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Tierisches Eiweiß verursacht Diabetes

Fleisch und Wurstwaren gehört nach deutscher Tradition leider immer noch regelmäßig auf den Tisch des Hauses. Ob das aber nach Bekanntwerden jüngster Forschungsergebnisse so bleiben wird oder ob nicht noch mehr Deutsche als bisher schon zu Vegetariern oder Veganern werden, darf erhofft werden. Wieso das so ist? Forscher haben herausgefunden, dass der Verzehr von bestimmten Fleischsorten und Wurstwaren wie zum Beispiel der Salami, ein erhöhtes Risiko auf eine Diabeteserkrankung herbeiführt. Doch nicht nur das: Auch tierische Eiweiße stehen als Ursache für Diabetes im Fokus. Und all das zusammengenommen muss eigentlich ausreichen, die Zahl der Veganer in Deutschland signifikant zu erhöhen. Zumindest dann, wenn man auf seine Gesundheit achtet.

Fleischesser gehen über tierische Eiweiße ein erhöhtes Risiko ein, an Diabetes zu erkranken


Gerade verarbeitete Fleischwaren erhöhen das Diabetes-Risiko enorm.

Wer Zeit seines Lebens eine große Menge an Fleisch konsumiert, der tut seiner eigenen Gesundheit damit nichts Gutes an. Gut, das ist jetzt nicht unbedingt neu, denn entsprechende Berichte gibt es immer wieder in den Gazetten zu lesen, in denen sich gerne Ernährungswissenschaftler zu Worte melden. Bisher haben sich die Warnungen der Ernährungsexperten jedoch stets auf das rote Fleisch fokussiert - Rind, Schwein und Lamm standen stets im Fadenkreuz der Wissenschaftler. Als mögliche Erkrankungen wurde eine gesteigerte Gefahr von Krebsleiden sowie Herz-Kreislaufschädigungen ins Felde geführt. Krankheiten also, die nicht selten tödliche Folgen mit sich bringen. Das weiße Fleisch der diversen zum Verzehr geeigneten Geflügelarten, so die Ernährungsberater, Ernährungsexperten und Ernährungswissenschaftler, würde weit weniger an Risiken für unsere Gesundheit mit sich bringen.

Doch nun steht das eben erwähnte rote Fleisch von Lammkoteletts bis zum Rindersteak im Fokus internationaler Forscherteams. Im ' American Journal of Clinical Nutrition' wurden Ergebnisse von Studien zu erhöhtem Fleischkonsum veröffentlicht, die wahrlich aufhorchen lassen. Es droht demnach den passionierten Fleischliebhabern nicht nur der frühe Herztod oder der Tod durch Krebs, sondern sie sollen auch weit häufiger als ihre fleischlos lebenden Altersgenossinnen und Altersgenossen an der sogenannten 'Altersdiabetes' - Diabetes Typ 2 - erkranken. Doch nicht nur das unverarbeitete rote Fleisch würde die oben genannten Risiken in sich bergen. Auch dann, wenn das Fleisch in den Kreislauf der Weiterverarbeitung gebracht wird, also zu Wurstwaren verarbeitet wird, besteht das Risiko der Altersdiabetes. Und nicht nur das! Gerade das verarbeitete Fleisch soll das Risiko, an 'Zucker' zu erkranken signifikant erhöhen. Schinken in all seinen Formen, Salami als Belag auf Pizza, Fleischwurst und viele andere Wurstwaren stehen nun im Verdacht, ganz massiv für Altersdiabetes zu sorgen. Und die Studien lassen aufhorchen, was ihre Belastbarkeit angeht. Immerhin wurden mehr als 200.000 Personen dafür getestet und das ist eine Zahl, die sich nicht 'mal eben so als Spinnerei' vom Tisch fegen lässt. Eine sechsstellige Anzahl an Testpersonen stellt eine solche Studie und die daraus entstehenden Resultate auf sehr solide Füße.

