3 Gründe, warum Du auf Pflanzenöle aus konventioneller Landwirtschaft besser verzichten solltest

Nicht ohne meine Fette: Warum Fettsäuren so wichtig für uns sind

Fettreduzierte Lebensmittel im Supermarkt boomen, denn: Fette haben es in sich. Mit etwa 9 Kilokalorien pro Gramm liefern sie mehr als doppelt so viele Kalorien wie die gleiche Menge Kohlenhydrate.

Aber halt: Höhere Kaloriendichte = Dickmacher? So einfach ist es nicht. Mehr dazu kannst Du auch in unserem Blogbeitrag „Eine Kalorie ist eine Kalorie“ nachlesen. -> Klick hier.

Es stimmt zwar, dass Fette dick machen können, aber: Die Menge macht - wie so oft - das Gift. Viel wichtiger zu erwähnen: Nahrungsfette sind wertvolle Lieferanten der lebenswichtigen Fettsäuren, sie sorgen zudem dafür, dass Vitamine transportiert werden können und geben Speisen eine herrlich wohlschmeckende Komponente.

Fette sind aus verschiedenen Fettsäuren aufgebaut – grob umrissen sind dies die gesättigten und ungesättigten Fettsäuren.

Pflanzenöle

Gesättigte Fettsäuren sind nicht essentiell und können krank machen



Gesättigte Fettsäuren sind nicht essentiell für den menschlichen Organismus. Sie können – wenn sie in großen Mengen konsumiert werden – sogar gesundheitsschädlich sein, da sie negative Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel haben.

Im Falle der ungesättigten Fettsäuren gibt es nochmals verschiedene Unterteilungen: So kennen wir die einfach ungesättigten, zweifach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. (1)

Sind ungesättigte Fettsäuren gesund?

Der Körper benötigt Fettsäuren für die verschiedensten Stoffwechselprozesse. Er ist jedoch nicht in der Lage, alle ungesättigten Fettsäuren selbst zu bilden. Diese müssen über die Nahrung zugeführt werden – weshalb man sie auch essentielle Fettsäuren nennt.

Als „die Guten“ unter den Fettsäuren gelten die Omega-3-Fettsäuren sowie die Omega-9-Fettsäuren bzw. einfach ungesättigte Fettsäuren, die z.B. in Leinöl, Olivenöl, Kernöl, Nüssen und Avocados vorkommen.

Pflanzenöle

Einfach ungesättigte Fettsäuren, z.B. aus Avocados, sind hingegen essentiell und sehr gesund

Sie sind wichtig für den Erhalt der Gehirnleistung (daher auch der häufig verwendete Begriff „Brainfood“ für Nüsse), das Nervensystem, tragen zum Aufbau und der Erneuerung von Zellen bei und wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.

Nur bedingt zu empfehlen sind Omega-6-Fettsäuren. Leider sind diese viel häufiger auf dem Speiseplan der meisten Menschen vertreten: Sie finden sich unter anderem in Sonnenblumenöl und Maiskeimöl. Ein zu hoher Anteil an Omega 6-Fettsäuren kann die positiven Eigenschaften der Omega-3 und Omega-9-Fettsäuren leider wieder aufheben, daher sollte hier auf ein ausgewogenes Verhältnis geachtet werden. (2)

Die Unterscheidung von Fetten und Ölen

Fette werden bei Raumtemperatur (um die 20°C) fest – ein gutes Beispiel hierfür ist die Butter. Dies lässt darauf schließen, dass in ihnen vorwiegend gesättigte Fettsäuren enthalten sind.

Pflanzenöle

Butter besteht hauptsächlich aus ungesunden, gesättigten Fettsäuren


Öle hingegen sind auch bei niedrigeren Temperaturen flüssig, was für ihren hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren spricht. (3)

Was macht Pflanzenöle aus herkömmlicher Landwirtschaft ungesund?

Monokulturen, Pestizide, starke Verarbeitung: Die meisten heute im Supermarkt erhältlichen Öle sind alles andere als naturbelassen. Und genau hier liegt das Problem.

