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    <updated>2026-04-14T14:45:00+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Kokosöl für den Baby-Popo</title>
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                                            Für den zarten Baby-Popo besser als alle Cremes und Salben: einfaches, naturbelassenes Kokosöl!
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                 Wer ein Kind hat, das Windeln trägt, kennt das Problem: An manchen Tagen ist die Haut am Hintern gereizt, womöglich sogar stark gerötet und fügt dem kleinen Wesen heftige Schmerzen zu. Die wunden Stellen dann mit einer Chemiekeule einzuschmieren und mit einer neuen Windel zuzupacken macht es nicht besser.&amp;nbsp; 
 Für alle, die eine kostengünstige, einhundert Prozent natürliche und noch für eine Menge andere Dinge brauchbare Alternative suchen, gibt es eine wundervolle Lösung. 
 Wunde Bereiche am Hintern können bei Babys und Kleinkindern zum Problem werden. Die Ausscheidungen sammeln sich in der Windel, und obwohl diese äußerst saugkräftig ist, kommt die Haut eben doch damit in Berührung. Selbst wenn man extrem aufmerksam ist und immer wieder wechselt, kann die Zeit, in der die Haut nicht mehr frei atmen kann und gereizt wird, zu Hautrötungen führen. Diese können sogar so schlimm sein, dass es richtig brennt und dem Kind weh tut, sodass es gar nicht mehr abgeputzt, geschweige denn wieder mit einer Windel angezogen werden will.  Eine Möglichkeit wäre, das Kleine eine Weile unten ohne herumlaufen zu lassen, was aber nicht immer möglich oder erwünscht ist. 
   
 &quot;An meine Haut lasse ich nur Wasser und Kokosöl!&quot; 
 
  Herkömmliche Cremes und Salben – besser nicht  
 Viele Eltern greifen zu den &quot;herkömmlichen&quot; Cremes, Lotionen und Salben, um das Problem so in den Griff zu kriegen und dem Nachwuchs wieder zu einem weichen, schmerzfreien Babypopo zu verhelfen.  Dummerweise sind diese bekannten und oft verwendeten Mittel zum Teil pures Gift.  Denn viele von ihnen beinhalten Inhalts- oder Zusatzstoffe, die alles andere als gesund sind. 
 Etwa Mineralöle, die die Haut regelrecht von der Außenwelt abschotten und damit ihre natürliche Regulation behindern. Als Folge davon trocknet sie aus und es muss immer neu gecremt werden - in einer Art Teufelskreis. Das habe ich in meiner Jugend selbst erlebt, als ich trockene und rissige Hände hatte, und über eine Mineralöl-Creme in diesen Kreislauf geraten bin. Sobald ich nach Monaten mit cremen aufgehört hatte, ging es den Händen wieder gut.  Noch dazu reichern sich Mineralöle (die ja wie alles andere über die Haut aufgenommen werden) in den Organen an, anstatt wieder ausgeschieden zu werden. 
 Aber auch harmlos Klingendes wie chemische Konservierungsstoffe und Parfüme sind nicht ohne, denn sie gelten als häufige Allergieauslöser, lagern sich im Fettgewebe ab - sind zudem in der Muttermilch nachzuweisen - und sind schwer abbaubar.  Zu schlechter Letzt beinhalten herkömmliche Baby-Pflegeprodukte häufig auch halogenorganische Verbindungen, Formaldehyd und Formaldehydabspalter, die ebenfalls schwer abbaubar sind, sich in der Umwelt anreichern, die Haut altern lassen und als allergieauslösend sowie krebserregend gelten. [1] 
  Kokosöl: Nur das Beste für die Haut  
 Eine Alternative sind Biocremes, die nach strengen Richtlinien überprüft werden und die nur unproblematische Wirkstoffe enthalten.  Aber noch besser geht es mit einem super wirkungsvollen, reinen Naturprodukt, das im Endeffekt sogar viel günstiger ist als jede Creme: Das Kokosöl. Wirklich nur reines,   cremiges Kokosöl  . Das ist weiß, bzw. in flüssiger Form durchsichtig, wird aus Kokosfleisch gewonnen und wird bei milden bis kühlen Temperaturen fest. Es kann aber ganz leicht mit der Körperwärme des Fingers gelöst und aufgetragen werden. Es duftet wunderbar zurückhaltend, ist auch noch gut für die Hand des Elternteils und ist extrem wirkungsvoll. 
 Wir hatten mit unserer Tochter auch das Roter-Popo-Problem und sind mit Bio-Salben dagegen vorgegangen. Manchmal haben die aber nicht so gewirkt, wie wir uns das vorgestellt hatten, zudem sind sie nicht gerade billig. Also haben wir uns überlegt, dass Kokosöl, welches wir in Massen im Haus hatten, ja gut für die Haut sein soll. Daher haben wir auf unsere Intuition hörend dem Öl eine Chance gegeben und die roten, schmerzenden Stellen damit eingeschmiert.  Es grenzte fast an ein Wunder, wie schnell die Rötungen weggingen und die Haut sich wieder erholt hat. Heute benutzen wir es nur noch als Popo-Creme und seitdem tauchen wunde Stellen meist schon gar nicht mehr auf. Wenn sie doch mal etwas gegessen hat, was ihre Pipi aggressiver macht oder aus Versehen ein paar Sandkörner in die Windel geraten sind und den Hintern gereizt haben, dann mischen wir das Öl noch mit etwas   Kurkuma  . Das macht die ganze Sache zwar sehr gelb und färbt unter Umständen auch die Finger, steigert die wundstillende Wirkung aber noch einmal enorm. 
 Die Nebenwirkungen sind ... tja, es gibt keine. Ich kann mir kein besseres Mittel vorstellen. Es funktioniert, verursacht keine Schwierigkeiten und kann ohnehin noch für alles Mögliche andere genutzt werden. 
  Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Kokosöl  
 Kochen und Braten: Eine Anwendungsmöglichkeit ist beim Kochen oder Braten. Wir verwenden es gerne als Butter- bzw. Margarine-Ersatz. Man kann es genauso benutzen, es ist hitzebeständig, schmeckt angenehm mild und gut und kommt völlig ohne irgendwelche Zusatzstoffe aus. Ein Traum für Veganer und Allergiker. 
 Süßigkeiten selber machen: Was auch prima funktioniert, ist, sich Süßigkeiten damit herzustellen. Für eine leckere Schokolade etwa muss man nur Kokosöl, ein paar Haselnüsse, etwas   Kakao  , ein bisschen Wasser und etwas zum Süßen (z.B. Agavendicksaft) in einen Küchenmixer füllen. Dann kräftig durchmixen bis es cremig ist und wenn man es knackig haben will, noch in den Kühlschrank stellen. 
 Rohkost Brei: Auch für einen veganen Rohkost-Brei für das Kind haben wir es gerne verwendet. Man nehme Kokosöl, Mandelmus und etwas Frisches, z.B. Banane, Apfel oder Fenchel und mixe das alles gründlich im Küchengerät. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen. Schmeckt köstlich, ist gesund und schnell und einfach zubereitet. 
 Hautpflege: Doch auch zur Pflege ist es wunderbar geeignet. Beispielsweise kann man sich trockene oder rissige Haut damit einreiben und sie wird wieder geschmeidig. Zudem schützt das Kokosöl bis zu einem gewissen Grad vor Sonnenbrand und hält sogar Blutsauger wie Flöhe ab, denn die können seine natürlichen Inhaltsstoffe nur schwer ertragen.  Dabei hat es zwar einen Eigengeruch, der ist aber sehr dezent und man braucht keine Angst haben, sich in eine wandelnde Parfümfabrik zu verwandeln. Zumal man es ja auch noch mit ätherischen Ölen mischen kann, wenn man das möchte. 
 Wir können&amp;nbsp;Kokosöl jedenfalls nur allen empfehlen, die sich und ihrem Kind nie wieder eine schädliche Chemiekeule zumuten und ihm stattdessen mit der sanften Kraft der Natur helfen wollen.   
 Einen weiteren interessanten Blog-Beitrag zu Thema &amp;nbsp;findest Du hier:&amp;nbsp;  Ein kleines Leben beginnt windelfrei    
    Quellen:  
  [1] http://www.babynatur.de/blog/2010/12/krankmachende-babypflege-darauf-sollten-sie-beim-kauf-achten/  (Quelle mittlerweile offline)   
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2024-08-17T19:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Klinikgeburt und Hausgeburt im Vergleich</title>
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                                            Immer wieder berichten Frauen von traumatisierenden Klinikgeburten nach einer sonst glücklichen Schwangerschaft und anschließenden Schwierigkeiten mit ihrem Baby. Doch es gibt Alternativen!
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                 Ein Kind soll das Licht der Welt erblicken. Schon in wenigen Wochen wird es soweit sein. Im Schwangerschaftsvorbereitungskurs wurde empfohlen, sich möglichst früh an die Klinik der eigenen Wahl zu wenden, damit grundsätzliche Daten schon im Vorfeld aufgenommen werden können und nicht erst, wenn es so weit ist. 
 Käme Frau dieser Empfehlung nach, so würde sie ihr Kind in einem Kreißsaal zur Welt bringen. Dieser ist hierzulande ausgestattet mit modernster Technik, die jede Sekunde des Geburtsvorgangs lückenlos überwachen kann und den Ärzten eine möglichst gute Kontrolle des Geschehens ermöglicht. 
  Die Klinikgeburt  
 Damit wird die werdende Mutter zu einer Patientin. Der Geburtsvorgang wird zu einer Krankheit, von der man sie unter dem Einsatz moderner Technik aufwändig „entbinden“ muss. Die Geburt wird zu einem Prozess, dem die Frau ausgeliefert ist und den sie nur mit ärztlicher Hilfe überstehen kann. Sie gibt damit ihr Schicksal und das ihres Kindes in die Hände der Ärzte. Diese wiederum setzen alles daran, das Kind möglichst schnell zur Welt zu bringen – denn Zeit ist Geld, insbesondere im Krankenhaus. 
 Bei gleißender Halogenbeleuchtung wird der Gebärapparat regelmäßig begutachtet. Wenn es nicht schnell genug geht, wird gern nachgeholfen. Das dafür zur Verfügung stehende Sortiment reicht von wehenfördernden Mitteln über Betäubungen bis hin zu radikaleren Methoden wie Dammschnitten oder dem Kaiserschnitt. Es ist auch durchaus üblich, das Kind mit einer Zange oder einer Saugglocke ans Licht der Welt zu zerren. 
 Das Schlimmste: Oftmals berücksichtigen die Ärzte nicht die persönlichen Wünsche der werdenden Mutter. Durch den Geburtsschmerz häufig unfähig zu sprechen oder auch nur zu denken, kann diese auch oftmals gar nicht mehr deutlich äußern, dass sie eine bestimmte Form der Behandlung nicht möchte. Aber selbst, wenn sie klar und vernehmlich eine Handlung ablehnt, kann der Arzt diese dennoch vornehmen und sich darauf berufen, es habe sich um einen Notfall gehandelt. Da die Gebärende in ihrer Situation nicht zurechnungsfähig gewesen sei, habe er sich im Sinne des Patientenwohls für die entsprechende Behandlung entschieden. 
 Man muss sich das noch einmal vergegenwärtigen: Es kommt regelmäßig vor, dass Frauen während der Geburt im Kreißsaal im Kernbereich ihrer körperlichen Intimsphäre berührt werden oder dieser Bereich mit Händen oder unterschiedlichen Werkzeugen penetriert wird. Dabei entstehen mitunter schwere Verletzungen, beispielsweise beim Damm- oder Kaiserschnitt – von den seelischen Verletzungen ganz zu schweigen. All das auch gegen den erklärten Willen der Frau, manchmal sogar über ihre Bitten oder ihr Flehen, aufzuhören, hinweg! Im englischen Sprachraum spricht man hier von „birth rape“ – Geburtsvergewaltigung [ 1 ]. 
 Dabei ist ein Kaiserschnitt nicht nur medizinisch riskant, sondern auch für die Mutter-Kind-Bindung immer die schlechtere Option. Oft kann das Kind im OP nicht sofort angelegt werden, was zu massiven Stillproblemen führen kann und die kritische Bindungsphase direkt nach der Geburt stark beeinträchtigt. Das gilt umso mehr bei einem Kaiserschnitt unter Vollnarkose. Hinzu kommt, dass ein OP-Saal eine denkbar ungeeignete Umgebung für ein Neugeborenes ist. Die noch unreifen Sinne werden von dem grellen Licht und der Geräuschkulisse vollkommen überfordert. Zu allem Überfluss wird dieses so zerbrechliche Wesen auch noch von latexbehandschuhten Händen von der Mutter weggenommen, um es zu untersuchen – wahrlich nicht der optimale Start ins Leben.Es ist außerdem bedenkenswert, dass in Deutschland inzwischen in manchen Regionen 40 % der Kinder per Kaiserschnitt zur Welt kommen [ 2 ]. Das hat mehrere Gründe. Frauen wird mit Verweis auf angeblich „unkalkulierbare Risiken“ der Vaginalgeburt ein Kaiserschnitt empfohlen – ohne über die mannigfaltigen Risiken des Kaiserschnittes für Frau und Kind aufzuklären, welche die Risiken der Vaginalgeburt bei Weitem überwiegen. Auch ein angeblicher Geburtsstillstand wird oft schneller diagnostiziert, als es medizinisch sinnvoll wäre. Immerhin lässt sich ein Kaiserschnitt so gut rechtfertigen. Der Kreißsaal ist frei für die nächste Geburt und das Krankenhaus kann eine lukrative Operation mehr abrechnen. 
 Auch nach der Geburt werden die Wünsche und Bedürfnisse von Mutter und Kind oft den festgeschriebenen Abläufen im Krankenhaus geopfert. Während Studien klar belegen, dass es von großem Vorteil für das Kind sein kann, die Nabelschnur auspulsieren zu lassen, wird diese im Kreißsaal meist unmittelbar nach der Geburt abgeklemmt und durchtrennt. Doch das Blut in der Plazenta gehört zum Kreislauf des Kindes. Es in dieser Situation einem beträchtlichen Teil seines eigentlichen Blutvolumens zu berauben – meist, ohne, dass die Atmung bereits vollständig funktioniert – bedeutet, dem Kind für eine Zeit einer Blut- und Sauerstoffarmut auszusetzen. Dies kann für das Neugeborene mit Atemnot und Todesängsten verbunden sein – da ist es kein Wunder, dass die meisten Babys nach so einer Geburt schreien! 
  