Tierische Eiweiße und Diabetes

Tierische Eiweiße führen zu massiven Problemen und den so genannten Zivilisationskrankheiten - zum Beispiel Diabetes. Ganz ausgezeichnet werden die Wirkungen von tierischen Eiweißen auf Deinen Körper und Deine Gesundheit im Buch 'China Study'  beschrieben, der umfassendsten Ernährungsstudie, die bisher vorliegt. Colin Campbell hat die Erfahrungen und Ergebnisse von über 30 Jahren intensiver Forschungsarbeit auf allerhöchstem Niveau - an denen Zehntausende an Menschen beteiligt waren - mit seinem Sohn Thomas M. Campbell in dieses Buch einfließen lassen. Und das Fazit ist eindeutig: Je mehr tierische Produkte wir zu uns nehmen, desto mehr werden wir von Zivilisationskrankheiten heimgesucht. Menschen, die jedoch auf diese tierischen Nahrungsmittel verzichten und sich rein pflanzlich ernähren, weisen all diese Krankheiten in dieser konzentrierten Form nicht auf.

Dabei ist dieses Sachbuch keine 'Imagebroschüre' für veganes Leben, sondern der Zusammenhang zwischen tierischen Eiweißen und dem Entstehen von chronischen Krankheiten wird sehr anschaulich und fundiert verdeutlicht. Die Resultate, die im Zuge des Buches 'China Study' ans Tageslicht treten, verdeutlichen, dass Du nur dann, wenn Du auf die richtige Art der Ernährung zurückgreifst und zum Beispiel die tierischen Eiweiße meidest, den unterschiedlichsten Krankheiten vorbeugst. Doch die Studie erklärt Dir nicht nur anschaulich die Zusammenhänge, sie liefert Dir auch einen Leitfaden dazu, wie Du Dich gesünder ernähren kannst. Dadurch, dass Vater und Sohn als Autoren auf sehr anschaulicher, erklärender Basis operieren, wirst Du beim Lesen an die Hand genommen. Valide Datensätze, die viel zu oft als 'Fachchinesisch' aufgefasst werden können, werden in sehr transparenter, eingängiger Weise erläutert. Stets natürlich mit den passenden Hinweisen versehen, die das direkte Zusammenspiel von Deiner Gesundheit und Deiner Ernährung - selbstverständlich auch von Ernährungsfehlern und ihren Auswirkungen - transparent machen.

Tierisches Eiweiß als 'Krankmacher'

T. Colin Campbell war lange Jahre seines Lebens überzeugter Fleischesser, bevor er zuerst Vegetarier und dann Veganer wurde. Auch er war Opfer der unendlichen Geldmassen, welche der Nahrungsindustrie zur Verfügung stehen und mit denen Meinung gemacht wird. Es dauerte seine Zeit, bis Campbell die Zusammenarbeit zwischen wirtschaftlichen Interessen der Nahrungskonzerne, der Politik, dem Gesundheitswesen bis hin zu den Medien verstand. Sein Anliegen war, auch zu den Zeiten, als er noch tierisches Eiweiß zu sich nahm, die Gesundheit der Menschen nachhaltig zu verbessern. Darum propagierte er auch anfänglich - selbst in seiner Dissertation - den Verzehr von Fleisch, von Milch, von Eiweiß und Co, bis er im Zuge seiner Studien mit den Fakten konfrontiert wurde: Die Kinder, bei denen die höchste Aufnahme an Proteinen basierend auf tierischem Eiweiß zu verzeichnen war, erkrankten weit häufiger als die Altersgenossen, die auf rein pflanzlicher Basis ernährt wurden und somit pflanzliches Protein aufnahmen. Dadurch forschte er in der grundsätzlich anderen Richtungen und fand schnell heraus, dass unsere Nahrung darüber entscheidet, ob wir an Krankheiten mit oft tödlichem Ausgang erkranken und nicht, wie bisher angenommen, unsere Gene. Campbells Studien und Forschungen brachten ans Tageslicht, dass eine eher proteinarme Ernährung einen direkten Einfluss auf Krebserkrankungen hat.