1.     Kein ausgewogenes Fettsäurenverhältnis oder minderwertige Fettsäuren

Wirft man beispielsweise einen Blick auf das Omega-Fettsäurenverhältnis von Rapsöl, wirkt dieses im ersten Moment ganz gut. Leider reicht dieser erste Blick nicht aus: Bei den in Rapsöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren handelt es sich nämlich nicht einmal um Fettsäuren, sondern vielmehr nur um eine Fettsäure: die Alpha-Linolensäure. Ein ausgewogenes Fettsäurenverhältnis ist aber unabdinglich, damit Fettsäuren ihren Beitrag zu Deiner Gesundheit leisten können.

Pflanzenöle

Rapsöl: Auf den ersten Blick gesund, doch es enthält kein ausgewogenes Fettsäureprofil

2.     Manche Pflanzenöle werden stark verarbeitet, um die Haltbarkeit zu verbessern

Um Öle erhitzbar zu machen, müssen sie einen industriellen Prozess der Härtung durchlaufen. Dieser Produktionsschritt gilt als sehr gefährlich, denn hier können die gesundheitsgefährdenden trans-Fette entstehen. Doch nicht nur das Härten des Öls macht es ungesund. Schon zuvor wird es durch ein chemisches Lösungsmittel (meist Hexan) herausgelöst. Allein das Hexan an sich ist alles andere als gesundheitsfördernd. Anschließend wird dieses giftige Gemisch auf mindestens 140° erhitzt. Das Hexan verdampft bei solchen Temperaturen und übrig bleibt das Öl. In weiteren Reinigungsschritten, einem Bleichvorgang und einer Desodorierung wird das Öl dann so lange bearbeitet, bis es den Temperaturen beim Backen und Braten standhalten kann und möglichst lange haltbar bleibt. Bis das Rapsöl also den Endverbraucher erreicht, ist von dem ursprünglichen pflanzlichen Fett, direkt aus den Samen, nicht mehr viel übrig. (4)

3.     Genmanipulation, Pestizide und Monokulturen auf den Feldern

Im Jahr 2013 wurde in Baden-Württemberg, Untersuchungen des statistischen Landesamtes zufolge, auf 14,2 % der Ackerfläche Silomais angebaut, auf 7,2 % blühte der Raps. Und das Jahr für Jahr. Gottfried May-Stürmer sieht das sehr kritisch: „Wo Grünland umgebrochen wurde, ist das immer ein Anschlag auf die Artenvielfalt und auf den Klimaschutz.“

Vor allem beim Rapsanbau ist der Einsatz von giftigen Pestiziden problematisch. Bei keiner anderen Ackerkultur werde so viel gespritzt. Nicht nur schlecht für unsere Gesundheit – auch Bienen und andere Insekten leiden darunter: Die Blüten des Raps enthalten ebenfalls bedenkliche Mengen an Pestiziden. (5)

Monokulturen schaden der Artenvielfalt und unserer Umwelt

In Zeiten der industriellen Revolution und in den Nachkriegsjahren stieg die Nachfrage nach energiespendenden, billigen Nahrungsmitteln. So wurde beispielsweise immer mehr Getreide benötigt, um den Hunger der armen Bevölkerung zu stillen. Man entschied sich dafür jedes Jahr das gleiche Saatgut auf Feldern zu pflanzen – was damals mit vielen Vorteilen verbunden war. Man musste sich nur über die Kultur einer bestimmten Pflanze informieren, die Anzahl der benötigten Arbeitsgeräte war überschaubar und auf einigen Böden, bzw. unter den örtlichen klimatischen Gegebenheiten, gedieh eine bestimmte Energiepflanze besonders gut. Beste Voraussetzungen also, um günstig an massenhaft Nahrung zu kommen. 