 Wiegen, aber wo ist die Mama?    
 
 Es hat sich auch noch nicht in allen Geburtshilfestationen herumgesprochen, wie wichtig die ersten Minuten nach der Geburt für die Mutter-Kind-Bindung sind. Hier ist es von der Natur so vorgesehen, dass das Neugeborene mehr oder weniger unmittelbar nach der Geburt bei der Mutter trinkt und sich an der warmen Mutterbrust von den Strapazen der Geburt erholt. Dabei wird das Fundament für das so wichtige Urvertrauen gelegt. Dennoch ist es mancherorts üblich, das Kind zuvor zu wiegen, zu messen und ärztlich zu untersuchen, bevor es zur Mutter darf. Die ersten Minuten, in denen das Kind auf die Mutter angewiesen ist und zu ihr will – gewaltsam zerstört. 
 Auch nach der Geburt – sollte es nötig sein, länger im Krankenhaus zu bleiben – grassieren teilweise verheerende Zustände. So gibt es durchaus Krankenhäuser, in denen die Babys in einem separaten Säuglingszimmer untergebracht sind und der Mutter nur alle vier Stunden zum Stillen gebracht werden. Ein solches Verhalten ist für das Neugeborene notwendigerweise traumatisch. Ein Neugeborenes hat noch kein Konzept davon, dass Dinge außerhalb seiner unmittelbaren Wahrnehmung existieren. Wird es von der Mutter getrennt, erleidet es daher Existenzängste – aus Sicht des Neugeborenen wurde es soeben von der Mutter verlassen, ausgesetzt, verraten und muss nun ohne sie verhungern oder erfrieren. 
 Auch die abgeschwächte Version dieser Praxis – das Kind ist nur nachts im Säuglingszimmer – ist kaum weniger katastrophal in seinen Auswirkungen für das Kind. Das Neugeborene hat noch überhaupt keine Vorstellung von Tag und Nacht, auch hat es kein Zeitgefühl. Es braucht daher die ununterbrochene Nähe zur Mutter, am besten mit allen Sinnen – also direkt bei der Mutter, nicht in einem separaten Kinderbett. 
 Auch besteht die beständige Gefahr, zu nachteiligen Verhaltensweisen gedrängt zu werden, seien es Schnuller, ungewollte Medikation oder längst überholte Vorstellungen in Bezug auf das Stillen, die viele Stillprobleme erst hervorbringen. Das kann so weit gehen, dass viele Mütter glauben, sie hätten nicht genug Milch und beginnen, die Flasche zu geben. Dann aber lernt das Neugeborene nicht die richtige Saugtechnik an der Mutterbrust – es wird als Flaschenkind aufwachsen müssen. 
 Bei alledem sollte aber auch nicht verschwiegen werden, dass es einige wenige Kliniken gibt, die es deutlich besser machen und eine sanfte Geburt in angenehmer Atmosphäre anbieten. Manche dieser Kliniken bieten auch hebammengeleitete Kreißsäle an. So kann das Risiko einer Interventionsspirale gemindert werden. Wichtig ist aber, darauf zu achten, dass ein naturnaher und aufgeklärter Umgang mit Geburt und Versorgung des Neugeborenen wirklich in der Kultur der Klinik und der Mitarbeiter verankert wurde und nicht lediglich ein hübscher Kreißsaal zur Imagepflege vorhanden ist. 
  Die kompetente Gebärende und die Hausgeburt  
 Geburten sind keine krankhaften Vorgänge, die in einem Krankenhaus behandelt werden müssen, sondern etwas vollkommen Natürliches. Der weibliche Körper ist von der Natur ideal auf das Gebären von Kindern vorbereitet worden. Frauen, die selbstbestimmt gebären dürfen, berichten deshalb auch regelmäßig von einer tief empfundenen Zuversicht, während der Geburt. Sie verspürten ein intensives Gefühl, der Situation gewachsen zu sein und ihr Kind gesund auf die Welt bringen zu können. 
 Diese Gewissheit, die Kontrolle über das Geschehen zu haben und tatsächlich Gebärende zu sein statt Patientin, lässt sich kaum erreichen, wenn man sich in eine Klinik begibt. Die Kontrolle behält sie nur, wenn sie nicht nur die Entscheidung trifft, das Kind auf die Welt bringen zu wollen, sondern auch den Ort dafür frei und selbstbestimmt wählt, im Vertrauen auf ihre Fähigkeiten als Frau und ohne Angst. 
 Wirft man hier einen Blick ins Tierreich, so stellt man fest, dass die meisten Säugetiere sich zur Geburt Orte suchen, die sie gut kennen. Oft richten sie Orte speziell für diesen Zweck her – meist verbringen dann hier die Jungtiere auch ihre ersten Lebenswochen. In jedem Fall ist es wichtig, dass der gewählte Ort der Geburt sicher und vertraut ist. Die Geburt ist ein gewaltiges Ereignis, welches die gesamte Aufmerksamkeit der werdenden Mutter benötigt. Nichts stört hier mehr, als sich nicht vollkommen sicher zu fühlen. 
 Was liegt also näher, als diese festliche Begebenheit im vertrautesten Umfeld zu begehen, das man sich vorstellen kann? Kaum etwas ist natürlicher und sicherer, als im eigenen Heim zu gebären. Nirgendwo sonst sind die Chancen der Frau besser, vollkommen selbstbestimmt und als Herrin der Lage ihrem Kind das Leben zu schenken. 
 Etwaige GeburtshelferInnen kommen als Gast zu ihr, in ihr Haus. Dies ist eine ganz andere Situation, als jene, wenn die Frau nach Einsetzen der Wehen in einem Geburtshaus oder einem Krankenhaus um Aufnahme ersuchen muss. In diesem Fall begibt sie sich immer ein Stück in fremde Hände, auf fremdes Territorium. Notgedrungen muss sie ein Stück ihrer Selbstbestimmtheit abgeben. Als Patientin oder Klientin begibt sie sich viel eher in ein Abhängigkeitsverhältnis, als dies als Auftraggeberin im eigenen Heim der Fall ist. 
 Idealerweise unter der Anleitung einer Hebamme, kann die werdende Mutter hier die Geburt nach eigenen Vorstellungen gestalten. Das betrifft sowohl die Vorbereitung der Räumlichkeiten (Licht, Geräuschkulisse, Gerüche etc.) als auch den Ablauf der Geburt selbst. Wählt man das nächstgelegene Krankenhaus, so ist man den dortigen Gegebenheiten ausgeliefert. Bei der Hausgeburt hingegen stehen einem alle Möglichkeiten offen, die Voraussetzungen für eine natürliche Geburt nach den eigenen Wünschen zu schaffen. 
  
 Harmonie nach der Geburt.   
 
 Das schließt übrigens auch die Möglichkeit ein, nicht die eigene Wohnung oder das eigene Haus als Geburtsort auszuerwählen, sondern sich einen anderen Platz zu suchen. Vielleicht das regelmäßig besuchte Ferienhaus in der Natur? Oder vielleicht gibt es in der engeren Verwandtschaft oder Bekanntschaft jemanden mit dem idealen Platz? Was auch immer der werdenden Mutter in den Sinn kommen sollte, sie sollte sich offenen Herzens dafür entscheiden können, denn die freie Wahl des Geburtsortes ist ein Menschenrecht! [ 3 ] 
  Sicherheitsaspekte  
 In Geschichtsbüchern und historischen Romanen ist immer wieder zu lesen, dass Geburten früher hochriskant für Mutter und Kind waren und es nicht selten vorkam, dass die Geburt für die Mutter oder das Kind (oder sogar für beide) tödlich endete. Ist es da nicht schlichtweg sicherer, sich in ein Krankenhaus zu begeben, falls etwas schief läuft? 
 Auch wenn dieser Gedankengang nahe liegt, so ist er schlicht nicht zutreffend. Eine sonst unauffällige Schwangerschaft vorausgesetzt, sind Hausgeburten sogar sicherer für Mutter und Kind. Eine niederländische Studie mit insgesamt über 500.000 Geburten zeigt dies eindrücklich. Diese Studie kommt zu dem Schluss, dass bei normalen Schwangerschaften Klinikgeburten kein Stück sicherer sind als Hausgeburten, sofern die Geburten von einer zertifizierten Hebamme begleitet werden und im Notfall die Infrastruktur für eine zügige Intervention gegeben ist [ 4 ]. 
 Eine weitere kanadische Studie deutet vielmehr in die gegenteilige Richtung: Bei Geburten, die von einem Arzt betreut wurden, bestand ein fast doppelt so hohes Risiko, dass das Kind die Geburt nicht lebend übersteht als bei einer von einer Hebamme betreuten Hausgeburt. Dafür ist das Risiko von unerwünschten und unnötigen gynäkologischen Eingriffen bei Hausgeburten deutlich geringer, ebenso wie die Rate an geburtsbedingten Verletzungen [ 5 ]. 
  Die Rolle der Hebammen  
 Zwar ist die Geburt ein natürlicher Vorgang, aber es scheint für den Menschen auch natürlich zu sein, nicht allein zu gebären. Bei den meisten Natur- und Urvölkern wird die Gebärende von einer oder mehreren anderen Personen begleitet. Diese Personen stehen der Frau während der Geburt zur Seite und stützen sowie unterstützen sie, wo es notwendig ist. Manchmal sind auch Mädchen anwesend – zum Beispiel die künftige ältere Schwester – die auf diese Weise schon früh eine genaue Vorstellung vom Vorgang der Geburt bekommen. Sie erlernen somit schon weit vor ihrer ersten eigenen Schwangerschaft Geburtstechniken, die ihnen später nützlich sein können. Bei unseren nächsten Verwandten im Tierreich ist es ähnlich: Auch Gorillas beispielswiese schauen sich bestimmte Dinge voneinander ab. Gorillaweibchen werden schon früh in die Pflege von Gorillajungen einbezogen und es konnte gezeigt werden, dass Gorillas ohne diese Lernprozesse nicht in der Lage sind, ihre Jungen aufzuziehen. [ 6 ] 
 In unserer Kultur ist es eher unüblich, schon in jungen Jahren derart intensiv und eindrücklich mit dieser Thematik konfrontiert zu werden. Verschiedene Techniken werden in unserer Kultur eher „kurz vor knapp“ vermittelt – beispielsweise im Geburtsvorbereitungskurs bei einer Hebamme. Hebammen leisten aber noch mehr. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen um die Geburt und den weiblichen Körper sichern sie einen möglichst komplikationslosen Ablauf. Sie überwachen den Zustand des Babys und können in entscheidender Weise Einfluss auf die Geburt nehmen. 
 Wie wichtig Hebammen in der westlichen Kultur sind, lässt sich sehr gut an einem Land zeigen, welches seine Hebammen nahezu abgeschafft hat und Geburten zum Großteil von Ärzten in Krankenhäusern betreuen lässt: den USA. Hier sind nicht einmal bei 10 % aller Geburten Hebammen anwesend, aber bei 91 % der Geburten Ärzte. Nahezu alle Geburten (99 %) finden in Krankenhäusern statt [ 7 ]. 
 In Zusammenhang mit den zuvor zitierten Studien überrascht es dann auch nicht mehr, dass die USA bei der Kinder- und Säuglingssterblichkeit im OECD-Vergleich geradezu miserabel abschneiden. So ist die Säuglingssterblichkeit (Tod innerhalb des ersten Lebensjahres) 40 % höher als in den Niederlanden (wo rund 30 % aller Geburten Hausgeburten sind) und immerhin 31 % höher als der OECD-Durchschnitt [ 8,9 ]. Und das, obwohl die USA fast doppelt so viel Geld in ihr Gesundheitssystem stecken, wie der OECD-Durchschnitt (gemessen am Anteil des Bruttoinlandproduktes). 
 Hebammen sind somit essentiell wichtig für Mutter und Kind. Leider ist es auch um die Hebammen hierzulande derzeit nicht gut bestellt. Da auch der Beginn des Lebens nicht gänzlich frei von Risiken ist, müssen sich Hebammen im Rahmen ihrer Tätigkeit versichern. Die entsprechende Haftpflichtversicherung wurde jedoch zunehmend teurer, inzwischen kostet sie über 5000 € im Jahr [ 10 ]; und das bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 7,40 € (netto!) [ 11 ]. 
  