Die China Study und der Bezug zu Diabetes

Fast vier Jahrzehnte an Forschungen auf intensivster Ebene haben Ergebnisse gebracht, die schockierend sind - wenn Du Dich falsch ernährst jedenfalls. Die Kernaussage ist, dass Du Dein Leben mit der richtigen Ernährung nicht nur angenehmer gestalten kannst, sondern Du auch dann, wenn Du Dich zuvor falsch ernährt hast und später umsteigst, Dein Leben ändern kannst. So macht die China Study deutlich, dass auch Diabetes vom Typ 1, den wir noch beleuchten und erklären werden, in einem unmittelbaren Zusammenhang damit steht, was Dir als Säugling und Kleinkind an Nahrung zugeführt wird. Zudem hat Campbell in seiner Studie belegt, dass Du selbst mit einer Typ 2 Diabetes Deine Ernährung nicht grundlegend 'umkrempeln' musst - unter der Voraussetzung, dass Du Dich richtig ernährst. Selbst Herzerkrankungen sind über die korrekte Ernährung reversibel, wie Campbell verdeutlicht.

Campbell legt mit seinem Bezug auf tierische Eiweiße die Finger tief in unsere Ernährungswunde. Mehrheitlich wird über den Verzehr von Fleisch und tierischen Eiweißen ungesund gegessen. Doch nehmen wir das unmittelbar nach dem Verzehr der Produkte wahr, wie zum Beispiel dann, wenn wir verdorbene Lebensmittel zu uns nehmen und es uns sofort schlecht geht? Nein, natürlich nicht. Bei Ernährungsfehlern verhält es sich ungefähr so wie beim Rauchen. Die Folgen treten in der Regel erst nach Jahrzehnten des Tabakkonsums auf - in aller Härte. Und hier liegt das gefährliche Element der Falschernährung mit tierischen Eiweißen. Diabetes tritt nicht unmittelbar ein und auf. Wir bemerken nicht einmal, dass sich unser gesundheitlicher Zustand verschlechtert, denn das schleichende Voranschreiten ist das tückische Element. Zudem haben wir uns mittlerweile, weil die falsche Ernährung zum Standard gehört und die Gesellschaft, die Medien und auch die Politik uns suggerieren, wir würden uns richtig verhalten, an diese Zivilisationskrankheiten 'gewöhnt'. Krankheit als Normalzustand - ein Teufelskreis der falschen Ernährung.

Schon in den 1920er Jahren wurde die Ernährung mit Diabetes in einen Zusammenhang gestellt. H.P. Himsworth belegte, dass mit einer Zunahme an Kohlenhydraten und einer Abnahme bei der Zuführung von tierischen Fetten und Eiweißen, die Todesrate im Zusammenhang mit Diabetes drastisch sank - ohne die Option, auf heutige Medikamente zurückgreifen zu können. Wurde auf tierische Eiweiße verzichtet, sank die Todesrate durch Diabetes von 20,4 Menschen von 100.000 auf unter 3 je 100.000 Menschen. Nur noch ein Siebtel verstarb durch reine Nahrungsumstellung an Diabetes! Das Ganze wurde durch englische Studien unterstrichen, die in den späten Kriegsjahren und kurz nach dem Krieg vorgenommen wurden. Der Verzicht auf tierische Eiweiße wirkt aktiv gegen das Entstehen der Diabetes. Dass Diabetes als Triggerfaktor für weitere Krankheiten dient, ist weithin bekannt. So tritt sie häufig in der Kombination mit Herzerkrankungen auf und sorgt dafür, dass das Sterberisiko an der Herzerkrankung sich unter Umständen vervierfacht. 70 Prozent aller Diabetes Patienten weisen erhöhten Blutdruck auf. Dadurch sind Schlaganfälle und Co fast vorprogrammiert. Und jede seiner eigenen Studien, wie auch Fremdstudien, die Campbell in seinem Buch heranzieht, kommen zu einem eindeutigen Ergebnis: Wer auf tierische Fette und tierisches Eiweiß verzichtet, senkt das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Doch was ist Diabetes eigentlich und was macht die Krankheit so tückisch? Das wollen wir uns an dieser Stelle einmal anschauen.

Diabetes oder Zuckerkrankheit - was versteht man eigentlich darunter?

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Die Insulin produzierende Bauchspeicheldrüse.