Heute sind die meisten Menschen glücklicherweise nicht mehr darauf angewiesen, von möglichst billigem Getreide zu leben. Und trotzdem wird auch heute noch Mais, Raps & Co. in Monokulturen angebaut, um mit wenig Aufwand viel Umsatz zu generieren. Bei dieser jahrzehntelangen, immer gleichen Bewirtschaftung der Böden gibt es nur ein gravierendes Problem: Monokulturen laugen die Ackerflächen aus und machen einst fruchtbare, natürliche Böden zu kargem Brachland. Um trotzdem eine ertragreiche Ernte zu erwirtschaften, wird die Erde kräftig gedüngt – häufig auch mit Chemiekeulen, die der Umwelt schaden und so auch in unser Essen gelangen können.

Pflanzenöle

Monokultur laugt die Böden aus, woraufhin chemischer Dünger verwendet wird

Die künstliche Fruchtbarkeit der Böden führt dazu, dass trotz der ausgelaugten Ackerflächen Jahr für Jahr der Raps wunderschön gelb auf den Feldern blüht – und uns das Gefühl vermitteln soll, hier wird etwas „natürliches“, „gesundes“ herangezogen. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Die heimischen Äcker sind nahezu frei von natürlichen Nährstoffen, die Pflanzen ziehen ihre Lebenskraft häufig nur noch aus den chemischen Düngemitteln.

Die schwindende Artenvielfalt und fehlenden Nährstoffe sorgen zudem dafür, dass Schädlinge angezogen werden, die dann wieder mit Chemiekeulen zerstört werden müssen. Ein Teufelskreis mit einem erschreckenden Zukunftsbild: Im Jahre 2050 sollen mehr als 800 Millionen Hektar Land nachhaltig zerstört und damit nicht mehr bepflanzbar sein, was in etwa der Fläche von Brasilien entspricht. (6)

Über die Giftstoffe in der Pfanne: Vorsicht beim Braten mit kaltgepresstem Öl!

Wenn Öle erhitzt werden, kommt es zum Prozess der Oxidation und die gesunden Fett­säuren zerfallen. Zudem können beim Braten hochgiftige Stoffe entstehen, wie z.B. Acrolein, das unter dem dringenden Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Das toxische Acrolein kann unser Erbgut massiv schädigen. Auch die regulatorischen T-Zellen unserer Immunantwort können durch die organische Verbindung Acrolein beeinflusst werden – was dazu führen kann, dass Tumore schneller wachsen. (7)

Vor allem Öle mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren haben einen niedrigen Rauchpunkt. Kalt gepresstes Olivenöl raucht etwa schon bei 160 °C.

Pflanzenöle

Beim Braten mit kaltgepressten Ölen können Giftstoffe entstehen

Gesunde Fette aus pflanzlichen Ölen sollten demnach nur kalt genossen werden, damit sie sich positiv auf die Gesundheit auswirken. (8)

Wie entsteht Acrolein?

In der Wissenschaft herrscht noch Uneinigkeit darüber, wie genau das giftige Acrolein in Lebensmitteln entsteht. Bisher ist nur bekannt, dass es sich vor allem bei starkem Erhitzen bildet. Wissenschaftler vermuten, dass Glycerin bei so hohen Temperaturen zu Acrolein umgewandelt werden kann. Nicht nur Öle sind davon betroffen: Dies kann auch bei starker Erhitzung von Kohlenhydraten passieren.

Forscher sind auch der Ansicht, dass weniger Acrolein gebildet wird, wenn der Wasseranteil in den jeweiligen Lebensmitteln hoch ist. Dies ist der Grund, weshalb beim Kochen kein Acrolein entsteht. Die giftige chemische Verbindung tritt vorwiegend beim Braten, Grillen und Frittieren auf.

