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Carob - Ein wertvolles Lebensmittel mit besonderen gesundheitsfördernden Eigenschaften

Hand auf’s Herz, wer von uns trinkt nicht gerne mal eine leckere Schokolade zwischendurch? Ob eisgekühlt im Sommer oder als Heißgetränk im Winter…sie schmeckt einfach immer. Und auch zu einem schönen Stück Schokoladenkuchen würde wohl kaum jemand von uns nein sagen.

Doch viele im Handel erhältliche Kakaopulver, die man für solche Leckereien verwendet, enthalten künstliche Anreicherungen oder Zusatzstoffe, auf die man gerne verzichten möchte.

Und auch im Hinblick auf den Koffeingehalt verwehren so manche Eltern ihren Kindern ein Kakaogetränk am Abend. Daher möchte ich Euch heute in diesem Artikel Carobpulver vorstellen, welches einen wunderbaren Kakaoersatz darstellt.

Was ist Carob und woraus wird es hergestellt?

Carob

Carob, die Früchte des Johannisbrotbaumes

Carob ist der Name für das Fruchtfleisch, welches aus den Früchten des Johannisbrotbaumes (Ceratonia siliqua) gewonnen wird. Johannisbrotbäume wachsen vorwiegend im Mittelmeerraum und Vorderasien, sind aber auch in Mittel- und Südamerika zu finden. Die Bäume sind immergrün und können Wuchshöhen von 10 bis 30 Metern erreichen.

Hierbei zeigen sie sich äußerst hitze- und trockenresistent und benötigen nur wenig Wasser, so dass sie auch auf sehr kargen Böden wachsen können. Dadurch sind Johannisbrotbäume auch besonders gut für den biologischen Anbau geeignet.

Johannisbrotbäume zeichnen sich durch einen sehr starken Stamm aus und haben durch die weit gespreizten Verästelungen eine ausladende Krone von ca. 10-15 Metern Durchmesser, wodurch sie in den heißen Ländern nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch als großzügige Schattenspender und Rückzugsort für verschiedene Tierarten dienen.

Der Johannisbrotbaum, auch Carobbaum genannt, ist mit Bohnen und Erbsen verwandt und gehört somit zu der Familie der Hülsenfrüchtler. Wie die meisten Hülsenfrüchtler gehen auch die Wurzelknöllchen des Johannisbrotbaumes eine Symbiose mit den sogenannten stickstofffixierenden Bakterien ein, wodurch sich die Fruchtbarkeit des Bodens, auf dem sie wachsen, verbessert.

Carob

Der Johannisbrotbaum

Ungefähr 6 Jahre nach der Keimung eines Johannisbrotbaumes blüht dieser erstmalig im Herbst, wobei die traubenförmigen Blütenstände direkt aus dem Stamm und/oder den Ästen wachsen. Aus den Blüten entwickeln sich dann im Frühjahr zunächst grüne Hülsenfrüchte (Caroben), die 10 bis 30 Zentimeter lang, 1,5 bis 3,5 Zentimeter breit und rund 1 Zentimeter dick sind.

Im weiteren Reifungsprozess färben die Hülsen sich schokoladenbraun, formen sich gerade oder gebogen, entwickeln einen wulstigen Rand und eine glänzende, ledrige Schale.

Gut ein Jahr nach der Befruchtung sind die Hülsenfrüchte reif und können über viele Monate an dem Baum hängen bleiben, wobei jede Frucht ca. 10 bis 15 sehr harte und glänzende Samen enthält. Anfangs ist das Fruchtfleisch der Hülsen noch weich und aromatisch süß, später wird es hart und trocken; die Hülsen können frisch direkt vom Baum oder getrocknet gegessen und ebenso zu Sirup und Saft weiterverarbeitet werden.

Geschmack und Inhaltsstoffe von Carob

Für die Gewinnung von Carobpulver wird das Fruchtfleisch der Hülsen fein vermahlen, welches dem Kakaopulver zwar ähnelt, aber nicht so bitter ist.

Im Unterschied zu herkömmlichem Kakaopulver ist Carobpulver sehr fettarm und zudem frei von anregenden Stoffen wie Koffein oder Theobromin, welche eine anregende Wirkung auf das Nervensystem haben können.

