Hintergrundwissen zu Guarana


Wie so viele andere Pflanzen mit besonderen Wirkstoffen ist auch der Guarana-Strauch im tropischen Regenwald Südamerikas beheimatet. In ihrem Verbreitungsgebiet gibt es viele klangvolle Namen für die Pflanze, zum Beispiel Uabano, Panela Supana oder Uaranazeiro. Auch als brasilianischer Kakao ist Guarana bekannt. Weltweite Bekanntheit erlangte das Naturprodukt aufgrund seiner sanften, stimulierenden Wirkung, das es zur gesunden Alternative zu Muntermachern wie Kaffee oder Tee macht.

Schon seit vielen Jahrhunderten wird Guarana von den Völkern im Amazonasgebiet als Heilpflanze geschätzt. Insbesondere beim Stamm der Maues-Sateres hat die regelmäßige Verwendung von Guarana Tradition. Die Indios gelten als sehr gesund und vital und führen dies auf die Wirkung von Guarana zurück. Die Maues-Sateres nennen die Pflanze „Geheime Augen“, denn wenn sich die Fruchtschalen des Strauches öffnen, treten die Pflanzensamen, die Augen ähneln, zum Vorschein. Guarana wird von der Bevölkerung am Amazonas zahllose positive Effekte auf Körper und Geist zugeschrieben. So soll sie leistungssteigernd wirken, Einfluss auf die Wachheit der Sinne haben, das Reaktionsvermögen verbessern und auf strapaziösen Jagdreisen den Appetit vermindern, dabei aber die Belastungsfähigkeit erhalten. Auch als Heilpflanze besitzt Guarana bei den Indios Bedeutung. Sie verwenden sie unter anderem als fiebersenkendes Mittel und zur Behandlung von Kopfschmerzen. Da der Pflanze die Kraft eines hohen göttlichen Wesens innewohnen soll, wird Guarana auch zu spirituellen Zwecken verwendet. Man formt zum Beispiel aus dem Fruchtbrei Figuren und Plastiken, die bei den Indios als heilig gelten.

Heute wird aus Warana vorwiegend ein Pulver zubereitet, das in heißem Wasser aufgelöst und als Guarana-Tee getrunken wird. Doch nicht nur der Tee genießt große Wertschätzung, sondern ebenso Guarana-Soda, eine Art Limonade, die aus Guaranasamen hergestellt wird und vor allem in Brasilien viele Anhänger findet. Die Beliebtheit von Guarana erstreckt sich heute längst nicht mehr nur auf die Amazonasregion. Inzwischen werden Guaranaprodukte auch in die westlichen Industriestaaten exportiert, die Nachfrage steigt stetig. Bei uns ist das Naturprodukt seit den achtziger Jahren bekannt und findet vor allem bei gesundheitsbewussten Menschen Anklang, die sich von ihm eine natürliche vitalisierende und leistungssteigernde Wirkung versprechen – gänzlich ohne Chemie.

Noch heute wird Guaraná zu einem bedeutenden Teil durch Wildpflückung gewonnen. Der Strauch wird aber auch in nachhaltig bewirtschafteten Plantagen angepflanzt, wobei auf ökologische Anbaumethoden sowie auf schonende Ernte- und Verarbeitungsverfahren viel Wert gelegt wird. Verbraucher erhalten dadurch qualitativ hochwertige und gut verträgliche Produkte, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Förderung der Gesundheit und Lebensqualität haben.

Allerdings gibt es in Brasilien auch schon Versuche, zum Beispiel durch die Firma Coca Cola, genmanipuliertes Guarana mit Pestizideinsatz anzubauen. Der Stamm der Sateré-Mawé, von dem wir unser Gurana beziehen, kann nur dadurch weiter bestehen, dass er von der französischen Firma Guayapi für das Guarana wesentlich mehr Geld bekommt als normalerweise üblich. Die Einwohner des Stammes werden also für ihre Arbeit fair bezahlt. Wir sehen auch hier wieder: Die weit verbreitete Billigmentalität, immer nach dem niedrigsten Preis zu gehen, führt zur Zerstörung von Natur und Stammesgemeinschaften.

Sogar bei Jugendlichen liegt Guarana voll im Trend. Es werden unter anderem Powerriegel, Kaugummi oder Softdrinks auf der Basis der Wellnesspflanze hergestellt, die vor allem bei den Jugendlichen in der westlichen Welt derzeit ausgesprochen angesagt sind. Die natürlichen Produkte stehen deshalb so hoch im Kurs, weil sie anregend und leistungsfördernd wirken, dabei aber durch ihren Genuss keine schädlichen gesundheitlichen Folgen auftreten wie dies bei Alkohol, Nikotin und Drogen der Fall ist. Denn Guarana ist kein Rauschmittel, sondern ein pflanzliches Mittel, das seit Jahrhunderten der Gesundheitsförderung dient und in der Ethnomedizin einen besonderen Platz einnimmt. Kein Wunder also, dass Guarana nicht nur in seiner Herkunftsregion, sondern mittlerweile auch bei uns außerordentlich beliebt ist.

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Die Ernte und Verarbeitung von Guarana
Guarana Rezepte
Die Wirkung von Guarana
Die Inhaltsstoffe von Guarana
Guarana als Ersatz für Kaffee und Schwarztee
Die Anwendung von Guarana
Für wen eignet sich Guarana?


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Verzehrsempfehlung: Am Besten direkt nach dem Aufstehen einen gestrichenen Teelöffel Guaranapulver in einem großen Glas Wasser verrühren und trinken.


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Die Angaben auf dieser Seite stellen keine Heilaussagen dar. Die Produkte sind nicht dazu geeignet, Krankheiten zu behandeln oder zu heilen. Sie dienen lediglich der Ernährung und Hautpflege. Sie stellen in keiner Weise einen Ersatz für ärztliche Behandlung dar. Die Diagnose und Therapie von Erkrankungen und anderen körperlichen Störungen erfordert die Behandlung durch Ärzte und Heilpraktiker.


 













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