Zur Wirkung von Guarana wurde in der Vergangenheit umfangreich geforscht. Da der Pflanze im Rahmen der Ethnomedizin vielfältige Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zugeschrieben wurden, war Guarana auch zum interessanten Forschungsobjekt westlicher Wissenschaftler geworden. Schon in den vierziger Jahren konnten französische Wissenschaftler das Potenzial von Guarana bei der Behandlung von Fieber, Kopfschmerzen und Krämpfen bestätigen. Auch die leistungsfördernde Wirkung von Guarana wurde wissenschaftlich nachgewiesen.
In den Fokus allgemeinen Interesses rückte die Dschungelpflanze aber erst ab den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Nun wurden nicht nur die Auswirkungen von Guarana als pflanzliche Arznei und als Nahrungsergänzungsmittel geprüft, sondern auch die Verwendungsmöglichkeiten in der modernen Kosmetik. Guarana ist jetzt beispielsweise häufig Bestandteil von Shampoos zur Anwendung speziell bei fettigem Haar sowie von Produkten gegen Haarausfall. Auch bei Mitteln, die der Belebung der Haut dienen, wird heute Guarana eingesetzt.
Guarana, das bekannte Mittel aus der Naturmedizin, wirkt im menschlichen Körper auf ganz unterschiedliche Weise. Seine besondere Stärke liegt in der allgemeinen Vitalisierungswirkung auf Geist und Körper sowie der Steigerung des Wohlbefindens. Bei verminderter Leistungsfähigkeit und Erschöpfungszuständen, bei Stress und hoher psychischer sowie körperlicher Belastung belebt Guarana und spendet neue Kraft. Neuere Forschungen belegen zudem, dass das Naturprodukt einen positiven Einfluss auf das Gedächtnis und insbesondere auf die Merk- und Erinnerungsfähigkeit hat. Guarana wirkt in diesem Bereich stimulierender als Koffein und sogar Ginseng-Extrakt. Es wird angenommen, dass die in Guarana enthaltenen essenziellen Öle diese Wirkung hervorrufen.
Gut belegt sind darüber hinaus die krampflösenden Eigenschaften der Pflanze und ihr Einsatz bei verschiedenen Arten von Kopfschmerzen. So wird Guarana beispielsweise auch bei Migräne verwendet und sollte umgehend eingenommen werden, sobald sich die ersten Anzeichen einer Migräneattacke bemerkbar machen. In Südamerika gilt das Pflanzenprodukt als sanftes Aphrodisiakum, aufgrund seiner Appetit mindernden Wirkung kann es auch beim gesunden Abnehmen Verwendung finden. Guarana werden stimmungsaufhellende Effekte zugeschrieben und es soll bei nervösen Überreizungen helfen. Auch die menschliche Verdauung profitiert von den Pflanzenwirkstoffen. Verdauungsprobleme können vielfach mit Hilfe von Guarana gelindert werden.
Im Gegensatz zu anderen koffeinhaltigen Lebensmittel, zum Beispiel Kaffee oder Tee, gilt Guarana als besonders verträglich. Ursache hierfür ist, dass das Koffein nicht im Magen, sondern erst im Darm aufgenommen wird. Das Pflanzenpräparat ist außerdem reich an Ballaststoffen und anderen hochwertigen Bestandteilen, die die Verträglichkeit noch verbessern. Bei der Suchtentwöhnung hat die Einnahme von Guarana Tradition, denn unangenehme Begleiterscheinungen sollen dadurch abgemildert werden. Wer einmal auf einer Party zu tief ins Glas geschaut hat, kann Guarana Pulver beispielsweise auch als so genannten „Katerkiller“ nutzen.
Das in der Pflanze enthaltene Koffein, Guarin genannt, wird schonend freigesetzt und wirkt über einen mehrstündigen Zeitraum. Ähnlich wie bei Grünem Tee wirkt das Koffein daher besonders sanft. Allerdings sollte man auch bei der Nutzung von Guarana nicht übertreiben und die empfohlene Dosierung von zwei bis maximal fünf Gramm pro Tag nicht überschreiten, um eventuelle Nebenwirkungen wie Nervosität und Reizbarkeit zu vermeiden. Zu berücksichtigen ist des Weiteren, dass durch Koffein im Allgemeinen die Wirkung von Schlaf- und Beruhigungsmitteln deutlich herabgesetzt werden kann. Verstärkt werden kann hingegen die Wirkungsweise von Arzneimitteln gegen zu niedrigen Blutdruck oder zur Therapie von Schilddrüsenerkrankungen. Wechselwirkungen bestehen auch zwischen Koffein und weiteren Medikamenten, zum Beispiel schmerzlindernden Präparaten. Man sollte sich daher immer bewusst sein, dass Guarana zwar ein sehr sanftes Naturprodukt ist, aber Koffein enthält und daher nicht überdosiert werden darf.
Nimmt man jedoch weniger als fünf Gramm täglich zu sich, kommt es nicht zu unerwünschten Begleiterscheinungen und es ist zum Beispiel auch nicht mit der Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit zu rechnen. Nur in Ausnahmefällen ist vom Genuss von Guarana abzuraten. Das betrifft vor allem Menschen, die an Koffeinüberempfindlichkeit leiden und keinen Kaffee, Cola oder Schwarzen Tee vertragen. Zwar ist Guarana besonders gut verträglich, doch kann es bei starker Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Koffein dennoch zu leichten Nebenwirkungen wie Schlafproblemen oder Nervosität kommen.
Guarana wird vor allem als Fitmacher geschätzt und als Mittel, das Leistungsabfall entgegenwirken kann. Diese Wirkung können inzwischen viele bestätigen. Dennoch kann auch Guarana keine Wunder bewirken. So ist es nicht möglich, verminderte Leistungsfähigkeit als Folge von Alkoholkonsum durch Guarana auszugleichen. Bei Leistungsschwäche und Müdigkeit kann Guarana in vernünftiger Dosierung positive Effekte erzielen. Leiden Betroffene unter permanenter Müdigkeit, auch wenn sie genügend schlafen, sollten sie einen Arzt konsultieren. Möglicherweise ist das ein Symptom einer Erkrankung und muss untersucht werden.
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Die Inhaltsstoffe von Guarana
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Die Anwendung von Guarana
Für wen eignet sich Guarana?
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Verzehrsempfehlung: Am Besten direkt nach dem Aufstehen einen gestrichenen Teelöffel Guaranapulver in einem großen Glas Wasser verrühren und trinken.
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Die Angaben auf dieser Seite stellen keine Heilaussagen dar. Die Produkte sind nicht dazu geeignet, Krankheiten zu behandeln oder zu heilen. Sie dienen lediglich der Ernährung und Hautpflege. Sie stellen in keiner Weise einen Ersatz für ärztliche Behandlung dar. Die Diagnose und Therapie von Erkrankungen und anderen körperlichen Störungen erfordert die Behandlung durch Ärzte und Heilpraktiker.
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