Den süßen Geschmack erhält das Pulver durch die enthaltenen niedermolekularen Kohlenhydrate (Einfach- und Zweifachzucker). Desweiteren enthält Carobpulver 35-45% hochmolekulare Kohlenhydrate (Ballaststoffe und Stärke), ca. 5% Eiweiß, rund 3,5% Mineralstoffe sowie etwa 1% Fett.

Carobpulver besitzt ebenso einen hohen Anteil an Vitamin A und B, Eisen und Kalzium. Außerdem ist es frei von Cholesterin, Laktose und Gluten und stellt somit auch für Lebensmittelallergiker eine gute Alternative zu Schokolade dar.

Die im entzuckerten Fruchtmark enthaltenen Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe können sich positiv auf den menschlichen Blutzucker- und Cholesterinspiegel auswirken. Auch wird Carob-Johannisbrot eine gewichtsreduzierende Wirkung zugesprochen, da es die Fettverbrennung anregt.

In der Naturheilkunde findet Carobpulver bei Verstopfung, aber auch bei Durchfall Anwendung. Die Wirksamkeit beruht hier insbesondere auf den Ballaststoffen und den niedermolekularen Kohlenhydraten.

Verwendung von Carobpulver

Carob Dessert

Carob Mousse mit Mandeln

Carobpulver kann Kakaopulver im Haushalt 1:1 ersetzen und ist für Kuchen, Mousse, Pudding, Mixgetränke oder auch als Müsli- und Joghurtbeigabe geeignet. Zu beachten ist lediglich, dass bei der Verwendung von Carob der Süßungsanteil der zubereiteten Speisen und Getränke etwas niedriger ausfallen sollte, da Carob bereits einen süßen Eigengeschmack hat.

Und natürlich kann Carob genauso für die Herstellung von Keksen, Carobtafeln und Brotaufstrichen verwendet werden.

Carubin aus den Carobfrüchten

Bei Carubin handelt es sich um ein technologisch genutztes Verdickungsmittel, welches durch das Vermahlen der in den Hülsenfrüchten enthaltenen Kerne/Samen gewonnen wird (ohne Schale und Keimling).Dieses ist uns allen als Johannisbrotkernmehl bekannt.

Johannisbrotkernmehl ist ein sogenanntes Polysaccharid, wobei dieser Mehrfachzucker vom menschlichen Körper nur teilweise verdaut werden kann und daher als Ballaststoff gilt.

Neben diesem Mehrfachzucker sind noch ca. 6% Eiweißstoffe, wasserlösliche Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe) und Spuren von Mineralstoffen Bestandteile des Mehls. Johannisbrotkernmehl wird als Bindemittel und auch als Stabilisator in vielen Lebensmitteln verarbeitet. Im Vergleich zu Stärke ist Carubin 5x so quellfähig; es heißt, dass 1 Gramm 50 Milliliter kalte Flüssigkeit binden kann, erhitzt um die 100 Milliliter.

Johannisbrotkernmehl ist in der EU uneingeschränkt als Lebensmittelzusatzstoff E 410 zugelassen, auch für Bio-Produkte, und kann beispielsweise für diätische Zwecke als Backhilfsmittel für glutenfreies Brot verwendet werden.

Wissenswertes zur Geschichte des Johannisbrotbaumes

Wie genau der Name des Baumes entstanden ist, ist bis heute nicht genau geklärt. In vielen Quellen heißt es, dass Johannis der Täufer während seiner Fastenzeit in der Wüste seinen Appetit durch das Essen der Früchte des Johannisbrotbaumes gestillt haben soll.

Angeblich rühre daher auch der Name „Johannisbrot“. Wiederum andere Quellen gehen davon aus, dass der Name auf den Johanniterorden zurückzuführen ist, welcher dafür verantwortlich gewesen sein soll, dass der Johannisbrotbaum in vielen verschiedenen Ländern angepflanzt wurde.

Vermutlich bleibt dies ein offenes Rätsel; sicher aber ist, dass die Früchte des Johannisbrotbaumes bereits vor tausenden Jahren von den Menschen als Nahrungsquelle genutzt und ebenso zur Versorgung der hauseigenen Tiere herangezogen wurden.