 Mit Unterstützung einer Hebamme kann die Mutter die Geburt nach eigenen Vorstellungen gestalten.    
 
 Inzwischen wurde zwar mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen eine Übergangslösung gefunden, die Situation bleibt jedoch angespannt. Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass Hebammen, gemessen an dem gesellschaftlichen Wert ihrer Tätigkeit, schon immer zu schlecht verdient haben – ein Problem, das sie mit anderen nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen teilen. Bei Hebammen wird dieser Missstand aber besonders deutlich, bedenkt man die Verantwortung, die eine Hebamme trägt. 
 Diese Verantwortung zeigt sich auch schon im Vorfeld der Geburt. Es gibt durchaus einige wenige Schwangerschaften, die sich nicht für die Hausgeburt eignen und es ist Aufgabe der Hausgeburtshebamme, zu entscheiden, ob eine Hausgeburt möglich ist oder nicht. Da vor allem Hebammen Hausgeburten betreuen, sind sie hier der beste Ansprechpartner. Wird die Schwangerschaftsvorsorge beim Gynäkologen gemacht, so sollte man sich dennoch spätestens in dieser Sache vertrauensvoll an eine Hebamme wenden, da nur Hebammen die nötige Erfahrung haben, die Eignung für eine Hausgeburt mit ausreichender Zuverlässigkeit beurteilen zu können und eher geneigt sind, in die natürlichen Fähigkeiten werdender Mütter zu vertrauen, als auf die Verheißungen der Gerätemedizin. 
  Fazit  
 Angesichts der Fakten zur Sicherheit der Hausgeburt und den nachteiligen Bedingungen in den Krankenhäusern sollte jede Schwangere in enger Absprache mit ihrer betreuenden Hebamme eine Hausgeburt anstreben, falls möglich. Für Mutter und Kind ist es die beste Wahl. Die Mutter kann sich während der Geburt besser entspannen und auf das Wesentliche konzentrieren, dadurch verläuft die Geburt meist reibungsloser, schmerzärmer und es kommt zu weniger Komplikationen. Außerdem muss sie nicht befürchten, dass gegen ihren Willen Eingriffe an ihr vorgenommen werden. Das Kind profitiert ebenfalls von der natürlichen Geburt. Es wird nicht ohne Not dem Risiko eines Kaiserschnitts ausgesetzt und die Mutter kann nach der Geburt ungestört auf seine Bedürfnisse eingehen. 
 Eines noch zum Schluss: Zum Einstimmen auf eine Hausgeburt gibt es kaum eine schönere Beschäftigung, als sich durch die zahlreichen Geburtsberichte zu lesen, die sich im Internet finden lassen. Entsprechende Sammlungen finden sich zum Beispiel hier: 
 http://hausgeburt.net/category/geburtsberichte/  (Link mittlerweile nicht mehr online)     http://www.hebammenblog.de/category/geburtsberichte/   (nicht nur Hausgeburten) 
 Ein besonders schönes Beispiel für eine selbstbestimmte Hausgeburt lässt sich auch in Randi Hausmanns Broschüre&amp;nbsp;„ Unter meinem Herzen “ finden. 
 Aber natürlich ist es auch lohnend, einfach in die Suchmaschine der eigenen Wahl mal die beiden Suchbegriffe „Hausgeburt“ und „Geburtsbericht“ einzugeben. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;Quellen: 
 
    1: http://traumberufhebamme.wordpress.com/2011/02/21/birth-rape/&amp;nbsp;↑  
  2: https://kaiserschnitt.faktencheck-gesundheit.de/interaktive-karten/&amp;nbsp;↑  
  3: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (ECHR), Urteil 67545/09&amp;nbsp;↑  
  4: de Jonge, A., van der Goes, B. Y., Ravelli, A. C., et al. (2009): Perinatal mortality and morbidity in a nationwide cohort of 529,688 low-risk planned home and hospital births. BJOG, 116(9), 1177-1184.&amp;nbsp;↑  
  5: Janssen, P., Saxell, L., Page, L., et al. (2009): Outcomes of planned home birth with registered midwife versus planned hospital birth with midwife or physician. Canadian Medical Association Journal, 181(6-7), 377-383&amp;nbsp;↑  
  6:&amp;nbsp;Wells, J. (2006): The role of cultural factors in human breastfeeding: adaptive behaviour or biopower. Journal of Human Ecology, 14, 39-47.&amp;nbsp;↑  
  7: Goodman, S. (2007): Piercing the veil: The marginalization of midwives in the United States. Social Science &amp;amp; Medicine, 65(3), 610-621.&amp;nbsp;↑  
  8:http://stats.oecd.org/#&amp;nbsp;↑  
  9:http://www.oecd-ilibrary.org/sites/factbook-2013-en/12/01/02/index.html?itemId=/content/chapter/factbook-2013-96-en&amp;nbsp;↑  
  10:http://www.hebammenverband.de/aktuell/nachricht-detail/datum/2014/08/05/artikel/deutscher-hebammenverband-akzeptiert-angebot-der-krankenkassen-zum-ausgleich-der-haftpflichtpraemie/&amp;nbsp;↑  
  11:&amp;nbsp;http://www.zeit.de/karriere/beruf/2013-01/beruf-hebamme/komplettansicht&amp;nbsp;↑  
 &amp;nbsp; 
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            <title type="text">Staatliche Schulen sind Gefängnisse für Kinder</title>
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                                            Staatliche Schulen werden den Bedürfnissen der Kinder nach freiem Lernen mit Freude und Begeisterung, Bewegung und echter Gemeinschaft nicht gerecht. Es ist Zeit für eine Veränderung!
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                 [inhaltsverzeichnis] 
  In diesem Beitrag erläutere ich, warum die normalen staatlichen Schulen nicht dem entsprechen, was ein Kind wirklich braucht.  
 &amp;nbsp; 
 Wie lernt ein Mensch? 
 Wenn man sich kleine Kinder anschaut, die sich von innen heraus frei entwickeln dürfen, dann stellen wir folgendes fest: Jedes Kind lernt völlig unterschiedlich, weil jedes von ihnen ein einzigartiges, besonderes Wesen ist, mit besonderen Fähigkeiten, Eigenschaften und Begabungen. Jedes hat eine unterschiedliche Lebensaufgabe und einen anderen Lebensweg. Manche Kinder lernen sehr früh, zu sprechen und zu laufen, während es bei anderen sehr lange dauern kann. Es gibt Kinder, die erst mit 7 Jahren begonnen haben, zu sprechen, und jetzt bekannte Autoren und Redner sind. Die Tatsache, dass ein Kind etwas später lernt, lässt nicht darauf schließen, dass es in diesem Bereich später nicht sehr gut sein wird. 
 Lernen funktioniert dann am besten, wenn es durch Begeisterung und Freude, von innen heraus geschieht. Wir alle haben diese Erfahrung gemacht. Wenn uns etwas wirklich interessiert, dann erfassen und lernen wir es sehr schnell. Wir brennen dafür, machen keine Pausen, vergessen zu essen und zu schlafen und werden wie von selbst quasi Experten in dieser Sache. 
 Was brauchen Kinder außerdem, um sich optimal zu entwickeln? Freiheit, Zeit, Gemeinschaft, Natur, bedingungslose Liebe, Verständnis, Bewegung, Vielfalt, Wissen um geistige und natürliche Gesetzmäßigkeiten, liebevolle, freilassende Vorbilder, welche klar und konsequent sind. 
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 Wie sieht dagegen die Realität in den staatlichen Schulen aus? 
 Um eines klarzustellen: Ich spreche hier nicht von engagierten, wundervollen Lehrern oder Ausnahmeschulen, denen das Wohlergehen der Schüler sehr am Herzen liegt, sondern vom System Schule an sich. 
 Die Schüler sind die meiste Zeit drinnen, müssen auf unbequemen Stühlen sitzen und haben zu wenig Bewegung, sie werden gezwungen, Dinge zu lernen, die sie nicht interessieren. Das Lernen beschränkt sich in der Regel darauf, das stupide zu wiederholen, was der Lehrer vorne unterrichtet. Woher kommt wohl das Wort unter-richten? Das Lernen ist nicht mit Begeisterung und Freude verbunden, sondern mit Angst und Zwang, und schon alleine deswegen nicht effektiv. So kommt es, dass wir das Meiste, was wir in der Schule lernten, längst wieder vergessen haben. 
 Die Schule fängt für viele Schüler zu früh an, sie sind oft müde und nicht aufnahmefähig. Das Lernen ist in 45-Minuten-Blöcke unterteilt, und wenn die Pausenglocke läutet, müssen alle aufhören, egal, wo sie gerade sind. Damit wird Lernen beliebig, langweilig und bedeutungslos. All diese Dinge sind von außen vorgegeben, und die Kinder lernen nicht, dem zu folgen, was ihnen ihr Inneres in jedem Moment sagt. Vielleicht wollen sie erst um 10 Uhr aufstehen, und sich drei Stunden am Stück intensiv mit einer Sache beschäftigen, oder nachts etwas Spannendes studieren. Oder einfach spielen. Man weiß mittlerweile, dass spielerisches Lernen nicht nur Spaß macht, sondern auch sehr effektiv ist. 
  
 Stundenlanges Sitzen auf Stühlen und Lernen nach Plan statt nach Interesse und Begeisterung macht aus wissbegierigen Kindern dumpfe Konsumenten des Systems. 
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 Allein die Tatsache, dass die Schule Menschen nach Leistung beurteilt und bewertet, ist menschenunwürdig. Zensuren und Prüfungen traumatisieren die Kinder und lassen sie frühzeitig lernen, dass das Leben in unserer Gesellschaft mit Angst und Schrecken verbunden ist, und dass es nicht um Freude und Lebendigkeit geht. Durch Konkurrenzdruck lernen die Kinder, gegeneinander statt miteinander zu arbeiten und sie machen oftmals die Erfahrung, dass der Stärkere, Angepasste, Unehrliche bessere Noten bekommt, während diejenigen, die versuchen, ihrer eigenen Wahrheit treu zu bleiben, mit schlechten Zensuren abgestraft werden. So werden sie er-zogen, angepasste Bürger zu werden statt freie, selbstbewusste Menschen. 
 Unterschiedliche Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen werden gezwungen, zusammen immer das Gleiche zu lernen, ob sie wollen oder nicht. Wieso maßt der Staat sich an, Menschen dazu zu zwingen, Dinge zu tun, die sie nicht wollen? Das Gelernte ist meistens abstrakt und unpraktisch, es hat mit dem realen Leben nichts zu tun. Es füttert einseitig den Verstand, während Intuition und Kreativität verkümmern. Die Dinge, die wir im Leben wirklich brauchen, werden nicht unterrichtet: Gemeinschaft zu leben, die Erde zu achten, zu meditieren, die spirituellen Gesetze anzuwenden, sich gesund zu ernähren, sich ein Haus zu bauen, Geräte zu reparieren, Obst und Gemüse anzubauen, extrem schnelles Lesen zu lernen, den eigenen Weg zu finden, achtsam zu kommunizieren, selbst gesteckte Ziele zu erreichen und so vieles mehr. 
 In den Schulklassen befinden sich immer Kinder des gleichen Alters. Das fördert Konkurrenz, und es wäre viel gesünder und natürlicher, wenn verschiedene Altersgruppen im Kontakt sind und voneinander lernen können. Kinder sollten nicht von der Gesellschaft isoliert in Kinderkasernen gesteckt werden, sondern Teil einer gesunden Gemeinschaft sein, wo Vielfalt existiert: Vielfalt an Lernmöglichkeiten, Vielfalt an kreativen Angeboten und eine Vielfalt von Menschen unterschiedlichen Alters mit verschiedenen Fähigkeiten, von denen die Kinder lernen können. 
 Was noch schlimmer ist: Vieles von dem, was in unseren Schulen unterrichtet wird, entspricht nicht der Wahrheit. Die Geschichte ist in den seltensten Fällen wirklich so passiert, sie ist immer die Geschichte der Herrschenden, die Politik entspricht der Sichtweise der herrschenden Elite und hat nichts mit der Realität zu tun. Gelehrt wird der blanke Materialismus, der alle Lebewesen zu Maschinen und Nummern macht. Werte wie Liebe, Verständnis, Frieden, Gemeinsinn, Spiritualität, Miteinander oder die Beschäftigung mit den unsichtbaren Welten der Engel und Feen werden ganz bewusst ausgeklammert. 
 Mittlerweile weiß man, dass das Lernen von Lesen, Schreiben und Rechnen nicht mehr als 100 Stunden braucht und dass Kinder, die zuhause lernen dürfen den Schulkindern in der geistigen Entwicklung 5 bis 10 Jahre voraus sind. Wozu braucht es dann noch Schulen? Wie kommt es, dass die Schulen das genaue Gegenteil sind von dem, was effektives und freudvolles Lernen wirklich bräuchte? Ist das alles ein Zufall? 
 Nein, leider steckt dahinter ein sehr bösartiges System: Die herrschende Elite versucht (bisher leider erfolgreich), die Familien zu zerschlagen, Menschen zu vereinzeln und zu isolieren, die Kinder (am besten schon als Säugling) in Krippen und Schulen zu stecken, die Alten in Altersheime, während die Eltern meistens finanziell darauf angewiesen sind aufgrund ständig steigender Lebenshaltungskosten, beide Vollzeit zu arbeiten. Auf diese Weise erzieht man sich einsame, isolierte und verwirrte Menschen, die sich nicht mehr verbinden und zusammenschließen können. Diese Menschen, denen die elementaren Lebensbedürfnisse verweigert werden, vor allem die nach Liebe und Zugehörigkeit, brauchen Ersatzbefriedigungen, um die innere Leere zu stillen. Sie werden also zu fleißigen Konsumenten und sind gleichzeitig gut regier- und kontrollierbare Arbeitssklaven für das kapitalistische System. 
 Eltern brauchen ihre Kinder, und Kinder ihre Eltern. 2 Stunden am Tag sind nicht genug, um eine wirkliche Bindung aufzubauen, um den Kindern Vertrauen, Geborgenheit und Sicherheit zu geben. Völlig fremde Betreuer können kaum eine liebevolle Bindung zu einem Kind aufbauen, vor allem, wenn es zu viele Kinder sind und die Betreuer immer wieder wechseln. 
 Konservative Bildungspolitiker sind begeistert vom Beispiel China: Dort stehen die Kinder unter permanenter staatlicher Aufsicht. Sie sind den ganzen Tag in der Schule. Wenn sie dann völlig erschöpft nach Hause kommen, dürfen sie noch für den nächsten Tag lernen und am Wochenende bereiten sie sich auf Klausuren vor. Diese Kinder kennen keine Freude oder Lebendigkeit, sie wurden ihrer Kindheit beraubt. Ein Verbrechen, getarnt unter dem Deckmantel „Bildung“. 
  
