine Vielfalt an Blumen und Blütenpollen, um gesund zu sein. Monokulturen führen zu einer Mangelernährung und machen sie anfällig für Krankheiten und Milbenbefall   
 Alleine im vergangenen Winter 2014/2015 wurden in Deutschland 30% Verluste verzeichnet. In konkreten Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass, offiziellen Angaben zufolge, von rund 750.000 Bienenvölkern hierzulande 225.000 Völker nicht mehr existieren! 
 Als Hauptverursacher für das massenhafte Sterben der Bienen gilt unter Forschern die sogenannte Varroa-Milbe (Varroa destructor), die 1977 aus Asien nach Deutschland eingeschleppt wurde. Die Milbe ernährt sich vom Blut der Biene und kann auf diese Weise natürlich auch Krankheitserreger übertragen. Vermutet wird ebenfalls, dass über die Bisswunden eventuell Viren in den Körper der Bienen gelangen können. Sofern die Bienenvölker bei einem Befall durch besagte Milben nicht ausreichend behandelt werden, können diese vollständig zugrunde gehen. Es wird versucht, dem Milbenbefall mit möglichst umweltverträglichen Mitteln wie Ameisensäure oder Milchsäure beizukommen, was aber in der Vergangenheit nicht grundsätzlich erfolgversprechend bzw. erfolgreich war. Ein Allheilmittel gegen den Milbenbefall ist bisher nicht bekannt. 
   
 Selbstverständlich steht natürlich auch die Hand des Menschen wieder ganz oben auf der Liste möglicher Ursachen. Die Bienenvölker werden heutzutage durch die Landwirtschaft sehr stark beeinflusst. So werden teilweise ganze Bienenvölker samt ihrer Stöcke zum Bestäuben von einem Feld zum nächsten gefahren und unterliegen dabei außerordentlichen Stressfaktoren. Zumeist erwartet die Bienen zu allem Überfluss eine künstlich angelegte Monokultur. Jedes Kind weiß, dass Bienen Blumen benötigen, um ihr Überleben zu sichern. Die Blütenpollen dienen der eigenen und der Ernährung der Bienenbrut. Der Nektar liefert die nötige Energie, um das tägliche Arbeitspensum ableisten zu können. Die Bienen brauchen eine große Blumenvielfalt, um gestärkt ihrer naturgegebenen Aufgabe gerecht werden zu können. Dass eine Monokultur dieses nicht bietet, ist wohl selbsterklärend. 
 Ebenfalls einleuchtend ist, dass die Bienen aufgrund einer derartigen Mangelernährung an einem geschwächten Immunsystem leiden. Dies wiederum macht sie natürlich anfälliger für allerlei Krankheiten und besagten Milbenbefall. 
 In Bezug auf das Immunsystem sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass der von den Bienen produzierte Honig lebenswichtige Nährstoffe (Enzyme, Eiweiße, Mineralstoffe etc.) enthält, die die Bienen dringend zur Aufrechterhaltung ihrer Gesundheit und zur Bewältigung der Winterzeit benötigen! Doch der Honig wird den Bienen durch die Menschen weggenommen und durch nährstoffärmeres Industriezuckerwasser ersetzt. Die natürliche Basis für die Stärkung des Immunsystems wird den Bienen hierdurch genommen. 
 Und wie sich jeder von Euch denken kann, spielen auch die durch Menschenhand erschaffenen Insektizide eine große Rolle. Diese Theorie unterstützt ebenfalls die EU-Lebensmittelbehörde EFSA, die im Jahr 2013 ein Gutachten veröffentlichte, in dem die Schädigungen der Bienen durch die Verwendung von Insektiziden bestätigt wurde. Ein „hohes und akutes Risiko“ sähe man im Zusammenhang mit folgenden Insektiziden: Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam, die zusammenfassend Neonicotinoide genannt werden. Die EU-Kommission untersagte daraufhin ab dem 01. Dezember 2013 für eine Dauer von 2 Jahren den Einsatz dieser Mittel, wogegen die Hersteller Bayer und Syngenta vor dem Europäischen Gerichtshof aktuell klagen. Die Untersagung für lediglich 2 Jahre erscheint in den Augen von Tierschützern natürlich als eine Farce. Große Tierschutzorganisationen, wie beispielsweise Greenpeace oder der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), stellen daher entsprechende Forderungen an die Regierung und die EU. 
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 Eine Biene auf Wohnungssuche im Insektenhotel   
 Bezugnehmend auf die Neonicotinoide gehen Forscher davon aus, dass sich diese negativ auf den Orientierungssinn, die Kommunikation und die Pollensammelfähigkeit der Bienen auswirken. Viele finden nicht zu ihrem Stock zurück, fressen nicht mehr und verenden irgendwo außerhalb ihres Volkes. Dadurch wird natürlich auch die Bienenbrut nicht ausreichend versorgt. Schon kleine Mengen beeinträchtigen das Nervensystem, wie ein Team der Freien Universität Berlin im Jahr 2014 herausfand. Die Bienen unternahmen weniger Flüge und mussten sich teilweise einen ganzen Tag lang nach dem Kontakt mit dem Gift erholen. 
 Eine weitere Ursache für das Massensterben der Bienen könnte die immer mehr zunehmende Funkstrahlung sein. Wissenschaftler an der Freien Universität Berlin haben in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Göttingen in Studien herausgefunden, dass die Bienen in einem elektrischen Feld schon bei nur 50 Hertz Wechselfeldern mit Feldstärken von 110 Volt pro Meter ausgesprochen unruhig werden. Je höher die Strahlung wird, desto mehr ändert sich auch das Verhalten der Bienen. Ihr eigentlich gegen Feinde ausgerichtetes Verteidigungsverhalten richtet sich unvermittelt gegen die anderen Bienen im Stock, sie erkennen einander nicht mehr und töten sich gegenseitig, teilweise bleibt auch die Königin davon nicht verschont. Sie vernichten die eigene Brut, verkleben die Einfluglöcher und verenden letztendlich an Überhitzung des gesamten Stockes. 
