Anbau und Ernte von Maca


Die Kultivierung der Macapflanzen verlangt den Bauern im peruanischen Hochland einiges ab und ist eine echte Herausforderung. Denn Maca-Anbau und Ernte erfolgen auch heute noch in teils mühevoller Handarbeit. Die Felder müssen bei starkem Wind, extremen Temperaturen und in großer Höhe bestellt werden. Die „Königin der Anden“ – wie Maca häufig bezeichnet wird – wächst nämlich in Regionen, die bis zu viereinhalbtausend Meter über dem Meeresspiegel liegen.

Die Aussaat erfolgt zum Anfang der Regenperiode in den Monaten September bis Dezember in der Regel meist auf Weideflächen, die entsprechend vorbereitet werden müssen. So ist es notwendig, den Boden umzustechen, mit Mist zu düngen und kleine Kanäle für die Drainage von Regenwasser anzulegen. Wenn Maca-Pflanzen auch besonders robust sind und über eine hohe Widerstandskraft verfügen, so tolerieren sie jedoch keine Staunässe. Deswegen ist die Anlage von Gräben erforderlich. Die Böden sind sehr hart und Technik kommt nur vereinzelt zum Einsatz. Deshalb ist der Anbau von Maca sehr anstrengende, körperliche Arbeit.

Früh morgens weht der Wind, der die Pflanzensamen weit weg wirbeln kann, im Hochland noch nicht zu stark. Deswegen gehen die Bauern bereits sehr zeitig ans Werk und bringen schon früh am Morgen ihr Saatgut aus. Sie vermischen ein Kilo Macasamen mit mehreren Kilogramm Erde und bringen diese Mischung auf das Feld aus. Bewährt haben sich bestimmte Praktiken. Die meisten Maca-Bauern treiben nach der Aussaat ihre Schafe aufs Feld, damit die Tiere die Saat festtreten und diese somit vor dem heftigen Wind geschützt ist. Andere wiederum nutzen die Felder außerdem auch für den Kartoffelanbau. In Reihen zwischen den Macas werden Kartoffeln ausgesät. Denn die Bauern wissen um eine besondere Eigenschaft der Maca-Pflanze: Sie kann den Schädlingsbefall bei Kartoffeln reduzieren.

Bis zur Ernte dauert es circa sechs bis acht Monate. Geerntet wird in den Monaten Mai bis Juni. Doch bevor die farbigen Knollen aus dem Boden geholt werden können, liegt noch jede Menge Arbeit vor den Bauern. Ungefähr acht Wochen nach der Aussaat ist es notwendig, die Reihen der Pflanzen zu lichten. So erhalten die übrig bleibenden Knollen die Möglichkeit, besonders kräftig und gleichmäßig zu wachsen. Diese Arbeit wird ebenfalls von Hand verrichtet, wobei gleichzeitig auch „Unkraut“ beseitigt wird.

Die Maca Wurzel ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Sie entzieht dem Boden aber auch sehr viele Nährstoffe. Felder, auf denen bereits Maca angebaut wurde, benötigen eine mehrjährige Ruhephase. Denn die Böden brauchen aufgrund der Höhenlage vergleichsweise lange Zeit, um sich zu regenerieren. Die Bauern müssen also Flächenwechsel betreiben.

Die Macaproduktion erfolgt auf naturnahe und biologische Weise. Es werden keine chemischen Unkrautvernichtungsmittel oder künstliche Dünger eingesetzt. Wenn die Erntezeit gekommen ist, haben bis zu fünf Menschen auf einem kleineren Feld von ungefähr sechshundert Quadratmetern mehrere Tage lang zu tun, um die Knollen aus der Erde zu holen. Bei der Ernte müssen die Bauern sehr behutsam vorgehen, um die empfindlichen Knollen nicht zu schädigen. Sie bedienen sich dabei eines speziellen Arbeitsgerätes. Verwendet wird eine besonders geformte Haue, welche die Einheimischen „Cashu“ nennen.


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Die Botanik der Macapflanze
Die Verarbeitung von Maca




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Die Angaben auf dieser Seite stellen keine Heilaussagen dar. Die Produkte sind nicht dazu geeignet, Krankheiten zu behandeln oder zu heilen. Sie dienen lediglich der Ernährung und Hautpflege. Sie stellen in keiner Weise einen Ersatz für ärztliche Behandlung dar. Die Diagnose und Therapie von Erkrankungen und anderen körperlichen Störungen erfordert die Behandlung durch Ärzte und Heilpraktiker.
















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