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Tätowierungen: Echtes Gesundheitsrisiko statt cooler Körperkunst

Unzählige Stars aus der Musikszene, dem Filmbusiness und dem Profisport tragen gleich mehrere, sogar Barbie hat welche; inzwischen ist es auch Polizisten erlaubt, sich damit zu schmücken, und selbst eine ehemalige Präsidentengattin hat eins: Tattoos sind nicht nur gesellschaftsfähig sondern liegen voll im Trend – egal ob nur eins oder gleich mehrere, ob winzig klein oder großflächige, ob einfarbig oder ganz bunt. Über die Ästhetik dieser Körperkunst und mancher der Motive kann man sicherlich streiten. Diskutieren lässt sich aber über eines nicht: Von Tätowierungen gehen verheerende Gesundheitsrisiken aus.

 

 

Tätowierungen damals und heute

Dass Menschen ihre Haut als „Leinwand“ nutzen, hat eine sehr lange Geschichte. Die Gletschermumie Ötzi aus Südtirol, die knapp 5.300 Jahre alt ist, hat eingeritzte geometrische Figuren an verschiedenen Stellen des Körpers. Weiter gibt es rund 5.350 Jahre alte Funde aus Oberägypten – hier trägt eine männliche Mumie die Bilder eines Stieres und eines Schafes als Tattoo auf dem Oberarm. Im Falle von Ötzi geht man davon aus, dass die Tätowierungen eine therapeutische Funktion hatten und Schmerzen lindern sollten. In Bezug auf Stier und Schaf steht die These im Raum, dass diese Abbilder Männlichkeit und Stärke repräsentieren sollten. Tätowierungen wurden im Laufe der Geschichte schließlich auch als Merkmal der Zugehörigkeit zu einem Stamm, zu einer bestimmten Ethnie oder einer Religionsgemeinschaft genutzt.

Während Tätowierungen in der westlichen Welt anfangs den Träger eher stigmatisierten – beispielsweise trugen Gefängnisinsassen, Häftlinge in Konzentrationslagern oder Zwangsprostituierte Tätowierungen zur Erkennung –, wurden sie spätestens ab den 1990er-Jahren gesellschaftsfähig. Die Gründe, sich ein Motiv dauerhaft in die Haut stechen zu lassen, sind vielfältig: Nach wie vor können sie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe ausdrücken; manche möchten damit ihre politische oder religiöse Überzeugung oder ihre sexuelle Orientierung demonstrieren; Tattoos halten Erinnerungen auf der Haut fest – an Menschen, Ereignisse und Lebensphasen; und einige entstehen mit Sicherheit nur deshalb, weil es eben gerade in Mode ist, ein Bild auf der Haut zu tragen. Genutzt wird für die hippe Körperkunst gern auch der ganze Körper - es ist sogar schon möglich, den Augapfel zu tätowieren! Bei der sogenannten episcleralen Tätowierung wird die komplette Lederhaut des Auges gefärbt.

Tattoos waren besonders bei Gefängnisinsassen als Erkennungsmerkmal beliebt.

 

Mindestens jeder vierte Deutsche ist heutzutage tätowiert. Und rund ein Fünftel der Gesellschaft denkt darüber nach, in absehbarer Zeit ein Tattoostudio zu besuchen.[1] Es bleibt übrigens auch häufig nicht bei einem einzelnen Tattoo. In einer Umfrage gaben mehr Teilnehmer an, zwei bis drei Bilder auf der Haut zu haben, als diejenigen, die nur ein einziges hatten.[2] Derweil bereut es rund ein Viertel aller Tätowierten in Deutschland, sich ein- oder auch mehrmals „unter die Nadel gelegt zu haben“.[3] Bemerkenswert ist außerdem, dass nicht einmal 15 Prozent aller befragten Deutschen das gesundheitliche Risiko durch Tätowierungen als sehr hoch bewerten. Rund 10 Prozent gaben an, das Gesundheitsrisiko für sehr niedrig zu halten.[4] Umfassende Aufklärung ist also absolut vonnöten.