 André Stern beschreibt in seinem Buch, wie er sich selbst alles beibrachte, was er wissen wollte. Ein inspirierender Bericht über eine glückliche Kindheit ohne Schule. 
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 Menschen wie  André Stern , der sich selbst ausbildete (Unschooling), sowie Millionen von Kindern in den USA, die zu Hause lernen durften, beweisen, dass freies nichtstaatliches Lernen viel effektiver und gesünder ist. So spricht André Stern 5 Sprachen und arbeitet in verschiedenen Berufen, unter anderem als Autor, Journalist, Musiker, Komponist, Gitarrenbauer und Informatiker. 
 Deutschland und Schweden sind die einzigen Länder weltweit, wo ein Schulzwang besteht und das Unterrichten zu Hause verboten ist. Das geht so weit, dass Eltern inhaftiert werden und die Kinder den Eltern weggenommen werden, wenn der Schulzwang nicht befolgt wird. Dieses Kennzeichen einer Diktatur sollte umgehend aufgehoben werden und Kinder sollten selbst entscheiden dürfen, wo und wie sie lernen wollen. Unser sehr enges und normiertes Schulsystem führt dazu, dass die Kinder ihr volles Potential nicht entfalten können. 
 Unsere Kinder brauchen es, dass wir Vertrauen in sie haben, dass wir wissen, dass sie aus sich heraus alles entwickeln können, was sie für ein kreatives und glückliches Leben benötigen. Sie lernen von ganz alleine das, was für sie wichtig ist. Wenn sie Informationen oder Techniken brauchen, dann werden sie sich das holen. Das Leben entfaltet sich von ganz alleine. Wir brauchen es nicht kontrollieren, begrenzen und einengen. Die Wahrheit ist viel einfacher, als es uns in unserer viel zu komplizierten Gesellschaft weisgemacht wird. 
 Leben ist Freiheit, Freude und Liebe. Tief in unserem Herzen fühlt das jeder von uns. Und das sollten wir unseren Kindern vermitteln, damit wir alle eine Zukunft auf unserem Planeten haben. 
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                            <updated>2019-08-21T09:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Lasst die Kinder in Ruhe! </title>
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                                            Wie &quot;Helikopter-Eltern&quot; mit Dauerbespaßung und übertriebener Fürsorge die Selbstständigkeit ihrer Kinder behindern und wie wir unsere Kinder zu eigenständigem Handeln anregen können.
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 Kinder brauchen Herausforderungen, übermäßige Fürsorge erzieht sie zur Unselbständigkeit. 
 
 Toni ist 4 Jahre alt, möchte später Feuerwehrmann werden, findet Spaziergänge langweilig und spielt gerne in der „Ritterburg“ unter seinem Hochbett. Was er dort am liebsten spielt?&amp;nbsp; 
 App-Spiele auf dem iPad seines Papas - das er bereitwillig zur Verfügung gestellt bekommt, damit er auch mal „die Klappe hält“.  Ansonsten sieht der Tagesablauf der jungen Familie nämlich so aus: Toni will etwas und schreit einfach los, wenn er es nicht sofort bekommt. Er weiß: Wer Aufmerksamkeit möchte, muss auf sich aufmerksam machen. Und das am besten lautstark. Das führt am schnellsten zum Erfolg.  Wie letztens im Spielwarenladen. Toni hat schon einen Spielzeug-Rasenmäher zuhause. Er entdeckte dann aber im Laden das neuere Modell. Und als Papa ihm das nicht kaufen wollte, schrie Toni prompt einfach los wie am Spieß – bis Papa entnervt mit dem neuen Rasenmäher an der Kasse stand. 
 Toni hat dieses Verhaltensmuster früh gelernt: Als Baby wurde er rund um die Uhr liebevoll umsorgt – dies ist auch von großer Wichtigkeit für die Entwicklung des Kindes. Ein   Baby einfach schreien zu lassen   ist kontraproduktiv, es versteht die Zusammenhänge noch nicht und lernt dadurch im schlimmsten Fall nur, dass es mit Problemen im Stich gelassen wird. 
 Aber: Ein Kleinkind, das schon weiß, „wie der Hase läuft“, versteht den Zusammenhang „ich schreie, dann passiert etwas“ sehr wohl. Wie auch Toni. Und Toni mag es, wenn etwas passiert. Am liebsten den lieben langen Tag.  Und auch wenn er ausnahmsweise gar nicht möchte, dass etwas passiert, passiert etwas. Denn dann macht Papa sich Sorgen, dass dem Kleinen langweilig werden könnte. Und wenn es Toni nicht schnell genug schafft, seine Schnürsenkel zu binden, übernimmt Papa das auch gleich für ihn. Es könnte Toni schließlich frustrieren, wenn das Ganze nicht rasch vonstattengeht. 
 In diesem Beitrag möchte ich an alle Eltern appellieren - vor allem aber an jene Eltern, denen es so geht, wie den Eltern von Toni: „Lasst die Kinder in Ruhe!“  Was Dauerbespaßung und ständige Ängste um das Wohlergehen des Kindes anrichten können, möchte ich in weiterer Folge näher beleuchten. 
  Was Kinder brauchen: Ein kleiner Exkurs in die frühkindliche Entwicklung  
 Kinder brauchen, um eine altersgerechte Entwicklung zu durchlaufen, ein soziales Umfeld, das sich auf feinfühlige und liebevolle Art und Weise um sie kümmert. Es ist essentiell, dass die Kleinen ein enges Vertrauen zu ihren Bezugspersonen aufbauen können. Um die Bedürfnisse des Kindes zu erfüllen, sollte die Personenanzahl der Erwachsenen, die das Kind betreuen, überschaubar sein. Die Bezugspersonen sollten zudem in der Lage sein, auf die Bedürfnisse von Kindern bedarfsgerecht und rasch zu reagieren. 
 Allerdings: Allzu rasche bzw. übertriebene Fürsorge kann auch einen gegenteiligen Effekt haben. Studien, die unter Anwendung von Video-Mikroanalysen durchgeführt wurden, dokumentieren, dass es sogar Stress bei Kindern verursachen kann, wenn ihnen ihre Bezugspersonen jeden Wunsch von den Lippen ablesen und jedes Mal sofort vermeintlich passend reagieren.  Damit Kinder Impulskontrolle und das Abwägen von Situationen lernen können, sollten in der Interaktion zwischen Kind und Bezugsperson sogenannte matches ebenso vorkommen wie mismatches - also Antworten auf das Verhalten des Kindes, die nicht zu 100 % stimmig sind.  Wichtig: Auf ein mismatch sollte nach kurzer Zeit ein sogenanntes interactive repair folgen. Damit wird gewährleistet, dass die Interaktion zwischen Eltern und Kind gut funktioniert. Nur wenn ein kleines Kind eine passende Kombination aus matches, mismatches und interactive-repair-Situationen im Laufe seiner Entwicklung durchmacht, kann es sich kognitiv und emotional bestmöglich entwickeln. [1] 
  Ungefragte Hilfestellung als Frustauslöser und Lernblockade  
 Weiter oben bin ich schon kurz auf die Situation zu sprechen gekommen, in der Toni sich seine Schnürsenkel binden wollte: Sein Papa nahm ihm die Aufgabe lieber ab, um „Frust zu vermeiden“. Dass dies nicht unbedingt der richtige Weg ist, sollen die folgenden Zeilen erläutern: 
 Kinder brauchen Liebe. Was sie nicht brauchen, sind Eltern, die ihnen jede Problemstellung abnehmen und den Kindern damit die Selbstbestimmtheit absprechen. 
 Kinder brauchen Zeit und Ruhe, damit sie die ihnen gestellte Aufgabe lösen können, während sie sich darauf konzentrieren.  Was sie außerdem brauchen: Die Gewissheit, dass für den Fall der Fälle Bezugspersonen da sind, die ihnen helfen können. Die Gewissheit, dass ihnen die Schuhe gebunden werden, wenn es nach ein paar eigenen Versuchen nicht klappt, die Gewissheit, dass liebevoll ein Pflaster über die Schramme am Fuß geklebt wird und die Gewissheit, dass sie geschaukelt werden, wenn ihre Beine noch nicht den Boden erreichen. Dass Hilfestellung dann kommt, wenn sie wirklich benötigt wird. 
 Als Bezugsperson sollte man sich also bewusstmachen: Jede vorschnelle Hilfestellung, jede Unterbrechung des Spieles und jeder Ermahnung zur Vorsicht, geht mit einer Störung des Kindes in ihrem natürlichen „Flow“ einher. So nennt der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi das völlige Aufgehen des Kindes in einer Tätigkeit. Nur wenn das Kind sich ganz und gar auf etwas einlassen kann, ist es in der Lage, zu lernen, sich zu entwickeln und zu wachsen. 
 Zudem lernt ein Kind, das ständig unterbrochen wird: Meine Tätigkeit ist nicht wichtig genug. Das ständige Eingreifen in die selbstständigen Tätigkeiten des Kindes kann also auch sein Gefühlsleben auf ungesunde Art und Weise durcheinanderbringen und damit zu Entwicklungsstörungen oder Ängsten führen. Lernen beinhaltet eben „trial“ und „error“. Nur wer auch Fehler macht, lernt aus ihnen. Fehler sind Erfahrungen, die dazu beitragen, dass Kinder schon früh das „Dranbleiben“ lernen - die Fähigkeit, nicht so schnell aufzugeben. Der kleine Toni lernt nur, wie es aussieht, wenn Papa ihm den Schuh bindet, aber nicht, wie seine eigenen kleinen Fingerchen das bewerkstelligen. Zudem könnte es sein, dass er unbewusst die Nachricht übermittelt bekommt: „Mein Papa glaubt gar nicht daran, dass ich etwas eigenständig schaffe“. Wie stolz er und sein Papa gewesen wären, wenn er es selbst geschafft hätte, wird er nicht erfahren. [2] 
  Der Kinderarzt als „Mittäter“: Ein Arzt wehrt sich  
 Einer, der die immer massiveren Eingriffe der Eltern und Bezugspersonen in die natürliche Entwicklung der Kinder mit Argwohn beobachtet, ist der Kinderarzt Michael Hauch.  Für Kinder, die sich anscheinend im Unterricht nicht konzentrieren können, weil sie etwas lebhafter sind, wird häufig von Erziehern und Lehrern eine Ergotherapie angeraten, um dem angeblichen Entwicklungsdefizit entgegenzuwirken.  Dr. Hauch hat keine Lust mehr darauf, nur als „Rezeptunterschreiber“ zu fungieren und ist der Meinung:  Ein Kind, das seinen Stift falsch hält oder mit einem gewissen Alter noch nicht in der Lage ist, sich die Schuhe zu binden, kann natürlich zur Ergotherapie geschickt werden – diese Problemchen könnten aber auch einfach durch geduldiges Üben mit den Eltern aus dem Weg geräumt werden.  Viele Eltern sind aber beruflich schon zu gestresst, um auch noch mit ihren Kindern „unnötige“ Kleinigkeiten mühselig zu üben. Der einfachere und bequemere Weg besteht eben darin, das Problem einfach auszulagern und den Sprössling zur Ergotherapie zu schicken. 
 Die Quelle des Problems liegt an ganz anderer Stelle: Laut Hauch fehle es den meisten auffälligen oder verhaltensgestörten Kindern einfach an Anregung in den Familien. Gestresste Eltern bespaßen ihre Kinder gerne von morgens bis abends mittels Fernseher oder mit Videospielen, es gibt kaum gemeinsame Zeit und Wertschätzung. Unter diesen Umständen verkümmern geistige und körperliche Anlagen, die normalerweise jedes gesunde Kind in sich trägt. 
 Der Kinderarzt ist der festen Überzeugung: Physiotherapie, Lerntherapie und Ergotherapie an sich sind etwas Positives. Aber: Bei körperlich gesunden und lediglich etwas unkonzentrierten „wilden“ Kerlen und Mädels kann ausreichende Bewegung an der frischen Luft sowie ein geregelter gemeinsamer Alltag ohne ständiges Fernsehen und am-Smartphone-Hängen jede Therapie in den Schatten stellen. [3] 
  Überbehütete Sprösslinge: Was übertriebene Fürsorge mit unseren Kindern macht  
   
 Draußen an der frischen Luft zu spielen hilft bei Aufmerksamkeitsdefiziten. 
 