Diabetes, im Volksmund auch seit Jahrhunderten (eigentlich sogar Jahrtausenden) als 'Zuckerkrankheit' bekannt, ist medizinisch als chronische Störung des Stoffwechselhaushaltes bekannt. Der Fachbegriff für die Erkrankung lautet 'Diabetes mellitus', was der griechischen Sprachen entnommen ist und wörtlich übersetzt 'honigsüßer Durchfluss' bedeutet. Durchfluss steht hierbei für den Urin, der bei den an Diabetes erkrankten Personen einen stark erhöhten Zuckergehalt aufweist. Der Urin und seine gesteigerte Süße galt schon in Zeiten der Antike als Gradmesser dafür, ob man an der Krankheit litt oder nicht. Über das Wie des Herausfindens wird auch unter Wissenschaftlern trefflich gestritten, denn Stripes, mit denen der Zuckergehalt im Urin gemessen wurde, waren damals noch nicht verfügbar. Ergo wird mehrheitlich dahingehend spekuliert, dass der Urin getrunken oder verkostet wurde, um den Zuckergehalt und Menge an Glukose 'über die Zunge zu messen'. Auf diesem Wege wurde die Zuckerkrankheit bis ins 17. Jahrhundert detektiert und das 'Verkosten des Urins' gehörte fest ins ärztliche Repertoire.

Das alles hat sich, sicher sehr zur Freude der Ärzte, gewandelt. Wie sich auch das Krankheitsbild Diabetes verändert und gestreut hat. So sind wir heute in der Lage, durch entsprechende Testverfahren bei der Blutentnahme, auch die Hyperglykämie, den erhöhten Wert im Blutzucker, zu detektieren. Diese Erhöhung basiert darauf, dass aufgenommener Zucker - also Glukose - durch einen Mangel an Insulin nicht mehr den Zellen zugeführt werden kann. Dadurch steigt der Anteil an Glukose im Blut signifikant an. Der sogenannte Blutzuckerspiegel steigt an. Doch welche Typen der Diabetes sind heute bekannt und wie machen sie sich bemerkbar?

Typ 1 Diabetes

Unter dem sogenannten Typ 1 Diabetes, der rund 10 Prozent aller Erkrankungen an der Zuckerkrankheit ausmacht, werden die so wichtigen Zellen der Bauchspeicheldrüse vom eigenen Immunsystem zerstört, welche eigentlich das so lebensnotwendige Insulin produzieren. Beim Typ 1, der auch schon in Kindertagen oder im jugendlichen Alter auftreten kann, machen sich folgende Symptome bemerkbar: Typ 1 Diabetiker leiden quasi dauerhaft unter einem immensen Durst. Grund dafür ist der erhöhte Wasserbedarf zur Ausschwemmung des Blutzuckers. Durch die Neigung zum vermehrten Urinieren nimmt auch der Nährstoffgehalt ab, was in der Folge zu vermehrtem Erbrechen führen kann. Trinken also Kinder sehr viel, lassen extrem oft Wasser und erbrechen sich häufig, ist der Gang zum Arzt angeraten. Auch das schnelle und urplötzliche Abnehmen ist eine Folge der Typ 1 Diabetes.

Diese Form der Zuckerkrankheit, der als Ursache Genveränderungen auf vererbter Basis zugeordnet werden, wird vom Patienten selbst therapiert, indem er sich regelmäßig Insulin zuführt. Das kann via Spritze oder implantierter Pumpe erfolgen. Der Blutzuckerspiegel wird permanent gemessen und auf Veränderungen wird auf Weisung des Arztes mit dem Zuführen von Insulin zum Glukoseabbau im Blut reagiert. Ein 'lästiger Prozess', mit dem man aber sehr alt werden kann.

Typ 2 Diabetes

Der sogenannte Typ 2 Diabetes war vor einigen Jahrzehnten als sogenannte 'Alters- oder Dicken-Diabetes' bekannt. Da wir mit dem Alter gerne ein Mehr an Gewicht mit uns 'herumschleppen', hat sich aber die Formulierung Altersdiabetes durchgesetzt. Sie klingt einfach 'charmanter'. Doch in der aktuellen Zeit, in der ungesundes Essen, Fast Food, stark zuckerhaltige Softdrinks und so weiter dazu führen, dass die Zahl der übergewichtigen Menschen stetig zunimmt - auch bereits in jungen Jahren - ist der Terminus Altersdiabetes nicht mehr unbedingt stimmig. Immer wieder und das mit steigenden Krankheitszahlen wird die Typ 2 Diabetes schon bei jungen Menschen vorgefunden, die noch vor Jahrzehnten nicht zur Risikogruppe gehörten. Ja, selbst bei Kindern lässt sich der Typ 2 finden.