 

Späte Reue

Ein Trend, eine Ideologie, eine Lebensphase vergeht – das Tattoo bleibt. Bereut werden die meisten Tätowierungen immer noch wegen des Motivs, das nicht mehr zu den Überzeugungen passt oder sich aus anderen Gründen überholt hat, wie zum Beispiel der Name eines Partners. Dabei kann die Reue über den gesundheitlichen Schaden durch Tätowierungen irgendwann noch viel größer sein. Es existieren bislang noch keine offiziellen Studien zur gesundheitlichen Auswirkung von Tattoos. Denn – Gott sei Dank – sind Tierversuche bei Kosmetikprodukten mittlerweile verboten. Und als solche werden Tattoofarben eingestuft. Eine absolut fatale und verharmlosende Einordnung, wie weiter unten noch ausgeführt wird, schließlich sind Tattoofarben nicht etwa auf eine Stufe mit Bräunungscremes, Kajalstiften oder Lidschatten zu stellen. Allerdings nimmt praktisch jeder Tätowierte automatisch an einer inoffiziellen Langzeitstudie teil. Spätestens in ein bis drei Jahrzehnten werden sich die langfristigen Auswirkungen dieses Trends der dauerhaften Körpermodifikation in der breiten Bevölkerung zeigen. Neben den kurzfristig beobachtbaren Reaktionen der Haut unmittelbar nach dem Tätowiervorgang gibt es deutliche Tendenzen und Erfahrungen zu den gesundheitlichen Risiken.

 

Was beim Tätowieren passiert

Wie funktioniert das klassische Tätowieren eigentlich? Die betreffende Hautstelle wird nach Auswahl des Motivs erst einmal rasiert, damit durch die Tätowiernadeln keine Haare in die Haut gestoßen werden, wo sie eine Entzündung hervorrufen könnten. Nachdem das gewünschte Bild auf die Haut gepaust wurde, beginnt der eigentliche Tätowiervorgang. In professionellen Studios kommt meist eine elektrische Tätowiermaschine zum Einsatz. Mit einer Nadel werden die aufgenommenen Farben dann mit bis zu 10.000 Stichen pro Minute in die Haut eingebracht. Dabei muss der Tätowierer die Gratwanderung schaffen, die Farben tief genug einzustechen, aber eben auch nicht zu tief. Sitzt die Farbe zu weit oben, in der Epidermis, der Oberhaut, wird sie durch die Zellerneuerung recht schnell wieder abgetragen. Landet die Nadel zu tief, in der Subcutis, der Unterhaut, kommt es zu Blutungen, wodurch die Farbe beim Abheilen mit der Lymphflüssigkeit wegtransportiert wird. Die Farbe muss exakt in der Dermis, der Lederhaut, landen. In dieser Hautschicht kapselt der Körper im Heilungsprozess die Farbpigmente ein, sodass sie dauerhaft zu sehen bleiben.

Ein Tätowierer sticht die Farbe mit bis zu 10.000 Stichen pro Minute mit der Tätowiernadel in die Haut.

 

Akute gesundheitliche Gefahren

Es liegt klar auf der Hand, dass Tätowieren eine – mal kleinere, mal größere – Verletzung der Haut bedeutet. Insofern sind folgende unmittelbare und kurzfristige Reaktionen des Körpers häufig zu beobachten: Reizungen und Rötungen, Schwellungen, Entzündungen und Knötchenbildung. Dies ist unabhängig davon, wie sauber in einem Tattoostudio gearbeitet wird. Selbst bei absoluter Hygiene und Sterilität der Nadeln usw. bleibt der Prozess ein Trauma des Körpers, gegen das er sich sinnvollerweise wehrt. Dass bei dieser absichtlichen Verwundung auch noch potenziell hochgradig schädliche Substanzen in die Haut eingebracht werden, verstärkt die Reaktionen nur noch.