 „Helikopter-Eltern“ werden jene Erziehungsberechtigten zynisch genannt, die für ihre Sprösslinge immer nur das Beste wollen – und das kann kaum gut genug sein. 
 Josef Kraus ist Präsident des Deutschen Lehrerverbandes und kann über die Fürsorge mancher Eltern nur den Kopf schütteln. Mehr noch: Das übermäßige „Betüddeln“ der Kinder erfüllt ihn mit Sorge.  Seinen Beobachtungen zufolge gibt es drei Typen von Helikopter-Eltern: So unterscheidet er zwischen Transport-, Rettungs- und Kampfhubschraubern. Die von ihm so betitelten Transporthubschrauber sind jene „Eltern-Taxis“ die ihre Kinder bereitwillig und jederzeit überallhin chauffieren. Wer weiß, was auf dem wenige hundert Meter langen Schulweg so alles lauern könnte. Rettungshubschrauber möchten ihre Kinder Kraus zufolge mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln vor Unannehmlichkeiten oder Niederlagen beschützen. Das zuhause vergessene Aufgabenheft wird natürlich direkt bis ins Klassenzimmer gebracht und als Nachmittagssnack bringen Mama oder Papa am Heimweg vom Supermarkt auch gern einen kleinen Snack in der Schule vorbei.  Die Kampfhubschrauber setzen dann noch einen drauf: Das aktive Sich-Einsetzen für den Erfolg ihres Kindes steht im Vordergrund. Da wird dann auch mal nach einer schlechten Klausurnote beim Klassenvorstand gebettelt oder direkt beim Direktor das Aufsteigen in die nächste Schulstufe verhandelt. 
 Warum Josef Kraus, selbst auch Leiter eines bayrischen Gymnasiums, diese elterlichen Verhaltensweisen so bedenklich findet? In seinem Buch „Helikopter-Eltern“ beschreibt er, welche Folgen die übermäßige Fürsorge nach sich ziehen kann. Kinder werden schlicht und einfach zur Unselbstständigkeit erzogen, so Kraus.  Das könne seiner Meinung nach auch zu einem Gesellschaftswandel führen: Wenn nur noch verwöhnte, übermäßig geschonte, unselbstständige und in höchstem Maße behütete Menschen auf dieser Erde leben, fehle es dem demokratischen Gemeinwesen an der entscheidungsfähigen Basis. [4] 
  Langweile ist gut für die kindliche Entwicklung  
 Wir leben in einer Welt, die nie stillsteht. Spielzeuge geben laute, quietschende Geräusche von sich, Kindersendungen im Fernsehen kommen ohne eine Sekunde der Stille aus und die modernen Städte stecken voller Reize, die Kinder häufig nicht einordnen können und daher gestresst sind. 
 Daher ist es umso wichtiger, dass Kinder auch lernen, wieder „herunterzufahren“. Das gelingt am besten im ruhigen, eigenständigen Spiel, das zusätzlich die Konzentration und Motorik fördert.  Klar: Erwachsene sollten sich intensiv mit ihren Kindern beschäftigen – aber ein Bespaßungsprogramm rund um die Uhr ist nicht nötig. 
 Die Konsequenz einer Dauerbespaßung der Kinder: Sie lernen nicht, selbständig zu handeln und zu spielen, da es hierfür keinen Bedarf gibt. Immerhin wird das Programm durchgehend von den Erwachsenen gestaltet und eigene Ideen sind gar nicht nötig.  So wie man nicht erwarten kann, dass ein Kleinkind stundenlang vollkommen ruhig seine Bauklötze stapelt, müssen Mütter und Väter kein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr Sprössling sich an einem Sonntag auch für einige Zeit allein beschäftigt, während sie Zeitung lesen. Ein weiterer positiver Aspekt davon: Auch die Eltern können sich während dem eigenständigen Spiel der Kinder wieder etwas Zeit für sich nehmen und entspannen.  Den optimalen Mittelweg zu finden ist nicht immer leicht – aber wenn Eltern einfach intuitiver handeln und Ängste und Sorgen größtenteils ausblenden, ist dies meist der richtige Weg. 
  Kinder zum eigenständigen Handeln anregen: Spiel und Spaß vorprogrammiert  
 Optimal wäre es, wenn Eltern ihre Kinder dazu anregen, etwas eigenständig zu lösen und ihnen damit die Möglichkeit geben, kleine Erfolgserlebnisse zu feiern, während sie beschäftigt sind. Solche Anregungen könnten beispielsweise so aussehen: 
 
  Fertiges Kinderspielzeug, vor allem aus Plastik, sollte man bestenfalls vermeiden. Den Kleinen wird damit auch schnell langweilig. Ungefährliche Alltagsgegenstände lassen sich super zum Spielen zweckentfremden. Auch Malen und Basteln kann Kinder auf pädagogisch wertvolle Art und Weise stundenlang beschäftigen.  
  Sich zu verkleiden ist ein kreativer Akt und macht Kindern, die sich ohnehin ausprobieren möchten, besonders viel Spaß. Mamas und Papas ausrangierte Klamotten können also gerne auch in eine „Verkleidekiste“ wandern, die das Kind zur freien Verfügung hat.&amp;nbsp;  
  Wie in dem Artikel über das „Natur-Defizit-Syndrom“ schon ausgeführt: Die Natur ist besonders wichtig für die Entwicklung der Kinder. Also: Raus an die frische Luft – Outdoor-Aktivitäten wie sich im Schlamm wälzen, in der Sonne Räder schlagen und Sandburgen bauen machen allen Kindern Spaß und stärken zudem das Immunsystem.&amp;nbsp;  
  Ob im Garten, in der Küche oder beim Putzen: Kleine Kinder helfen besonders gerne im Haushalt. Die Kleinen können beispielsweise Teller abwaschen, Staub wischen oder ein Loch im Garten graben, in das ein Strauch gepflanzt wird. Solche Tätigkeiten stärken das Selbstbewusstsein und zeigen den Kindern, dass Haushalt auch Spaß machen kann. [5]    
 
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    Quellenangabe : 
  (1)  https://www.bpb.de/apuz/136762/wie-lernen-kleinkinder?p=all    (2)  https://www.palverlag.de/lebenshilfe-abc/lernen-durch-versuch-und-irrtum.html    (3)  http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/ein-arzt-empoert-sich-lasst-die-kinder-in-ruhe-12815971-p2.html    (4)  https://www.focus.de/wissen/praxistipps/helikopter-eltern-so-macht-zwanghafte-erziehung-kinder-zu-weicheiern_id_4875543.html    (5)  https://www.familienleben.ch/kind/erziehung/langeweile-ist-gut-fuer-kinder-254   
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                ]]>
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                            <updated>2018-01-16T17:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Ein kleines Leben beginnt windelfrei</title>
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                                            Ist es ein Naturgesetz, dass Säuglinge gewickelt werden und den ganzen Tag lang Windeln tragen müssen? Oder geht es auch anders? Hier unser Bericht über die &quot;windelfrei&quot;- Alternative!
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 So fühle ich mich viel freier! 
 
 Für viele Eltern sind Windeln ein zweischneidiges Schwert. Zum einen sind sie schön sauber, einfach und bequem. Zum anderen gibt es aber noch das leidige Wechseln. Und wer sich einmal um eine triefend schwere Windel und ihren Inhalt gekümmert hat, der weiß, dass das alles andere als blumig und angenehm ist.&amp;nbsp; 
 Daher ist es nur verständlich, dass die meisten Eltern froh sind, wenn ihre Kleinen endlich &quot;trocken&quot; sind.  Was wäre aber, wenn man von Anfang an keine Windeln benötigte? Wenn unser Nachwuchs ganz ohne Hilfsmittel trotzdem sauber sein könnte? Geht so etwas? 
 Ja, das geht, es nennt sich &quot;windelfrei&quot;. Das bedeutet - wie es der Name schon sagt -, dass man die Kinder von Anfang an frei von Windeln aufzieht und komplett darauf verzichtet. Es basiert auf der Annahme, dass Kinder schon von Geburt an mit der Fähigkeit ausgestattet sind, ihren Stuhlgang zu bemerken und auch zu kontrollieren. 
  Wie funktioniert „windelfrei“?  
 Man hört überall, dass Kinder das Aufs-Klo-Gehen genauso lernen müssen wie Laufen oder Sprechen. Wie soll sich das Kind mitteilen, wenn es einmal muss? Es kann es einem ja noch nicht sagen, oder? Die Kunst ist, sich auf die Natur zu verlassen. Man sollte in Gedanken immer ein bisschen beim Kind sein und auf es achten. Sobald man das Gefühl bekommt, es müsse doch einmal langsam wieder so weit sein mit dem Stuhlgang, dann sollte man es abhalten. Abhalten bedeutet, das Kleine sanft über einer Schüssel, einem Töpfchen, dem Klo oder einer Wiese zu halten, so dass es in Ruhe das kleine oder große Geschäft erledigen kann. Dazu passend kann man jeweils ein bestimmtes Geräusch machen, damit sich das Kind daran gewöhnt und man später durch dieses Geräusch die Ausscheidung anregen oder unterstützen kann. 
 Falls es einmal daneben geht oder weder Eltern noch Kind gemerkt haben, dass etwas kommt, sollte man auf keinen Fall schimpfen. Stattdessen stellt man die Situation einfach nur fest und macht das Malheur sauber. Also kein &quot;Was hast du denn da schon wieder gemacht?&quot;, lieber ein &quot;Oh, guck mal, da ist ja was.&quot; Im Gegenzug sollte man aber auch nicht übermäßig loben, wenn es einmal gut mit dem Abhalten geklappt hat, denn der Stuhlgang soll ja etwas ganz Normales und nicht sonderlich Erwähnenswertes sein.  Generell darf man keinen Zwang anwenden, denn alles, was mit Zwang verknüpft ist, wird weder von Groß noch Klein gerne und gut akzeptiert. 
 Mit diesen Methoden soll das Kind von Geburt an das kontrollierte Loslassen in den Topf, auf der Wiese und anderen passenden Orten gewöhnt werden. Das alles finde ich durchaus logisch, denn wir werden von der Natur nicht mit Windeln geboren. Wie bei so vielem anderen auch frage ich mich manchmal, wie wir denn in der Urzeit nur überleben konnten, ohne die ganzen unglaublich wichtigen Segnungen der Zivilisation.  In vielen Gesellschaften, vor allem den so genannten Naturvölkern, ist es übrigens üblich, die Kinder nackt am Körper zu tragen. Ausscheidungen gehören dort zum Leben dazu und werden nicht in Plastikbeutel weggesperrt. 
  Die Vorteile von „windelfrei“  
 Was bringt das Windelfrei aber uns Zivilisationsmenschen? Wo liegen die Vor- und Nachteile?  Nun, es entwickelt sich ein Kind, das von Anfang an ein bisschen selbstständig ist und vor allem ein gutes Körpergefühl hat. Die Bindung zwischen Eltern und Kindern wird gestärkt, da man im Team zusammenarbeitet, anstatt das Kleine einfach in die Windel machen zu lassen - und es kann sogar Spaß machen, wenn man das Ganze mit Freude und ein bisschen spielerisch ausführt.  Noch dazu schont es den Geldbeutel, denn Windeln sind nicht billig und man braucht buchstäblich hunderte davon im Laufe eines Baby-Lebens.  Dass man damit riesige Mengen an Ressourcen einspart und den einen oder anderen Baum und Lebensraum dadurch stehen lässt, ist einleuchtend. Aber am wichtigsten ist tatsächlich der Verzicht auf die Windel. Und zwar aus Gesundheits- und Komfort-Gründen für das Baby. Wenn so ein Kleines von Anfang an daran gewöhnt wird, nicht auf seine Ausscheidungen zu achten und es einfach laufen zu lassen, dann kommt irgendwann die Situation, die jeder herkömmliche Elternteil kennt und fürchtet. Dann wird die Windel über Nacht so richtig vollgemacht, dass sie bisweilen sogar überquillt. Morgens muss man dann die stinkenden, verschmierten und eingetrockneten Reste irgendwie abkriegen und die darunter liegende völlig überforderte und gerötete Haut reinigen. Und anstatt sie dann an der Luft heilen zu lassen, kommen irgendwelche Cremes drauf und das Ganze wird wieder luftdicht verpackt. 
 Das kommt uns allen zwar ziemlich normal vor, muss und sollte es aber nicht sein.  Es klingt wie eine Binsenweisheit, aber: Windelfrei-Kinder erledigen ihr großes Geschäft tagsüber und kommen gar nicht in die Verlegenheit, in der Nacht in ihrem eigenen Stuhl zu liegen.  Nachteile hat Windelfrei nur, wenn es nicht klappt. Dann kann es dreckig für die Umwelt werden - aber das ist auch schon alles. 
   
