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Petersilie – mehr als ein schmückendes Beiwerk

Im Restaurant sieht man die Menschen, die mit leicht verzogenem Gesicht einen kleinen Zweig Petersilie vom Essen herunternehmen und an den Tellerrand legen; später wandert dieser dann wie gewohnt in den Küchenabfall. Getrocknet und verstreut am Tellerrand liegend findet die Petersilie ebenfalls keine Aufmerksamkeit, sondern dient lediglich der Dekoration. Ein jeder kennt sie, doch kaum jemand weiß um den unschätzbaren Wert der Petersilie für die Gesundheit des Menschen.

Petersilie

Die Petersilie ist nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern eine kraftvolle Heilpflanze mit vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Ursprünglich kommt die Petersilie (Petroselinum, Fam. Doldengewächse) aus Südeuropa und man geht davon aus, dass sie bereits im Mittelalter nach Deutschland gelangte. Seither wird sie in der heimischen Küche als Kraut und in der alternativen Heilkunde als Heilmittel eingesetzt. Selbst Karl der Große soll seinen Untertanen bereits den ständigen Anbau von Petersilie befohlen haben. Die Pflanze wird im Schnitt 15-20 cm groß und bildet im zweiten Jahr weiße Blütendolden aus, wobei sie danach in der Regel abstirbt. Es existieren drei verschiedene Unterarten, bei denen es sich um die krause Petersilie, die Wurzelpetersilie und die glatte Petersilie handelt; letztere wird auch Blattpetersilie genannt. Die Petersilie ist ebenfalls für ihren intensiven Geruch bekannt, ist des Weiteren sehr günstig in der Anschaffung und kann im heimischen Garten oder in der Küche selber gezogen werden.

Welche Inhaltsstoffe hat die Petersilie?

In erster Linie ist die Petersilie natürlich reich an dem Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, welches als die bedeutendste, lebenspendende Substanz überhaupt gilt. Chlorophyll unterstützt im menschlichen Körper beispielsweise den Aufbau neuer Blutzellen und kommt von der Zusammenstellung her dem Blutfarbstoff Hämoglobin sehr nahe.

Die Petersilie enthält eine Vielzahl lebenswichtiger Vitamine: Vitamin A, Vitamine B1 bis B6, Folsäure, Vitamin K, Vitamin C, Vitamin D, Beta Carotin und Vitamin E.

Reichlich Spurenelemente und Mineralstoffe sind in der Petersilie ebenfalls vorhanden: Kalzium, Eisen, Magnesium, Mangan, Schwefel, Kalium und Phosphor.

Ferner weißt die Petersilie ätherische Öle als Inhaltsstoff auf, beispielsweise Apiol und Myristicin. Anhand dieser Liste lässt sich bereits erahnen, dass die Petersilie allerhand positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Generell sagt man, die Petersilie habe eine verdauungsfördernde, blutreinigende, entwässernde, harntreibende und antimikrobielle Wirkung. In der alternativen Heilkunde, aber auch als Hausmittel, kommt die Petersilie unter anderem bei folgenden Beschwerden zum Einsatz: Blähungen, Mundgeruch, Ohrenschmerzen, Rheuma, Blasenentzündung, Depression, Menstruationsbeschwerden, Schuppen, Nieren- und Blasensteine, Sodbrennen, Kreislaufstörungen, Darmkoliken, Entzündungen allgemein, erhöhte Cholesterinwerte und vieles mehr.

Bei schwerwiegenden Nierenfunktionsstörungen, wie einer Nierenentzündung, wird jedoch von der Einnahme größerer Mengen abgeraten. Gleiches gilt für Schwangere, da erhöhte Mengen an Petersilie die Wehentätigkeit auslösen können.

Verwendung der Petersilie

Wie bei allen pflanzlichen Lebensmitteln ist selbstverständlich eine Einnahme in der naturbelassenen Form am besten. So kann Petersilie pur zum Naschen zwischendurch verzehrt, aber auch klein geschnitten in den Salat gegeben werden. Wer sich bevorzugt einen Smoothie zubereitet, kann die Petersilie in kleinen Mengen diesem Mixgetränk wunderbar hinzufügen. Dies hat auch den Vorteil, dass die Petersilie mit ihrem eigenen Geschmack in dem Getränk nicht überwiegt.

Selbst für die Zubereitung von Tee für heilkundliche Zwecke ist Petersilie geeignet. Hierzu übergießt man 1-2 Teelöffel klein geschnittene Petersilie mit ca. ¼ Liter kochendem Wasser und lässt ihn gut 10 Minuten ziehen. Mehr als 2-3 Tassen pro Tag sollte man allerdings nicht einnehmen, und auch als Daueranwendung sollte der Tee nicht genutzt werden, da dies zu einer erhöhten Tätigkeit der Muskeln im Darm, der Gebärmutter und der Blase führen kann. Bei einer gezielten Anwendung im Krankheitsanfall sollte selbstverständlich eine Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Petersilie gehört auf jeden Fall auf den Speiseplan eines jeden gesundheitsbewussten Menschen und dient eben nicht nur der Verschönerung der Gerichte und des Porzellanservice. Wer also das nächste Mal ins Restaurant geht, darf die vermeintliche Dekoration ruhig aufessen :-).

 

Text: Kerstin Ahrens

 

© Regenbogenkreis / Matthias Langwasser - Alle Rechte vorbehalten. Dieser Text und die enthaltenen Bilder unterliegen dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf ohne Genehmigung weder kopiert oder veröffentlicht werden. Eine Verlinkung direkt auf die jeweilige Text-Seite sowie das Teilen in sozialen Netzwerken sind erlaubt und erwünscht.
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