Im Rahmen der gesunden und kalorienbewussten Ernährung nimmt Stevia einen besonderen Stellenwert ein. Das paraguayische Süßkraut kann Zucker und synthetische Süßstoffe vollkommen ersetzen und zeichnet sich dadurch aus, dass es keine schädigende Wirkung auf den menschlichen Körper hat. Weil es zahnschonend ist und den Appetit auf Süßes und Fettes vermindern kann, ist es für die menschliche Ernährung wesentlich besser geeignet als Zucker oder künstlicher Süßstoff. Stevia kann die tägliche Nahrung bereichern und gleichermaßen von Kindern, Erwachsenen, Älteren, Normalgewichtigen oder Übergewichtigen verwendet werden.
Es ist möglich, Stevia vielen verschiedenen Lebensmitteln zuzusetzen. Ebenso sind auch Kochen, Backen oder die Herstellung von Getränken mit dem Honigblatt, wie das Süßkraut noch bezeichnet wird, kein Problem. Stevia verfügt über ein Vielfaches der Süßkraft von Zucker. Aus diesem Grund wird nur sehr wenig Stevia-Pulver oder –Extrakt benötigt, um Speisen ausreichend zu süßen. Stevia ist also ausgesprochen ergiebig. Das muss bei der Getränke- und Speisezubereitung berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich, zunächst lieber weniger Stevia hinzu zu fügen. Bei Bedarf kann man dann noch nachsüßen. Nimmt man zu viel Stevia, ist es im Nachhinein schwieriger, die Gerichte geschmacklich zu neutralisieren. Mit Zitronensaft kann aber einer zu starken Süße teilweise entgegengewirkt werden.
Derzeit erhältliches Stevia-Pulver und auch die Stevia-Extrakte differieren in Bezug auf ihr Süßungsverhalten. Hinzu kommt, dass auch die Zubereitungstemperatur sowie die pH-Werte der gemeinsam mit Stevia zubereiteten Lebensmittel Einfluss auf die Süßstärke haben. Deshalb können auch nur ungefähre Richtwerte zur Dosierung angegeben werden. Zweihundert Gramm weißer Zucker entspricht ungefähr ein Teelöffel voll weißem Steviosid-Pulver. Circa drei bis vier Teelöffel grünes Stevia-Pulver ersetzen zweihundert Gramm Weißzucker bzw. einhundertachtzig Gramm braunen Zucker. Stevia wird auch in flüssiger Form als Sirup bzw. Extrakt angeboten. Der Menge von zwei Stückchen Würfelzucker entsprechen dabei drei Tropfen klarer Stevia-Extrakt. Für die Herstellung von einem Kilogramm Kuchenteig werden in der Regel nicht mehr als zwei Teelöffel weißes Steviosid-Pulver benötigt.
Mit Stevia ist das Süßen vieler Gerichte – angefangen von Getränken über Gebäck oder Obstsalate bis hin zu Milchspeisen oder Marmeladen - möglich. Viele Desserts, zum Beispiel Puddings, Kompott, Quarkspeisen oder verschiedene Eissorten, gelingen mit flüssigem Stevia-Extrakt oder Stevia-Pulver ausgezeichnet. Auch für die Herstellung von Kindernahrung, zum Beispiel Babybrei, ist das Süßkraut perfekt geeignet. Beliebt ist darüber hinaus die Verwendung von Stevia für Heißgetränke. Traditionell trinken die Bewohner Südamerikas vor allem Mate-Tee mit Stevia. Genauso gut kann Stevia auch zum Süßen von Kräutertees, aber ebenfalls von Kaffee oder Cappuccino genutzt werden. Außerdem lassen sich leckere Fruchtsaftgetränke oder Kakao mit Hilfe von Stevia zaubern.
Selbst gemachte Marmeladen, Konfitüren oder Gelees können vollkommen kalorienfrei mit Steviosidpulver gesüßt werden. So muss man beim morgendlichen Frühstück den Tag nicht gleich mit einem schlechten Gewissen beginnen. Auch viele Backwerke wie Obstkuchen, Kekse oder Muffins gelingen mit Stevia gut. Da auf Zucker beim Backen verzichtet wird, ist zu berücksichtigen, dass bei der Teigzubereitung weniger Flüssigkeit hinzu zu fügen ist. Man kann alternativ aber auch etwas mehr Mehl zugegeben, als das jeweilige Original-Rezept vorsieht. Für bestimmte Teigsorten wie Rühr- und Biskuitteig ist Zucker erforderlich. Jedoch ist es möglich, wesentlich weniger Zucker zu nehmen und diesen durch Stevia zu ersetzen. Wird Steviosid anstelle von Zucker beim Backen verwendet, ist mit einer reduzierten Backzeit von einigen bis maximal zehn Minuten zu rechnen.
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