 Einfach wunderschön... 
 
  Eigene Erfahrungen  
 Da ich aus Erfahrung spreche, möchte ich kurz von unserem Windelfrei-Abenteuer mit unserer kleinen Maus erzählen.  Wir haben uns diverse Ratgeber zugelegt, weil wir das Konzept überzeugend fanden, uns eingelesen und dann nach der Geburt gleich losgelegt.  Natürlich gab es - wie bei allem, was nicht Mainstream ist - erst einmal verwirrte Blicke und Zweifel. &quot;Das klappt doch nie&quot;, &quot;Kinder können so etwas noch nicht&quot;, &quot;Das gibt nur eine Sauerei&quot; waren die Kommentare, hin und wieder gewürzt mit betretenem Schweigen. Allerdings haben wir in unserem Freundes- und Verwandtenkreis auch eine Menge weltoffene Exemplare, die unseren Versuch interessiert-optimistisch verfolgt haben. 
 Und was soll ich sagen: Das Einspüren in das kleine Wesen klappt tatsächlich. Man merkt einfach, ob es muss und man sollte absolut auf seine   Intuition   hören. Denn oft wischt man den Gedanken weg, weil man gerade mit etwas scheinbar viel Wichtigerem beschäftigt ist und dann hat man die Überraschung auf der Hose. Das macht aber nichts, denn man lernt, mit etwas Baby-Pipi zu leben. Die stinkt nicht und lässt sich gut   auswaschen   und wirklich viel ist es am Anfang auch nicht.  Übrigens sind wir bei allen Pipi-Unfällen niemals angekackt worden! Das beweist doch, dass bei kleinen Menschen von Anfang an ein Gefühl dafür vorhanden sein muss. 
 Alles in allem lief es zunächst erst einmal gut. Beim Spazieren im Wald haben wir sie an den Rand oder über der Wiese abgehalten, zu Hause über den Mini-Topf oder das Waschbecken.  Wenn wir einmal wohin mussten, wo man lieber keine Pipi-Spuren hinterlässt - etwa im Supermarkt - haben wir ein Tuch als Pseudo-Windel verwendet, genauso wie des Nachts.  Allerdings kam dann die erste große Herausforderung. Denn je größer unsere Tochter wurde, desto weniger hatte sie Lust, abgehalten zu werden. Sie weigerte sich, bog sich durch, streckte sich und wollte einfach nicht über das Waschbecken oder woanders hingehalten werden.  Weil wir keinen Zwang ausüben wollten, haben wir es dann gelassen. Da die Kleine eisern blieb und weiter wuchs, mussten wir irgendwann ständig riesige Pfützen wegmachen, wenn sie mal wieder keine Lust hatte, ins Töpfchen zu machen. Da es uns leider irgendwann zu stressig wurde, haben wir dann doch mit Ökowindeln angefangen. 
 Fast ein Jahr ging es ohne, jetzt im Sommer fangen wir wieder damit an (bei passendem Wetter). Sie ist mittlerweile zwei und kann sich schon bestens mitteilen; sie sagt auch, wenn sie eine Windel haben oder lieber &quot;nackig&quot; bleiben möchte. Wenn sie muss, lässt sie oft einfach laufen, aber häufig sagt sie auch Bescheid oder geht von selbst auf die Wiese oder über einen Eimer, um ihr Geschäft dort zu erledigen. Aufs offizielle Töpfchen oder Klo hat sie aber meist noch keine Lust, obwohl sie sonst immer alles so machen will wie wir Großen.    Fazit   
 Als kleines Fazit kann ich sagen, dass Windelfrei durchaus sehr gut funktioniert. Die Stimmen, die uns im Inneren und von außen das Konzept ausreden wollten, sind stumm geworden. Was für den einen oder anderen vielleicht wie eine krude Theorie klingt, ist in der Praxis durchaus umzusetzen.  Aber damit es perfekt läuft, muss das Kind auch mitmachen wollen. Wir hätten es prima gefunden, wenn wir ein komplettes Windelfrei geschafft hätten, aber auch so hat unser Kind Kontrolle gelernt und wir haben als kleinen Bonus hunderte Windeln und Euros gespart.  Beim Nächsten wollen wir es nicht über das Waschbecken halten, sondern von Anfang an auf ein Minitöpfchen setzen (soweit es geht). Je nach Charakter klappt es dann vielleicht mit dem Windelfrei, und wenn nicht, werden wir es auch überstehen. 
 Ich kann nur jedem raten, es zu versuchen, es ist eine sinnvolle und wertvolle Erfahrung. Kinder können so viel mehr als wir - und vor allem die Massenmeinung - ihnen zugestehen! Wenn du übrigens generell mehr über den natürlichen Umgang mit der   Geburt   und Säuglingen erfahren willst, dann empfehle ich Dir &quot; Unter meinem Herzen &quot;, das sich auf anregende Weise mit intuitiver Schwangerschaft und der Stillzeit beschäftigt. 
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 Empfehlung: Auch in diesem Beitrag wird ein Dogma über den Umgang mit unseren Kleinsten hinterfragt:&amp;nbsp;  Baby Led Weaning - Beikost ohne Brei   
    Quellen :    (1) &quot;Es geht auch ohne Windeln&quot;, Ingrid Bauer   (2) &quot;TopfFit!&quot;, Laurie Boucke   (3) Windelfrei - Einfach und mit Spaß&quot;, Jessica von Haeselen  
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                            <updated>2017-07-05T18:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">ADHS durch frühe Fremdbetreuung?</title>
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                                            Es kann nicht darum gehen, die Symptome von ADHS therapeutisch oder medikamentös zu &quot;behandeln&quot;, um damit das Kind anzupassen. Wir stellen die Frage nach den Ursachen.
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                 Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit werden als Leitsymptome hyperaktiver Kinder genannt. Impulsivität, im Sinne von &quot;kaum gedacht und schon in die Tat umgesetzt&quot;, wird ebenfalls ADHS zugeordnet. Doch es ist wichtig, nach den Ursachen zu fragen und nicht Symptombekämpfung zu betreiben, wie es in unserer Gesellschaft zurzeit normal ist. Das Manipulieren der Symptome bringt die Ursachen an anderer Stelle und in anderen Ausdrucksformen immer wieder hervor, bis wir begreifen, dass wir zurück zum natürlichen Ursprung müssen. Wir sollten die Welt der scheinbaren Notwendigkeiten, die nur ein krankes System erhalten werden, verlassen und wieder danach fragen, wer wir und unsere Kinder eigentlich wirklich sind. 
  Die ADHS Symptome haben Ursachen  
 Es ist nicht wirklich wichtig zu fragen, wie ADHS geheilt oder gehandhabt werden kann. Die richtige Frage lautet: Wie haben wir es geschaffen? Wie haben wir es erreicht, dass unsere Kinder plötzlich energetisch übersprudelnd durch die Welt laufen, dass sie sich nicht selbst zur Konzentration und Fixierung auf bestimmte Dinge anhalten können, dass sie Dinge nur flüchtig wahrnehmen und sich nicht wirklich auf etwas einlassen können. Möglicherweise taucht dann auch die Frage auf, ob wir vielleicht eine Welt geschaffen haben, in der ein Kind nicht leben, sondern nur funktionieren kann. Was wäre, wenn unsere Kinder uns mit ihren Symptomen zeigen, dass unser Weg das Leben zerstört? 
   
  Die Fähigkeit zu Konzentration, Ruhevermögen und Bewegungsausdruck ist in jedem Kind natürlich angelegt.  
 
 Zuerst steht die Frage im Raum, wie Kinder eigentlich zu den Fähigkeiten wie Konzentration, Ruhevermögen und Bewegungsausdruck kommen. Diese Dinge werden nicht durch einen anderen Menschen in sie hineingelegt. Sämtliche Fähigkeiten sind in einem Kind von Geburt an vorhanden und angelegt. Die Fähigkeit zu schwimmen ist in einem Säugling ebenso existent wie das Gehvermögen, die Fähigkeit zu sprechen oder eine Fremdsprache zu beherrschen. Wir können all diese Dinge nicht &quot;erlernen&quot;, weil sie nicht von außen in den Menschen eingegeben werden können wie Informationen über die Dinge der Welt. Die Fähigkeiten sind latent hinsichtlich der entsprechenden Ausdrucksfähigkeit angelegt. Diese Dinge dann praktisch zu tun, erfordert nur das Wissen, dass sie einem gegeben wurden und man sie demzufolge schon &quot;besitzt&quot; sowie die Entscheidung, sie jetzt tun zu wollen. 
 Innerhalb dieser geistigen Entwicklung des Kindes gibt es einen sehr wichtigen Bezugspunkt. Die Mutter oder den Vater. Sie sind es, die dem Kind anfangs nonverbal und später in geeigneten Worten vermitteln, wer es ist und was es kann. Ihre Aufgabe ist es, einem Neugeborenen das Gefühl von Sicherheit zu geben und die Ausstrahlung von Liebe, die aus den Augen jedes Babys spricht, zu reflektieren. Das Kind übernimmt das Verhalten der Mutter oder des Vaters, weil es im wahrsten Sinne des Wortes ein Teil von ihnen ist. Niemand wird einem Kind jemals näher sein als die eigene Mutter oder der Vater. Und auch wenn wir in einer materialistischen Welt leben, wird unser Handeln doch von Gefühlen diktiert, die aus unsichtbaren Energien entstehen. Nur weil wir bestimmte Dinge nicht mit den physischen Sinnen fassen können, existieren sie trotzdem. So auch ein elterliches Band, das die gesunde Entwicklung des Kindes gewährleisten soll. 
 Mütter und Väter können über sich hinauswachsen, wenn das Leben ihres Kindes in Gefahr ist. Sie können dann alles tun, was für den Schutz des Nachwuchses notwendig ist, auch wenn der Verstand es nicht erklären kann. Sie schützen instinktiv ihre Kinder vor Gefahren physischer, aber auch psychischer Natur. Jedes Mal, wenn Dein Gefühl &quot;Nein&quot; zu Anweisungen anderer Menschen bezüglich Deines Kindes flüsterte, war das ein Impuls des Lebens, der Dein Kind vor Schaden bewahren wollte. Doch unsere Welt besteht mittlerweile aus so vielen unnatürlichen Gewohnheiten, dass die meisten Menschen vergessen haben, dass die äußere Welt nur das Ergebnis menschlichen Profitdenkens ist, dass harmonisches Wachstum und gesunde Entwicklung aber etwas völlig anderes sind. Wir haben krankmachende Strukturen als normal deklariert und die wenigen Menschen, die auf ihr Herz hören, bezeichnen wir als krank, weil Menschen, die sich nicht anpassen wollen, einfach krank sein müssen. Wir sollten stattdessen hinterfragen, ob wir uns vielleicht durch die Übernahme von Denkmustern auf einem lebensverneinenden Weg befinden. 
 Kinder brauchen eine Mutter oder einen Vater. Die Person, die energetisch mit ihnen auf innigste Weise verbunden ist. Nicht nur einige Monate, sondern über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Denn sie bestätigt durch ihre Existenz das kindliche Wertgefühl. Die Fürsorge einer Mutter oder eines Vaters bewirkt, dass ein Kind sich willkommen fühlt, dass es anscheinend einen Platz in dieser Welt hat, und dass sein Erscheinen einen Sinn haben muss. Die Mutter oder der Vater geben dem Leben eine Form. All das wird nicht von den Eltern initiiert. Sie sind nur die ausführenden Personen. Das, was wir &quot;Leben&quot; nennen, sorgt dafür, dass sich ein kindlicher Körper bildet, dass Fähigkeiten angelegt werden, und dass der kleine Körper nach der Schwangerschaft ans Licht der Welt gebracht wird. Ist es soweit, legt das Leben in jedes Elternteil die Impulse, was zu welcher Zeit für das Kind zu tun ist. Unabhängig von jedem Erziehungsratgeber und den Vorstellungen anderer Menschen. Die Natur der Dinge lässt sich nicht ins Handwerk pfuschen und der Mensch ist ein Resultat der Natur. Nicht umgekehrt. 
   