Besonders interessant ist, dass das Gewicht der ganzen Kerne des Johannisbrotbaumes zur Festlegung der Maßeinheit „Karat“ im Altertum führte. Hier wurden die Kerne als Wiegegewicht für Edelsteine und Gold genutzt. Denn unabhängig von der Größe eines jeden Kerns, liegt sein Gewicht immer bei exakt 0,18 Gramm. Und noch heute findet diese Gewichtseinheit weltweit Anwendung.

Die Bezeichnung „Karat“ leitet sich vom lateinischen Namen des Johannisbrotbaumes (Ceratonia) ab.

Zum Glück liegt Carobpulver allerdings in der Anschaffung unter dem Wert von Edelsteinen und Gold…also, probiert es aus und lasst es Euch schmecken!

Carob – Frucht des Johannisbrotbaumes

Carob

Die Carob Schote mit ihren Kernen

Carob ist die Bezeichnung für das Mark der Früchte des Johannisbrotbaums. Dieser immergrüne Baum wächst vor allem im Mittelmeergebiet sowie in Arabien bzw. Vorderasien.

Johannisbrotbäume sind ausgesprochen genügsam, sie kommen mit nur wenig Wasser aus, vertragen Hitze und Trockenheit sehr gut und sind auf natürliche Weise schädlingsresistent, so dass keine Pestizide eingesetzt werden müssen.

Aus diesem Grund ist der Johannisbrotbaum, der bis zu zwanzig Meter hoch werden kann, perfekt für den ökologischen Anbau geeignet. Johannisbrotbäume übernehmen in der Natur wichtige Funktionen.

Sie sind Nahrungsquelle, Schattenspender, Rückzugsort und Lebensraum für verschiedene Tierarten und stellen einen natürlichen Schutz für den Boden dar. Die tiefwurzelnden Bäume werden beispielsweise in Küstenregionen angepflanzt, um den Boden dort vor dem Austrocknen zu schützen.

Namesherkunft des Johannisbaumes unklar

Nicht einig sind sich die Historiker über die Herkunft des Namens Johannisbrotbaum. So wird einerseits angenommen, dass die Bezeichnung darauf zurückzuführen ist, dass der Johanniterorden maßgeblich dafür verantwortlich war, dass der Baum in vielen Ländern angepflanzt wurde.

Andere sind dagegen der Auffassung, dass Johannis der Täufer sich während seines Wüstenaufenthalts von den Früchten des Johannisbrotbaums ernährt haben soll.

Fakt ist aber, dass der Baum schon seit Jahrtausenden von Menschen angepflanzt wurde. Sein Holz war bereits im alten Ägypten als Baumaterial begehrt, später sorgten die Römer und Araber für die weitere Verbreitung des Johannisbrotbaums.

Carob hat heute eine große Bedeutung

Johannisbrotbäume haben auch heute eine große wirtschaftliche Bedeutung, denn sie liefern die unterschiedlichsten Produkte. Das Holz der Bäume zeichnet sich durch seine Härte und hohe Formstabilität aus. Man nutzt es, um daraus langlebige Zäune, Fußbodenbeläge oder auch Türen zu bauen.

Ebenso hat das Johannisbrotbaum-Holz einen festen Platz in der Werkzeugproduktion bei der Fertigung von Gerätestielen. Das wichtigste Erzeugnis, das dieser Baum liefert, ist aber sein Fruchtmark.

Carob kann frisch gegessen oder auch zu Saft, Sirup und sogar Likör oder Schnaps weiterverarbeitet werden. Johannisbrot wird aus den langen Hülsenfrüchten des Baums gewonnen.

Die Früchte des Johannisbrotbaumes als Carobpulver

Carob Pulver

Das Carobpulver ist dem Kakaopulver ähnlich, nur viel gesünder

Zu Pulver zermahlen, ähnelt Carob stark dem Kakaopulver. Allerdings ist das Carobpulver im Vergleich zu Kakao fettarm, dafür aber ballaststoffreich mit einem hohen Gehalt an den Vitaminen A und B, an Eisen und Kalzium.

Das macht Carob zu einem wertvollen Lebensmittel, das sogar für Menschen mit Lebensmittelallergien gut geeignet ist, denn es enthält weder Gluten noch Laktose oder Cholesterin. Auch geschmacklich ähnelt Carobpulver dem Kakao und ist damit ein hervorragender Ersatz für Schokolade.