 Als Konsument sollte man sich tagtäglich bewusst sein, dass den Bienen ihre fleißig gesammelte Nahrung, die für sie absolut lebenswichtig ist, in der Massenproduktion für den Supermarkt weggenommen und durch Zuckerwasser ersetzt wird. Da es sich hierbei objektiv betrachtet auch um eine Form der Tierausbeutung handelt, verzichten vegan lebende Menschen in der Regel auf Honig und greifen auf Alternativen wie Agavendicksaft oder Ahornsirup zurück. 
 Mittlerweile gibt es Imker, die sich all dieser Problematiken bewusst sind und eine sogenannte „wesensgemäße Bienenhaltung“ betreiben. Bei dieser Form der Haltung wird den Bienen eine Behausung zur Verfügung gestellt, die aus rein natürlichen Materialien wie Holz und Stroh besteht. Die Bienen bleiben größtenteils sich selbst überlassen und auch in die Vermehrung durch den Schwarmbetrieb wird nicht eingegriffen. Eine Trennung der Brutnester erfolgt nicht und ein natürlicher Wabenbau ist möglich. Der Imker entnimmt nur einen kleinen Teil des Honigs, so dass für die Bienen eine Überwinterung auf dem eigenen, für sie so wichtigen Honig gewährleistet ist. Zum Wohle der Bienen wären diese Imker also eher zu unterstützen als jene Imker, die für die Massenproduktion arbeiten. 
   Und wie steht es um die Wildbienen?    
 Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gibt es in Deutschland rund 560 Wildbienenarten, die mit der Honigbiene verwandt sind und gleichermaßen zur Bestäubung der Pflanzenwelt beitragen. Zu den Unterarten der Wildbienen gehören auch die Hummeln und eine Vielzahl anderer Bienen verschiedener Größen und Lebensweisen. Diese sind ebenfalls durch die industrielle Landwirtschaft und die Verwendung der o.g. Neonicotinoide in Gefahr. Der BUND gibt auf seiner Internetseite an, dass über die Hälfte der Wildbienen auf der „Roten Liste“ steht und sogar mehr als 30 Arten vom Aussterben bedroht sind! Auch hier besteht also Handlungsbedarf. Die gute Nachricht ist, dass jeder von uns zumindest hier auf direkte und unmittelbare Weise helfend tätig werden kann. 
 Denn eine wunderschöne Möglichkeit, die Wildbienen zu unterstützen, besteht darin, sogenannte Insektenhotels zu bauen. In diesen fühlen sich nicht nur Wildbienen und Hummeln, sondern auch Schmetterlinge, Käfer und andere Krabbeltierchen wohl. Im Internet finden sich unzählige Bauanleitungen. Man kann natürlich auch seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen und das Insektenhotel nach den eigenen Vorstellungen bauen. Es bedarf lediglich der Anschaffung von geeignetem Holz, Füllmaterial (Tannenzapfen zum Beispiel lassen sich im Wald finden) und Kaninchendraht. Natürlich sollte man darauf achten, dass die Materialien unbehandelt sind. Wer sich den Bau eines Insektenhotels nicht selber zutraut, kann käuflich eines erwerben. Je nach Größe beginnen die Verkaufspreise bei 10 € aufwärts. In Anbetracht der Tatsache, dass die Wildbienen auch UNSER Überleben sichern, sollte diese Investition für jeden von uns lohnend erscheinen. Kleine Insektenhotels lassen sich auch problemlos auf dem Balkon an der Wand befestigen, man muss nicht zwingend einen Garten besitzen. 
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 Ein Insektenhotel ist eine wunderbare Möglichkeit, den Bienen und anderen Tieren einen tollen Unterschlupf zu gewähren. Es gibt sie bereits fertig im Handel, man kann sie aber auch leicht selber bauen   
 Als Gartenbesitzer allerdings kann man den Bienen außerordentlich helfen, wenn man auf den englischen Rasen verzichtet und stattdessen eine vielfältige Blumensaat einbringt. Damit ist der Tisch für die Bienen reichlich gedeckt. Das gleiche gilt für Beete; auch hier gibt es optisch bezaubernde Blumenmischungen zu kaufen, die den Bienen die Nahrungssuche erleichtern und ihnen ausreichend Blütennektar und Pollen zur Verfügung stellen. Es bereitet große Freude, sich in den Stuhl zu setzen und den Bienen beim Sammeln zuzuschauen…und sie im Anschluss dabei zu beobachten, wie sie in das Insektenhotel „einziehen“, mietfrei natürlich :-). 
 Hinzu kommt, dass ein Insektenhotel nicht nur nützlich ist, sondern auch einen optischen Blickfang darstellt. 
 Häufig sieht man eine Biene einfach am Boden sitzen und ihren Körper pulsieren, sie ist eventuell lediglich etwas geschwächt. Nehmt Euch einen Teelöffel mit Agavendicksaft, Ahornsirup oder in Wasser aufgelöstem Vollrohrzucker und legt ihn vor der Biene ab. Ihr werdet sehen, dass sie dieses Angebot dankend annimmt und danach wieder weiterfliegt. 
 Wenn also von den rund 80 Millionen Einwohnern Deutschlands einige Hunderttausend ein Insektenhotel aufstellen und eine schöne Blumenvielfalt anbieten würden, wäre den Wildbienen schon ein Stück weit geholfen. 
  Text und Fotos:  Kerstin Ahrens   
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