  Mutter und Kind in Resonanz.&amp;nbsp; Interesse, Aufmerksamkeit und Konzentration der Mutter gegenüber ihrem Kind weckt genau diese Fähigkeiten in ihm. 
 
  ADHS und elterliche Liebe  
 Der Anfang aller Aufmerksamkeit in der Welt liegt in den Armen der Eltern. Sie sind es, die die Fähigkeiten des Kindes berühren und ansprechen. Erzählen wir einem Kleinkind, dass es dumm und hässlich sei, wird es sehr bald diese Worte zu seiner inneren Wahrheit machen und damit Impulse verursachen, die genau solch einen kindlichen Charakter entwickeln werden. Wenn Du Mutter oder Vater bist, dann kennst Du dieses Gefühl von maximaler Konzentration auf Dein Kind. Es geschieht ganz von selbst, es kostet keine Mühe. Du bist automatisch immer mit einem Teil Deiner Selbst bei Deinem Kind. Selbst wenn es schläft oder von einer anderen Person beaufsichtigt wird - Du bist die ganze Zeit mit ihm in Verbindung. Manchmal ist Dir das nicht bewusst, weil Du mit anderen Dingen beschäftigt bist. Aber die unsichtbare Verbindung besteht immer und nur ein Gedanke an Deinen Nachwuchs beschert Dir sofort die Wahrnehmung dieses „Einsseins“. 
 Es gibt genügend Berichte über Waisenheime in den Nachkriegsjahren und Du kennst sicher die Feststellungen, dass Kinder, denen die elterliche Liebe fehlte, in ihrer Entwicklung zurückliegen, dass sich bei ihnen bestimmte Eigenschaften und Charakterzüge nicht auf die Weise entwickelten, wie bei Kindern, die in einer intakten Familie aufwuchsen. Was fehlte, waren liebevoller Körperkontakt und Aufmerksamkeit, die Spiegelung der Grundzüge eines Neugeborenen. Wenn Dein Baby Dich anlächelt und Du lächelst nicht zurück, &quot;lernt&quot; es in diesem Moment etwas. Es spürt sein naturgegebenes Glücklichsein und bringt es einfach durch ein Lächeln zum Ausdruck. Es sendet Liebesenergie in den Raum. Wenn Du als Mutter oder Vater überlastet, traurig oder ängstlich bist, wirst Du seine Energie nicht annehmen und durch ein eigenes Lächeln bestätigen und verstärken können. Auf die liebevolle und lebensbejahende Aktion Deines Kindes erfolgt eine &quot;lauwarme&quot; Re-Aktion. Diese rückgemeldete Energie nimmt Dein Kind auf und mit der Zeit flaut das tiefempfundene Glück des Kindes ab. Es reflektiert Deinen Gemüts- und Gefühlszustand. So wichtig bist Du also, weil das Leben Deines Kindes im wahrsten Sinne des Wortes in Deinen Händen liegt. Ein Baby ist noch nicht von Ängsten besetzt, es kennt noch nicht die Unmöglichkeiten, mit denen Du Dich jeden Tag konfrontiert siehst. Es zeigt Dir, wer Du am Anfang Deines Lebens warst. Es erinnert uns an unser wirkliches Wesen. So lange, bis wir sein Glücklichsein mit unseren Sorgen und einem angepassten Leben verdeckt haben. Schau einem Dreijährigen in die Augen und Du wirst nicht mehr das sehen können, was in den Augen eines Säuglings lebt. 
 Wenn Du Dir hingegen die Zeit nimmst, für Dein Kind da zu sein, werden beide davon profitieren. Ein Mangel an Konzentrationsfähigkeit beschreibt nur, dass das betreffende Kind nicht genügend Aufmerksamkeit bekam. Nicht im Sinne des physischen Versorgens, es geht um den Mangel an mütterlicher oder väterlicher Liebesenergie. Wir sind kein „Klumpen Fleisch“. Würden wir in den Schulen die Wahrheit lehren, dann müsste Kindern beigebracht werden, dass jedes kleinste materielle Teilchen in seinem ursprünglichen Wesen Licht ist. Energie. Wir sagen, dass wir uns antriebslos fühlen, ohne Energie, aber wir berücksichtigen diese Wahrheiten nicht, wenn es um den Anfang des menschlichen Lebens geht. Wird ein Kind nur materiell versorgt, fehlt also die gefühlsmäßige Beziehung seitens der Eltern, werden Defizite entstehen müssen, weil verschiedene Fähigkeiten im Kind auf der energetischen Ebene nicht aktiviert werden. Das geschieht nur durch warmherzige, fürsorgliche, liebevolle Eltern. Diese Eigenschaften sind energetischer Natur. Das Baby sieht die Mutter oder den Vater strahlend an, diese/r nimmt diese liebevolle Energie in sich auf und gibt sie durch ein echtes und warmherziges Lächeln in vielfacher Stärke an das Kind zurück. Dadurch erfolgt die Rückmeldung für das Baby, dass sein Ausdruck in Ordnung war. Der Kreis schließt sich, die Erfahrung ist eingespeichert und für das Kind jederzeit erreichbar. Lächelt es jedoch die Eltern an und geht es diesen nicht gut, sodass ihr Lächeln eher geistesabwesend und ohne innere Herzensbeteiligung erfolgt, empfängt das Kind eine völlig andere energetische Rückmeldung, als es ausgesendet hat. Seine Energie wird geschwächt. Die Lebenskraft wird gemindert. Passiert das dauerhaft, wird sich das glückliche und zufriedene Wesen des Kindes sehr schnell verändern. Viele angelegte Eigenschaften werden nicht berührt, sodass die Entwicklung langsamer verlaufen wird. Wir machen dann die Gene dafür verantwortlich, aber es ist in Wahrheit die Prägung durch erwachsenes Verhalten, die das Kind im Säuglingsalter erfährt. 
 Es ist ganz einfach - schenken die Eltern dem Kind Aufmerksamkeit, spürt das Kind vor sich einen Menschen, der sich auf etwas konzentriert. Diese bestimmte Form von Energie wird gleichzeitig in dem Kind berührt und damit aktiviert. Je mehr Aufmerksamkeit das Kind erfährt, je mehr es also spürt, dass da jemand ist, der an seinem Sein und Handeln interessiert ist, desto mehr Leben wird das Kind ausdrücken können. Erlebt das Kind die Mutter oder den Vater als einen liebevollen, aufmerksamen und gebenden Menschen, werden diese latenten Fähigkeiten in ihm bestätigt und für den Zeitpunkt verfügbar gemacht, in dem das Kind die bewusste Entscheidung für den Ausdruck trifft. ADHS beschreibt ein sogenanntes Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Ein Kind kann aber nur zum Ausdruck bringen, womit es bereits in Verbindung ist. Hat es die mütterliche oder väterliche, bedingungslose Aufmerksamkeit nicht erleben können, wird es nur schwer in der Lage sein, seine Aufmerksamkeit auf einen Punkt zu konzentrieren. Es hat diese Fähigkeit in sich noch nicht gefunden, weil sie ihm im Außen noch nicht vorgelebt wurde. 
   
 Eine Kita-Gruppe kann die Familienenergie nicht ersetzen. 
 
  Wenn die Liebesenergie durch Fremdbetreuung fehlt  
 Wenn eine Mutter oder ein Vater solch großen Einfluss auf das neugeborene Leben haben, wieviel mehr kann durch Fremdbetreuung geschehen? Gruppenbetreuung lässt keinen intensiven Einzelkontakt zu. Ein Kind ist immer irgendwie Teil der Gruppe und nicht es selbst. Die Bedürfnisse nach Nahrung, Sauberkeit und Ansprache werden auf materieller Ebene erfüllt, aber es gibt keine verbindende Energie. Dieses Element zeichnet beispielsweise eine Familie aus - es gibt mehrere Familienmitglieder und alle kommen mehr oder weniger gut miteinander aus, weil es eine &quot;Familienenergie&quot; gibt, die alle prägt. Im Kindergarten oder der Schule werden Kinder in Gruppen untergebracht, in denen jedes Kind eine eigene Ausstrahlung einbringt. Zehn Kinder - zehn verschiedene Energiemuster. Dreißig Kinder - dreißig verschiedene Charaktere und Weltanschauungen und kein gemeinsamer kleinster Nenner. Solange es nur Betreuung aufgrund von Bezahlung gibt, wird sich an diesen Orten nichts ändern können, weil der Lauteste die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird sowie die Kinder, die die Vorgaben erfüllen. Alle anderen gehen leer aus. Ohne Aufmerksamkeit. Ohne Akzeptanz für das eigene Selbstwertgefühl und ohne das Gefühl, dass es einen intrinsischen Grund für das eigene Vorhandensein auf dieser Welt geben muss. 
  Die Kinder sind nicht krank  
 Diese Erfahrungen, sei es in der Ursprungsfamilie oder durch die frühe Unterbringung in einer Einrichtung - bewirken mangelhaft angesprochene Fähigkeiten in den Kindern. Sie laufen halb existierend durch die Welt. Einige Anlagen sind für sie nicht verfügbar, während der Gegenpol im Verhalten dann übersprudelt. Sie sind unruhig und auffällig in ihrem Verhalten, dabei sollte dies ein Signal für uns Erwachsene sein. Es geht nicht darum, die Symptome therapeutisch oder medikamentös zu &quot;behandeln&quot;. Wir müssen uns behandeln. Uns Erwachsene. Wir müssen die Augen aufmachen und die Zusammenhänge erkennen. Nach den Ursachen fragen und nicht danach, wie das Kind angepasst werden und funktionieren kann. Anpassung bedeutet in den meisten Fällen den Tod des Lebens. Es geht um unsere Aufmerksamkeit einem Kind gegenüber. Nicht hinsichtlich seiner Kleidung, seines Spielzeuges oder seiner Freizeitaktivitäten in Vereinen. Das ist nur, was ein Mensch tut. Niemand erlangt seine Existenzberechtigung aus dem, was er macht. Ein Kind braucht die bedingungslose Liebe, die Umarmung ohne Grund, die Sicherheit eines immer anwesenden Menschen. Wenn wir diese Dinge als nicht machbar abtun, dann nur, weil wir einen Lebensraum geschaffen haben, der diese natürliche Lebensweise eines Menschen nicht zulässt und nicht, weil es nicht geht. Ein Kind wird physisch und geistig gesund aufwachsen, wenn wir auf die Umsetzung der natürlichen, mütterlichen oder väterlichen Impulse bestehen. Niemand hat Dir Dein Kind gegeben. Es entstand durch das Leben und wird von diesem getragen. Wir können uns nur in Übereinstimmung mit diesen Prinzipien bringen und erkennen, dass wir unser Leben an unsere Kinder weitergeben. Verändern wir uns, schenken wir unseren Kindern eine liebevollere Welt. 
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 Weitere Blogbeiträge mit ähnlichen Themen findest Du hier: 
   Stattliche Schulen sind Gefängnisse für unsere Kinder     Lasst die Kinder in Ruhe   
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                            <updated>2017-01-13T10:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Baby Led Weaning - Beikost ohne Brei</title>
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                                            Beikost ohne Brei? Ja, so einfach kann das sein. Wie das geht und warum diese Methode viel sinnvoller als herkömmliche Breikost ist, erfährst Du hier:
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                 Stell Dir einmal vor, Du müsstest auf herrlich aromatische Erdbeeren, einen knackigen Apfel, eine vor Saft im Mund zerfließende Birne oder ein anderes Lebensmittel verzichten, das Du pur einfach nur vergötterst. Anstatt dessen bekommst Du einen Teller gefüllt mit einem bräunlichen Einheitsbrei vorgesetzt. Wenig appetitanregend, oder? Auch Babys wissen den individuellen Geschmack eines jeden Lebensmittels zu schätzen, wenn sie es kennenlernen durften... 
  Was ist Baby Led Weaning?  
   
 Ein Baby braucht keinen extra zubereiteten Brei, es liebt das Essen, was auch wir essen, vor allem pur! 
 