Man hat zudem herausgefunden, dass mit steigenden Temperaturen größere Mengen Acrolein gebildet wird. Je heißer Lebensmittel demnach gebraten werden, desto mehr Acrolein enthalten sie am Ende. (9)

Die gesunden Alternativen: 3 wertvolle Pflanzenöle

1. Leinöl:

Mit einem Gehalt von etwa 60 % Alpha-Linolensäure ist Leinöl ein echter Spitzenreiter unter den gesunden pflanzlichen Ölen. Die essentielle Alpha-Linolensäure gehört zu den Omega-3-Fettsäuren, die zu einem normalen Cholesterinspiegel im Blut beitragen und die Gefäße frei von Verstopfungen halten. Auch für ein intaktes Nervensystem sind Omega 3-Fettsäuren unerlässlich.

Omega 3 spielt außerdem bei der Fließfähigkeit und Aktivität der Zellmembranen eine große Rolle - dies verbessert die Durchblutung.

Eine erhöhte Zufuhr der essentiellen Fettsäure ist vor allem in der Schwangerschaft wichtig: Ein sich entwickelndes Gehirn profitiert natürlich ebenfalls von Alpha-Linolensäure. 1-2 Esslöffel Leinöl pro Tag sind kein Aufwand und können Deiner Gesundheit in vielerlei Hinsicht höchst zuträglich sein. (10)

2.  Chiaöl:

Chia-Samen werden zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln überhaupt gezählt. Schon seit Jahrtausenden sind sie Kraftnahrung und vitalstoffreiche Nahrungsergänzung gleichzeitig. Neben hochwertigen essentiellen Fettsäuren, finden sich in Chiasamen große Mengen an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen – diese machen Chia zu einem wahren Superfood.

Chia-Öl, in Kaltpressung hergestellt, kann wunderbar in Salaten oder Smoothies verwendet werden und trägt so, Tag für Tag, dazu bei, dass Dein Gehirn und Dein Nervensystem bestmöglich arbeiten können. (11)

3. Hanföl:

Reichhaltige Fettsäuren in einem optimalen Verhältnis zueinander: Das steckt in Hanföl! Das wohlschmeckende Öl trägt damit zum Schutz vor Herzkrankheiten bei, kann den Cholesterinspiegel senken und verbessert die Sauerstoffaufnahme im Blut. Entzündungsprozessen wird entgegengewirkt und auch das körpereigene Immunsystem wird gestärkt. (12)

Deine reichhaltige pflanzliche Ölquelle: Regenbogenkreis Onlineshop

Wir selbst wissen schon seit langer Zeit um die kraftspendende, gesundheitsfördernde Wirkung der vorher genannten Öle – daher hat unser Gründer Matthias alles in Bewegung gesetzt, um sie in höchster Qualität bei uns im Shop anbieten zu können. Natürlich werden sie zuerst immer von ihm selbst getestet und für gut befunden, bevor Du sie bei uns kaufen kannst.

Überzeug Dich doch einfach selbst von den heilsamen Kräften des schonend kalt gepressten Hanföls, herrlich nussig schmeckenden Leinöls oder den antientzündlichen Wirkstoffen des wertvollen Bio-Chiaöls.

Quellenangabe:

(1)   https://utopia.de/ratgeber/speiseoele-fette/

(2)   https://gesund.co.at/gute-fette-schlechte-fette-12491/

(3)   https://ecodemy.de/magazin/gesunde-fette-liste/

(4)   https://www.urgeschmack.de/ist-rapsol-gesund/

(5)   https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article123599477/Alternativen-zum-ewigen-Raps-und-Mais-gesucht.html

(6)   https://www.nachhaltigleben.ch/food/monokultur-wie-eine-landwirtschaftsform-der-umwelt-schadet-2761

(7)   derstandard.at/2000054760866/Zwei-bis-drei-Oesterreicher-sterben-taeglich-durch-Passivrauchen

(8)   https://www.inspiriert-sein.de/gefahr-durch-gesunde-fette

(9)   https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2002/daz-46-2002/uid-8739

(10)https://www.dr-johanna-budwig.de/leinoel.html

(11) http://www.welldex.de/gesundheit/so-gesund-ist-chia-oel-aus-chia-samen/

(12) https://www.fitforfun.de/gesundheit/hanfoel-der-extra-kick-fuer-deine-gesundheit-213722.html

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