Vor allem während der Zeit des Inkareichs und sogar schon davor wurde Maca im peruanischen Hochland kultiviert. Heute geht man davon aus, dass Maca bereits 1600 vor Christus in den zentralperuanischen Anden angepflanzt wurde und ein überaus geschätztes Lebens- und Heilmittel der dortigen Bevölkerung war. Der Verzehr der Knollen führte zur körperlichen Kräftigung sowie zu mehr Vitalität und Leistungssteigerung. Bereits damals wurde Maca auch als Aphrodisiakum eingesetzt. Als Opfergabe wurde die Pflanze den Göttern dargebracht und war Mittelpunkt zahlreicher religiöser Riten. Bei den Inka galt Maca sogar als heilige Pflanze.
Als die spanischen Eroberer in das Reich der Inka auf der Suche nach Gold vordrangen, stießen sie auch auf die Macaknollen. Schnell überzeugten sich die Konquistadoren von den besonderen Eigenschaften der Pflanze. Das an Nährstoffen reiche Maca diente ihnen im Andengebiet ebenso wie der einheimischen Bevölkerung als wichtige Nahrungsgrundlage und versorgte auch die mitgeführten Pferde mit ausreichend Energie. Wie hoch die Spanier die kleinen Knollen schätzten, wird unter anderem dadurch belegt, dass erhobene Steuern als Maca Wurzel entrichtet werden konnten. Maca wurde zeitweise sogar an den spanischen Königshof geliefert.
Während Maca von den Inka und auch der Vorinkakultur regelrecht verehrt wurde, verlor die Pflanze in den folgenden Jahrhunderten an Bedeutung. Als Ursache werden in erster Linie die Folgen der Eroberung durch die Spanier angesehen. Die Gier nach Gold und anderen Rohstoffen führte dazu, dass immer mehr Einheimische in Bergwerken arbeiten mussten und nicht länger ihre Äcker bestellen konnten. Ganze Anbauflächen verödeten. Die Eroberer verboten den Unterworfenen außerdem ihre Kultur, Religion, Sprache und ebenso auch die traditionellen Nahrungsmittel, zu denen auch Maca gehörte. Nur noch in abgelegenen Regionen des Hochlands hielt sich das Wissen um Maca und seine herausragenden Eigenschaften.
Der Bedeutungsverlust der nährstoffreichen Knollen in der Vergangenheit war aber auch darauf zurückzuführen, dass in späteren Jahrhunderten viele Menschen in die Städte zogen, ihre ländliche Lebensweise aufgaben und sich demzufolge auch anders als früher ernährten. Die althergebrachte Ernährungsweise geriet fast in Vergessenheit.
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