 Baby Led Weaning (BLW) oder Beikost ohne Brei nennt es sich, wenn man sein Baby mit naturbelassenen Lebensmitteln versorgt bzw. ihm beim Essen freie Hand lässt. Gemixte Nahrungsmittel bzw. Gerichte gibt es nicht. Das Baby selbst soll entscheiden, was es isst, wann es isst, wie viel es von den jeweiligen Lebensmitteln isst und welche es miteinander kombiniert. Gerade im Babyalter funktioniert der Instinkt noch ganz zuverlässig. Er kann unter anderen dabei helfen, Krankheiten zu vermeiden, zu lindern oder schneller abklingen zu lassen. Später im Leben kommen immer mehr Konditionierungen hinzu unter anderen von den Eltern, den Großeltern, den Lehrern und den Medien, die sich im Gedächtnis einnisten und den Instinkt in den Hintergrund schieben. 
  Auf den Instinkt vertrauen  
 Der Instinkt weiß genau, was der Körper braucht. Vor allem von naturbelassenen Lebensmitteln (Rohkost) lässt er sich nur schwer täuschen. Daher solltest Du als Nahrung für Dein Kind generell unverarbeitete Rohkost bevorzugen. Das gilt insbesondere für die Anfangszeit, in der Dein Kind die Lebensmittel noch nicht kennt. Lass es sein Essen kennenlernen, ggf. damit spielen, es eingehend von allen Seiten untersuchen, daran riechen und probieren! 
   Umsetzung von breifreier Beikost   
 Ideal ist es, wenn Du Dich überwiegend von purer Rohkost oder ungemischter Kochkost ernährst. Zum Mittag könntest Du beispielsweise eine Decke auf den Wohnzimmerboden legen und darauf eine Auswahl an Obst und Gemüse legen. Dein Baby setzt Du dazu. Nun kannst Du etwas essen und nebenbei beobachten, wie Dein Kind auf die angebotenen Nahrungsmittel reagiert. Anfangs wird es wahrscheinlich noch nicht viel essen. Doch die Mengen werden steigen. Der Körper testet erst die jeweiligen Lebensmittel aus. Wenn er sie als &#039;gut&#039; einstuft, wird er mehr davon haben wollen. 
  Erste Lebensmittel zum Kennenlernen  
 In den ersten Lebensmonaten haben Babys gewöhnlich noch keine Zähne. Doch viele Dinge, die sie zu greifen bekommen, werden ausgiebig mit dem Mund untersucht. Der Mund ist in dieser Zeit DAS Sinnesorgan Nummer 1 zum Entdecken der Umwelt. Viele Eltern geben ihren Babys in dieser Zeit weiches Obst zum Naschen wie beispielsweise Bananen, Weintrauben, Papaya und Orangen - ggf. auch etwas mit einer Gabel zerdrückt. 
 Doch auch härteres Obst und Gemüse können in der zahnlosen Zeit gegeben werden. Das Baby kann sie noch nicht abbeißen und sich somit in den meisten Fällen auch nicht daran verschlucken. Dennoch: Bleibe immer dabei, wenn Du Deinem Baby etwas zum Essen gibst! Interessant, da sehr aromatisch, sind jetzt beispielsweise: 
 - Sellerie - Fenchel - Bananen - Karotten - Kohlrabis - Kokosnüsse - Erdbeeren 
   Lebensmittel für Babys mit ersten Zähnchen  
 Gewöhnlich schießen bei Babys die Schneidezähne zuerst heraus. Dann wollen sie natürlich kauen, was das Zeug hält. Jetzt werden viele Lebensmittel eher ungeeignet, solange noch keine Backenzähne zum Kauen vorhanden sind und solange die Lebensmittel nicht zerkleinert werden. Die meisten Gemüsesorten können zwar jetzt abgebissen, jedoch nicht zerkaut werden. Nicht selten wird etwas abgebissen und verschluckt oder wieder ausgespuckt. 
 Geeignet wären nun für die weitere Beikost ohne Brei Lebensmittel, die entweder zerkleinert, geraspelt oder vorgekaut werden oder von Grund auf sehr weich sind. Pur eignen sich unter anderen Bananen, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Nektarinen, Weintrauben, Physalis, Tomaten, Gurken und Avocados. In zerkleinerter oder vorgekauter Form sind neben anderen Obstsorten auch Küchen- und Wildkräuter für die Babys geeignet. Raspeln kannst Du zum Beispiel reife Kokosnüsse, Möhren, Kohlrabis und Süßkartoffeln. Pur solltest Du solche harten Lebensmittel jedoch nicht mehr geben. 
   Weitere interessante Nahrungsmittel   
   
 Das Kind weiß am besten, auf welche Lebensmittel es Lust hat. 
 
 Nicht zu vergessen sind fett- und eiweißreiche Lebensmittel. Vor allem wenn Du nicht mehr stillst, ist es wichtig, dass Dein Kind ausreichend Proteine und Fette isst. Das kann auch in Form der breifreien Beikost geschehen. 
 Kokosöl wie unser   Tropicai natives Kokosöl   schmeckt pur ausgezeichnet, insbesondere frisch aus dem Kühlschrank. Probier es selbst! Du kannst das Tropicai native Kokosöl Deinem Kind auf einem Teelöffel geben. Weiterhin fettreich und für eine vegane Ernährung geeignet sind reife Oliven wie unsere Schwarzen Bio Oliven (entsteint) in Rohkostqualität. Gern können auch Nüsse und Samen wie Hanfsamen auf dem Speiseplan stehen. Für die Eiweiß- und Mineralstoffversorgung vorteilhaft sind außerdem   Algen   und Keimlinge. Wenn Du selbst auch gegarte Nahrungsmittel wie Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Bohnen etc. isst, kannst Du sie Deinem Kind natürlich auch anbieten. 
  Vorkauen - ja oder nein?  
 Bei manchen Lebensmitteln wie Nüssen ist es empfehlenswert, sie dem Baby vorgekaut zu geben. Es kann sie noch nicht richtig kauen, was bei Nüssen dringend erforderlich ist. Vorgekaut machen sich gut Zedernüsse wie jene aus Wildsammlung in unserem Shop. Einfach ein paar Zedernüsse fein kauen und dem Baby mit dem Finger oder einem Löffel geben. 
  Stillen die Präferenz geben  
 Ob Du vorkauen möchtest oder nicht entscheidest Du selbst! Manchen Eltern ist das zuwider, obwohl es eigentlich sehr natürlich ist. Auch manche Naturvölker kauen ihren Kindern hin und wieder Nahrung vor. Doch grundsätzlich präferieren sie das Stillen. Das dauert bei vielen Völkern bis zum 2. Lebensjahr des Kindes und oftmals darüber hinaus bis zum 4. Geburtstag und länger an. Daher: Wenn es Dir möglich und angenehm ist, solltest Du Dein Kind so lange wie möglich stillen bzw. solange Du und Dein Kind es wollt 
  Dein Baby orientiert sich an Dir!  
 Es kann zu einer wahren Herausforderung werden und nicht nur viel Zeit, sondern auch Nerven kosten, ein Baby von einer Nahrung zu überzeugen, die man selbst nicht isst. Schon ein 6 Monate altes Baby will unbedingt dazugehören. Es will das essen, was seine Eltern bzw. wichtigsten Bezugspersonen essen. 
 Daher solltest Du Dich nicht ärgern, wenn Dein Kind den von Dir gehassten Brokkoli oder anderes einfach nicht essen will. Das, was Du mit ehrlichem Genuss (Kinder spüren sofort, wenn ihre Eltern ihnen etwas vormachen) vor Deinem Kind isst, wird es auch probieren wollen. Natürlich wird es seine ganze eigenen Vorlieben entwickeln. Doch das, was sich seine Bezugspersonen regelmäßig einverleiben, wird sein Interesse enorm wecken. 
  Tipp:  Es ist keine riesige Nahrungsmittelpalette notwendig, um BLW umzusetzen. Naturvölker haben beispielsweise saisonal- und regionalbedingt oftmals nur 1 bis 2 Sorten von Obst, Gemüse, Nüssen etc. Biete Deinem Baby einfach aus jeder Nahrungsmittelgruppe (Obst, Gemüse, Fett- und Eiweißreiches) etwas an! Gern kannst Du auch eine Vergleichsverkostung von rohen und gekochten Nahrungsmitteln anbieten. 
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                            <updated>2016-09-19T10:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Babys schreien lassen?</title>
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                                            Was geschieht, wenn wir unsere Babys einfach schreien lassen? Und was braucht ein Baby wirklich, um zu einem bindungsfähigen, selbstbewussten Erwachsenen heranzuwachsen?
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                 Unzählige Erziehungsratgeber beschäftigen sich oftmals kontrovers mit der Frage, wie man am besten mit Babys umgeht. 
 Ein kleiner Mensch wächst 9 Monate lang in der Gebärmutter seiner Mutter auf, wo es dunkel, warm, flüssig und weich ist. Geräusche werden nur sehr gedämpft wahrgenommen. Dieser Embryo ist im Körper seiner Mutter gewachsen und eins mit ihr. 
 Wenn der Säugling geboren wird, dann kommt er auf einmal in eine völlig neue Umgebung, wo es hell, laut, trocken und ganz anders als vorher ist. Er wird vom Körper seiner Mutter getrennt und verliert die körperliche Einheit. Wenn man dem frisch geborenen Säugling diesen einschneidenden Übergang so leicht wie möglich machen will, dann macht man zum Beispiel eine Wassergeburt, vermeidet grelles Licht und starke Geräusche, und versucht die Geburtsumstände so zu gestalten, dass sie dem Zustand im Bauch der Mutter möglichst nahe kommen. 
   
 Ein zufriedenes Baby, das im Tragetuch viel Körperkontakt bekommt. 
 
 Das Neugeborene hat noch keinen Verstand, dafür aber einen unglaublich gut ausgeprägten Instinkt, es weiß also ganz genau, was es in jedem Moment braucht. Solange es sich wohl fühlt und seine Bedürfnisse wie Körpernähe, Stillen, Schlafen und Tragen erfüllt werden, bleibt es ruhig und zufrieden. 
 Warum werden in allen alten Kulturen seit Jahrtausenden die Babys gestillt und am Körper getragen? Weil es die Natur so vorgesehen hat. Die Muttermilch gibt dem Säugling lebenswichtige Nährstoffe und beruhigende Substanzen, sowie das Gefühl von Geborgenheit. Außerdem entwickelt die Mutter durch das Stillen wichtige Hormone, die dafür sorgen, dass sie sich mit aller Kraft um ihr Kind kümmern kann. Das Stillen sorgt dafür, dass die starke Verbindung zwischen Mutter und Baby erhalten bleibt. 
 Das Tragen gibt dem Säugling die für ihn so wichtige Körpernähe und –wärme. Die ständige Bewegung beruhigt ihn und erinnert ihn an seine Zeit im Bauch der Mutter. Wenn der Säugling sich unwohl fühlt und seine Bedürfnisse, auf deren Befriedigung er angewiesen ist, nicht erfüllt werden, hat er nur eine Möglichkeit, das auszudrücken: Er schreit. Er ist völlig hilflos, kann nicht sprechen und ist vollständig darauf angewiesen, dass seine Mutter und seine Familie sich um ihn kümmern. Wenn ein Baby schreit, dann nur deshalb, weil etwas nicht stimmt. Warum hört sich dieses Schreien oft so heftig an? Damit es gehört wird und die Situation verändert wird. Das Baby schreit also deswegen, weil es Hunger hat, gestillt werden will, Körperkontakt braucht, nicht schlafen kann oder körperliche Schmerzen hat. Es ist immer einer dieser Gründe. 
 Der Säugling kann sich nicht wehren, er kann nur schreien, eine andere Möglichkeit, sich bemerkbar zu machen, hat er nicht. Er erwartet instinktiv wie alle anderen Tiersäuglinge auch, versorgt zu werden mit allem, was er braucht. So hat es die Natur vorgesehen. Er ist auf die Liebe seiner Mutter angewiesen, besonders am Anfang seines Lebens. Und er hat ein Recht darauf. 
 Wenn er allein gelassen wird, im eigenen Bettchen schlafen muss, nicht gestillt und nicht getragen wird, dann verliert er das Vertrauen darin, dass er richtig ist und seine Bedürfnisse erfüllt werden. Er verliert das Vertrauen darin, dass alles an seinem Platz ist und so ist, wie es sein sollte. Er fühlt sich isoliert und getrennt, alleine gelassen. Denn genau das wurde mit ihm gemacht. 
 Warum kann ich das so genau beschreiben? Weil ich es selbst erlebt habe und genau weiß, wie es sich anfühlt. 
   
 Ein Baby, dessen Bedürfnisse nach Nähe, Stillen, Tragen und vor allem nach einer gesunden Bindung zur Mutter erfüllt werden, hat die besten Voraussetzungen, um zu einem bindungsfähigen, selbstbewussten und liebevollen Erwachsenen heranzuwachsen. 
 
 Ich kenne fast keinen Menschen in unserer Gesellschaft, der diese Erfahrungen nicht gemacht hat, welche gravierende Folgen haben: Wir fühlen uns getrennt von unserer Mutter und damit auch von Mutter Erde. Wir leben in der Illusion, getrennte Menschen zu sein, was dazu führt, dass wir nur an uns selbst denken. Wir haben nicht gelernt, die Einheit des Lebens zu fühlen. Deswegen leben wir in einer Gesellschaft, die auf Gewalt aufgebaut ist: Gewalt gegen die Natur, gegen die Tiere, gegen Minderheiten und andere Länder.  Eine neue Welt und eine neue Gesellschaft entstehen dann, wenn wir unsere Kinder und Babys wieder so behandeln, wie sie es erwarten und verdienen: Mit Liebe, Achtung und dem Erfühlen und Erfüllen ihrer Bedürfnisse. 
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 Unsere Erfahrungen mit unserem Sohn Makaio beschreibt Randi in ihrer wunderschönen Broschüre &quot; Unter meinem Herzen - Für eine natürliche und bewusste Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit &quot;. 
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