Was gilt als der oder die Verursacher von Typ 2 Diabetes? Primär haben wir es beim Verursacher von Typ 2 Diabetes mit einer falschen Ernährung zu tun. Primär galt bisher der Industriezucker als Hauptursache für Diabetes Typ 2. Unseren Körpern werden in immer größer werdenden Mengen Zuckerreservoirs zugeführt. Ist die Bauchspeicheldrüse gerade im jungen Alter noch in der Lage, den aufgenommenen Zucker unter regulären Bedingungen durch einen erhöhten Ausstoß an Insulin zu kompensieren, wird das mit zunehmendem Alter jedoch immer schwerer. Dadurch, dass aber die zuckerhaltige Nahrung einen immer stärker werdenden Stellenwert - auch und besonders bei Kindern - einnimmt, fällt das Kompensieren schon in jungen Jahren schwer. Statt wie früher im zunehmenden Alter, versiegt die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse heute immer früher. Zudem werden unsere Zellen immer unempfindlicher, was das Insulin angeht. Der Abbau der Glukose im Blut wird dadurch immer mehr erschwert. In der Folge reichert sich mehr Zucker im Blut an.

Ist der Typ 1 der Diabetes noch recht deutlich und für Ärzte leicht zu verorten, so fehlen den Diabetes Typ 2 die eindeutigen und zweifelsfreien Symptome. Der Durst und das permanente Wasserlassen treten hier nicht auf. Dafür treten fortwährende Hungergefühle, permanente Müdigkeitsgefühle, eine plötzliche Gewichtszunahme oder wiederkehrende Niedergeschlagenheit oder Abgeschlagenheit auf. Symptome, die aber häufig anderen Krankheiten zugeordnet werden. Wer Typ 2 Diabetes attestiert bekommen hat, kann die Krankheit anfänglich noch durch eine Lebensumstellung bekämpfen. Allem voran steht dabei die Gewichtsabnahme. Eine gesunde Ernährung und ein Mehr an Bewegung oder Sport helfen, die Krankheit aktiv zu erleichtern. Ist das nicht von Erfolg gekrönt, wird auch bei der Typ 2 Diabetes die Therapie mittels Insulinzufuhr vom Arzt verordnet. Und auch hier gilt: Selbst wenn es die Lebensqualität einschränkt, so ist Diabetes Typ 2 dann, wenn es erkannt und behandelt wird, nicht mit einem Todesurteil gleichzusetzen.

Diabetes durch tierische Eiweiße

Typ 2 Diabetes verbreitet sich rasant. Auch viele junge Menschen sind inzwischen betroffen.

Diabetes – inzwischen weit verbreitet

Diabetes ist, da gibt es kein Schönreden mehr, längst zur Volkskrankheit geworden. Und das wird sich, wenn sich unser Ernährungsverhalten nicht grundlegend ändert, auch in den kommenden Jahren und Jahrzenten noch verstärken. Weltweit wird die Zahl der an Diabetes erkrankten Personen auf mehr als 350 Millionen geschätzt - mit einer sicherlich gewaltigen Dunkelziffer der bisher nicht erkannten Fälle von Diabetes. Und die Tendenz ist rasant steigend.
Was Deutschland angeht, so hat das Robert Koch Institut mit Zahlen aufgewartet, die bei knapp 7,5 Prozent liegen, was die an Diabetes erkrankten Personen zwischen 18 und 80 Jahren beiderlei Geschlechts angeht. Das heißt, in Deutschland leben fast 5 Millionen Menschen mit der Krankheit. Eine hohe Zahl an Erkrankten finden wir in der Altersgruppe 'über 70', in der fast 22 Prozent der Menschen an Diabetes Typ 1 oder Typ 2 leiden. In den letzten 13 Jahren fand hier ein Anstieg von fast 40 Prozent statt, von dem sich maximal 14 Prozent über das Alter motivieren lassen. Das heißt: Es muss weitere Risikofaktoren geben. Und dazu gehört nach den neusten Forschungsergebnissen eben auch das rote Fleisch in der unverarbeiteten Variante und verarbeitet als Wurstwaren.