Noch dramatischer wird die akute Gefahr für die Gesundheit, wenn das Tätowieren unter unhygienischen Umständen geschieht. Vor allem im außereuropäischen Ausland, wie in Afrika, Asien und Südamerika, aber selbst in südeuropäischen Staaten ist das Infektionsrisiko mitunter sehr hoch. Das mehrfache Nutzen derselben Nadeln sowie allgemein unsauberes Arbeiten bergen das Risiko einer Ansteckung mit Hepatitis C, die zu schweren Leberschäden führen kann, oder HIV. Ist ein Tattoo noch nicht ausgeheilt und geht der frisch Tätowierte mit seiner Wunde in einem marinen Gewässer baden, so ist unter Umständen eine Infektion mit Bakterien, vor allem mit Vibrio vulnificus, möglich. Dies kann bis zu einer Sepsis führen und bei geschwächten Menschen den Tod bedeuten. Eine amerikanische Untersuchung zeigte außerdem, dass besonders diejenigen Personen, die eine akute Reaktion nach dem Tätowieren zeigten, später auch langfristige gesundheitliche Probleme entwickelten.

 

Mögliche Langzeitfolgen und -schäden

Neben den prinzipiell vermeidbaren Gesundheitsgefahren durch Hygienemängel beim Tätowieren gehen gravierende Risiken von den Tattoofarben selbst aus. Denn etliche Inhaltsstoffe können Allergien und in hohen Konzentrationen sogar Krebs auslösen sowie das Erbgut schädigen. Eine Studie von Ökotest beispielsweise fand in jeder dritten Probe krebsverdächtige und nachgewiesen krebserregende Stoffe.[5] Die gruseligen Stichworte lauten: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Nanopartikel, Formaldehyd, aromatische Amine, Nitrosamine, Quecksilber und andere Schwermetalle wie Titan, Kupfer, Chrom, Cadmium, Kobalt und Nickel. Das klingt alles nicht nach Substanzen, die in unserem Körper zirkulieren sollten. Aber genau das tun sie: Die Farbpigmente und anderen Inhaltsstoffe wandern in unserem Körper umher. Die Konservierungsstoffe, Stabilisatoren und Lösungsmittel in den Farbstoffen sind wasserlöslich und können sich sofort nach dem Einbringen auf die Reise in die Lymphbahnen machen. Die Farbpigmente an sich sind dagegen nicht wasserlöslich und sollen laut Plan vom Körper unter der Haut als Fremdkörper abgekapselt werden. Das geschieht offenbar aber nur teilweise. Von außen ist das nicht erkennbar – das Tattoo ist schließlich lebenslang zu sehen. Weit über die Hälfte der Pigmente ist aber später nicht mehr an Ort und Stelle! Diese Erkenntnis gewannen Forensiker bei der Obduktion tätowierter Leichen. Die Farbpigmente direkt unter dem Motiv waren kleiner als bei frisch Tätowierten.

Wie erwähnt sind die Farbpigmente Fremdstoffe. Der Körper kapselt sie also nicht nur teilweise ab, sondern schickt auch Fresszellen, um die erkannte Verunreinigung abzutransportieren. Auf diese Weise sammeln sich in den Lymphknoten, die dem Tattoo am nächsten liegen, die meisten Pigmente. In der Folge können sich die Lymphknoten entzünden oder vergrößern. Nicht nur Gerichtsmediziner berichten von den „wandernden“ Farben. Chirurgen kriegen bei ihrer Arbeit sogar bunt gefärbte Lymphknoten zu sehen. Man tätowiert nicht nur seine Haut, sondern auch die Lymphknoten gleich mit … Die Farbstoffe und die weiteren Inhaltsstoffe bleiben also wahrlich nicht an Ort und Stelle: Von den Lymphknoten als Sammelstellen geht es weiter durch den ganzen Organismus. Gesundheitliche Folgen durch die Chemikalien können also überall auftreten, weshalb man ein lokales Problem, das sich eben nicht direkt um das Tattoo herum entwickelt, meist gar nicht mit der Tätowierung in Verbindung bringt. Dazu kommt, dass große Komplikationen oft erst nach Jahrzehnten auftreten und damit der Zusammenhang noch undeutlicher wird. Ärzte kritisieren, dass es bislang keinerlei epidemiologische Studien gibt, die sich der Frage widmen, ob jemand ein Tattoo hat, wie groß es ist und wann es gestochen wurde. Erkenntnisse daraus wären mit Sicherheit sehr aufschlussreich und beunruhigend.

 

Was sagt das Gesetz dazu?