Während Kakao jedoch einen herben Geschmack besitzt, so ist Carob leicht süßlich. Im Vergleich zum Kakao enthält Carob keine anregenden Stoffe. Das Pulver kann zum Kochen und Backen anstelle von Kakaopulver verwendet werden, auch Carob-Milchshakes sind sehr beliebt.

Carubin der Hülsenfrüchte als Verdickungsmittel bekannt

Die in den Hülsenfrüchten enthaltenen Johannisbrotkerne stellen darüber hinaus ein in der Lebensmittelindustrie häufig genutztes Verdickungsmittel zur Verfügung.

Dieses Carubin ist extrem quellfähig, reich an Eiweißstoffen, Polysacchariden und Flavonoiden. Eingesetzt wird Carubin unter anderem als Bindemittel in Suppen, Puddings und anderen Süßwaren. Aus Johannisbrotkernmehl werden viele Diätprodukte hergestellt.

Interessante Inhaltsstoffe in Carob

Besonders interessant ist, dass im entzuckerten Fruchtmark viele unlösliche Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind, deren Zusammenspiel sich positiv auf den menschlichen Blutzucker- und Cholesterinspiegel auswirken soll. Es wurde in Studien nachgewiesen, dass es nach dem Verzehr des Marks zu einer kurzfristigen Senkung der Blutfettwerte kommt.

Carob-Johannisbrot hat obendrein eine gewichtsreduzierende Wirkung, weil es die Fettverbrennung anregt. Darum kann Johannisbrot auch beim gesunden Abnehmen hilfreich sein.

Wir haben leckeres Rohkostkonfekt aus Carob mit schokoladigem Geschmack im Programm. Es besteht aus rein pflanzlichen Zutaten aus biologischem Anbau.

Das Carobkonfekt kannst Du hier bestellen

Feedback unserer Kunden zum Carobpulver

Einen schönen guten abend, bei meiner letzten bestellung, gleichzeitig die erste, war zur probe ein carobtäfelchen das war soooo... lecker das ich hoffentlich bald wieder, wenn mein paket kommt, so was total leckeres und gesundes naschen kann. vielen dank

-Familie Resch

Lieber Herr Langwasser, Alles Gute für Sie, das Konfekt schmeckt ausgezeichnet, lieben Gruß

-Eva

Sehr geehrter Herr Langwasser, übrigens, die Carob-Täfelchen  sind superlecker - toller Ersatz für Schokolade. Jetzt probiere ich mal die andere aus. Herzliche Grüße

-Gisela

Lieber Herr Langwasser,  

vielen Dank für die beiliegende Praline. Sie war sehr lecker. Bestimmt werde ich bald welche bestellen.  Ihr Kochbuch Vegane Kochkunst bekam ich zum Geburtstag. Es ist sehr gelungen und macht uns sehr viel Freude. Herzliche Grüße  

-Mona

Lieber Herr Langwasser,

Sie wünschen Rückmeldung über die Erfahrung mit Ihren Produkten. Ich kann ausschließlich positives melden. Die regelmäßige Einnahme der Darmreinigung hat alle meine Darmprobleme (Völlegefühl, auch Durchfall) beseitigt. Ich nehme jeden Tag einen Esslöffel per Shake zu mir, und hoffe, dass dies auch für eine Dauereinnahme gut ist. Die Rohkostschokolade oder das Carob - Konfekt sind vorzüglich. Schade nur, dass diese Produkte für meinen Geldbeutel auf Dauer zu teuer sind. Ihnen und Ihrer Familie eine schöne Zeit und einen energiereichen Start in den Frühling.

Mit vielen Grüßen

-Ursula

Hhhhhmmmmm, Carob schmeckt oberlecker!!!Danke für das Täfelchen!

Vielen Dank,für die leckere Carob Zugabe. Hhhhmmmm,ein wahrhaft göttlicher Genuß.

Herzlich

-Bärbel

Lieber Herr Langwasser,

vielen Dank auch für das Stückchen "Schoki" (ich weiß leider nicht mehr wie es heißt, nur dass es EXTREM lecker ist :)

Liebe Grüße

-Nicole 

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