Was und wie viel an Fleisch sowie tierischem Eiweiß ist gefährlich, wenn es um Diabetes geht?

Die Wissenschaftler sind bei der Analyse rund ums Fleisch im Zusammenhang mit Diabetes stark in die Tiefe gegangen. Und sie brachten erschreckende Zahlen ans Tageslicht. So steigt bei einer Tagesdosis von 100 Gramm an unverarbeitetem, roten Fleisch - Steaks, Koteletts und Co - das Risiko, im Alter ein Patient mit Typ 2 Diabetes zu werden, um bis zu 16 Prozent an. Werden dazu noch Wurstwaren aus verarbeitetem roten Fleisch verzehrt - rund 50 Gramm täglich, was 3 Scheiben normaler Salami entspricht - springt das Risiko darauf, an Altersdiabetes zu erkranken, auf bis zu 40 Prozent! Mehr als das Doppelte!

Demnach ist unser Lebensstil und unser Hang zu ungesunder Ernährung der primäre Risikofaktor, wenn es um die Diabetes Typ 2 geht - und eben nicht der Erbfaktor. Wenig Bewegung, viel Zucker, viel tierisches Eiweiß, überhaupt viel an Essen, Übergewicht und Co sind wahre 'Killer unseres Stoffwechsels'. Dein Körper quittiert diese ungesunde Lebensweise damit, dass er nicht mehr - oder nur noch schlecht - auf das Insulin anspricht, welches Deine Bauchspeicheldrüse produziert, um den Traubenzucker in seine Schranken zu weisen. Das treibt den Blutzuckerspiegel nach oben, zeigt negative Begleiterscheinungen bei den Gefäßen und Nerven. Und auf Dauer sind auch Schäden am Herz-Kreislaufsystem, Nierenschäden und möglicherweise sogar der Verlust des Augenlichts die Folge.

Fleischkonsum stand wegen der tierischen Eiweiße in Bezug auf Diabetes schon immer im Fokus

Schon vor Jahrzehnten angestoßene Studien zeigten, dass vermehrter Fleischverzehr und die Aufnahme tierischer Produkte Diabetes Typ 2 im Alter triggern kann. Neu ist bei den Untersuchungsergebnissen der Harvard Medical School in Boston, dass die Wurst einen weiteren - und sogar gravierenderen - Risikofaktor darstellt, wenn es um Diabetes geht. Drei Langzeitstudien dienten den Forschern aus Harvard nun dazu, endlich belastbares Zahlenmaterial vorzulegen. Es wurde im Zuge dieser drei Studien, die seit 1980, 1986 und 1991 laufen, Personen 'unter die Lupe genommen', denen die Materie nicht unbekannt ist. Im Rahmen der beiden Studien, die unter 'Nurses Health Study' laufen, waren es Krankenschwestern, die kontinuierlich Rapport ablegten. Bei der 'Health Professionals Follow-Up Study' wurden dann männliche Probanden aus dem Medizinsektor befragt. Über Jahrzehnte - 14 bis 28 Jahre im Spitzenwert! Dabei wurden Datensätze von knapp 170.000 Frauen und 40.000 Männern erhoben. Von den befragten Probanden - weiblich wie männlich - sind im Verlauf der Studien knapp 14.000 an Typ 2 Diabetes erkrankt.

Da in den Fragebögen auch explizite Fragen zum Essverhalten enthalten waren, ließen sich hervorragende Verhaltensmuster hinsichtlich des Essens erstellen. Abgerundet wurden die Fragebögen damit, ob die Befragten Sport trieben, an anderen Krankheiten litten, Raucher oder Nichtraucher waren und ob es in der direkten Blutlinie zum Beispiel Diabetes Patienten gab. Nur so war das durch die Bank stimmig Bild möglich. Alle Risikofaktoren waren demnach im Bogen inkludiert.