Sollten wir – zumindest in Deutschland – nicht aber vor solcherlei hochgradig gefährlichen und gesundheitsschädlichen Substanzen geschützt sein? Gibt es keine Gesetze, die die erlaubten Inhaltsstoffe von Farben regulieren? Im Zweifel gilt: Besser keinen Schutz durch gesetzliche Bestimmungen erwarten! In Deutschland gibt es zwar mittlerweile eine Tätowiermittelverordnung. Diese bietet allerdings wenig Sicherheit. Zum einen werden Verstöße dagegen nicht wirklich geahndet. Zum anderen stellt diese nur eine Art Negativliste dar, sprich sie zählt Stoffe auf, die nicht verwendet werden dürfen. Das Gegenstück, eine klare Empfehlung, welche Farben stattdessen genutzt werden dürfen bzw. sollten, fehlt. Außerdem gilt auch hier kein Vorsorgeprinzip, wie es zum Beispiel im Rahmen von neuen Pestiziden gefordert wird. Es sollten eigentlich nur Stoffe auf den Markt gelangen, deren Unbedenklichkeit vor ihrer Verbreitung belegt wurde. Das ist aber nicht der Fall. Es gibt keine Zulassungspflicht, bevor ein neues Produkt zum Einsatz kommen darf. Und da ständig – weltweit – neue Farbstoffe auf den Markt kommen, ist eine gesundheitliche Bewertung nur für einen Bruchteil der Pigmente möglich. Ein weiterer Punkt: Farben aus dem Ausland, vor allem dem außereuropäischen, können jede Menge giftiger Substanzen enthalten, da die Hersteller sich natürlich nicht an deutsches oder an EU-Recht halten müssen.

Die Verbraucherzentrale warnt außerdem: Die Inhaltsstoffe vieler Tattoofarben seien auf der Flasche falsch deklariert. Also selbst, wenn man, wie von der Verbraucherzentrale empfohlen, vorher Informationen zum Inhalt, zum Hersteller, zur Chargennummer usw. erfragt, hat man keine absolute Sicherheit, dass die Angaben auch korrekt sind.[6]

Interessant ist in rechtlicher Hinsicht auch die Tatsache, dass Arbeitgeber bei der Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers von der Lohnfortzahlung entbunden sind, wenn dieser aufgrund von Folgen seiner Tätowierung ausfällt. Ein Arbeitgeber muss nur das normale Krankheitsrisiko des Arbeitnehmers absichern.

In manchen Kliniken wird gebärenden Frauen übrigens eine PDA, die Periduralanästhesie nahe dem Rückenmark zur Linderung der Geburtsschmerzen, verwehrt, wenn sie eine Tätowierung über dem Steißbein tragen. Der Grund: Beim Eindringen der Nadel zwischen die Lendenwirbel können Farbpigmente tiefer in den Körper gelangen und eine Infektion auslösen.

Und ein weiterer bemerkenswerter Fakt im Rahmen des Rechts: „Tätowierer“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Jeder Mensch darf ein Studio eröffnen. Die einzige Voraussetzung: Voll­jährigkeit und Vorweisen eines Gewer­bescheins. Im besten Falle hat der Besitzer eine offizielle Hygieneschulung durchlaufen.

 

Autolack in der Haut …

Verständlicherweise sehen sich Freunde der Körperkunst nach Alternativen um, die ein geringeres Risiko zu bergen versprechen. Die wohlklingende Bezeichnung „organische“ Tattoofarben scheint auf verträgliche Substanzen hinzuweisen. Doch Vorsicht! Organisch heißt nicht etwa biologisch angebaut, was man vom englischen „organic“, wie es auf Biogemüse mit Siegel heißt, herleiten könnte. Organisch bedeutet hier nur, dass statt anorganischen Farbpigmenten eben organische verwendet werden. Dies sind Kohlenwasserstoffverbindungen – und sie sind noch giftiger als die herkömmlichen Farbstoffe! Dazu gehören unter anderem Azo-Farbstoffe, die eigentlich in der Industrie eingesetzt werden. Zum Beispiel Autolack. Der kann besonders brillant leuchten …

Ein ähnliches Verwirrspiel ums Gesundheitsrisiko treiben „Biotattoos“. Bei dieser Variante soll die Farbe angeblich nicht so tief wie beim üblichen Tätowieren in die Haut eingebracht werden, sodass die Tattoos nach einigen Jahren von selbst wieder verschwinden. Faktisch ist das aber nicht gleichmäßig möglich, sodass die Motive in Teilen verblassen oder eben ganz verschwinden und teils dauerhaft sichtbar bleiben. Neben einem „verwaschenen“ Bild trägt man auch hier die ganze Keule der Chemie aus den Farben an bzw. in seinem Körper.

 

Auch das Entfernen ist riskant

Auch wenn der Trend zum Tätowieren in der breiten Gesellschaft und in allen Altersstufen weiter aufwärts geht, wollen umgekehrt viele ihre Tattoos wieder loswerden. Schätzungen zufolge sollen rund die Hälfte aller Tattoos wieder entfernt werden. Krankenkassen sind übrigens nicht dazu verpflichtet, eine Entfernung zu zahlen – und diese ist um ein Vielfaches teurer, als es das eigentliche Tattoo war, teilweise liegt der Preis bis zu zwanzig Mal so hoch. Und der Prozess ist langwierig.

Das erste große Problem bei einer gewünschten Entfernung ist: Man weiß im Regelfall nicht, welche Farben verwendet wurden und wie ihnen am besten beizukommen ist. Der Laser ist generell das Mittel der Wahl; aber verschiedene Farbnuancen erfordern verschiedene Arten von Lasern.

Wie funktioniert das „Weglasern“? Bei diesem Vorgehen werden die Farbpigmente mit elektromagnetischen Wellen zertrümmert. Dabei werden die Pigmente noch kleiner und damit noch „wanderfähiger“ im kompletten Körpersystem – man sieht sie auf der Haut nur nicht mehr. Beim Lasern können außerdem verschiedene Stoffe entstehen, die nachgewiesen kanzerogen sind. Blaue Farbe, das Tattoopigment Phthalocyaninblau, zerfällt in verschiedene Stoffe, darunter in mindestens drei hochgiftige: Benzol, Benzonitril und Blausäure. Blausäure ist hochgradig zelltoxisch – sie wurde früher zum Beispiel zur Vollstreckung der Todesstrafe in den USA eingesetzt. Natürlich braucht es eine gewisse Konzentration eines Stoffes, um eine tödliche Wirkung zu entfalten. Wenn es sich aber vermeiden lässt, unnötig auch geringere Mengen aufzunehmen, sollten wir das selbstverständlich um unserer Gesundheit willen tun!

Neben der Variante des Laserns werden manchmal auch flüssige Tattoo-Entferner mit Milchsäure angeboten. Hiervor warnt aber sogar das Bundesinstitut für Risikobewertung ausdrücklich. Denn bereits eine geringere Konzentration als die, wie sie bei dieser Art der Tattooentfernung in die Haut gespritzt wird, führt selbst oberflächlich schon zu starken Reizungen. Es kann also zu schweren Entzündungsreaktionen sowie Narbenbildung kommen.

Eine Garantie auf eine vollständige farb- und narbenfreie Entfernung gibt es bei keiner der Varianten.

 

Was tun?

Angesichts all der Risiken, die vom Tätowieren wie vom Tattoo ausgehen, gilt natürlich: vorher intensiv überlegen, mit kühlem Kopf abwägen und mündig informieren! Niemals sollte ein Tattoo aus einer Laune oder einer Mode heraus, spontan im Ausland oder gar als Wetteinsatz gestochen werden! Das ist ganz klar alles andere als cool.

Wenn Du schon eine oder mehrere Tätowierungen haben solltest, kannst Du Deinen Körper generell mit einer gesunden Lebensweise unterstützen, indem Du auf eine frische, pflanzenbasierte und biologisch wertvolle Ernährung baust, viel reines Wasser trinkst, Umweltgifte meidest (Stichwort Rauchen! Beim Abbrennen einer Zigarette entstehen zum Beispiel ebenso Nitrosamine, wie sie auch in Tattoofarben vorkommen), Dich häufig an frischer Luft bewegst, Dein Stresslevel niedrig hältst usw. Außerdem empfehlen wir Dir, Deinen Körper regelmäßig zu entgiften, um Dein Lymphsystem beim Abtransport der gesundheitsschädlichen Stoffe zu unterstützen. Das kannst Du unter anderem mit Lymphdrainage machen. Aber auch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel sind bei einer solchen Entgiftung hilfreich. Dazu gehören:

  • Chlorella – bindet Giftstoffe, insbesondere Schwermetallionen, vor allem im Darm und schleust sie aus dem Körper. Die Nährstoffe der Chlorella wie Aminosäuren und Mineralstoffe gleichen einen Nährstoffmangel zusätzlich aus.
  • Glutathion – unterstützt die Entgiftung von Schwermetallen und hilft bei der Regeneration der Leber, unseres größten Entgiftungsorgans. Hier bekommst du Glutathion in flüssiger Form oder in der praktischen Kapselvariante.
  • Medizinischer Zeolith – entgiftet durch Adsorption Schadstoffe im Darm und leitet sie aus. Gleichzeitig entlastet Zeolith Med die Leber, Nieren und die Bauchspeicheldrüse.

 

Wenn Du Deine Haut unbedingt verzieren möchtest, dann verwende wasserlösliche Pflanzenfarben wie Henna, mit denen temporäre Muster aufgemalt werden können. Achte aber unbedingt darauf, absolut reines Pflanzenpulver aus ökologisch kontrolliertem Anbau zu verwenden und kein chemisch nachgebildetes!

Um Deine Individualität auszudrücken, kannst Du auch Schmuck tragen. Wenn der aus der Mode gekommen ist oder Du nicht mehr hinter seiner Botschaft stehst, bist Du ihn schnell und ohne jegliches Gesundheitsrisiko wieder los.

Und ganz zum Schluss möchten wir Dir noch Folgendes ans Herzen legen: Besinne Dich darauf, dass Du wunderschön bist – genau so, wie die Natur Dich gemacht hat, ganz ohne künstliche Verzierungen!

 

[1] https://de.statista.com/infografik/10024/umfrage-taetowierungen-in-deutschland/

[2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160696/umfrage/taetowierte-anzahl-der-tattoos/

[3] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/864440/umfrage/weltweite-umfrage-zum-bereuen-von-tattoos/

[4] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/970332/umfrage/umfrage-zur-einschaetzung-des-gesundheitlichen-risikos-durch-taetowierungen/

[5] https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/20-Tattoofarben-im-Test_101428_1.html?artnr=101428&bernr=10&seite=05

[6] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/aerzte-und-kliniken/gesundheitliche-risiken-von-tattoos-und-permanent-makeup-11745

 

Verwendete Quellen:

© Regenbogenkreis / Matthias Langwasser - Alle Rechte vorbehalten. Dieser Text und die enthaltenen Bilder unterliegen dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf ohne Genehmigung weder kopiert oder veröffentlicht werden. Eine Verlinkung direkt auf die jeweilige Text-Seite sowie das Teilen in sozialen Netzwerken sind erlaubt und erwünscht.

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  • Tätowierungen: Echtes Gesundheitsrisiko statt cooler Körperkunst

    Liebe Claudia,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Dank der 2009 in Kraft getretenen Tätowiermittel-Verordnung ist einiges rund um die Tätowierfarbe reglementiert worden - zum Glück. Doch die Verordnung geht nicht weit genug, wenn es darum geht, die Gesundheit wirklich zu schützen. Hierfür müsste es zum Beispiel nicht nur eine Verbotsliste, sondern in erste Linie ein Zulassungsverfahren für jede Farbe (auch die aus dem Ausland) geben, damit nur 100 % verträgliche und unbedenkliche Farben zum Einsatz kommen. Noch gibt es da keine 100 %ige Sicherheit. Alles Liebe für Dich, Dein Team von Regenbogenkreis

  • Tätowierungen: Echtes Gesundheitsrisiko statt cooler Körperkunst

    Hallo lieber Matthias,

    man darf hier nicht alle Tattoofarben über einen Kamm scheren. Es gibt mittlerweile Richtlinien in Deutschland und Autolacke dürfen nicht mehr verwendet werden. Zudem gibt es mittlerweile auch viele Tatowierer, die mit guten Farben arbeiten. Man sollte also genau darauf achten, welche Farben verwendet werden und wie viel Ahnung der Tatowierer selbst von den Farben und deren Ursprung hat.

    Ganz liebe Grüsse

    Claudia

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