Erschreckende Ergebnisse der Langzeitstudien zum Fleischkonsum und tierischen Eiweißen

Im Zuge der Studien in Harvard trat ans Tageslicht, dass die Personen, die in großen Mengen rotes Fleisch und viel an tierischen Proteinen zu sich nahmen, auch in vermehrter Zahl zu den Rauchern gehörten. Es wurde viel gegessen, viel Fleisch, viele Eiweiße (bis zu 20 Prozent der Nahrung basierte auf tierischem Eiweiß), eine hohe Kalorienzahl aufgenommen, wenig an Sport getrieben und damit ein hoher BMI (Body Mass Index) generiert. Übergewicht! Der grundsätzlich ungesündere Lifestyle wurde im Grunde mit der vermehrten Aufnahme von Fleisch sowie tierischen Eiweißen 'abgerundet'. Diese Risikogruppen, bei denen mehrere Risikofaktoren zusammenkamen, wurden aus der Studie herausgerechnet und so standen dann am Ende nur die Personen da, die sich durch den Fleischkonsum, die tierischen Eiweiße und das Essen von Wurstwaren die Diabetes 'angefuttert' hatten. Doch woran liegt es laut Forschungsergebnissen, dass der Fleischkonsum und die tierischen Eiweiße das Risiko auf Diabetes Typ 2 signifikant erhöht?

Das rote Fleisch enthält eine hohe Konzentration an Eisen. Und diese massiv erhöhten Reservoirs an Eisen in unserem Körper lassen das Risiko auf Diabetes Typ 2 hochschnellen. Der oxidative Stress in den Zellen unserer Körper wird durch das Eisen erhöht. Zudem trägt er dazu bei, dass ganz besonders die Zellen der Bauchspeicheldrüse nachhaltig geschädigt werden, in denen das Insulin, das wir zum Zuckerabbau benötigen, produziert werden sollen. Was die Wurstwaren angeht, stützen sich die Forscher und Wissenschaftler auf finnische Studien. Bei diesen Forschungen trat zutage, dass die Natriumsalze, die in Wurstwaren in hoher Konzentration enthalten sind, nachteilig auf das Risiko einer erworbenen Typ 2 Diabetes Erkrankung wirken. Hinzu kommt, dass die Nitrate und Nitrite in der Wurst in sogenannte Nitrosamine gewandelt werden. Nitrosamine wirken als Zellkiller in der Bauchspeicheldrüse und sorgen dafür, dass Insulin nur reduziert ausgestoßen wird. Zudem steht der erhöhte Nitritspiegel dafür, dass unser Körper nur noch reduziert auf das ausgeschüttete Insulin anspricht.

Vegan leben - gesünder leben!

Was wäre eine Studie, die ohne Empfehlungen auskommt? Richtig, unvollständig. Und so haben natürlich auch die Forscher aus Harvard Empfehlungen parat, um das Risiko auf eine erworbene Typ 2 Diabetes zu reduzieren. Ganz klar im Vordergrund steht dabei, dass der Verzehr von rotem Fleisch und tierischen Eiweißen auf ein Minimum reduziert werden soll - wenn man schon nicht gänzlich darauf verzichten kann. Gleiches gilt selbstverständlich auch für die Natriumsalz-, Nitrit- und Nitratbomben an Wurstwaren. Hier sei ein Reduzieren sogar im Grunde noch wichtiger. Weg vom Fleisch, weg von tierischen Eiweißen und hin zum gesunden, veganen Lebensmittel - nur so kann der Weg lauten, wenn Du Dein Risiko auf Diabetes Typ 2 nachhaltig reduzieren willst.

 


Quellen:

http://www.dife.de/presse/pressemitteilungen/?id=1309?=de
http://ajcn.nutrition.org/
http://news.harvard.edu/gazette/story/2010/05/processed-meats-come-with-increased-risk-of-heart-disease-diabetes/
http://circ.ahajournals.org/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25948672

 

© Regenbogenkreis / Matthias Langwasser - Alle Rechte vorbehalten. Dieser Text und die enthaltenen Bilder unterliegen dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf ohne Genehmigung weder kopiert oder veröffentlicht werden. Eine Verlinkung direkt auf die jeweilige Text-Seite sowie das Teilen in sozialen Netzwerken sind erlaubt und erwünscht.
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